Gerhard Kunit - Uhrwerk Pandora

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Uhrwerk Pandora ist eine Satire, deren Spitzen auf die Globalisierung unserer Wirtschaft zielen. Bei der Erstveröffentlichung im Jahr 2013 war die beschriebene Kooperation zwischen USA und Russland undenkbar, doch mit der Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten wurde diese Fiktion rascher von der Realität eingeholt, als uns lieb sein kann. Der übrige Inhalt der Science Fiction ist allerdings frei erfunden – hoffe ich.

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„Worauf warten wir?“, knurrte ich, während wir uns anstarrten.

„Auf den Sicherheitsdienst. Und auf 23:07 Uhr.“

* * *

„Herr Karmenik?“, rief jemand vor der Tür. „Sind Sie da drinnen?“ Ich zuckte zusammen. Die Unbekannte legte einen Finger an ihre Lippen.

„Herr Karmenik! Geht es Ihnen gut?“ Der Wachmann klang jetzt aufgeregt. Er musste die Bombe entdeckt haben. In Kürze würde es da draußen von Polizisten wimmeln. Sie saß in der Falle und ich mit ihr. Ich hatte keine Lust, als tote Geisel zu enden.

Sie stand auf und steckte ihr Glas ein.

Keine DNA. Dafür komme ich jetzt an die Waffe.

„Danke für den Vertrag“, flüsterte sie. „Überleg Dir gut, welche Geschichte Du denen auftischst. Ich verschwinde dann mal.“

Während ich noch nachdachte, wie sie das bewerkstelligen wollte, verschwand sie. Sie war einfach weg, wie vom Erdboden verschluckt. Ich blinzelte, rieb mir die Augen und sah noch mal hin: Ich war alleine. Langsam wurde mir klar, dass ich tatsächlich eine gute Geschichte benötigen würde, um das hier zu erklären.

* * *

SaXem

Der Kapitalismus sieht Macht nur als einen Weg zu mehr Geld“

Margot Wise, Vorstandsmitglied

Auf dem Weg in das achtzigste Stockwerk des SaXem Towers überprüfte ich den Sitz meiner Frisur. Die Haare fielen glatt bis über die Schulterblätter. Die vorderen Strähnen liefen zu einem kleinen Zopf nach hinten. Ich mochte mein Gesicht und sah keinen Grund, es zu verstecken.

Ich richtete die Jacke des dunkelblauen Business-Kostüms und dachte meine Präsentation durch. Es handelte sich um eine Zusammenfassung – eine Summary, wie wir Unternehmensberater sagen – eines vierhundert Seiten starken Konzepts zur Reorganisation des SaXem Konzerns. Die professionellen PowerPoint Folien enthielten eine Menge Unfug, den ich überzeugend präsentieren musste.

Wir treffen willkürliche Annahmen über zwanzig verschiedene Variable und errechnen daraus die Entwicklung der Energiepreise für die nächsten vierzig Jahre. Dasselbe machen wir mit der Kapazität der Rechner, der Bevölkerungsentwicklung, den Rohstoffpreisen und der Kaufkraft. Das Ganze gießen wir in animierte Grafiken und bunte Balkendiagramme: Schon haben wir eine Prognose über unsere Zukunft, die so überzeugend wirkt, dass wir plötzlich selbst daran glauben – und unsere Strategie danach ausrichten.

Die Aufzugtür gab den Weg in die Vorstandsetage frei. Clark Kent begrüßte mich mit seinem typischen, unsicheren Lächeln und reichte mir seine verschwitzte Hand. Er war Vorstandsassistent bei SaXem. Eigentlich hieß er Mag. Clark Kensington, aber sein Aussehen und seine unbeholfene Art erinnerten mich zu sehr an das Alter Ego von Superman.

„Frau Anna Schmid“, kündigte er mich an, während er die Türe zum Sitzungssaal öffnete.

Heute sind alle Vorstände anwesend: Ti Bian „The Brain“, ein lächelnder Asiate mit kalten Augen, Margot Wise, eine ältere Britin, Alexander van Hool, der Niederländer, Anna Maria Morales aus Buenos Aires und Rahmel Jaid aus Indien.

Die fünf bilden den inneren Zirkel des SaXem-Konzerns, der 2015 aus der Fusion namhafter Unternehmen aus Europa, Indien und Südostasien entstanden ist. Zeitgleich wurde auf politischer Ebene die Eurasische Freizone gegründet.

Heute – sechs Jahre später – ist SaXem der drittgrößte Konzern der Welt. Er beherrscht die Sparten Elektronik, Information, Verkehr und Energie und bildet damit den einzigen Gegenpol gegenüber den Konzernen der amerikanisch-russischen Föderation und den Chinesen, die sich mittlerweile die Vormachtstellung in Afrika erkämpft haben. Viele unserer Produktionsstätten und Forschungseinrichtungen sind bewusst in strukturschwachen Regionen Eurasiens und neuerdings auch Südamerikas angesiedelt worden. Die Zentrale steht in Wien, einer Stadt mit historischer Bedeutung als Zentrum Europas.

