Sylvi Rennert - Redeflüssigkeit und Dolmetschqualität

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Redeflüssigkeit und Dolmetschqualität: краткое содержание, описание и аннотация

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Dolmetschqualität ist ein komplexes Thema, das sich im Spannungsfeld zwischen den Anforderungen und Erwartungen von NutzerInnen wie DolmetscherInnen und der subjektiven Einschätzung des Publikums bewegt. Eine Dolmetschung soll so gut verständlich sein wie das Original, in der Realität orientieren sich NutzerInnen aber häufig am Höreindruck und beurteilen Dolmetschungen eher nach prosodischen als nach inhaltlichen Faktoren.
Diese Studie untersucht den Einfluss von Redeflüssigkeit auf die zwei Qualitätsaspekte der kognitiven Wirkungsäquivalenz und der subjektiven Bewertung durch das Publikum. Aufbauend auf einer theoretischen Betrachtung verschiedener Qualitätsaspekte und deren Operationalisierung sowie der Komponenten von Redeflüssigkeit wird die Entwicklung des Versuchsdesigns und -materials eingehend beschrieben. Im Experiment zeigt sich, dass eine weniger flüssige Dolmetschung zwar gleich gut verstanden wird wie eine flüssige, das Publikum aber glaubt, sie schlechter verstanden zu haben.

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Nachdem in diesem Abschnitt der Qualitätsbegriff für die vorliegende Arbeit herausgearbeitet und die dazugehörige Terminologie erklärt wurde, wird im nächsten Abschnitt dessen Operationalisierung besprochen.

2.1.3 Operationalisierung des Qualitätsbegriffs

In der wissenschaftlichen Diskussion muss zwischen einem theoretischen Konstrukt und dessen Operationalisierung unterschieden werden. In den vorhergehenden Abschnitten wurde das Konstrukt der Qualität herausgearbeitet: In 2.1.1 wurde festgestellt, dass zur Bestimmung der Qualität der Dienstleistung Dolmetschung sowohl der produktbezogene Qualitätsbegriff als auch die subjektive Bewertung durch die KundInnen (ZT-RezipientInnen) berücksichtigt werden sollten. Aufbauend darauf wurde in 2.1.2 Dolmetschqualität für die Zwecke der vorliegenden Arbeit als kognitive Wirkungsäquivalenz definiert, die hier als produktbezogener Qualitätsbegriff betrachtet werden soll. Bis auf die stets als sehr wichtig eingestufte Sinnübereinstimmung mit dem Original, die bereits im produktbezogenen Qualitätsbegriff enthalten ist, variieren KundInnenerwartungen, wie bereits erwähnt, unter verschiedenen Zielgruppen sehr stark (siehe auch 3.2.1). Man kann also nicht von einer allgemeingültigen, homogenen Definition von Qualität für DolmetschnutzerInnen ausgehen. Vielmehr ist es sinnvoll, die wahrgenommene Dienstleistungsqualität für die jeweiligen NutzerInnen individuell zu erheben. In diesem Abschnitt soll nun festgelegt werden, wie diese Aspekte messbar gemacht, also operationalisiert, werden sollen.

Wie in 2.1.2 gezeigt wurde, postulieren verschiedene Dolmetschwissen­schaft­lerInnen und PraktikerInnen (z.B. Herbert 1952, Seleskovitch 1988, Déjean Le Féal 1990), dass AT und Dolmetschung die gleiche Wirkung auf ihre jeweiligen RezipientInnen haben sollten; Methoden zur Messung der Erreichung dieses Ziels werden jedoch nicht immer besprochen. In der Skopostheorie (Vermeer 1978: 101) gilt eine Translation als erfolgreich, wenn vom Empfänger kein Protest eingelegt wird. Dies lässt sich jedoch schwer messen und Protest von RezipientInnen kommt in der Praxis zumindest in nicht-dialogischen Dolmetschsettings wohl kaum vor. Déjean Le Féal merkt an, dass man bei Diskussionen auch das Funktionieren der Kommunikation als Zeichen einer geglückten Dolmetschung ansehen könne, was aber nicht mit der Erfüllung der Qualitätsstandards gleichgesetzt werden dürfe (Déjean Le Féal 1990: 156). Sie schlägt daher zur Beurteilung der Verständlichkeit einer Dolmetschung vor, das Verständnis einer „typischen“ DolmetschrezipientIn mit jenem einer vergleichbaren RezipentIn des AT zu vergleichen (Déjean Le Féal 1990: 159). Auch Kalina (2009) spricht sich für einen Vergleich von AT- und ZT-Wirkung aus, da Beurteilungen des ZT durch die RezipientInnen lediglich der Überprüfung der ZT-Rezeption dienen könnten (Kalina 2009: 172):

Dieser Vergleich wäre jedoch eine wichtige Größe für die Bestimmung des Erfolgs der Wirkung des ZT, da die intendierte Wirkung des Originals auf die AT-Rezipienten für die mit der ZT-Produktion intendierte Wirkung eine Rolle spielt (…). Wenn die Relation zwischen ZT und Rezipienten im Mittelpunkt steht, so sind die Verstehensprozesse der Rezipienten einzubeziehen. (Kalina 2009: 170)

Eine tatsächliche Operationalisierung im Bereich des Lautsprachdolmetschens erfolgt zunächst allerdings nur durch Gerver (1972), der die Verständlichkeit verschiedener Dolmetschmodi mittels Hörverständnistests vergleicht, sowie über zwei Jahrzehnte später durch Shlesinger (1994). Sie setzt Hörverständnistests ein, um die Verständlichkeit von Dolmetschungen und vorgelesenen Transkripten derselben Dolmetschungen zu messen (siehe 3.3.1).

