Friedrich Gerstäcker - Die Missionäre

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Auch in diesem Roman entführt uns Friedrich Gerstäcker in die Südsee. Auf einer kleinen Insel landet Berchta, eine junge Adlige aus Deutschland.
Ihre romantischen Vorstellungen, den Heiden der
Südsee den christlichen Glauben zu bringen,
lassen sie kopfüber in ein unglaubliches Abenteuer stürzen. Sie reist völlig unbedarft mit der Missionsgesellschaft in die Südsee, heiratet dort einen ihr bis dahin vollkommen unbekannten Missionar und lebt nun unter den Einheimischen. Zunächst erfolgreich, müssen die Missionare jedoch schon bald erkennen, dass sich der Häuptling der Insel nur taufen ließ, um mit Hilfe der Schusswaffen der Weißen die Insel zu unterwerfen und seinen Herrschaftsbereich auszubauen. Es kommt zum Krieg auf der idyllischen Insel, und Berchta ist mitten im Geschehen…

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Noch war er damit beschäftigt, als er Schritte auf dem Kies hörte und, aufschauend, sich einer allerdings ungewöhnlichen, wenn auch sehr lieblichen Erscheinung gegenübersah. Es war Berchta, die eben mit Claus, ihrem steten Begleiter, aus dem Wald zurückkehrte und den näheren Weg durch den Garten eingeschlagen hatte, um zum Schlosse zu gelangen. Natürlich vermuthete sie keinen Fremden darin zu finden.

Sie trug ein leichtgeschürztes, hellgraues Kleid, darüber eine ebensolche joppenartige Jacke mit grünen Aufschlägen und Kragen, einen grauen kleinen Hut mit ein paar Birkhahnfedern darauf, und über der Schulter eine leichte und sehr zierlich gearbeitete Doppelflinte, während Claus, der hinter ihr herkam, einen alten Jagdranzen umhängen hatte, aus welchem als heutige Siegestrophäe die rothe buschige Lunte eines erlegten Fuchses herausschaute.

Berchta sah wirklich bildhübsch aus; von dem scharfen Gang war ihr Gesicht geröthet; der gute Schuß, den sie heute Morgen gethan, gab dabei ihrem Auge einen eigenthümlich lebendigen Glanz, und unter dem kleinen kecken Jagdhut quoll die Fülle der dunkeln Locken reich hervor. Johnson, der Missionsprediger, war auch in der That frappirt von der plötzlich vor ihm stehenden Gestalt der Jungfrau und grüßte befangener, als es sonst wohl seine Sitte war. Berchta aber, die ja wußte, welcher Gast erwartet wurde, und schon aus dem Schnitt des dunkeln Rocks den Geistlichen erkannte, hatte rasch errathen, wen sie vor sich sah.

„Ehrwürdiger Herr," sagte sie freundlich, „ich vermuthe in Ihnen den schon seit einigen Tagen erwarteten Herrn Johnson zu sehen. Habe ich Recht?"

„Allerdings, mein - gnädiges Fräulein," sagte der Geistliche fast verlegen.

„Dann erlauben Sie mir, daß ich mich Ihnen selber vorstelle. Ich hin die Tochter vom Haus, Berchta mit Namen, und fürchte fast, ich habe durch mein etwas längeres Ausbleiben heute das Diner verzögert, aber der Bursche da drin, er Fuchs, machte uns so viel zu schaffen, bis wir ihn aus seinem Bau bekamen, und ohne meinen kleinen wackern Waldmann da, den Teckel, wäre es uns auch gar nicht gelungen." /16/

„Ich habe gar nicht gewußt," sagte Johnson wirklich etwas verlegen, ,,daß in Deutschland auch Damen der Jagd obliegen."

Berchta erröthete leicht. ,,Es geschieht auch nicht so häufig," erwiderte sie lächelnd, „aber hier in unserer Abgeschiedenheit bin ich von meinem Vater, da ich die Mutter so früh verloren, fast wie ein Knabe erzogen worden. Doch" - setzte sie rasch hinzu - „ich vertrödle durch mein Plaudern nur noch immer mehr Zeit; aber Sie sollen sehen, daß ich rasch Toilette machen kann. Ich werde Ihre Geduld nicht zu sehr auf die Probe stellen."

„Mein gnädiges Fräulein -"

Berchta wendete sich schon ab. „Bring den Fuchs in den Hof, Claus," rief sie dem Jäger zu, „nach Tisch wollen wir dann die jungen Teckel daran lassen und sehen, wie sie sich benehmen," und mit freundlichem Gruß gegen den fremden Geistlichen eilte sie leichten Schrittes durch den Garten hin, dem Schlosse zu.

Berchta hatte in der That nicht zu viel versprochen, wenn sie gesagt, daß sie zu ihrer Toilette nicht übermäßig lange Zeit brauche, denn kaum war eine halbe Stunde vergangen, als schon ein Diener in den Garten kam, um den Gast in das Speisezimmer einzuladen.

Der Freiherr war übrigens, wie er stets ging, in der Joppe, Diakonus Kästner aber, nach dem er rasch hinunter in's Städtchen geschickt, um mit ihnen zu speisen, im schwarzen Frack und weißer Halsbinde. Berchta's Blick, als sie den Speisesaal betrat, flog unwillkürlich von einem zum andern der beiden Geistlichen, denn obgleich einem Berufe angehörend, schien es doch kaum möglich, sich zwei verschiedenere Menschen zu denken.

