Peter Muller - Religiöse Bildung am Bayerischen Untermain

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Elementare Bildung und Erziehung ist zentraler Bestandteil der aktuellen gesellschaftlichen Bildungsdiskussion. Die Studie geht davon aus, dass religiöse Bildung ein Grundrecht elementarer Bildung ist und stellt die Ergebnisse einer repräsentativen Befragung am Bayerischen Untermain vor.
Dabei bezieht sie sich auf die Grundlagen des Bayerischen, Hessischen und Baden-Württembergischen Bildungsplans, wobei im Zusammenhang mit den Grundaussagen der religiösen Bildung deutlich wird, dass Erzieherinen in kirchlichen und nicht-kirchlichen Einrichtungen große Offenheit für diesen Teilbereich mitbringen.
Als Ergebnis der gesellschaftlichen Entwicklung lässt sich zwischen einer religiösen und kirchlichen Erziehung unterscheiden. Ein neuer Ansatz, in dem die Kirchen auf Augenhöhe mit den Akteuren religiöser Bildung das Recht des Kindes auf spirituelle Bildung ernst nehmen sollen, ist dabei von besonderer Bedeutung.
Die ebenfalls untersuchte Thematik der interkulturellen Erziehung verdeutlicht auch Handlungsbedarf im Hinblick auf Team-, Träger- und Familienarbeit. Eine Lösung könnte in der Verbesserung der Rahmenbedingungen liegen.

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Individuelle Begleitungist die Antwort auf die individuellen Unterschiede der Kinder. Nach dem „Prinzip der inneren Differenzierung“ wird ein differenziertes Bildungsangebot und eine individuelle Lernbegleitung auch bei gemeinsamen Lernaktivitäten ermöglicht. Die daraus nötigen individuellen Lernwege lassen sich nur durch systematische Beobachtung erkennen und entsprechend planen. 38

Kulturelle Offenheithilft Kindern, sich zu weltoffenen Persönlichkeiten zu entwickeln. Gemeinsame Lernaktivitäten von Kindern unterschiedlicher kultureller Herkunft und Tradition sind geeignet, interkulturelle Kompetenz einzuüben. Durch diese kulturelle Offenheit werden Kinder neugierig auf andere Kulturen und lernen Andersartigkeit zu achten, auch wenn sie sie nicht vollständig verstehen.

2.1.6. Das Demokratieprinzip im Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplan

Dieses Prinzip trägt in sich die Idee einer „gelebten Alltagsdemokratie“. Damit ist gemeint, dass alle Personen in den Bildungseinrichtungen Partner sind und daraus eine „Kultur der Begegnung“ entwickelt werden muss. Eine solche Partnerschaft erfordert für alle eine angemessene Form der Beteiligung. Diese Partnerschaft gründet auf Gegenseitigkeit, Gleichberechtigung und Wertschätzung. An Entscheidungsprozessen sind alle angemessen zu beteiligen. Beschwerde- und Streitkultur sind Teil einer Verwirklichung des Demokratieprinzips. Eine solche Kultur der Begegnung verbindet sich so mit einer Kultur des Lernens. Zwei Aspekte werden hervorgehoben. Das Erwachsenen-Kind-Verhältnis ist demgemäß von Respekt und einer „kompetenzorientierten Grundhaltung“ geprägt, die danach fragt, was Kinder schon alles können, wissen und verstehen. 39Erwachsene sind aufgefordert, ihre eigenen Haltungen und Wertvorstellungen zu klären und die Glaubwürdigkeit (Authentizität) ihres Verhaltens laufend zu überprüfen (Selbstreflexion). Darüber hinaus nehmen Erwachsene trotz ihres Vorsprungs und ihrer Erziehungsverantwortung nicht mehr die alleinige Expertenrolle ein. Kinder sind alleine und in Lerngemeinschaften in ihrer Kompetenz anzunehmen und es gilt, durch geteilte Verantwortung und demokratischen Diskussionsstil Unterschiede zu moderieren und Einigungen gemeinsam zu entwickeln. „Kinder sind zu ermutigen, nachzufragen und darüber nachzudenken, ob Dinge besser werden können, wenn man sie anders macht.“ 40

