Gitte Loew - Es geschah am Main

Здесь есть возможность читать онлайн «Gitte Loew - Es geschah am Main» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Es geschah am Main: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Es geschah am Main»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Als Kommissarin Hanna Wolf zu einem Raubüberfall gerufen wird, ahnt sie noch nicht, dass dieser Mord nur ein Teil einer ganzen Reihe von Verbrechen ist. Die Mordkommission kann Verdächtige ermitteln, aber es fehlen Beweise. Doch die Kommissarin folgt unbeirrt der Spur des Täters und seiner Opfer. Dabei stößt sie auf Verbrechen, die man als die Banalität des Bösen bezeichnen kann.

Es geschah am Main — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Es geschah am Main», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Er stand auf und zog den Mann an den Beinen weiter. Es kostete ihn eine enorme Kraft, den leblosen Körper bis zum Zaun zu schleifen. Mit vor Anstrengung gerötetem Gesicht bog er den alten Maschendrahtzaun hoch. Dann kniete er sich neben das Opfer und rollte ihn mit großer Kraftanstrengung unter dem Draht hindurch auf die andere Seite. Anschließend fiel er atemlos ins Gras.

Nachdem er wieder schnaufen konnte, ergriff er den Rucksack seines Opfers und warf ihn weit über den Zaun. Kevin Schmidt war nun auf einer Wanderschaft, von der er nicht mehr zurückkehren würde.

Er drehte sich vorsichtig um und hielt Ausschau, ob jemand in der Nähe war. Dann eilte er im Laufschritt zum Badesee, wusch sich Gesicht und Hände und blieb noch eine Weile am Wasser sitzen. Nachdem die Nacht alles Licht verschluckt hatte, stand er auf und machte sich in der Dunkelheit auf den Rückweg.

Er schlich leise in die Wohnung seiner Verwandten und stieg noch mit seinen Klamotten am Leib in die Badewanne. Dann versuchte er mit der Handwaschbürste das Blut aus den Kleidern zu schrubben. Doch die Flecken verschwanden nicht so einfach. Er riss sich Shirt und Hose vom Leib und kletterte wieder aus der Wanne.

Wo hatte die Alte nur den Badreiniger versteckt? Er entdeckte ihn hinter der Toilette, schraubte die Flasche auf und ließ die blaue Flüssigkeit über die verschmutzten Sachen laufen. Dann griff er nach einem Putzeimer, der in der Ecke stand, und füllte ihn bis zum Rand mit Wasser. Danach drückte er den Stoff unter Wasser, bis bläuliche Blasen aufstiegen. Bis zum Morgen würden die Flecken verschwunden sein.

Schachmatt huschte er in seine Kammer und fiel aufs Bett. Er wollte schlafen, aber es dauerte lange, bis er endlich in der anderen Welt angekommen war.

Kapitel 3

Uli Möller wählte die Nummer seiner Mutter. Niemand nahm den Hörer ab. Komisch, heute an Silvester war sie nicht zu Hause? Was gab es denn noch so Wichtiges zu erledigen? Als er gestern Abend angerufen hatte, war sie auch nicht ans Telefon gegangen. In diesem Jahr hatten Regine und er den Skiurlaub bis in den Januar hinein verlängert. Wann gab es schon mal so viel Schnee? Unschlüssig ging er nach unten in die Hotelhalle und hielt Ausschau nach seiner Frau. Er entdeckte sie im Frühstücksraum, als sie gerade zum Buffet ging. Möller setzte sich schlecht gelaunt an den Tisch. Regine kam mit einem Teller in der Hand zurück:

„Und, hast du sie erreicht?“

„Nein. Ich habe ein ungutes Gefühl.“

„Dann ruf Marlies an, und bitte sie mal nachzuschauen. Andernfalls verdirbt uns die Ungewissheit den ganzen Tag und die Silvesterfeier heute Abend.“

Seine Frau hatte recht. Uli Möller griff zum Handy und wählte die Nummer der Nachbarin. Eine Frauenstimme meldete sich. Er atmete erleichtert auf, Gott sei Dank, sie war noch zu Hause.

„Hallo, Marlies, meine Mutter geht nicht ans Telefon. Könntest du mal nachsehen, ob bei ihr alles in Ordnung ist?“

„Vielleicht ist sie nur zum Einkaufen gegangen.“

„Nein, das glaube ich nicht. Ich konnte sie schon gestern Abend nicht erreichen. Wir dachten, dass sie vielleicht früher zu Bett gegangen sei, aber heute Morgen sind wir beunruhigt, schließlich ist sie nicht mehr die Jüngste.“

Marlies Steinacker wusste, was er von ihr erwartete. Sie seufzte:

„Gut, ich gehe rüber und schaue nach. Danach melde ich mich wieder bei dir.“ Mit diesen Worten legte sie auf.

Möller schenkte sich eine weitere Tasse Kaffee ein, doch die Ungewissheit hatte ihm den Appetit verdorben. Er starrte lustlos zum Fenster hinaus. Ein komisches Gefühl breitete sich in seinem Magen aus. Zwischen all der Angst stieg Ärger in ihm hoch. Unzählige Male war das Thema Altenheim im Kreis der Familie besprochen worden, aber sie hatte sich immer geweigert umzuziehen. Er griff in Gedanken versunken nach einem Hörnchen, das seine Frau ihm auf den Teller gelegt hatte. Die Angelegenheit hing wie eine dunkle Wolke über ihrem diesjährigen Winterurlaub.

