Malte Leyhausen - Familie ist nichts für Feiglinge

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Das Thema Familie lässt keinen kalt. So sehr Sie sich auch um das Wohl Ihrer Familie bemühen, Glücksgefühle und Momente der Wut, Ohnmacht und Verzweiflung bleiben zwei Seiten der gleichen Medaille. Unsere Vorstellungen, wie sich ein «vernünftiger» Partner und «normale» Kinder zu verhalten haben, wollen mit dem Alltag zwischen Baby, Büro und Bügelwäsche einfach nicht zusammenpassen …
Der systemische Familientherapeut Malte Leyhausen bietet Ihnen eine Alternative zu unrealistischen Patentrezepten für das Familienglück. Sie erhalten mit diesem Buch vielmehr Hilfe zur Selbsthilfe, indem Sie zu einem Blick hinter den Spiegel Ihrer Erwartungen eingeladen werden. Wie entstehen Ihre Ansprüche an sich selbst und an Ihre Angehörigen? Mit welchen Stellschrauben können Sie Ihre Selbstwirksamkeit steigern?
Der Autor spannt den Bogen von unseren historisch geprägten Wunschbildern von Familie über die psychologischen Stolpersteine bei der Partnerwahl bis hin zu den Erfolgsfaktoren für eine gelungene Kommunikation zwischen allen Familienmitgliedern. Dabei stützt er sich auf wissenschaftlich gesicherte Erkenntnisse und führt Sie auf leicht verständliche Weise in die lösungsorientierte, systemische Betrachtungsweise Ihrer Familie ein. Wer seine Familie neu erfinden möchte, erfährt hier, wie dies mit der Magie neuer Erzählweisen über die Familie gelingen kann.

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Bis dass der Tod uns scheidet

Der römische Dichter Ovid (2015) erzählt vor rund 2000 Jahren die anrührende Liebesgeschichte von Philemon und Baucis. Die beiden waren zusammen nicht nur sehr glücklich, sondern auch ohne Paartherapie sehr alt geworden. Sie hatten bei den Göttern noch was gut und wünschten sich von ihnen einen gemeinsamen Rentner-Job (Homeoffice im Tempel) und vor allem, gleichzeitig sterben zu dürfen. Keiner wollte in das Grab des anderen sehen müssen. Als ihre Zeit gekommen war, verwandelten sie sich mitten in einem Paargespräch in eine Linde und eine Eiche. Die Idee der lebenslangen Liebe wird mit dieser Erzählung in die Welt getragen.

Verbotene Liebe auf den ersten Blick

1597 betritt das wahrscheinlich berühmteste Liebespaar der Welt zum ersten Mal die Bühne. „Romeo und Julia“ von Shakespeare liefert bis heute das Musterstück, wenn es in Literatur und Film um die Fallhöhe der verbotenen Liebe geht. Das Drama würde heute heißen „Hätte er die WhatsApp bekommen, würden wir heute noch leben“ oder „In fünf Tagen vom Bachelor zum Doppelgrab“. Romeo M. (19) aus V. glaubt, nie wieder lieben zu können, weil er bei Rosi abgeblitzt ist. Da sieht er auf einer Party mit Masken-Empfehlung Julia C. (13), die von ihrem Vater einem reichen Grafen versprochen wurde, von dem sie sich jedoch nichts verspricht. Romeo und Julia verlieben sich unsterblich auf den ersten Blick. Die Sache hat nur einen Haken: Romeos Familie ist mit Julias Clan zutiefst verfeindet. Selbst das Service-Personal prügelt sich regelmäßig mit den Angestellten der Gegenseite.

Was bleibt den beiden anderes übrig, als im Liebeswahn heimlich zu heiraten. Immerhin sind sie schon seit zwei Tagen zusammen. Bei der nächsten Schlägerei mit Julias Community wird Romeo in einen Mord an Julias Cousin verwickelt und muss die Stadt verlassen. Schon drei Tage später soll Julia den Grafen heiraten, den ihr Vater für sie gecastet hat. In ihrer Not schluckt sie ein Medikament, mit dem sie für 42 Stunden ihren Tod vortäuschen kann. Romeo soll mit einer Textnachricht über den Scheintod von Julia informiert werden. Die Botschaft kommt nie an, weil gerade eine Pandemie (Pest) das Zepter übernommen hat. Romeo erfährt lediglich von Julias vermeintlichem Tod. Aus Liebeskummer bringt er sich an der Seite seiner scheintoten Julia um. Just nach seinem Ableben wacht Julia wieder auf. Sie sieht den toten Romeo und tötet sich jetzt richtig.

Was lernen wir daraus? Die große Liebe trifft uns aus heiterem Himmel wie ein Komet. Sie ist stärker als alle Bedenken der buckligen Verwandtschaft. Sogar stärker als der Tod.

Seit dem 18. Jahrhundert wärmen Romane mit diesen Motiven die Herzen der breiten Masse. Heute transportieren vor allem Kinofilme, Serien auf Netflix & Co und Songtexte die Verheißungen des ewigen Liebesglücks.

Dich kennen heißt dich lieben

Die singende Trau-Meisterin Anja Hackl empfiehlt als Nummer 1 der „10 allerbesten und garantiert nicht abgegriffenen deutschen Liebeslieder für deine Traum-Trauung“: „Dich kennen heißt dich lieben“ aus dem Musical „Mozart“ (Hackl 2021). Wolferl besingt mit seiner Conny die romantische Idee, dass man sich bedingungslos liebt, weil man den anderen auf Anhieb kennt – als wäre er aus Glas: „Dich kennen heißt dich lieben!“ Weiter jubilieren sie sinngemäß: Wir sind eine unzertrennliche Einheit, keiner kennt mich wie du und unsere Liebe wird nie vergehen …

Ich habe nichts gegen „gesungene Schmalzbrote“. Als Paartherapeut sage ich dazu, mitunter hält die Liebe nur, bis man sich kennt und nicht, weil man sich kennt.

