Verena K. Bauer - Der Umhang des Monarchen

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Livia Matter lebt ein durchschittlich interessantes Leben in der Altersresidenz, als ein schmächtiger Junge in ihr Leben tritt, der ihr Herz im Sturm erobert. Doch mit Severin und der Geschichte, die er ihr vertrauensvoll erzählt, beginnt für die alte Dame eine aufregende Zeit, in der sie bald nicht mehr weiss, ob sie träumt oder wacht.
Und dann überschlagen sich die Ereignisse…
"Der Umhang des Monarchen" ist eine liebevoll erzählte Geschichte für Leser, die sehr junge und auch etwas ältere Menschen mögen.
Mit Bangen hofft man, dass der kleine Junge seine Mama bald findet, um mit ihr in die Welt seines Volkes zurück kehren zu können und so manches Mal würde man am liebsten selbst eingreifen, um diesen entzückenden kleinen Burschen auf seinem Weg zu beschützen.

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Kinderlachen drang aus der Ecke beim Blumenfenster zu ihr. Gewiss waren es die Schützlinge von Frau Neuner, die als Tagesmutter vier jüngere Kinder betreute. Mindestens einmal pro Woche kam sie mit der kleinen Rasselbande in die Bibliothek, wo die zwei Jungen und die beiden Mädchen eifrig in Märchenbüchern blätterten. Stets durften sie gemeinsam ein Buch auswählen, das Frau Neuner dann auslieh, um ihnen zuhause daraus vorzulesen. Dieses fröhliche Lachen... Jedesmal, wenn es durch die sonst angenehme Stille der Bibliothek drang, drohte Lanas Herz zu zerspringen. Dieses Gefühl, die Mischung aus ansteckender Lebensfreude und dem Schmerz darüber, dass sie nicht wusste, wo ihr eigenes Kind war, raubte ihr jedesmal den Atem (Lana, du musst atmen! Du musst stark sein für ihn! Du musst leben!). Ja, sie war ja stark!

Vor etwas mehr als sechs Jahren war sie von Forstarbeitern aufgegriffen worden, als sie mit nackten Füssen durch den Wald irrte. Da sie nur einen dünnen Rock am Leib hatte und ganz offensichtlich verwirrt mit Bäumen sprach, wurde sie ins Krankenhaus gebracht. Es war nicht fest zu stellen, wer die Frau war. Keine Vermisstmeldung passte auf sie und keine besorgten Anrufe von Angehörigen kamen, die jemanden vermissten, der auf ihre Beschreibung passte. Sie schien sehr verzweifelt und flehte darum, dass man das Kind suchte, welches sie letzte Nacht geboren hatte. Die Ergebnisse der gynäkologischen Untersuchungen ergaben, dass diese arme Frau auf gar keinen Fall kürzlich ein Kind geboren hatte, geschweige denn, jemals schwanger gewesen war. Ihr Körper war in einem tadellosen Zustand. Im Krankenhaus erregte ihre Verzweiflung zwar Mitleid unter dem Personal, aber da ihr Wahn, ein Kind geboren zu haben, alle erschreckte und überforderte, wurde sie in die geschlossene Abteilung der Psychiatrischen Klinik in Bad Felsmoor überstellt.

Lana schöpfte neue Hoffnung in der Klinik, als man sie dazu ermunterte, alles zu erzählen. Und so erzählte sie, dass sie aus einer anderen Welt kam. Dass sie ein Kind unter dem Herzen getragen hatte, den kleinen Prinzen, und dass sie diesen während ihrer Flucht geboren hatte. Wovor sie geflohen war? Sie wusste es nicht mehr. Und wo hatte sie das Kind geboren? Sie wusste es nicht mehr. Wieso hatte sie es zurück gelassen? Um es zu beschützen. Ach so, natürlich, ja. Wieder und wieder fanden diese Gespräche statt und Lana wurde nicht müde, stets zu wiederholen, dass sie aus einer anderen Welt kam und dass sie jetzt bitte gehen wollte. Genau so unermüdlich kritzelten die Leute in den weissen Kitteln mit ihren Kugelschreibern auf die hellgelben Blätter. Gute elf Monate verbrachte sie in Bad Felsmoor, dann gelang ihr völlig überraschend die Flucht. Überraschend auch für sie, da eine Praktikantin der freundlichen Lana gestattet hatte, beim nahen Bauernhof Heu für die Kaninchen zu holen, die zu Therapiezwecken gehalten wurden. Lana hatte gar nicht die Absicht gehabt, weg zu laufen. Nicht an diesem friedlichen Morgen jedenfalls. Doch dann hörte sie eine Stimme, die ihr zurief: „Lauf! Lana, Lauf!“ Sie hatte sich umgesehen, aber da war niemand. „Lauf endlich, Lana! Schnell, denk an den Kleinen und lauf endlich!“ Da war sie los gerannt. Immer weiter und weiter. Ihre Lungen brannten, sie bekam kaum mehr Luft. Tränen strömten über das schmerzverzerrte Gesicht. Lana lief immer weiter, achtete den Schmerz nicht. Sie hatte keine Ahnung, wo sie war. Immer weiter lief sie durch Wälder und kleine Ortschaften und über Wiesen, auf denen teilweise noch Schneereste lagen. Sie hörte nicht, wie die Vögel vom Frühling sangen und sie sah keine Menschen. Allerdings wurde sie, was ihr beim späteren Nachdenken darüber unerklärlich war, auch von niemandem bemerkt. Endlich erreichte sie ein Flussufer, wo sie völlig erschöpft zu Boden sank.

