Leon Skip - Das Mädchen mit dem Fisch

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Das Mädchen mit dem Fisch: краткое содержание, описание и аннотация

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ACHTUNG: Sämtliche Ähnlichkeiten mit einem allseits bekannten, mehrfach straffällig gewordenen Premier aus einem der südeuropäischen Länder sind rein zufällig und nicht beabsichtigt!
Der egalienische Ex-Premier, Oligarch und Mediendiktator Mario Carponi wird von der selbstbewussten, jungen Architektin Nicoletta (NiNi) entführt.
NiNi, die eine Baustelle neben dem Altersheim betreut, in dem Carponi seinen Sozialdienst anstelle einer vierjährigen Gefängnisstrafe ableisten darf, betäubt diesen und entführt ihn vom WC des Altersheims durch einen Mauerdurchbruch zwischen den zwei Gebäuden, schafft ihn in eine alte, abgewohnte Wohnung in einer angrenzenden Kleinstadt und setzt ihn dort fest. Carponi muss sich nun diverse Demütigungen durch seine Entführerin gefallen lassen. Zufällig ohrfeigt NiNi den Commendatore eines Tages mit einem Fisch und stellt diese Begegnung, so wie alle anderen auch, ins Netz. Schon am nächsten Tag ist die Kultfigur, das Mädchen mit dem Fisch, geboren, und NiNi greift nun regelmäßig zum Fisch. Egal, ob blauer Butterfisch, Makrele oder Hornhecht, im Namen des Volkes hinterlassen sie alle Spuren bzw. Schuppen in Carponis Gesicht und dieser muss nun – gezwungenermaßen – vor laufender Kamera Tag für Tag selbstkritisch seine Vergangenheit ausleuchten.
Sid ist – auf einer Parallelebene – derjenige, der die Geschichte schreibt und natürlich projiziert der waschechte Narzisst die eine oder andere Macke auf NiNi und überträgt ihr auch die Verantwortung für die Rache des kleinen Mannes.

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Er griff zur Maus und wollte die Sätze schon löschen, unterließ es aber. Wer weiß, dachte er, wozu man die Szene noch brauchen konnte. Er streckte sich und freute sich über seine Weisheit. Ja, alles hat oder bekommt einen Sinn, wenn die Zeit reif dafür ist, keine Frage. Aber warum musste das jetzt ein Mann sein?

Der mit dem Fisch rumfuchtelte.

Nun gut, man würde sehen.

Der Narzissmus – so wie auch die Persönlichkeitsstörung von Sid - entwickelt sich aufgrund mangelnder Zuwendung durch die Eltern während der Kindheit, gepaart mit einem zu hohen Leistungsanspruch von Vater und Mutter. So wird einerseits das Selbstwertgefühl nie richtig entwickelt, andererseits entsteht – paradoxerweise - als Kompensation dieses Mangels ein mächtiges, mit allen Mitteln der Kunst konstruiertes Selbstbewusstsein.

Der Narzisst verbringt sein weiteres Leben wie ein Ballonfahrer. Ein klitzekleines Selbstwertgefühl, kaum sichtbar, hängt an einer aufgeblasenen, erfundenen Persönlichkeit, ohne Boden unter den Füßen, getrieben vom Wind, woher der auch immer weht. Die Übersicht über die Dinge da unten ist gut, da gibt’s nichts zu bekritteln, wenn da nicht gleichzeitig diese störende Distanz zur Welt wäre.

Der Narzisst wird meist auch wenig oder gar nicht von der Mutter gestillt, ihm fehlt also das nötige Sprungbrett, um rechtzeitig zu lernen, Nähe und soziale Kontakte herzustellen. Er nuckelt in der Folge an sich selbst rum.

So auch Sid. Seine ersten Erinnerungen sind die eines einsamen Jungen, der sinnierend auf seinem Kletterbaum sitzt und an seinem Arm nuckelt. Klar hatte er damals keine Ahnung, was in ihm vorging.

Dazu war er zu jung.

Doch die Weichen waren gestellt.

Wer im Zuge seiner weiteren persönlichen Entwicklung soziale Kontakte meidet und infolgedessen lange Zeit den Einflüsterungen durch die Gemeinschaft entgeht, muss sich ein eigenes Bild der Welt entwerfen. Sid, der jetzt fünfzig ist, hatte dazu, an seinem Ballon hängend, viel Zeit. Die Welt steht für ihn auf dem Kopf. Menschen sind für ihn nicht die Spitze der Evolution. Seine Sicht der Dinge stößt andere vor den Kopf und macht ihn zum schrägen Vogel. Doch wie dem kosmischen Narr, der nichts mehr ernst nehmen kann oder will, erwachsen auch Sid als intelligentem Neurotiker gerade durch seine autodidaktisch erworbene Einsamkeit besondere Fähigkeiten.

Der Verbrecher bedrohte die geschockte Frau - ihres Zeichens Krankenschwester im nahegelegenen orthopädischen Krankenhaus - nun ganz direkt und unverhohlen mit dem Fisch.

»Ich habe Sie gewarnt. Aber sie wollten ja partout nicht auf mich hören. Jetzt müssen sie die Suppe auch auslöffeln.« Er holte aus und schlug der Frau den Fisch kräftig auf die Schultern. Ins Gesicht wollte er sie nicht schlagen - seine gute Erziehung hätte dies nie zugelassen. Die Krankenschwester wusste nicht, was sie am meisten abstieß: Der Vollbart mit den Eiresten, der nackte, weiße, schwabbelige Körper des Angreifers oder seine weißen, durchgewetzten Frotteesocken.

