William Boyd - Ruhelos

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"Eines Tages kommt jemand und bringt mich um", hat Sally Gilmartin ihrer Tochter schon vor Jahrzehnten gesagt. Nun, da sie alt ist, macht Ruth sich ernsthaft Sorgen und fragt sich, ob ihre Mutter unter Wahnvorstellungen leidet. Schließlich offenbart Sally ihrer Tochter, dass sie in Wahrheit nicht Sally Gilmartin heißt, sondern Eva Delektorskaja, und dass sie als russische Emigrantin 1939 in Paris vom britischen Geheimdienst angeworben wurde. Während alles, was Ruth je meinte, über ihre Mutter gewusst zu haben, langsam in sich zusammenfällt, spürt sie schon bald, dass ihre Mutter all das nicht ohne Hintergedanken erzählt. Die ehemalige Spionin hat noch einen letzten Auftrag, den sie nicht allein erledigen kann.

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»Du kannst nächsten Samstag kommen«, sagte sie, »und mir ist es recht, wenn du Jochen hierlässt. Er kann hier übernachten, wenn du möchtest. Tut mir leid wegen letztem Wochenende.«

»Was ist das für ein Klicken?«

»Das bin ich. Ich klopfe mit dem Bleistift an den Hörer.«

»Und was soll das?«

»Ein Trick. Um Leute zu irritieren. Verzeih, ich höre schon auf.« Sie zögerte kurz. »Hast du gelesen, was ich dir gegeben habe?«

»Ja. Ich hätte schon früher angerufen, aber ich musste es erst mal verdauen. Ein kleiner Schock, wie du dir denken kannst.«

»Ja, natürlich.« Sie schwieg einen Moment. »Aber ich wollte, dass du’s erfährst. Es war der richtige Zeitpunkt.«

»Ist das alles wahr?«

»Natürlich. Jedes Wort.«

»Das heißt also, dass ich Halbrussin bin.«

»Ich fürchte, ja, Liebling. Aber eigentlich nur Viertelrussin. Meine Mutter, deine Großmutter, war Engländerin, erinnerst du dich?«

»Wir müssen darüber reden.«

»Da kommt noch mehr auf dich zu. Viel mehr. Du wirst alles verstehen, wenn du den Rest erfährst.«

Dann wechselte sie das Thema und fragte nach Jochen, wie sein Tag gelaufen war, ob er etwas Ulkiges gesagt hatte, und während ich von ihm erzählte, braute sich etwas in meinem Bauch zusammen, als müsste ich dringend aufs Klo – es war die plötzliche Angst vor dem, was mir bevorstand, und die kleine, nagende Furcht, dass ich es nicht verkraften würde. Es komme noch mehr auf mich zu, hatte sie gesagt, viel mehr – was war dieses »Alles«, das ich am Ende verstehen würde? Wir redeten noch Belangloses, verabredeten uns für den nächsten Samstag, und ich legte auf. Ich drehte mir einen Joint, rauchte ihn sorgfältig auf, ging ins Bett und schlief acht Stunden lang, ohne zu träumen.

Als ich am nächsten Morgen von Grindle’s zurückkam, saß Hamid auf der obersten Stufe unserer Treppe. Er trug eine kurze schwarze Lederjacke, die neu war und nicht zu ihm passte, wie ich fand, er wirkte in ihr kastenförmig und bullig. Hamid Kazemi, Anfang dreißig, Bartträger, war ein stämmiger iranischer Ingenieur mit den breiten Schultern eines Gewichthebers. Und er war mein dienstältester Schüler.

Er hielt mir die Küchentür auf, wies mich mit seiner gewohnt höflich-akkuraten Geste hinein, machte mir ein Kompliment wegen meines guten Aussehens (mit denselben Worten wie vierundzwanzig Stunden zuvor) und folgte mir durch die Wohnung ins Arbeitszimmer.

»Sie haben nichts zu meiner Jacke gesagt«, sagte er auf seine direkte Art. »Gefällt sie Ihnen nicht?«

»Sie gefällt mir ganz gut«, erwiderte ich, »aber mit dieser Sonnenbrille und den schwarzen Jeans sehen Sie aus wie ein SAVAK-Agent.«

Er versuchte zu verbergen, dass er den Vergleich alles andere als lustig fand – und ich sah ein, dass der Scherz für einen Iraner vielleicht ein bisschen geschmacklos war, also entschuldigte ich mich. Hamid hasste den Schah von Persien, und das mit ganz besonderer Leidenschaft, wie mir jetzt einfiel. Er zog die Jacke aus und hängte sie sorgfältig über die Stuhllehne. Ich roch das neue Leder und dachte an Geschirrkammern und Sattelpolitur – ein Geruch, der mich an meine fernen Mädchenjahre erinnerte.

»Ich habe den Bescheid über meine Versetzung erhalten«, sagte er. »Ich werde nach Indonesien gehen.«

»Ich gehe nach Indonesien. Ist das gut? Freuen Sie sich?«

»Ich gehe … Ich wollte Lateinamerika, sogar Afrika …« Er zuckte die Schultern.

»Für mich klingt Indonesien ganz aufregend«, sagte ich und griff nach den Ambersons.