Nach dem Frühstück wollten sie den Rückruf der Nachbarin abwarten und gingen vorerst nicht zum Skilaufen auf die Piste. Die Ungewissheit machte sie nervös. Sie starteten stattdessen zu einem Spaziergang in Richtung Ettelsberg und blickten sehnsüchtig auf die Wintersportler. Die Seilbahn ist die einzige im Rothaargebirge und überwindet 235 Höhenmeter. Uli stöhnte leise vor sich hin. Heute war optimales Wetter zum Skilaufen. Verdammter Mist. Wütend stampfte er mit den Stiefeln in den Schnee.

***

In Frankfurt nahm derweilen Marlies Steinacker den Schlüsselbund vom Haken, steckte ihr Handy ein und machte sich auf den Weg ins Nachbarhaus. Das Jahr ging zu Ende und überall lag Schnee. Sie versuchte, möglichst trockenen Fußes das andere Gebäude zu erreichen. Passanten huschten eilig an ihr vorüber. Auf den letzten Augenblick wurden noch schnell Dinge für den Jahreswechsel eingekauft. Die weiße Schneepracht verschwand unter den vielen Autoreifen und übrig blieb nur grauer Matsch am Rande der Fahrbahn.

Frau Möller wohnte im ersten Stock. Marlies klingelte an der Haustür. Es rührte sich nichts. Sie stieg die Treppen hoch, schellte noch einmal an der Wohnungstür und schloss erst dann auf. Als sie die Tür öffnete, schlug ihr ein modriger Geruch entgegen. Vermutlich lüftete Frau Möller zu wenig. Marlies spürte Übelkeit ins sich aufsteigen und rief nach ihr mit leiser Stimme:

„Hallo, Ruth, wo bist du?“

Nichts rührte sich. Sie ging langsam in Richtung Küche. Die Tür stand einen Spalt breit offen. Im ersten Moment sah alles wie immer aus. Doch dann sah sie Frau Möller. Sie lag auf dem Fußboden, etwas verdeckt vom Küchentisch, der in der Mitte des Raumes stand. Marlies‘ Herz begann schneller zu schlagen und ihr Mund war mit einem Mal trocken. Sie flüsterte:

„Ruth, ist dir etwas passiert?“

Als sie um den Tisch herum lief und näher an die Frau herantrat, sah sie die offenen Augen. Frau Möller starrte an die Decke. Ihre rechte Gesichtshälfte war dunkelblau verfärbt und geschwollen, an ihrem Mund klebte Blut und war vom Kinn am Hals heruntergelaufen. Auf den braunen Fußbodenfliesen hatte sich eine Blutlache gebildet. Die Tote hielt die Arme vor die Brust, so als ob sie sich schützen wolle. Ihre helle Bluse war voller Blut.

Marlies spürte, wie ihre Beine zu zittern begannen, und sie griff nach der Stuhllehne, um sich festzuhalten. Plötzlich glaubte sie, ein Geräusch zu hören, und drehte sich erschrocken um. War der Täter womöglich noch in der Wohnung? Voller Angst rannte sie zur Flurtür zurück und stürmte aus der Wohnung. Sie hetzte die Treppe hinunter, als ob jemand hinter ihr her wäre und stieß die Haustür auf. Außer Atem blieb sie auf der Straße Atem stehen. Ihr war schlecht vom Anblick der Toten. Das war nicht mehr die nette Nachbarin, die immer ein Lächeln auf den Lippen hatte. Ein wachsbleiches Gespenst lag da oben in der Wohnung. Marlies musste sich am Laternenpfahl festhalten und keuchte nach Luft. Es dauerte eine Weile, bis sie die 110 wählen konnte. Eine Männerstimme drang an ihr Ohr:

„Hier spricht die Polizei, was ist passiert?“

Frau Steinacker schluckte und gab stotternd die Adresse bekannt und berichtete, wie sie Frau Möller gefunden hatte.

„Bleiben Sie bitte in der Wohnung. Wir schicken eine Streife zu Ihnen und den Notarztwagen.“

„Ich stehe vor dem Haus. Mir ist ganz schlecht.“

„Die Kollegen sind sofort bei Ihnen.“

Vermutlich dauerte es nicht lange, aber es fühlte sich für Marlies wie eine Ewigkeit an. Als das Auto endlich um die Ecke gefahren kam und die Beamten ausstiegen, zeigte sie mit dem Finger auf das Klingelschild:

„Ruth Möller, erster Stock, rechts. Ich kann nicht noch einmal in die Wohnung gehen. Ich bleibe hier und warte.“

Die Männer nickten, ohne ein Wort zu sagen, wandten sich ab und stiegen die Treppe hinauf. Kaum das die Beamten im Haus verschwunden waren, klingelte ihr Handy. Es war der Sohn von Ruth Möller:

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Es geschah am Main»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Es geschah am Main» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Es geschah am Main»

Обсуждение, отзывы о книге «Es geschah am Main» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x