Fellzeichnung Fellzeichnung Es handelt sich bei allen Birma Katzen um Point Katzen. Ein Gendefekt verursacht Teilalbinismus, der neben der Augen- und Fellfarbe durch den fehlenden Farbstoff Melamin, auch für Schielen und Augenzittern verantwortlich ist. Typische für Pointkatzen ist, dass nur die Körperstellen eine Färbung annehmen, die kühl sind. Aus diesem Grund sind die Welpen bei der Geburt weiß, denn in der Gebärmutter ist es zu warm, um den Farbstoff zu bilden. Ältere Birma Katzen mit ausgiebigem Freigang bei Kälte können sogar am ganzen Körper stark nachdunkeln und zumindest vorübergehend die typische Point-Zeichnung verlieren. Kurz nach der Geburt der Kitten beginnen sich kühlere Körperpartien (Gesicht, Ohren, Beine, Schwanz und Hodensack) dunkel zu färben. Die meisten Birma Katzen erreichen erst mit drei Jahren ihre vollständige Ausfärbung. Die Points kommen in verschiedenen Farben vor. Seal ist ein gleichmäßiges, kräftiges Schwarzbraun, Chocolate ein milchschokoladenfarbenes Braun und Red ist ein kräftige Orange. Der Rotton zeigt sich erst sehr spät, daher wirken Jungtiere ziemlich farblos. Mit dem Alter bekommen die roten Birmesen ein bezauberndes goldschimmernde Rückenfell. Ein weiterer Gendefekt, der bewirkt, dass sich das Melamin verklumpt, führt zu sogenannter Verdünnungen der Farbe. Die Verdünnung von Seal ist Blue, einem grauen Farbton, von Chocolate ist es Lilac, einem hellen Gletschergrau und von Red ist Cream die Verdünnung, ein sehr zartes Orange-Rot. Die genannten Farben sind bei der Variante Point einfarbig. Bei der Variante Tabby-Point zeigen die Points ein Streifenmuster und bei der Zeichnung Tortie ist immer Rot dabei. Torties sind dreifarbig und immer weiblich. Lediglich bei den roten Birma Katzen kann auch die Variante Point ein Streifenmuster zeigen. Sie sind genetisch aber keine Tabby-Katzen. Ihnen fehlt unter der Nase eine typische weiße Zeichnung, die Schmetterling genannt wird.
Der typische Charakter Der typische Charakter Die Heilige Birma ist eine neugierige und verspielte Katze. Selbst im hohen Alter lässt dies nur wenig nach. Sie scheint immer guter Laune zu sein und ist sehr kontaktfreudig. Daher schließt sie schnell Freundschaft mit Menschen und Tieren. Ihre Anhänglichkeit hat ihr den Namen „Bettbesetzer“ oder „Bettkatze“ eingebracht, denn für sie ist es selbstverständlich, einen Platz im Bett einzunehmen. Mit einer Kopf-Rumpf-Länge von etwa 50 cm und einem Gewicht von 3 bis 4 kg (Katze) beziehungsweise bis zu 6 kg beim Kater gelingt es meist auch mit mehreren Birmesen zusammen gemütlich in einem Bett zu schlafen. Allerdings sollte man seine eigene Schlafgelegenheit dann etwas größer wählen als üblich. Natürlich können Sie auch einer Birma Katze abgewöhnen, in Ihrem Bett zu schlafen, aber das Tier wird darunter leiden. Wenn Sie eine solche Nähe nicht wünschen, entscheiden Sie sich besser für ein weniger anhängliche Rasse. Birma Katzen fordern aktiv Aufmerksamkeit ein. Sie maunzen leise und stoßen die Menschen an, wenn sie der Meinung sind, dass sie Streicheleinheiten oder andere Zuwendungen brauchen. Dabei beweisen sie ihre Intelligenz und zeigen, wie erfinderisch die Katzen sind. Sie öffnen Türen, Schubladen und Verpackungen. Nichts ist vor Ihnen sicher, wenn es nicht fest verschlossen wurde. Selbstverständlich gibt es große Unterschiede im Temperament und bei der Intelligenz. Da die Eigen-schaften weitgehend vererbt werden, lohnt es sich, mit dem Züchter über die Elterntiere zu sprechen.
