Georg Pernter - Spiritualität als Lebenskunst

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Der Autor legt eine umfassende und fundierte Einführung in die Bedeutung spiritueller Dimensionen innerhalb der Psychotherapie vor. Er beschreibt in Kenntnis der theologischen Spiritualitätsliteratur und der aktuellen Forschung, was den Begriff der Spiritualität jenseits des Esoterik-Booms ausmacht, und er versteht es, dies mit den Konzepten der Gestalttherapie in Beziehung zu bringen und Überschneidungen aufzuzeigen.

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Attar beschreibt hier den mühevollen Weg der Menschen, die sich auf die Reise zur inneren Wahrheit begeben, ihrer Sehnsucht folgend, im Wechsel von Zweifel und Hingabe. Am Ende hat sich die Suche gelohnt, sie führt zu Wärme, Güte und Weisheit, zu Gott.

In spirituellen Traditionen finden wir immer wieder dieses Bild vom inneren Weg. Jesus sagt: ›Liebe deine Feinde‹ – ›Hör auf, den Splitter im Auge des Anderen zu sehen ohne den Balken im eigenen Auge wahrzunehmen‹ – Hör auf zu projizieren, löse dich von deinen Introjekten, ›Liebe deinen Nächsten wie dich selbst‹ oder ›Du kannst niemanden lieben, bevor du nicht dich selbst, so wie du bist, liebst‹.

Und sage niemand, diese Aufgabe sei leicht zu erfüllen. Die Täler unserer inneren Zustände müssen durchwandert werden, wollen wir zur Heilung und zum guten Leben finden.

Avalokiteshvara, der Buddha des Mitgefühls im tibetischen Buddhismus, der heiter lächelnd im Zentrum des Mandalas sitzt, auch ›der mit klarem Auge Sehende‹ und ›der kostbare, Wunsch erfüllende Edelstein‹ genannt, kann nur erreicht werden, nachdem der Suchende mit vielen inneren Dämonen gekämpft hat.

Aufgeklärte Moslems wissen, dass der Krieg gegen die Ungläubigen nichts anderes ist als der Kampf gegen die eigenen inneren destruktiven Zweifler und die Auseinandersetzung mit dem inneren Richter.

Auch wenn die Gestalttherapie eine wissenschaftlich erforschte Methode zur Heilung der kranken, verwirrten, gespaltenen, verletzten Seele ist, lässt sie sich mühelos ›rückbinden‹ an spirituelle Traditionen und Weisheitslehren.

So zu werden, wie wir gedacht waren, uns zu erinnern an uns selbst und damit an das Göttliche in uns, ist letztlich das, worum es auch in der Psychotherapie gehen darf und soll. Und auch dieser Weg ist nicht leicht, führt durch Aufruhr und schmerzliche Zustände, braucht Geduld und behutsame Führung.

Unser äußeres Leben spiegelt den Zustand unserer Seele. Lebenskunst zeigt sich im gesunden Austausch zwischen mir und der Welt, im Gefühl für das rechte Maß, im liebevollen und klaren Umgang mit mir selbst, mit den Mitmenschen und der Natur, im kraftvollen, kreativen Einsatz meiner Potentiale, in Intensität, Begeisterungsfähigkeit und Lebensfreude.

Wenn wir uns als Psychotherapeuten die Grenzen der Machbarkeit eingestehen, erkennen, dass die Lösung oft im ›Lassen-Können‹ steckt, wenn wir absichtslos den Phänomenen treu bleiben und Bewusstsein fördern helfen, dann fließt Spiritualität mühelos in unser Handeln ein, Psyche, Leib und Göttliches sind im Fluss.

Gestalttherapeuten sollten wie Bildhauer sein. Der Künstler findet, was im Stein steckt und entfernt das Überflüssige.

Der Lebenskünstler findet im lärmenden Chaos des Lebens immer wieder voller Vertrauen die Gestalt, die jetzt zu ihm passt.

Seine Spiritualität zeigt sich auch im liebevollen Annehmen des Unvollkommenen, des Ungeschickten und der Grenzen, die uns durch die Materie gesetzt sind.

Sein Reich ist von dieser Welt, auch wenn das vielleicht noch nicht alles ist.

Lieber Georg, gerne habe ich Dein Buch gelesen, interessant und fundiert, wissenschaftlich einwandfrei und doch mit der Offenheit für das Nicht-Fassbare, das wir Glauben und Gnade nennen.

Dass die Gestaltphilosophie eine gute Orientierung für Lebenskunst ist, habe ich schon immer gedacht. Der spirituelle Aspekt aber ist hier besonders gut herausgearbeitet und belegt. Jenseits von esoterischer Seichtheit und wohlfeilen Heilswegen hast Du den tiefen inneren Zusammenhang der Urfragen der Menschheit und des gestalttherapeutischen Ansatzes aufgezeigt.

Unser Gedankenaustausch hat mir viel Spaß gemacht.

In diesem Sinne – alles Gute für dieses Buch!

Almut Ladisich-Raine

Einleitung: Welche Farbe hat der Wind?

