A. Wolkenbruch - Schmetterlinge im Kopf

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Schmetterlinge im Kopf: краткое содержание, описание и аннотация

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Nora und Adrian sind ein Paar. Sie versuchen ihr gemeinsames Leben auf dem Hof zu meistern. Der grantige Vater von Adrian und Noras Probleme mit sich selbst gefährden ihre Liebe mehr und mehr. Aber das, was Hoffnung geben kann gibt jedem der beiden immer wieder neue Kraft. Für Nora reicht diese zeitweise nicht mehr.

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Ein versteinerter Freund und ein vorwurfsvoller Männerblick nahmen Nora in die Zange. Der Männerblick senkte sich auf den Teppich und Willhelms Unterarme begannen in der Luft zu kreisen. Sie schienen nach den Worten zu ringen, die seine Zunge nicht fand.

„Ja, es ist ja auch alles nicht so einfach!“

„Ja“, flog es etwas heiser aus Noras Mund. Er war trocken. Genau wie Adrian.

„Was stellst du dir denn so vor...zukünftig. Ich hätte ja auch gedacht, du würdest dich hier mehr einsetzen auf dem Hof.“

Nora überlegte. Wie sollte sie Willhelm begreiflich machen, das sie eine ehrliche Haut war? Denn sie war eine ehrliche Haut, ehrlicher als jeder andere Mensch, den sie kannte. Daß sie nichts anderes wollte, als mit Adrian zusammen zu sein. Und das dieses Zusammensein bestimmt nicht schädlich für seinen Sohn wäre. Sie seufzte.

„Ich bin an der Landwirtschaft interessiert. Ich bin ja auch nicht nur einfach so mit ihrem Sohn zusammen, ich bin ernsthaft mit ihm zusammen, es geht mir nur um ihn.“

Nora spürte, wie Adrians Hand feucht wurde. Das war süß, fand sie.

Stille. Nora wurde nervös und ihre Augen zwinkerten aufgeregt. Willhelm, der alte Geizhals, dachte bestimmt wer-weiß-was. Bestimmt hatte er Angst um sein Geld. Oder das durch sie der Hof herunter gewirtschaftet würde.

„Also, ich bin nicht wegen dem Hof mit ihm zusammen, das wäre ja eher...ein Grund sich nicht zu binden....Wegen Adrian bin ich hier. Und ich bin sehr an der Landwirtschaft interessiert. Ich hatte immer viel Tiere um mich .“

Willhelms Hände flogen hoch. „Ja aber Hunde und Katzen, das ist ja was grundsätzlich anderes als hier! Hier gibt es ja viel, viel mehr zu tun. Und wenn das dann zu viel ist...Man weiß ja nicht, was da alles an Ärger auf einen zu kommt! Und der ganze Dreck! Und in den ersten Jahren, da geht es dann noch, aber später, dann kommen erst die ganzen Probleme! Das sehe ich doch an meinem Neffen und seiner Frau! Da kann sich Adrian ja besser gleich erhängen!“

Adrian entfuhr ein lautes und bestimmtes „Ach!“

Nora war erleichtert.

Willhelm griff wieder an. „Du kommst ja auch aus der Stadt, das paßt ja nicht. Das geht ja gar nicht.“

Nora erinnerte sich, daß sie schon mindestens drei mal während früherer Gespräche erwähnt hatte, daß sie in einem Dorf aufgewachsen sei. Wenigstens das würde sie jetzt noch einmal anbringen.

„Ich komme doch aus einem Dorf.“

„Und so ein Hof ist schnell verloren. Das sieht jetzt so schön aus. Aber hab das mal jeden Tag! Und meine Frau und ich wollen ja auch noch was von unserem Leben haben! Du kannst dir das ja gar nicht vorstellen. Man sagt so schön: Ein-Mann-Betrieb, aber so ist das ja nicht. Und dann das Haus und der Garten und alles...“

„Ich habe eine Ausbildung als Gärtnerin....“, keimte es kurz in Nora auf. Die Wahrheit war: sie hatte die Gärtnerlehre nach eineinhalb Jahren abgebrochen. Sie war diejenige gewesen, die alles hingeschmissen hatte, weil ihr Chef ihr extrem nah gekommen war. Wut begann in ihr zu kochen. Sie schluckte. Sie liebte Pflanzen und alles, was damit zusammenhing. Das hatte ihr immer Kraft gegeben.

Aus der Küche rief Maria. Das Mittagessen war fertig

Die drei Personen, die das Schicksal, aus irgendeinem Grund , vielleicht auch grundlos, zusammengeführt hatte, standen auf und folgten.

