Verena K. Bauer - Der Umhang des Monarchen

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Livia Matter lebt ein durchschittlich interessantes Leben in der Altersresidenz, als ein schmächtiger Junge in ihr Leben tritt, der ihr Herz im Sturm erobert. Doch mit Severin und der Geschichte, die er ihr vertrauensvoll erzählt, beginnt für die alte Dame eine aufregende Zeit, in der sie bald nicht mehr weiss, ob sie träumt oder wacht.
Und dann überschlagen sich die Ereignisse…
"Der Umhang des Monarchen" ist eine liebevoll erzählte Geschichte für Leser, die sehr junge und auch etwas ältere Menschen mögen.
Mit Bangen hofft man, dass der kleine Junge seine Mama bald findet, um mit ihr in die Welt seines Volkes zurück kehren zu können und so manches Mal würde man am liebsten selbst eingreifen, um diesen entzückenden kleinen Burschen auf seinem Weg zu beschützen.

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„Also, was ist zwischen Kinderheim und Altersheim?“ hakte Severin erneut nach. Die alte Dame riss sich zusammen. „Normalerweise hat man selber eine Familie. Wenn man in der Mitte ist, ist man nur im Heim, wenn man krank ist.“ erklärte sie und fragte gleich weiter: „Wie alt bist du denn, Severin?“

Er machte ein recht komisches Gesicht, als er mit einem Seufzer sagte: „Man weiss es nicht genau. Ungefähr sechs Jahre alt.“

Nun war Livia an der Reihe, einen leicht blöden Gesichtsausdruck aufzusetzen. „Wie, man weiss es nicht genau? Das geht doch nicht. Wir leben ja nicht im Busch hier.“ Sie hatte instinktiv erfasst, dass er die Wahrheit sagte. Neugierig lehnte sie sich nach vorne und hörte gebannt zu, als der kleine Bursche mit den Waldteich-Augen erzählte, was ihm gesagt worden war.

„Sie haben mich gefunden. Vor der Kirche. Jemand hat aus grossen Steinen einen Ring gemacht, Moos hineingelegt und mich dazu. Ich war in ein Tuch gehüllt, das war bunt und gar nicht fest. Der alte Herr Pfarrer hat gesagt, es war ein Tuch wie aus Schmetterlingsflügeln. Darüber lagen ganz doll viele Rosenblätter. So haben sie mich gefunden. Es war der 1. Mai vor sechs Jahren. Der Herr Pfarrer hat gesagt, das muss meine Mama gemacht haben, mich so dahin gelegt. Er hat nie böse über Mama geredet. Nicht wie die im Kinderheim. Jetzt sagen sie, der 30. April ist mein Geburtstag. Und ich bin das Kind von einer Hexe und dem Teufel. Aber Mama ist keine Hexe, sie ist wunderschön. Und sie wird kommen und mich holen. Und dann gehen wir für immer weg.“

Livia rannen Tränen übers Gesicht. Sie hatte Geschichten gelesen von ausgesetzten Kindern und sie wusste, dass es eine Frau gab, die dieses Kind furchtbar vermisste. Sie wusste, dass der Junge nicht log. So unglaublich das mit den Steinen, dem Moos und den Rosenblättern klang, sie wusste, dass er die Wahrheit sprach. Und die Decke, die Decke, die aus Schmetterlingsflügeln gemacht schien...

„Severin, wo ist deine Schmetterlingsdecke jetzt?“ fragte die alte Dame, die begriff, dass diese Decke wichtig war.

„Ich weiss es nicht. Jemand hat sie weg genommen.“ „Und wer hat dir diesen schönen Namen gegeben?“ „Der Herr Pfarrer hat den Leuten gesagt, sie müssen mich Severin nennen.“

Der Bub starrte nun auf die gehäkelte Tischdecke und bohrte mit den Fingern in den regelmässig verteilten Löchern, als gäbe es da etwas zu finden. Nach einer Weile begann er herum zu drucksen und schliesslich platzte er heraus: „Ich kenne den Waldteich auch. In meinen Träumen sitze ich da mit Mama und mit den anderen.“

„Mit welchen anderen denn, Severin?“ fragte Livia vorsichtig.

Severin hob die Augen und sah sie glücklich an. Endlich hörte ihm jemand zu und schimpfte ihn nicht aus wegen seinen Träumen. Munter fuhr er fort: „Da ist Mama und die anderen Frauen. Manchmal auch Männer. Und andere Kinder. Und Rehe hat es und Vögel. Und Eichhörnchen. Ich spiele am liebsten mit den Eichhörnchen, die sind so lustig. Und dann muss ich immer gehen und Mama auch. Wir reiten auf einem Einhorn zu dem Tor. Mama küsst mich auf die Stirn und sagt, sie liebt mich und sie kommt mich wieder abholen. Dann wache ich auf und bin in dem blöden Bett in dem blöden Kinderheim und die blöde Traude schimpft, ich soll vorwärts machen. Sie hat keine Zeit, auf Hexenbälger zu warten.“