Am Grundrezept unserer Vorstellung von der romantischen Liebe hat sich seit den alten Griechen nichts geändert: Man nehme zwei Menschen, die von der Liebesmacht wie vom Blitz getroffen werden. Dann würze man es mit heißer Begierde, damit die beiden sich vor Verlangen verzehren. Jede Minute der Trennung empfinden sie als unerträgliche Qual. Am liebsten würden sie wie zwei passgenaue Kugelhälften zu einer runden Sache verschmelzen (Platon 2002). Nichts kann, soll und darf zwischen ihnen stehen. Das himmelhochjauchzende Gefühl: Wir sind füreinander geschaffen und ich verstehe dich in jedem Winkel deiner Seele. Warum haben wir uns nicht früher getroffen? Unsere Liebe wird ewig gehen. Und was nicht passt, wird passend gemacht. Bitte keine Unterschiede. Wir sind der Unterschied.

Mit diesem Briefing aus Film, Fake News und Fernsehen machen wir uns auf die Suche nach Mr. oder Ms. Right. Es ist verdächtig, dass Liebesfilme in dem Moment aufhören, wenn die beiden Turteltauben sich gekriegt haben. Der graue Alltag des Hollywood-Paars mit herumliegenden Socken und falsch eingeräumten Spülmaschinen passt nicht mehr ins Bild.

Auch hier rufen die Unken der Selbstoptimierung: Du musst das perfekte Gegenstück finden. Gutaussehend, reich, intelligent, erfolgreich, einfühlsam, treu, gut zu Tieren und Kindern – und sogar gut zu dir!

Wir wollen doch nur endlich die Nadel im Heuhaufen finden und nicht gleich heiraten. Obwohl … Wenn’s gut läuft, warum nicht? Es ist doch wohl erlaubt, seine große Liebe zu heiraten? In Deutschland scheint es üblich, sich die Gattin oder den Gatten nach Sympathiepunkten selbst auszusuchen. Das ist noch nicht lange so.

Geld oder Liebe? – Seit wann darf man aus Liebe heiraten?

Landwirt sucht Frau mit Mähdrescher ab 250 cm Schnittbreite, zwecks späterer Heirat. Bitte Bild von Mähdrescher beilegen .

Bayrische Kontaktanzeige aus den 1980er-Jahren (Lohmann 2017)

Die Hochzeit aus Liebe etablierte sich erst vor rund 250 Jahren. Bis es dazu kam, musste die Idee von der Neigungsehe seit dem 18. Jahrhundert immer wieder neu erzählt werden. Jean-Jacques Rousseau (2003) forderte 1761 in seinem Roman „Julie oder die neue Heloise“, dass endlich „Zuneigung“ die Basis des Zusammenlebens bilden soll und nicht mehr die „Pflicht“ zur standesgemäßen Zweckehe.

Der Appell wurde von weiteren Autoren aufgenommen und beflügelte im 19. Jahrhundert die Literatur der Romantik. Zu der Zeit entschieden noch die angeborene Herkunft und das Geld darüber, wer mit wem verheiratet wurde. Die Tochter eines reichen Bauern musste den begüterten Bauernsohn aus dem Nachbardorf ehelichen. In den Städten wurde die Braut aus gutem Hause dem Bräutigam aus einer gleichfalls betuchten Bürgerfamilie zugeführt. In den adeligen Kreisen musste der soziale Rang ohnehin gewahrt bleiben. Liebesromane, in denen zwei brennende Herzen über alle Standesgrenzen hinweg vor dem Traualtar landen, enthielt man vielen gutbürgerlichen Mädchen bis ins 20. Jahrhundert vor. Oft genug wurden sie jedoch als heimliche Lektüre unterm Kopfkissen versteckt.

Doch zurück zur Kontaktanzeige mit dem Mähdrescher und der Mindestschnittbreite. Die Auswertung von Heiratsannoncen ergab, dass in Bayern die Liebesheirat tatsächlich erst in der 1980er-Jahren in allen Schichten akzeptiert wurde (Braun 2017). Bis dahin folgten eher die ärmeren Frauen auf dem Land ihrem Herzen, statt eine reine Versorgerehe zu erdulden. Bundesweit trug vor allem die Studentenbewegung (1967 – 1969) dazu bei, die bürgerlichen Heiratsnormen aufzubrechen.

Der traditionelle Wunsch nach einer lebenslangen Bindung ist heute bei Jugendlichen ungebrochen. Bei der ersten Partnerschaft sind Frauen meist jünger als Männer. Auch die Entscheidung, erstmals zusammenzuziehen, fällt bei den Frauen früher. Im Durchschnitt heiraten sie früher und häufiger (Pairfam 2021). Tendenziell ist das Heiraten den jungen Pärchen nicht mehr so wichtig, die Quote sinkt. Von einem Auslaufmodell kann man bei der Ehe trotzdem nicht sprechen. Immerhin gaben sich 2019 noch 416.300 Paare das Ja-Wort. Auch die Haltbarkeit der „ewigen Bindungen“ ist beachtlich. Im Durchschnitt erfolgte die Scheidung erst nach 14,8 Jahren (Destatis 2021). Das passt nicht zum „gefühlt“ schlechten Ruf der Ehe, die statistisch angeblich in jedem dritten Fall „scheitern“ würde.

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