Evelyne Quadrelli - Alma
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Mutter und Vater saßen in der Küche und tranken einen starken Kaffee.
Der schwere Holzschrank verursachte beim Öffnen knarrende Geräusche, aber Lena schlummerte weiter, schließlich war sie Lärm gewohnt. Schnell entnahm Alma aus dem untersten Fach ein altes Leintuch und verschwand damit in ihrer Kammer. Brav zog sie sich ihr steifes Nachthemd über, schlüpfte unter die Decke und las im Kerzenschein nochmals das Gedicht, das sie am nächsten Tag in der Schule auswendig können musste.
Das Getrampel der anderen, als sie die Holztreppe emporstiegen, verkündete der Mutter, dass sie nun die Gutenachtküsse verteilen konnte. Die Lichter wurden gelöscht, und die Kinder schliefen müde ein. Nicht sehr viel später gingen auch die Eltern schlafen, und es wurde ruhig im ganzen Haus.
Alma kämpfte gegen die Müdigkeit an. Immer, wenn ihr die Augenlieder schwer wurden, erinnerte sie sich selbst an das bevorstehende Spektakel und war sofort wieder hellwach.
Sie wartete an die drei Stunden, ehe sie sich leise von ihrem Bett erhob. Mit einem Kissen formte sie einen Körper, sodass es auf den ersten Blick aussah, als würde sie in ihrem Bett liegen. Vorsichtig, damit der Boden nicht knarrte, verließ sie das Zimmer. Sie stieg hinunter in die Küche, entzündete die kleine Lampe auf dem Tisch und entfaltete das alte Leintuch, das sie unter ihrem Arm trug. Mit der Schere, die im Küchenkasten lag, schnitt sie zwei Löcher in den Stoff und gleich noch ein Stück der Hanfschnur ab, die sie in der Schublade darunter fand. Rasch stülpte sich das Mädchen das Tuch über den Kopf, platzierte die ausgeschnittenen Augenöffnungen und band sich die Schnur um die Hüfte.
Die Lampe nahm sie unter das Gewand, um den Gruseleffekt zu verstärken. So leuchtend stieg sie die Treppe hoch zu ihrer Kammer, wo die Zwillinge abwechselnd schnarchten.
Leise trat Alma an das Bett der Schwestern und begann mit hoher Stimme zu jammern und johlen. Es dauerte eine Weile, bis Ursina genervt erwachte.
»Ah, Mama!«, schrie sie. Ihre Augen waren beinahe so groß wie die Äpfel, die Alma heute aus dem Keller geholt hatte. Mit ihrem Aufschrei riss sie Hanna aus dem Schlaf, die mit noch lauterem Gebrüll um Hilfe rief.
Jetzt war Alma zur Hochform angelaufen. Sie knurrte und gurrte mit wild um sich fuchtelnden Armen.
Irgendwie gelang es den Zwillingen, an dem Gespenst vorbei aus ihrem Nachtlager zu springen und mit angsterfülltem Geschrei in die Kammer der Eltern zu stürmen.
Dort weinte bereits Lena, die aus ihrem sonst so tiefen Schlaf gerissen wurde. Mutter und Vater saßen kerzengerade in ihrem Bett.
»Papa, da … da … da …«, stammelte Ursina. Ihr Herz klopfte hart gegen ihre Brust.
Die beiden Mädchen rangen nach Atem und brachten keinen zusammenhängenden Satz heraus. Ängstlich klammerten sie sich an die Eltern, die immer noch mit fragendem Gesichtsausdruck dasaßen. So hatte Alma genügend Zeit, die Gespensterverkleidung abzustreifen. Sie versteckte alles unter ihrem Bett und löschte die Lampe.
»Ein Gespenst in unserem Zimmer!«, hörte nun Alma die Schwestern zetern, während sie in ihr Bett schlüpfte und sich schlafend stellte.
»Was sagt ihr da? Es gibt überhaupt keine Geister«, ließ der Vater mit ruhiger Stimme verlauten und stand auf.
Die Mutter zweifelte an den Worten ihres Mannes, war sie doch zutiefst abergläubisch.
Die Zwillinge nahmen ihren Vater an der Hand und führten ihn in ihr Zimmer. Moritz spürte das Zittern ihrer Hände und stellte fest, dass seine Töchter kreidebleich waren.
Mit sicherem Abstand folgte die Mutter und ließ Lena einfach in ihrem Kinderbettchen weiter schreien. Die Kammertüre der Buben stand einen Spalt offen und Peter und Bruno streckten mit kleinen, verschlafenen Augen ihre Köpfe hinaus.
Als die ganze Familie in der Kammer der Mädchen versammelt war, richtete sich Alma unschuldig dreinblickend auf und tat so, als ob sie gerade erst wach wurde.
Der Vollmond schien und erhellte den Raum.
»Da ist nichts, ihr habt bloß geträumt«, sagte der Vater und löste sich von dem festen Griff der Zwillinge.