Sid war mit dem Absatz noch nicht ganz zufrieden. Er würde ihn später überarbeiten müssen. Sein Blick fiel auf das Buch, das er gestern gekauft hatte. Was wollte ihm der Autor sagen? Wie war das eigentlich mit diesen glücklichen Schriftstellern? Jedes Mal, wenn Sid ein Buch kaufte, las er mit dumpfem Gefühl, als hätte ihm jemand das Hirn amputiert, die Danksagung des Autors:

»…ich danke ganz besonders meiner wunderbaren, geliebten Frau, ohne die dieses Werk nie zustande gekommen wäre. Mit Geduld, Aufopferungsbereitschaft und einem Herz voller Liebe stand sie stets an meiner Seite, wenn es mal mit dem Schreiben nicht so recht weiterging. Ohne den Rückhalt meiner Familie wäre ich nicht der, der ich heute bin. Ich danke auch ganz besonders Lilly, Mandy und George, meinen Kindern, die mich stets vorbehaltlos unterstützten. Ich liebe Euch!

WTF? War es nicht bekannt, nein, bewiesen, dass man als Schriftsteller ausgiebig leiden musste, bevor man in die Ruhmeshalle der Vielzitierten gelangte? War nicht seit eh und je der Grad des Leidens in direktem und der des Mitgefühls durch eine unterstützende, rücksichtsvoll-ruhig durchs Haus schleichende, schultermassierende Frau in reziprokem Verhältnis zum literarischen Erfolg zu sehen?

Nein, die Zeiten waren vorbei.

Heute durften die ausgeglichensten Menschen mit völlig intaktem sozialem Umfeld und schöner, liebender, ebenfalls in keiner Weise von Selbstzweifeln zerfressener Frau und strafrechtlich gesehen unauffälligen Kindern auf schamlose Art und Weise ihre Druckwerke in Umlauf bringen.

Wo sollte das alles nur hinführen?

Sashimi

Sid zog das Kabel aus der Kabeltrommel des Staubsaugers. Narzisst gut und schön, aber Messie war er nun wirklich keiner. Staubbüschel, die beim Öffnen einer Tür durch die Wohnung wirbelten, waren nicht sein Ding. Er steckte das Ding ein und begann zu saugen. Gerade beim Putzen wurde er oft an seine Neurose erinnert. Mit beiden Füßen genau auf der Mitte des Läufers im Vorzimmer, setzte er die Saugbürste auf, genau darauf achtend, dass der Läufer sich nicht durch das Saugen und die Bewegung verschob.

Das war etwas, das er nicht mochte.

Aber es war eines der kleineren Übel, die ihn plagten.

Das Handy vibrierte in seiner Hosentasche. Es war Nachmittag und dies zum Glück der erste Anruf an diesem Tag. Anrufe machten Sid generell nervös. Er liebte Textnachrichten, sprach aber nicht besonders gerne am Telefon. Da war immer die Vorstellung, dass über das Telefon mehr als nur die Stimme übertragen wurde. Beim Telefonieren fühlte er sich irgendwie nackt, obwohl er wusste, dass ihn keiner sehen konnte. Schließlich war er kein Idiot. Aber empfahl man nicht auch Personen, die in Heimarbeit Versicherungen verkauften, sich so zu kleiden, wie wenn sie den Kunden persönlich besuchen würden? Wurde nicht von Marketingexperten eindringlich empfohlen, dass man nicht nackt oder mit Gurkenmaske im Gesicht per Telefon völlig fremde Menschen als Kunden für DAS neue, revolutionäre Guarana-Extrakt keilen sollte?

Am Display stand Sashimi . Die einzige, die ihn wirklich kannte und, soweit er sich erinnern konnte, noch nie genervt hatte, also stellt er den Staubsauger ab und ging ran.

»He Süße, wie geht’s? Lange nichts gehört.«

»Stimmt. Ist eine Ewigkeit her, seit wir uns gestern gesehen haben.«

»Ja, da kann schon einiges passieren, an so einem langen Tag.«

»Ich wollt dich eigentlich nur was fragen.«

Sid fläzte sich aufs Sofa. Man kennt das ja, wenn man mit ausgestreckten Beinen den Blick durch den Raum schweifen lässt, stolz darauf, wieder einmal einen kleinen Sieg gegen Lurch, Krümel und abgestorbene Hautzellen errungen zu haben, auch wenn man den Krieg gegen den Dreck nie gewinnen würde. Ordentlich war Sids Wohnung zwar noch nicht, aber guten Willen hatte er allemal bewiesen. Das war für ihn schon ein Anfang.

»Ich hab mir grad einen Horrorfilm angesehen.«

»Mitten am frühen Nachmittag?«

»Ja, wieso nicht?«

Sie schwieg. Ihr Schweigen sollte wohl heißen: Wieso sollte ich mir nicht nachmittags einen Horrorfilm ansehen? Und irgendwie war ihr Schweigen berechtigt: Wer sagte denn, dass es nachmittags verboten ist, sich zu gruseln? Noch dazu für jemanden, der nachts arbeitete. Noch dazu in einer durch und durch gruseligen Existenz.

Dann fuhr sie fort:

»Also, ich denk mir, die sind da noch nicht auf den grünen Zweig gekommen mit dem Horror.«

»Was meinst?«

»Denk mal nach! Maritimer Horror mit Riesenkraken, Piranhas, weißen Haien und so. Ist uns geläufig. Aus der Luft kennen wir Attacken von Viren, Mördervögeln, Heuschrecken und Killerbienen. Und Spinnen, Ameisen, menschenfressende Riesenwürmer. Schlangen, die aus Containern in Flugzeugen entweichen, um die Passagiere zu quälen, alles schon da, aber das war ´s doch noch lange nicht.«

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