Als sie aufgewacht war, hatte sie eine Tasche neben sich mit einigen unauffälligen Kleidern, einem guten Bündel Geld und mit Ausweispapieren, die sie als Lana Lafaye auswiesen. Ihr Verstand war hellwach. Sie wusch sich im Fluss, zog sich frische Kleider an und versteckte die Sachen aus der Klinik in einem Gebüsch. Dann nahm sie die Tasche und ging seelenruhig bis zur nächsten Ortschaft. Niederburg war eine kleinere Stadt, gross genug, dass nicht mehr jeder seinen Nachbarn kannte. Hier bezog sie ein Zimmer in einem Gasthaus und begann damit, sich ein neues Leben einzurichten.

Nachdem in der Klinik ihre Flucht bemerkt worden war, wurde nach ihr gesucht. Allerdings nur sehr kurz, da keine Fotografie von ihr existierte. Und hübsche, mittelgrosse Frauen mit dunklen langen Haaren fand man an jeder zweiten Strassenecke. So wurde die Suche rasch eingestellt, was Lana in einer Zeitung lesen konnte. Die ersten Monate arbeitete sie als Küchenhilfe in dem Gasthof, in dem sie wohnte. Dann hatte sie das Glück, als ungelernte Kraft die Stelle in der Bibliothek zu bekommen.

Das erneute Kinderlachen, welches nun durch besagte Bibliothek klang, weckte sie aus dem Sinnieren, doch sogleich drängte sich ein neuer Gedanke auf. 'Wo bist du, mein Sohn, wo bist du nur?!'

Inzwischen sass sie wieder hinter dem grossen Pult, über welches schon so viele Bücher geschoben worden waren. Bücher, die gingen und Bücher, die kamen. Lana druckte die Mahnliste aus und während sie diese prüfte, sah sie aus dem Augenwinkel, wie ein Buch scheinbar von ganz alleine von der anderen Seite her auf die Tischplatte zuschwebte, dort eine Weile in Schräglage verharrte und schliesslich die paar Zentimeter auf die Platte plumpste. Damit nicht genug, jetzt kroch es auch noch näher und als Lana nun mit hochgezogenen Augenbrauen das Ganze aufmerksam beobachtete, tauchte endlich auch ein bauner Haarschopf auf und Lana erkannte das Kleinste der Frau Neuner-Schützlinge.

Lana hielt Frau Neuner für einen Gutmenschen. Sie sah, dass die eher unscheinbare Frau sehr liebevoll mit diesen Kindern umging. Als wären es ihre eigenen. Sie wusste, dass die Eltern von Frau Neuners Schützlingen nicht mit Reichtum gesegnet waren. Sie wusste auch, dass diese Tagesmutter eher einen Monat lang auf die Bezahlung verzichtete, als eines dieser vier Kinder nicht mehr zu sich nehmen. Gut, Herr Neuner verdiente mehr als ordentlich bei der Sparkasse, aber in Lanas Augen schmälerte diese Tatsache Frau Neuners Grosszügigkeit in keiner Weise.

„Frau Lafaye, geht's Ihnen nicht gut? Möchten Sie ein Glas Wasser?“ Als Lana nicht reagierte, trat Ruth Neuner zu ihr hinter die Theke und legte ihr die Hand auf die Schulter. Lana schrak leicht zusammen (beherrsch' dich, Lana, sonst sperren sie dich wieder ein und du findest dein Kind nie!) und antwortete hastig: „Oh, Entschuldigung, ich war eben in Gedanken darüber versunken, ob es Bücher gibt, die nur von der richtigen Person verstanden werden können.“ Frau Neuner drückte ihr sachte die Schulter und beobachtete verblüfft, wie sich Lanas Augen veränderten. Sie war felsenfest davon überzeugt, dass diese Augen vor wenigen Sekunden dunkelblau, ja, wirklich dunkelblau, gewesen waren und sich nun in einem recht hellen Grün zeigten. Leise und doch mit Nachdruck sagte sie: „Ja, es gibt Bücher, die so kostbar sind, dass nur Auserwählte sie verstehen, Lana Lafaye.“

Lana spürte soviel Mitgefühl, dass sie mit den Tränen kämpfen musste. Augenblicklich verdunkelten sich ihre Augen zu einem tiefen Moosgrün, vermischt mit diesem dunklen Blau. Ruth Neuner sah ihre Ahnung bestätigt. Nochmals drückte sie sachte Lanas Schulter und flüsterte, nur für sie hörbar: „Lana Lafaye, du bist nicht allein. Es gibt viele von euch...“ Dann kehrte sie auf die Besucherseite des Pultes zurück, hob das Jüngste ihrer Tageskinder auf den Arm und sagte munter: „So, Salome, jetzt leihen wir uns deine Lieblingsgeschichte aus. Morgen lese ich euch die vor, wenn ihr mögt.“ „Und wieso nicht heute?“ maulte die kleine Salome und zog eine Schnute. „Weil eure Mamas schon bald kommen, deshalb, kleiner Schatz. Aber morgen ist ja ein neuer Tag.“ antwortete Ruth Neuner herzlich.

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