Während des Essens herrschte einträchtiges Schweigen. Alle waren der Ansicht, daß dies nun das einzig Richtige wäre. Nur Maria fragte vorsichtig, ob es denn auch schmecke. Drei Köpfe nickten. Alle nahmen noch nach. Nur Nora war übel und sie lehnte dankend ab. Sie sah durch das Fenster die Eiche draußen. Der Wind spielte mit ihren Blättern. Als wenn der Baum ihr etwas Heiterkeit zu winkte. Sie hörte Adrian, wie er die letzten Kartoffeln mit Bratensoße vom Teller kratzte. Das Fleisch hatte er natürlich zuerst gegessen. Seine linke Hand hing zwischen den beiden Stühlen, auf denen sie saßen. Sie ließ ihre daneben sinken und als sie mit ihrem Zeigefinger sachte seinen Handrücken streifte, drehte sich seine Hand ihrer zu und die beiden Hände sanken wie von selbst ineinander.

Adrian hatte hin und her überlegt, die Dinge gewendet, untersucht, abgelegt, neu geordnet und wieder verschoben. Er hatte über die Zukunft sinniert, Möglichkeiten und Wege in Gedanken durchgespielt. Schließlich war er, müde und verwirrt, eine Stunde bevor sein Wecker klingelte, in einen schwachen, ruhelosen Schlaf gesunken.

Auf dem Tisch in der Küche standen Kaffee und Brötchen, Wurst und Käse. Wahrscheinlich hatte sich seine Mutter jetzt mit der Zeitung in das Wohnzimmer zurückgezogen. Oder sie hatte sich wieder ins Bett gelegt. Es war schließlich Sonntag.

Adrian durchfuhr ein Schlottern, eine solche Kälte schlug ihm entgegen, als er vor die Tür trat. Und hier, im Stall, war es durch die Tiere noch wesentlich wärmer als draußen. Adrian zog seine derben Arbeitsschuhe an und schlug den Kragen des alten Parkers hoch. Die Bullen brüllten vorwurfsvoll und Adrian ging auf den Hof, um den Futterwagen zu holen.

Als die Bullen und Schweine versorgt waren, standen die Zeiger der Küchenuhr auf neun Uhr. Gerne hätte sich Adrian wieder ins Bett gelegt. Eigentlich müßte er heute nachmittag auf den Acker. Der war jetzt schon fest gefroren, so daß die Reifen nicht einsinken würden. Die Gülle mußte aufs Feld. Er schob diese Gedanken zur Seite. Er war um elf Uhr mit Nora verabredet. Er mußte noch duschen und die Autofahrt zu ihr dauerte eine Stunde.

Herzen

Nora überlegte lange, was sie anziehen sollte. Um zehn Uhr war sie fertig und ärgerlich, daß es noch eine Stunde dauern würde, bis Adrian käme. Sie plante immer zu viel Zeit ein, wenn es um Adrian ging.

Mit nervös wippenden Beinen saß sie vor dem Fernseher. Das alte Frettchen hatte sich in seinen Tüchern eingerollt und schlief vermutlich. Dieses Tier war der Grund, warum Nora oft zögerte, jemanden in ihre Wohnung zu lassen. Es war ein Rüde und er stank, was mit zunehmendem Alter nicht besser geworden war. Nora war im Internet auf ihn aufmerksam geworden. Sie hatte in einem mittelalterlichen Roman etwas über „Frettieren“ gelesen. Dabei setzte man Frettchen zur Kaninchenjagd ein. Um sich die Tiere anzuschauen, war sie dann ins Internet gegangen. In der Bücherei. Dort war sie über eine Seite gestolpert, über die bedürftige Frettchen vermittelt werden sollten. Scheinbar sollten sie nie allein sein, so wurden sie meist auch als Duo oder Trio vermittelt. Ein Tier allerdings wurde als „unverträglich mit Artgenossen“ angepriesen. Das war Nora Grund genug, ihn aufzunehmen. Nun lebte Falko schon seit ein paar Jahren bei ihr. Manchmal ging sie zu Wiesen und ließ ihn dort frei herumlaufen. Er grub gern in der Erde, wenn auch nie um eine Maus oder ähnliches zu erbeuten. Wenn sie Halsschmerzen hatte, trug sie ihn innerhalb ihrer Wohnung um ihren Hals. Wenn sie traurig war, lachte sie über seine Hartnäckigkeit, ihre Socken aus der Schublade zu fischen und hinter das Bett zu zerren. Und manchmal nervte sie der Geruch, der von ihm ausging. Besonders wenn sie schön und attraktiv sein wollte. So wie jetzt. Gottlob schlief er tief und fest und kam nicht an, um an ihrem Bein zu kratzen oder in ihr Hosenbein zu kriechen.

Die Türklingel ertönte. Noras Herz machte einen Hopser und polterte dann unruhig weiter. Sie machte den Fernseher aus und ging, um zu öffnen. Sie gab ihm einen flüchtigen Kuss. „Sollen wir direkt los?“

„Okay“, sagte Adrian. Nora ging nochmal zu Falkos Käfig. „Tschüß, Herz.“, flüsterte sie. Adrian schmunzelte. „Dein Herz bleibt hier?“

„Ja, es schläft schon“, murmelte sie.