* * *

Eine knappe Stunde später war die Sitzung zu Ende. Ein Dutzend nichtssagender Spartenleiter verabschiedete sich. Keiner hatte meine Inhalte hinterfragt oder gar angezweifelt. Endlich waren wir unter uns und konnten uns den eigentlichen Themen des heutigen Treffens zuwenden.

„Sie haben Derringers Abteilung ganz schön durch den Kakao gezogen“, merkte Alexander van Hool noch an. „Ich war überrascht, dass sie Ihren irrwitzigen Zahlen und Plänen …“, er grinste mich entschuldigend an, „…nicht widersprochen hat.“

Ti Bian lächelte freundlich. „Falls sie in den nächsten drei Tagen keine fundierte Entgegnung einbringt, werfen Sie sie hinaus. Ich dulde keine Ja-Sager in Führungspositionen. Margot, Ihr Bericht bitte.“

„Der Widerstand hat seine Aktivitäten deutlich erhöht“, begann die Britin. „Die Hackerangriffe auf unsere Server haben sich im letzten Monat mehr als verdoppelt. In unserem Büro Singapur gab es eine Geiselnahme. Ein Bombenanschlag auf unser Satellitenzentrum in Lyon konnte im letzten Augenblick vereitelt werden. Der wirtschaftliche Schaden ….“

Verdammter Widerstand. Es handelt sich um eine lose Gruppierung von Hackern, Bombenlegern und Saboteuren. Eine gesichtslose Masse von anarchistischen Idioten und selbsternannten Weltverbesserern. Sie kämpfen gegen die vermeintliche Überwachung und Bevormundung durch SaXem. Nach ihren veralteten Idealen sind unsere Datenerhebungen und die darauf aufbauenden Verhaltensanalysen von hunderten Millionen Menschen inakzeptabel. Sie schrecken nicht einmal vor Mord zurück, um uns das spüren zu lassen. Von den wahren Hintergründen ahnen sie nichts: Weder von unseren Aktivitäten, noch von unseren Erfolgen. Sie begreifen die Zusammenhänge nicht, selbst nachdem wir Beweise vorgelegt haben, dass ihre sogenannten Non-Gouvernement-Organisationen vom chinesischen Geheimdienst oder von amerikanischen Konzernen finanziert werden. Am meisten wurmt sie aber, dass sie nie mehr sein werden, als eine Randerscheinung auf der großen Bühne der Weltwirtschaft.

Wir diskutierten Margots Bericht. Viel gab es dazu ohnehin nicht zu sagen. Anschließend erschien Clark Kent und servierte Kaffee und Tee.

Manche Dinge ändern sich nie. Kaffee gehört zu Wien, wie Donuts zu New York. Der Tee ist Beiwerk, ein Zugeständnis an die Britin und den Inder. Clark Kent sucht nach meinem Blick und lächelt schief. Ärgerlich wende ich mich ab. Der Kerl ist nicht mein Ding, weigert sich aber hartnäckig das zu kapieren.

„Zeitreise von Anna Schmid nach Juli 2015 ist ausgewertet“, begann Rahmel Jaid. „Sehen Bilder aus Blackbox von alte Jahr 2021.“

Ich vermeide es, mich über seinen harten Akzent und seine Grammatik lustig zu machen. Sobald ich halb so gut Hindi kann, wie er Deutsch, werde ich das nachholen.

Ein Fernsehbericht flimmerte über die Leinwand. Er zeigte Soldaten, die gezielt auf Demonstranten schossen. Der Sprecher berichtete mit nüchterner Stimme von Dutzenden Toten, die dem Gewaltregime des südamerikanischen Landes zum Opfer gefallen waren.

„Jetzt sehen Zeitungsbericht von Juli 2015.“, fuhr der Inder fort.

Das Foto zeigte eine ausgebrannte Limousine. Autobombe in Caraconnes: Zwei hochrangige Offiziere bei Terroranschlag getötet , lautete der Bildtext.

„Jetzt dort demokratisch Regierung. Das viel gut“, grinste Rahmel. „Mission von Anna war große Erfolg. Wer stirbt 2015, kann nicht machen Putsch 2017 und kann nicht schießen auf eigene Leute in 2021. Aber wird noch besser.“

Das nächste Bild zeigte vergleichende Balkengrafiken. „Sehen Investitionen von Amerika und von Eurasien in Jahr 2021 aus Blackbox. Bitte vergleichen Jahr 2021 heute: SaXem jetzt größte Firma dort. Gut Beziehung zu demokratisch Regierung: Viel Arbeitsplätze, viel Kunden, viel Gewinn.“

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