»Doch, doch, wir haben es mit unseren eigenen Augen gesehen. Es war grässlich und es hat geknurrt!«, rechtfertigte Ursina den nächtlichen Aufruhr.
»Ich hab nichts bemerkt«, entgegnete Alma. »Nur weil ihr solche Angsthasen seid, schreit ihr das ganze Haus zusammen und niemand kann mehr schlafen.« Damit sprach Alma ihrer Mutter aus der Seele. Diese malte sich nämlich schon aus, wie lange es dauern würde, Lena wieder zu beruhigen. Am Ende würde nur ein Schoppen mit warmer Milch helfen.
»So, ihr zwei Weiber, jetzt habe ich aber genug von euch. Wehe, ihr veranstaltet noch einmal so ein Theater!«, schrie die Mutter und zog die beiden an den Zöpfen in ihr Bett zurück. Sie ging aus dem Zimmer und kümmerte sich entnervt um Lena, während sich der Vater in seine Decke einwickelte und schlief.
Ursina und Hanna hielten sich fest umklammert, und Alma glaubte ihr Zähneklappern zu hören, bevor sie zufrieden einschlief.
SCHULE
Früh am Morgen wurden die Kinder geweckt. Sie schlüpften in die Kleider, von denen sie nur einmal in der Woche frische bekamen. Das Waschen der Bekleidung war eine mühselige Arbeit für die Mutter und nahm einen ganzen Arbeitstag in Anspruch.
Ordentlich wuschen sich die Geschwister an der Waschschüssel den Schlaf aus den Augen und versammelten sich in der Küche. Dort stand bereits die Mutter am eisernen Herd und rührte in einer Pfanne. Es gab wie jeden Morgen Haferbrei, den Alma gar nicht gerne mochte. Da es zum Mittagessen in der Schule aber immer nur eine wässrige Suppe und höchstens ein Stück Brot gab, zwang sie sich stets, ein paar Löffel davon zu essen.
Die Mutter war mürrisch, weil ihr der Schlaf fehlte und sie sich beim Entzünden des Herdfeuers die Finger verbrannt hatte. Mit wenigen Worten wurden die Kinder auf den weiten Weg zur Schule geschickt, wobei jeder selber zusehen musste, ob in der Schultasche alle Bücher waren. Die Mutter hatte keine Zeit, sich um Hausaufgaben und Stundenpläne zu kümmern. Zum Glück waren alle einigermaßen gescheit, brauchten keine Hilfestellung und brachten gute Schulnoten nach Hause.
Der Schulweg war ein einziges Abenteuer. Alle Kinder aus Affeier, so hieß das Dorf, in dem Alma wohnte, strömten herbei, um sich am Dorfbrunnen zu versammeln und sich von dort auf den Weg nach Meierhof zu machen. Unter all diesen Kindern befanden sich alleine elf von der Familie Alig, und jedes Jahr schien ein weiterer Alig den Schulweg anzutreten.
Es war Anfang Mai, und die Sonne war noch nicht hinter den hohen Bergen hervorgekommen, die in Almas Heimat rundherum zu erblicken waren. Der Schnee im Dorf war erst seit Kurzem fort. Die Bergspitzen jedoch waren immer noch in das herrliche Weiß des Schnees gehüllt. Die Straße nach Meierhof war ungeteert, und die Kinder brauchten nur ab und zu einem Pferdewagen oder selten einmal einem Traktor Platz zu machen.
Der Schulhof war karg gestaltet. Es gab keine Spielgeräte, nur einen kleinen Brunnen und ein paar Steine, auf die man sich setzen konnte.
Punkt acht Uhr stand Frau Cavegn auf dem Hof und läutete mit einer Glocke. Es war Zeit für den Unterricht. Frau Cavegn unterrichtete die erste, zweite und die dritte Klasse und legte Wert auf eine saubere Erscheinung der Schüler. Sie ließ es sich nicht nehmen, am Türrahmen zu stehen und nach Schmutzfinken Ausschau zu halten. Auf die Kinder der Bauersleute hatte sie es am meisten abgesehen, kam es doch öfter vor, dass ein Bauernkind noch die Schuhe voller Kuhmist hatte.
Alma und Bruno gingen in das Schulzimmer, in dem die vierte bis sechste Klasse unterrichtet wurde. Die Lehrerin der Zwillinge war Frau Cavegn. Peter stieg die Treppe hinauf zum Dachgeschoss, wo sich das Klassenzimmer der Oberstufenschüler befand. Es gab nicht viele Schüler, die die Oberstufe besuchten. Schon gar keine Mädchen. Viele der Bauersleute erachteten es als Zeitverschwendung, ihre Mädchen länger als nötig in die Schule zu schicken. Lieber ließen sie ihre Töchter in eine Stellung gehen, um Praktisches fürs Leben zu lernen und etwas Geld zu verdienen.
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