Er wirkte jetzt resigniert. Livia hatte gebannt zugehört. Während seiner Erzählung hatte sie deutlich den Waldteich vor sich gesehen und auch Severin, wie er da spielte und seine Mama... Das Gesicht dieser Frau war nicht zu erkennen gewesen und je mehr sie darüber nachdachte, desto schummriger wurde die Erinnerung an das eben Gesehene. Hatte sie denn tatsächlich Severin gesehen und diesen geheimnisvollen Ort? Nachdenklich schaute sie den Buben an, doch bevor sie etwas sagen konnte, rief er: „Oh oh, es ist 4 Uhr, ich muss zurück, sonst gibt's wieder Schimpfe!“

Schon war er aufgesprungen, hatte sich artig bedankt, seinen Notizblock und den Bleistiftrest gepackt und war bereits bei der Tür. „Kommst du wieder, Severin?“ fragte die alte Dame hastig. „Ja, gewiss doch, ich zeichne hier doch immer Rosen für Mama!“

Ein letztes, verschmitztes Grinsen, dann war er aus der Tür.

Livia blieb sehr lange am Esstisch sitzen. Pickte nachdenklich mit dem angefeuchteten Zeigefinger Kuchenkrümel auf und starrte auf den Platz, wo vor wenigen Augenblicken noch dieser unglaublich hübsche, zarte und ganz besondere Junge gesessen hatte. Was für ein Nachmittag. Was für ein Kind! Nichts wollte sie lieber, als diesen kleinen Jungen beschützen.

Lana Lafaye

Lana hätte es wissen müssen. Das ging nicht mir ihr und den Männern. Wieder war sie bereit gewesen, mit einem Menschenmann ihr Leben zu teilen. Ihm ihre Liebe zu schenken und zu ihm zu halten. Aber wieder hatte sie sich getäuscht. Das war jetzt schon ungefähr die neunte gescheiterte Beziehung in den letzten paar Jahren. „Herzensguter Naturbursche mit viel Humor und noch viel mehr Zeit für seine grosse Liebe sucht genau dich“ - das war in seiner Annonce auf dem Dating-Portal gestanden. Und „Ich bin kein Materialist, ich suche das Glück im Genuss der Liebe und in den gemeinsamen, suchenden Gesprächen. Bin keiner, der Statussymbole braucht. Du, mein künftiger Goldschatz, sollst mein einziger Schmuck sein“. Für Lana hatte das sehr verheissungsvoll geklungen, also antwortete sie auf sein Inserat und so wurden sie und Gregor sehr schnell ein Paar. Nach und nach hatte sie auch verstanden, dass die Annonce codiert gewesen war und dass „noch viel mehr Zeit für seine grosse Liebe“ und „ich bin kein Materialist“ unverschlüsselt nichts anderes bedeuteten als: „Ich bin arbeitslos und habe vor es zu bleiben, denn du doofe Nuss hältst mich ja aus.“ Der „Naturbursche“ bezog sich auf seine höhlenbewohnerähnlichen Manieren, nicht etwa auf Liebe zur Natur.

Vor einer Stunde hatte sie eine SMS von ihm erhalten, die sie fast umgehauen hatte. „Gaby, meine Süsse, ich freu mich uuuunendlich auf heute Nacht mit dir im Talhof. Mach dich schon mal nackt für dein Bärchen :-*“

Schockiert hatte Lana auf ihr Handy gestarrt, da kam schon die nächste SMS von Gregor: „Hallo Lana-Schatz *knuddel* Glaube mein Handy wurde gehackt, es verschickt SMS die nicht von mir sind *hdl*“

Irgendwie hatte es Lana geschafft, Gregor anzurufen und ihm zu sagen, dass es das war. Und der hatte tatsächlich die Frechheit, ihr zu sagen, dass sie eine spiessige, verträumte, blöde Kuh war und ob sie wirklich geglaubt hätte, dass er was an ihr findet. Ja, Herrgott nochmal, das hatte sie tatsächlich geglaubt!

Oh, Lana wusste nicht, ob sie am Boden zerstört oder stinkesauer sein sollte. *hdl*, das hatte er ihr auch oft geschrieben. Hab dich lieb. Er hatte es auch gesagt. Sie hatte ihm manchmal erklärt, dass Menschen (sie hatten mich davor gewarnt, dass Menschen anders sind) ihre Hunde und ihre Teddybären lieb haben, dass sie aber gerne geliebt und nicht bloss liebgehabt wäre. Das war bei Gregor nicht angekommen. Im Nachhinein fielen ihr viele kleine Dinge ein, die sie schon länger stutzig hätten machen sollen. Aber im Nachhinein (ahnte ich es nicht schon vorher?) ist man immer klüger. Lana seufzte tief, dann riss sie sich zusammen und begann damit, Bücher in Regale zu stellen. Die Arbeit in der Bibliothek machte sie nicht reich (ich konnte immerhin diesen Penner mit durchfüttern damit), aber sie machte sie sehr gerne. Bücher waren ruhig, solange man sie nicht öffnete. Geduldig warteten sie darauf, dass jemand nach ihnen griff, in ihnen blätterte und sie vielleicht für ein paar Tage mit nach Hause nahm. 'Vielleicht bin ich auch sowas wie ein Buch', grübelte Lana, während sie die Belletristik-Abteilung ansteuerte. 'Eines Tages kommt ein Mann (ein Menschenmann?) und liest in mir...'

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