Ansprüche der Rasse Ansprüche der Rasse Pflege Bürsten des Fells Wie alle Katzen sind auch Birma Katzen sehr reinlich und sorgen selbst für die Pflege des Fells. Da es nicht zum Verfilzen neigt, müssen Sie Ihr Birmchen nicht regelmäßig bürsten. Bedenken Sie aber, dass Bürsten auch die Bindung zwischen Mensch und Tier stärkt, sofern Sie nicht rabiat vorgehen und durch falsche Kämme oder Bürsten der Katze schmerzen zu fügen. Im Winter, besonders wenn der Wechsel zum Sommerfell einsetzt, kommt es aber auch bei Birmakatzen zu Knoten im Fell (meist an der Rückseite der Hinterbeine und in den Achselhöhlen). In dieser Zeit sollten Sie Ihre Katze grundsätzlich täglich bürsten, da sie sonst große Mengen an Haaren verschluckt, was zu Verdauungsproblemen führt. Idealerweise schaffen Sie sich eine Bürste mit Wildschweinborsten an, mit der Sie die Katze täglich bürsten. Die Massage tut der Katze körperlich und seelisch gut. Um Knötchen zu entfernen, benötigen Sie einen Kamm mit rotierenden Zinken oder einen Furminator. Setzen Sie diesen nur sparsam ein, um vorhandene Verfilzungen zu entfernen, auf keinen Fall aber zur täglichen Fellpflege. Besser und schonender sind sogenannte „Entwirrbürsten“, um kleinen Katzen, ohne zu ziepen, die Haare zu bürsten. Diese Produkte gibt es in Drogeriemärkten. Eine Babyhaarbürste benötigen Sie für Katzenwelpen und um das Fell am Schwanz zu bürsten. Dort sitzen die Haare sehr locker und mit normalen Bürsten würde der Schwanz schnell kahl werden. Außerdem benötigen Sie einen Flohkamm, mit dem Sie leicht kontrollieren könne, ob Ihr Katze Flöhe hat (siehe Anhang „Parasiten bekämpfen“).
Pflege
Birmakatzen brauchen Gesellschaft
Birmakatzen richtig füttern
Nass- oder Trockenfutter
Augen auf beim Futterkauf
Katzen zum Trinken animieren
Milch und Snacks
Mittel gegen Haarballen
Freigänger oder Wohnungskatze
Generelle Gefahren der Freiheit
Was bei Wohnungskatzen zu beachten ist
Wohnung katzensicher machen
Achtung Gift
Winzlinge in Gefahr
Ausgiebige Beschäftigung mit der Katze
Versorgung im Urlaub
Kontrollierter Freigang ist die beste Haltungsform
Zugang zur Wohnung
Gesundheit und Tierarztbesuche
Tierversicherung
Wichtige Impfungen
Information zum Chippen
Warum Kastration wichtig ist
Wissenswertes zum Narkoserisiko
Auswahl der Birma Katze
Züchter und Händler
Nötige Anschaffungen
Die Transportbox
Näpfe und Brunnen
Katzenklo
Katzenmöbel
Die Birma zieht ein
Das Abholen der Katze
Eingewöhnen
Erziehung und Dressur
Katze richtig erziehen
So strafen Sie das Tier
Warum die Dressur wichtig ist
Das Klickertrainig
Artgerechte Kunststücke
Krankheitszeichen erkennen
Anhang mit Tipps und Tricks
Hinweise zur Umstellung des Futters
Barf ist schwerer als gedacht
Diäten bei mehreren Tieren einhalten
Was ist bei Schwangerschaften von Frauen zu beachten
Birmas und Menschenbabys
Stress abbauen bei Birma Katzen
Unangenehmes erdulden
Optimale Kratzgelegenheiten schaffen
Typische Fehler bei der Erziehung vermeiden
Parasiten bekämpfen
ÜBER UNSERE REIHE: MEINE KATZE FÜRS LEBEN
IMPRESSUM
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Burmesisches Kätzchen 12 Abbildung 1: Burmesisches Kätzchen
Abbildung 2: Porträt der schönen heiligen Katze von Burma 13 Abbildung 2: Porträt der schönen heiligen Katze von Burma
Abbildung 3: Spezielle Entwirrbürste mit flexiblen Borsten, ©rgladel 21
Abbildung 4: Trinkbrunnen für Katzen, ®rgladel 31
Abbildung 5: Ihre Katze erkennt die Gefahr auf dem Balkon nicht. 37
Abbildung 6: Impfungen sind teilweise hilfreich. 46
Abbildung 7: Der Kragen verhindert, dass die Katze die Wunde leckt. 52
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