Kästner war wirklich ein schöner Mann, kaum in den Dreißigen, mit offenem und ehrlichem Gesicht und vollem, lockigem Haar. Er trug ein glattrasirtes Kinn, das allerdings einen Ansatz zur Fülle zeigte, und einen starken, sorgfältig gepflegten Backenbart; nur hatte er etwas Zartes, Weichliches in seinen Zügen und eine Angewohnheit, die Unterlippe leicht mit den oberen Zähnen zu fassen, was ihm, besonders /17/ wenn er manchmal die Augen niederschlug, ein fast verlegenes Aussehen gab. Auch die weiße Halsbinde machte ihn vielleicht förmlicher erscheinen, als er wirklich war. Er hatte dabei außerordentlich weiße und zarte, fast frauenhafte Hände und ebensolche Füße, und trug bei festlichen Gelegenheiten, z. B. heute, auch glanzlederne, sehr eng anschließende Stiefel.

Der Missionsprediger war das gerade Gegentheil von ihm. Er ging allerdings auch schwarz gekleidet, aber in einen zugeknöpften Rock mit Stehkragen, aus dem nur ein schmaler Streifen weißer Wäsche hervorsah. Er trug dabei derbe, rindslederne Stiefel, und seine Hände wie auch sein Antlitz waren sonngebräunt und knochig. Kästner's hellbraunes Auge war schwimmend und weich; seine kleinen grauen Augen blitzten lebhaft, oft fast stechend, umher, wenn er Jemanden scharf ansah. Seine hohe, gewölbte Stirn, von spärlichen, schon graugemischten Haaren eingefaßt, fing an, eine Glatze zu bilden, und zeigte deutlich an der linken Seite eine breite, etwas röther gefärbte und lange Narbe. Sein Gesicht war vollkommen glatt rasirt, selbst ohne den geringsten Backenbart, und die buschigen Augenbrauen gaben ihm manchmal, wenn er sinnend vor sich niedersah, etwas Finsteres. Aber im Ganzen schien das seine Natur gar nicht zu sein; er war, wie sich bald im Gespräch zeigte, lebhaft und mittheilend, und nur um seine Lippen zog es sich manchmal wie ein tiefer Schmerz, der aber in seinen übrigen Zügen nie zum Ausdruck kam.

Der Diakonus hatte Johnson schon unten im Städtchen, wenn auch nur flüchtig, begrüßt, und die beiden Männer kannten sich also. Mit innigem Wohlgefallen ruhte aber des Missionspredigers Blick auf der reizenden Gestalt Berchta's, als sie im Saale erschien. Die Amazone von vorhin war verschwunden und an ihrer Statt ein ächt weibliches, züchtig ehrbares Wesen erschienen, das mit wahrhaft bezaubernder Liebenswürdigkeit den Platz der Hausfrau an der Tafel versah und dabei nur Auge für das Wohlbefinden ihrer Gäste zu haben schien.

Anfangs wollte das Gespräch nicht so recht in Fluß kommen; es waren zu heterogene Elemente hier zusammen-/18/gewürfelt, und es mußte erst ein gemeinsamer Anknüpfungspunkt gefunden werden, ehe man sich darüber hinwegsetzen konnte. Aber Johnson selber lieferte ihn durch die Mission, die ihn hierher geführt, durch seine vielen Reisen, die er gemacht, das Wunderbare, Fremdartige, das er dort gesehen, und der Baron begann endlich das, was er hauptsächlich zu wissen wünschte, mit einigen allgemeinen Fragen einzuleiten.

Wo Johnson hauptsächlich seinen Aufenthalt gehabt?

Der Missionsprediger zuckte mit den Achseln. „Mein werther Herr" sagte er, „ich bin in meiner ganzen Lebenszeit wie ein vom Winde umhergewehtes und getragenes Blatt gewesen, - ohne Ruhe, ohne Rast. Von jenem Augenblick an, wo ich meine Studien in einem englischen Missionscollegium beendete, - und das sind jetzt volle dreißig Jahre - bis zu diesem, der einen Lichtblick in meinem Leben bildet," setzte er hinzu, und fast unwillkürlich, ja vielleicht unbewußt, streifte sein Auge Berchta's Gestalt, „war es mir selten, sehr selten vergönnt, von mühevollen Wanderungen und Beschwerden auszuruhen. Bald sah ich mich der heißen Sonne der Tropen, bald dem Eis und den Schneestürmen der kalten Zone ausgesetzt, aber immer nur mit dem einen Ziel vor Augen: die Lehre des Heilands zu verbreiten."

„Und waren Sie vielen Gefahren dabei ausgesetzt?" sagte Berchta theilnahmsvoll, indem ihr Auge unwillkürlich nach der Narbe auf seiner Stirn flog.

„Gott hat seine Hand wunderbar über mir gehalten," erwiderte der Missionär.

„Das muß ein tüchtiger Hieb über den Kopf gewesen sein," bemerkte der alte Freiherr, der dem nämlichen Gedankengang der Tochter folgte, „und ist damals gewiß hart am Leben vorbeigegangen."

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