Mit einer raschen Bewegung drehte er den Kopf und öffnete sein gewaltiges Maul, um sie zu verschlingen. Alles, was sie sehen konnte, war ein Meer aus schwarzen Flammen.
Mit einem jähen Aufschrei erwachte Aurelia.
Ihr Herz hämmerte wild in ihrer Brust. Kalter Schweiß stand auf ihrer Stirn. Mit zitternden Fingern griff sie nach der Kette um ihren Hals. Der rote Stein lag kühl und glatt in ihrer Hand.
Für einen kurzen Augenblick schloss sie die Augen und atmete tief durch. Das Feuer war fast vollständig herunter gebrannt. Auf der anderen Seite konnte sie die drei Soldaten sehen, die tief und fest schliefen. Beneidenswert. Sie neigte den Kopf ein wenig und betrachtete den Stein in ihrer Hand.
Das Feuer spiegelte sich auf seiner Oberfläche und es wirkte, als würde er leben.
„Eine schöne Kette hast du da. Ein Erbstück?“ Die Stimme zu ihrer Linken ließ sie aufschrecken. Ihr Kopf flog herum und sie ließ die Kette unter ihrem Hemd verschwinden.
Es war Kyle. Er saß immer noch an den gleichen Baum gelehnt, wie einige Stunden zuvor.
„Beobachtest du mich?“ fuhr sie ihn ungehalten an.
„Es wirkte, als hättest du einen Albtraum“, sagte er ungerührt.
Aurelia musterte ihn kritisch. Dann zog sie die Beine an die Brust und legte ihren Kopf darauf. Mit der Hand griff sie unter ihr Hemd und fasste nach dem Stein.
„Du hast recht. Diese Kette ist ein Erbstück. Meine Mutter hat sie mir damals geschenkt.“
Kyle sah sie wieder mit diesem unergründlichen Blick an. „Lebt sie noch? Deine Mutter?“
Aurelia war von der Frage so perplex, dass sie im ersten Moment nicht wusste, was sie sagen sollte.
„Nein, sie ist... gestorben“, hauchte sie. Dann sah sie ihn wütend an. „Wie kann man nur so etwas fragen?“
Er gab ihr keine Antwort, sondern sah sie nur weiterhin an. Sie warf ihm einen derben Fluch an den Kopf, legte sich hin und drehte ihm demonstrativ den Rücken zu. Auf der vergeblichen Suche nach etwas Bequemlichkeit, bettete sie ihren Kopf auf dem Arm und schloss die Augen. Plötzlich landete etwas weiches und schweres auf ihr. Genervt öffnete sie ein Auge. Es war ein Mantel. Verwundert richtete sie sich wieder auf und spähte über die Schulter.
Kyle saß immer noch an der gleichen Stelle und wirkte sichtlich an einem Stück Holz interessiert, welches er mit einem Messer bearbeitete. Sie warf ihm noch einen Blick zu, dann schnappte sie sich den Mantel, rollte ihn zusammen und schob sich ihn unter den Kopf. Was stimmt nur nicht mit diesem Kerl? Mit diesem Gedanken schlief sie schließlich wieder ein.
Конец ознакомительного фрагмента.
Текст предоставлен ООО «ЛитРес».
Прочитайте эту книгу целиком, купив полную легальную версию на ЛитРес.
Безопасно оплатить книгу можно банковской картой Visa, MasterCard, Maestro, со счета мобильного телефона, с платежного терминала, в салоне МТС или Связной, через PayPal, WebMoney, Яндекс.Деньги, QIWI Кошелек, бонусными картами или другим удобным Вам способом.