Sie hatte in der Zeitung von einer Ausstellung mit Wanderteppichen gelesen, die in einem dreißig Kilometer entferntem Schloß statt fand. Wie so oft fragte Adrian „Willst du fahren?“ und wie so oft sagte sie „Ja“. Adrian schien die Autofahrt zu genießen und ließ die Landschaft entspannt an seinen Augen vorüber gleiten. Nora parkte den alten Golf am Straßenrand. Sie überquerten die Staße und vor ihnen führte eine Brücke über den Graben, der mit einer Mauer eingefaßt war. Dahinter zog sich der mit weißem Kies bedeckte Innenhof bis zum Schloß. Das stach in frischem gelb in den hellblauen Himmel. Adrian war überrascht, mit welcher Sicherheit Nora den Weg gefunden hatte. „Warst du hier schon mal?“ „Ja, wir haben hier mal Pflanzen hin ausgeliefert. So riesige Buchsbäume....von der Gärtnerei aus.“ Nora atmete tief durch. „Schön hier, oder? Laß uns mal sehen, wo die Ausstellung ist!“ Sie gingen über die Steinbrücke. Der Graben war nicht mit Wasser gefüllt. Auf dem erdigen Grund befanden sich unzählige kleine Abdrücke. Nora fand, daß sie aussahen wie kleine Herzen, die an den Stellen , die rund sein sollten ,spitz zuliefen. „Die haben hier Rehe im Graben laufen“, bemerkte Adrian trocken. Nora lachte. Adrian zeigte hinunter. Dort blickten jetzt zwei neugierige Augen um die Rundung des Grabens. Langsam stapften sie heran. Immer mehr Rehe gingen um die Rundung mit erhobenen Köpfen auf die Steinbrücke zu. „Wie schön sie sind“ ,sagte Nora . „Die bekommen bestimmt öfter was zu Fressen von hier oben.“, vermutete Adrian. Er nahm ihre Hand und sie gingen weiter auf das Schloß zu. Sie folgten einem Pappschild, daß die Aufschrift „Ausstellung“ trug und sie am Schloß vorbei zu einem großen Betongebäude führte. Im Eingangsbereich stand ein kleiner Tisch mit einer Metalldose. Dahinter lächelte ihnen eine mollige ältere Dame zu. „Wir sind doch hier richtig bei der Wandteppich- Ausstellung?“ Die Dame bestätigte Noras Frage herzlich. „Ja, sie sind hier richtig! Für Sie beide?“ „Ja, bitte.“ „Vier Euro dann bitte.“ Nora bezahlte beide Karten. Die Ausstellung führte durch Gänge, von denen man in großzügige Räume gelangte. Überall hingen indianische, norwegische, australische und mexikanische Behänge. Nach vielen Behängen und Treppenstufen kamen sie in einen Raum, in dessen Mitte eine Holzbank stand. Sie hatte keine Lehne und war aus hellem Holz. Sie setzten sich. Nora legte ihren Kopf auf Adrians Schulter. „Es ist schön mit dir.“ Er antwortete zärtlich. „Mit dir auch.“ Zwei Meter vor ihnen hingen zwei riesige grün- gelblich- bräunliche Teppiche. Filigran waren dort getrocknete Pflanzenteile eingearbeitet. Nora wollte sie erkennen und stand auf, um sie aus der Nähe zu betrachten. Mit leicht zur Seite geneigtem Kopf stand sie vor den riesigen Teppichen und betrachtete eine Stelle genau. „Zittergras...nein! Hirtentäschel!“, sagte sie zu sich selbst. „Hmmm. Und hier Korn.“ Adrian war aufgestanden und von hinten an sie heran getreten. „Was sagst du?“ „Ach nichts. Ich schaue nur, was das ist.“ „Und, was ist es?“ Sie wies an die Stelle, die sie beobachtet hatte. „Das ist auf jeden Fall Hirtentäschel. Siehst du die winzigen Herzen an den dünnen Seitentrieben?“ Sie pustete auf die kleinen Herzen und sie bewegten sich leicht. Adrian berührte den Teppich. Nora sah ihn entsetzt an. Unbeeindruckt hob Adrian das Gehänge an, so daß die Rückseite nicht mehr die Wand berührte. „Du kannst das doch nicht einfach anfassen...“ „Guck mal..“ Die Rückseite war eine Bastmatte. Er ließ den Teppich zurück an die Wand gleiten. „Und was ist das hier?“ Er deutete auf eine andere mit Pflanzen ausgekleidete Stelle. Sie grinste: „Gerste, das weißt du doch!“ Er schmunzelte.

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