Im Bereich des Gebärdendolmetschens ist die Verwendung von Tests zur Beurteilung der Verständlichkeit von Dolmetschungen jedoch wesentlich weiter verbreitet (siehe 3.3). Bereits seit den 1970er-Jahren wurden hier einerseits verschiedene Dolmetschmodi (z.B. Murphy & Fleischer 1977, Cokely 1990, Livingston et al. 1994) oder Dolmetschungen von muttersprachlichen vs. nichtmuttersprachlichen GebärdensprachdolmetscherInnen (z.B. Llewellyn-Jones [1981]/2015) untereinander verglichen, andererseits wurde auch untersucht, ob gehörlose Personen die gebärdete Dolmetschung gleich gut verstehen wie hörende Personen die in Lautsprache gesprochenen Inhalte (z.B. Marschark et al. 2004, Napier & Spencer 2008, Rodríguez Ortiz & Mora Roche 2008).

Im Bereich des lautsprachlichen Dolmetschens wird die Messung der Verständlichkeit der Dolmetschung erst 15 Jahre nach Shlesinger (1994) an der Universität Wien wieder aufgegriffen, wo Hörverständnistests als Teil des im Rahmen des QuaSI-Projekts entwickelten funktional-kognitiven Ansatzes zur Bewertung von Dolmetschqualität (vgl. Pöchhacker 2012) zum Einsatz kommen.

In einem Pilotversuch untersucht Grübl (2010) den Einfluss der Stimmlage auf die Verständlichkeit von Dolmetschungen und vergleicht das Verständnis der Dolmetschungen mit dem des AT (siehe 3.3.2). Diese Methodik wird im QuaSI-Projekt weiterentwickelt und für die Studie zu Simultandolmetschen vs. Englisch als Lingua Franca (Reithofer 2014) sowie die Untersuchung des Einflusses der Parameter Intonation (Holub 2010) und Flüssigkeit (Rennert 2010, 2013, vorliegende Arbeit) auf die kognitive Wirkung der Dolmetschung verwendet.

Wie besprochen soll zusätzlich zu diesem produktbezogenen Qualitätsbegriff auch die kundInnenseitig wahrgenommene Qualität erhoben werden. Beim im Rahmen der vorliegenden Arbeit durchgeführten Experiment ist ein Ratingformat gut geeignet, um die subjektive Bewertung des Versuchsmaterials durch die ProbandInnen zu erheben. Die Ratingfragen können ebenso wie der Hörverständnistest in schriftlicher Form administriert werden. Diese subjektiven Bewertungen können dann den Ergebnissen des Hörverständnistests gegenübergestellt werden, um so ein mehrdimensionales Bild der Qualität zu erhalten und gleichzeitig festzustellen, ob und in welcher Weise die beiden Qualitätsperspektiven auseinandergehen.

Beispiele für die hier besprochenen und andere Methoden der Qualitätsforschung in der Dolmetschwissenschaft finden sich in Kapitel 3, in dem ausgewählte Studien vorgestellt werden, die sich mit Redeflüssigkeit als Qualitätsmerkmal befassen. Der Begriff der Redeflüssigkeit wird nachfolgend definiert.

2.2 Redeflüssigkeit

Wie bei der Qualität ist auch die Definition von Redeflüssigkeit nicht einfach. Bei der Bewertung von Gesprochenem – seien es Dolmetschungen, öffentliche Ansprachen oder der Fremdsprachenunterricht – wird häufig die Flüssigkeit der Rede als wichtiges Kriterium genannt, das die Qualität der Darbietung mit ausmacht. Angesichts der großen Bedeutung, die der Flüssigkeit in vielen Bereichen beigemessen wird, erscheint es erstaunlich, dass eine eindeutige und allgemein anerkannte Definition des Begriffes bislang ausständig ist. Zwar wird der Begriff in der Fachliteratur vieler Disziplinen häufig verwendet, oft jedoch ohne nähere Definition. Auch wenn die meisten Menschen sagen können, ob sie etwas Gehörtes als „flüssig“ oder „unflüssig“ empfinden, so sind diese Einschätzungen keinesfalls einheitlich, sodass der Begriff der Flüssigkeit nicht als allgemein eindeutig definiert vorausgesetzt werden kann.

Dieser Abschnitt widmet sich daher zunächst in 2.2.1 eingehend der Problematik der Begriffsbestimmung. Danach werden in 2.2.2 verschiedene Ansätze besprochen und es wird eine Definition von Flüssigkeit für den Bereich der Dolmetschwissenschaft aufgestellt, deren Komponenten anschließend näher beschrieben werden. Die Begriffe Flüssigkeit und Redeflüssigkeit werden in der vorliegenden Arbeit synonym verwendet.

2.2.1 Problematik der Definition

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