Hamid arbeitete bei Dusendorf, einer internationalen Ölgesellschaft. Die Hälfte aller Schüler bei Oxford English Plus kamen von Dusendorf und lernten Englisch, die Sprache der Erdölindustrie, damit sie an allen Ölquellen der Welt eingesetzt werden konnten. Ich unterrichtete Hamid nun schon seit drei Monaten. Er war als voll ausgebildeter Ingenieur für Petrochemie aus dem Iran gekommen, aber praktisch ohne Fremdsprachenkenntnisse. Doch acht Stunden täglicher Einzelunterricht, aufgeteilt auf vier Lehrer, hatten ihn, wie es die Broschüre von Oxford English Plus vollmundig versprach, in kürzester Zeit zum kompletten Zweisprachler gemacht.

»Wann reisen Sie ab?«, fragte ich.

»In einem Monat.«

»Mein Gott!« Der Ausruf war echt und unbeabsichtigt. Hamid war so sehr zum Teil meines Alltags geworden, von Montag bis Freitag, dass ich mir nicht vorstellen konnte, plötzlich ohne ihn dazustehen. Und weil ich seine erste Lehrerin gewesen war, weil ich ihm die erste Englischstunde gegeben hatte, war ich immer in dem Glauben geblieben, dass er sein flüssiges Englisch allein mir zu verdanken habe.

Ich stand auf und holte einen Kleiderbügel vom Türhaken, um seine Jacke aufzuhängen.

»Auf dem Stuhl verliert sie die Form«, sagte ich, um den kleinen Gefühlsaufruhr zu kaschieren, den die Nachricht von seiner baldigen Versetzung in mir ausgelöst hatte.

Als ich ihm die Jacke abnahm, schaute ich aus dem Fenster und sah unten auf dem kiesbestreuten Vorplatz neben Mr Scotts Dolomite einen Mann stehen. Einen schlanken jungen Mann mit Jeans und Jeansjacke, mit dunklem, schulterlangem Haar. Er sah mich hinabblicken und hob die Daumen – mit breitem Grinsen.

»Wer ist das?«, fragte Hamid, der meine Überraschung und meinen Schock bemerkte.

»Er heißt Ludger Kleist.«

»Warum schauen Sie ihn so an?«

»Weil ich dachte, er sei tot.«

Die Geschichte der Eva Delektorskaja

Schottland 1939

Eva Delektorskaja lief über federndes Gras auf den Talgrund und den dunklen Baumstreifen zu, der einen kleinen Fluss säumte. Jenseits des Glens begann die Sonne zu sinken, also wusste sie wenigstens, wo Westen war. Sie schaute nach Osten, ob der Lkw von Staff Sergeant Law noch zu sehen war, der zwischen den gewundenen Berghängen zurückfuhr, ins Tal des Tweed, wie sie vermutete, doch in der dunstigen Abendluft ließen sich Felswände und Nadelwälder nicht mehr auseinanderhalten, sodass es unmöglich wurde, den Zweitonner aus dieser Entfernung zu erkennen.

Sie marschierte drauflos, auf den Fluss zu, bei jedem Schritt stieß ihr der Rucksack ins Kreuz. Das ist eine »Übung«, sagte sie sich, sie muss mit dem richtigen Elan ausgeführt werden. Die Ausbilder hatten ihnen erklärt, das sei kein Wettkampf, eher ein Test, ob sie damit zurechtkamen, im Freien zu übernachten, ob sie Orientierungssinn zeigten und welche Initiativen sie in der Zeit entwickelten, die sie brauchten, um zurückzufinden, ohne zu wissen, wo sie sich befanden. Zu diesem Zweck hatte Law ihr die Augen verbunden und sie mindestens zwei Stunden lang umhergefahren, wie sie aus dem Stand der rötlichen Sonne schloss. Während der Fahrt war Law auffallend gesprächig gewesen – um sie am Zählen zu hindern, wie sie jetzt begriff –, und als er sie oberhalb des Glens absetzte, sagte er: »Es können zwei Meilen oder zwanzig Meilen Entfernung sein.« Er zeigte sein dünnes Lächeln. »Sie werden es nicht erraten. Also bis morgen, Miss Dalton.«

Das Flüsschen im Talgrund war seicht, das braune Wasser floss schnell dahin. Beide Ufer waren dicht bewachsen, hauptsächlich von kleinen, belaubten Bäumen mit blassgrauen, knorrigen Stämmen. Eva lief mit festem Schritt flussabwärts, die safranfarbene Sonne betupfte das Gras und Gesträuch mit goldenen Flecken. Über den Pfützen standen Mückenwolken, und während der schottische Tag zur Neige ging, wurde der Gesang der Vögel immer munterer.

Als die Sonne hinter dem Westrand des Glens verschwunden war und das Licht im Tal grau und gestaltlos wurde, beschloss Eva, ihr Nachtlager aufzuschlagen. Sie hatte bestimmt mehrere Meilen zurückgelegt, aber noch immer kein Haus oder irgendeine menschliche Bleibe entdeckt, keine Scheune oder Hütte, in der sie Unterschlupf gefunden hätte. Ihr Rucksack enthielt einen Regenmantel, ein Umhängetuch, eine Wasserflasche, eine Kerze, eine Schachtel Streichhölzer, ein kleines Päckchen Toilettenpapier und ein paar Käsesandwiches, eingewickelt in Butterbrotpapier.

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