Diese Kultur der Partnerschaft gilt auch für das Verhältnis der Bildungsorte. So sind Übergänge durch die Beteiligung aller in gemeinsamer Verantwortung zu gestalten. „Optimal ist ein regelmäßiger Austausch über das Kind mit dem Ziel, häusliche und institutionelle Bildungsprozesse stärker aufeinander zu beziehen und aufeinander abzustimmen.“ 41

2.2. Basiskompetenzen des Kindes

Das oben dargelegte Menschenbild und die sich daraus ergebenden Prinzipien des BEP verdeutlichen den „vorgenommenen Perspektivenwandel von einer defizitorientierten hin zu einer kompetenzorientierten Sicht auf die Kinder, die diesem Plan als zentrale Perspektive zugrunde liegt.“ 42Dementsprechend nimmt die Darstellung der Basiskompetenzen der Kinder eine zentrale Stelle im BEP ein. Der Erwerb und die Stärkung von Basiskompetenzen sind „die grundlegende Zielsetzung und die oberste Richtschnur jedweder Bildungs- und Erziehungsarbeit im Elementbereich.“ 43Es werden 10 Kompetenzbereiche des Kindes – auch die Entwicklung von Werten und Orientierungskompetenz, die für diese Studie von besonderer Bedeutung sind – benannt. Sie sollen die im Elementarbereich bisher geläufigen Begrifflichkeiten „Ich-Kompetenzen“, „Sozialkompetenzen“ und „Sachkompetenzen“ 44konkreter fassen. Die Philosophie des Plans geht davon aus, dass Kompetenzen nie isoliert, sondern stets im Kontext aktueller Situationen, sozialen Austauschs und behandelter Themen erworben werden. Deshalb bietet der Plan auch in der Beschreibung der Kompetenzen Zusammenhänge mit themenübergreifenden und themenbezogenen Bildungsbereichen an. 45

„Als Basiskompetenzen werden grundlegende Fertigkeiten und Persönlichkeitscharakteristika bezeichnet, die das Kind befähigen, mit anderen Kindern und Erwachsenen zu interagieren und sich mit den Gegebenheiten in seiner dinglichen Umwelt auseinanderzusetzen.“ 46

Als wichtigster theoretischer Bezugsrahmen wird auf die „Selbstbestimmungstheorie“ von Edward L. Deci/ Richard M. Ryan zurückgegriffen. 47Dort wird davon ausgegangen, dass der Mensch drei grundlegende psychologische Bedürfnisse hat: das Bedürfnis nach sozialer Eingebundenheit, nach Autonomie-Erleben und nach Kompetenzerleben. Die Befriedigung dieser Bedürfnisse ist entscheidend für das Wohlbefinden des Menschen und für seine Bereitschaft, sich in vollem Umfang seinen Aufgaben zuzuwenden. Im Bayerischen Bildungsplan werden drei Kompetenzbereiche unterschieden: personale Kompetenzen, Kompetenzen zum Handeln im sozialen Kontext und lernmethodische Kompetenz.

2.2.1. Personale Kompetenzen

Personale Kompetenzen werden in vier Bereiche differenziert: Selbstwahrnehmung, motivationale Kompetenzen, kognitive Kompetenzen, physische Kompetenzen.

Selbstwahrnehmung

Selbstwahrnehmung wird nochmals unterschieden in das Selbstwertgefühl und in positive Selbstkonzepte. Das Selbstwertgefühl wird als die Voraussetzung für die Entwicklung des Selbstvertrauens gesehen. Dieses Selbstwertgefühl wird in erster Linie durch die nicht an Bedingungen geknüpfte Wertschätzung und Bestätigung von Seiten der erwachsenen Bezugspersonen gestärkt. Aber auch das respektvolle und freundliche Verhalten der anderen Kinder trägt zur Entwicklung des Selbstwertgefühls bei. Positive Selbstkonzepte unterscheiden sich – als Wissen über sich selbst – in verschiedenen Bereichen: die Leistungsfähigkeit in unterschiedlichen Lernbereichen (akademisches Selbstkonzept), die Fähigkeit, mit anderen zurechtzukommen (soziales Selbstkonzept), die Fähigkeit, Gefühle in bestimmten Situationen wahrzunehmen (emotionales Selbstkonzept) und ein Wissen darüber, wie fit man ist und wie man aussieht (körperliches Selbstkonzept). Pädagogische Fachkräfte tragen zur Entwicklung eines positiven Selbstkonzeptes bei, indem sie zu allen Bereichen differenzierte und positive Rückmeldungen geben und den Kindern die Möglichkeit eröffnen, sich dabei auch selbst wahrzunehmen. 48