»Wir brauchen eine Therapie,

in der die Lebendigkeit gesucht und gefördert wird,

in der die Lebendigkeit geweckt wird«

(Willi Butollo 1996, 60)

»Nicht Wissen um des Wissens, sondern um des Lebenswissens willen,

um Einblick in die Grundstrukturen des Lebens und der Welt,

der geschichtlichen Herkunft und gesellschaftlichen Gegenwart zu gewinnen.«

(Wilhelm Schmid 2007, 437)

»Ich habe keine Lehre. Ich zeige nur etwas. Ich zeige Wirklichkeit,

ich zeige etwas an der Wirklichkeit, was nicht oder zu wenig gesehen worden ist.

Ich nehme ihn, der mir zuhört, an der Hand und führe ihn zum Fenster.

Ich stoße das Fenster auf und zeige hinaus.

Ich habe keine Lehre, aber ich führe ein Gespräch.«

(Martin Buber 1962, 1114, zit. n. Zahrnt 1989, 120)

Spiritualität, ein »luftiges« Phänomen– für viele ist Spiritualität eine »terra incognita«. Eine Wüste. Ein Fass ohne Boden. Nicht greifbar. Vergleichbar ist Spiritualität mit dem »Wind, den man zwar spüren, aber nicht ergreifen kann« (Nye 1999, zit. n. Bucher 2007, 21). »Welche Farbe hat der Wind?« (Perls 1981, 118) ist jener Koan, den Fritz Perls, einer der Begründer der Gestalttherapie, von seinem Zenmeister erhalten hatte. Und dieser war hoch zufrieden mit Perls’ Lösung, als er nämlich den Meister einfach anhauchte und so wortlos ausdrückte: »Diese Farbe hätte der Wind …«.

Dem »Wind« mehr Farbe zu geben, ist das Anliegen dieses Buches: Farben, die erkennbar sind und nach mehr Leben schmecken … Vielleicht mag es für manche ein Wind werden, für andere bloß ein altes Lüftchen bleiben. »Aber ich weiß, dass unsichtbar nicht verschwunden heißt.« (Divakaruni, 2001, 85) Ein Gespräch möchte ich führen mit denen, die sich dafür interessieren. Keinen fertigen Monolog halten, auch wenn das bei einem Buch ein ganz eigener »Dialog« sein wird.

»Nichts Neues unter der Sonne«– so lautet ein altes romanisches Diktum. Muss man das Rad neu erfinden, wenn es bereits gute Erfahrungen gibt? Neu in diesem Buch kann man das Bemühen sehen, eine alltagsbezogene Spiritualität zu formulieren mit dem Anspruch, Menschen ehrlich zu begegnen und in ihrer Sprache jene Fragen zu formulieren, welche die alten Fragen der spirituellen Suche(r) sind. Das ist ein freundschaftlicher Austausch, eine gegenseitige Bereicherung. Mein Wunsch ist es, dass dabei die »Hymne an den unbekannten Gott« (Sam Keen) und an das Leben hier auf dieser Welt gelingt und Feuer nicht nur im Bauch, sondern auch im Kopf und in den Füßen entfacht wird. 1Ist das Leben – überspitzt formuliert – nicht zu kurz, um in jahrelanger mühevoller Arbeit auf dem Sitzkissen auszuharren und auf persönliche Erleuchtung zu warten?

Spiritualität ist Vielfalt.Ich bekenne vorab: Ich habe einiges an spirituellen Ausdrucksmöglichkeiten ausprobiert. Dabei habe ich viel gelernt: Die Fröhlichkeit und den Witz in »tiefgehenden«, auch ernsten religiösen Ritualen bei Indianern, das strenge Ausharren im Sitzen und die lauschende (nicht immer friedliche) Stille in der Kontemplation, die achtsame Awareness und Fokussiertheit auf den Augenblick im Zen, die Bewegung und Ausgerichtetheit bei den Sufis, die Wiederentdeckung der Natur, ihre erfrischende Belebung und Inspiration durch Franziskus, eine berührende Sinnlichkeit in einem umsichtigen Tantra, die Zentrierung und das körperlich-heilsame Eintreten in ein räumlich-leibhaftiges Mantra im Sacred Dance …

Es geht mir hier um ein Plädoyer für eine Ausprägung vielgestaltiger Formen von persönlicher Spiritualität. Eine solche hat das realistische Wachstum des Menschen im Sinne und lässt Persönlichkeitsentwicklung zu. In der Achtung vor der Vielgestaltigkeit menschlicher Lebenswege geht es um das Finden, Erkennen, Umsetzen von verschiedenen Ausdrucksformen: je nach Charakter, Lebensphase, Befindlichkeit, Anforderungen, Bedürfnissen.

Spiritualität, Therapie, Lebenskunst.Ein ungewöhnliches Trio? Das Projekt, Spiritualität und Therapie zusammenzubringen, steht vor dem prinzipiellen Problem, von Experten verschiedenster Fach-Disziplinen argwöhnisch oder skeptisch betrachtet zu werden. In meinem Falle werden das Psychologen sein oder Theologen oder selbsternannte »Spiri«-Gurus (vgl. Bucher 2007, 6).

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