Motivationale Kompetenzen

Diese motivationalen Kompetenzen differenzieren sich vor dem Hintergrund der Selbstbestimmungstheorie in fünf Aspekte. Das Autonomieerleben als grundsätzliches menschliches Bedürfnis muss in den Kindertageseinrichtungen dazu führen, dass Kinder möglichst oft die Gelegenheit erhalten, selbst zu entscheiden, was sie tun und wie sie es tun wollen. Solche zugestandenen Wahlmöglichkeiten stärken die kindliche Autonomie auch im Hinblick auf die Entwicklung von Werten und sich so zu verhalten, wie es ihrem Selbst entspricht.

Der zweite Aspekt – das Kompetenzerleben – ergibt sich aus dem ersten und einem entsprechenden menschlichen Grundbedürfnis zu erfahren, dass man etwas kann. Der Plan geht vor diesem Hintergrund davon aus, dass Kinder sich deshalb auch Herausforderungen suchen, die optimal für ihre Fähigkeiten sind. Die sich daraus ergebende Aufgabe des Fachpersonals lautet, jedes Kind mit Aufgaben zu konfrontieren, die seinem Leistungsniveau entsprechen oder geringfügig darüber liegen.

Zu den beiden genannten Aspekten werden Selbstwirksamkeit und Selbstregulation als motivationale Kompetenzen benannt. Unter Selbstwirksamkeit wird die Überzeugung verstanden, schwierige Aufgaben oder Lebensprobleme aufgrund eigener Kompetenzen bewältigen zu können. Diese bildet sich einerseits durch Erfahrung und parallel dazu durch Beobachtung von anderen Kindern, die mit Selbstvertrauen an die Lösung anstehender Aufgaben herangehen. Von daher brauchen Kinder in Kindertageseinrichtungen Aufgaben, die in ihrer Schwierigkeit individuell angepasst sind. Heterogene Gruppen unterstützen den Prozess des Lernens von Selbstwirksamkeit durch Beobachtung. Darüber hinaus sind die Fachkräfte selbst Modell für Selbstwirksamkeit, indem sie in für sie selbst schwierigen oder und neuen Situationen Selbstvertrauen zeigen und diese Neue oder und Schwierige verbalisieren. Ein wesentliches Element zur Entwicklung von Selbstwirksamkeit ist die Transparenz von möglichen Konsequenzen für bestimmte Verhaltensweisen. Von daher müssen in den Kindertageseinrichtungen die Regeln bekannt sein und eingehalten werden. Eine mögliche Reflexion über das Verhalten der Kinder führt zu dem zweiten, oben genannten Aspekt: Selbstregulation. Darunter wird verstanden, „dass das Kind sein Verhalten selbst beobachtet, es selbst bewertet und abschließend sich belohnt oder bestraft, je nachdem, ob es nach seinem eigenen Gütemaßstab erfolgreich oder nicht erfolgreich war. Erfolg führt in der Regel dazu, dass das Kind seinen Gütemaßstab heraufsetzt. Nach Misserfolg setzt das Kind seinen Gütemaßstab niedriger an.“ 49Solch selbstregulatives Verhalten wird durch zwei Aspekte in besonderer Weise unterstützt. Die Kommentierung der Fachkräfte von Handlungsabläufen und Problemlösungen (der Kinder oder der Fachkräfte) zeigt dem Kind, wie es sein Verhalten planen, beobachten und steuern kann. So kann z. B. die Selbstbeobachtung durch „lautes Denken“ gefördert werden. Des Weiteren ist auf angemessene Gütemaßstäbe zu achten. Entsprechende Selbstbelohnungen können durch das Modell der Erzieher/innen und anderer Mitarbeiter/innen vorgelebt werden.

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