frühstücken. Wie in letzter Zeit immer, hat- te sie keinen Hunger. Sie bestellte nur einen Kaffee. Der Kellner, war ein gutaus- sehender junger Grieche. Er sprach sie an;“ So alleine in Athen?“
„Ja, das macht mir nichts, sagte Vicky tap- fer.“
„Was haben sie denn schon gesehen?“
„Ich war schon auf der Akropolis und ges- tern habe ich mir das Dionysostheater an- gesehen.“
„Und was machen Sie heute?“
„Heute besichtige ich die Agora, ich habe Alte Geschichte studiert und das interes- siert mich.“
„Sie haben unsere Geschichte studiert, das ist ja sehr löblich!“, meinte der Kellner lä- chelnd. „Und was machen Sie beruflich?“
„Ich habe gerade erst Examen gemacht, ich werde mir nach dem Urlaub etwas su- chen, ich habe einen Verlag an der Hand, vielleicht versuche ich aber auch vom Schreiben zu leben.“
„Oh, sie sind Schriftstellerin, das ist ja in- teressant.“
Vicky lächelte müde, im Moment war sie eigentlich für alles zu müde.
„Und Ihnen, gefällt Ihnen die Stelle als Kellner?“
„Eigentlich bin ich Künstler“, sagte der Kellner, „ich arbeite hier nur in den Semes- terferien. Ich bin Musiker.“
„Ich liebe Musik sagte Vicky schwärme- risch.“
Der Kellner fixierte sie. „Haben sie Lust heute Abend mit mir was trinken zu gehen?“, fragte er unvermittelt, „so alleine in Athen, das ist doch nichts.“
Vicky zögerte kurz, sie war misstrauisch geworden durch das Drama mit Schwarz. Dann aber dachte sie: “Warum eigentlich nicht?“ und meinte: “,Ja gerne.“
„Ok, um 9 Uhr heute Abend am Monastira- kiplatz.“
„Gerne“, meinte Vicky und freute sich nun doch.
„Wie heißen sie denn?“
„Ich heiße Panos.“
„Ich heiße Vicky.“
Sie lächelte Panos an. Dieser lächelte zu- rück und ging dann zu den anderen Gästen, um sie zu bedienen. Verstohlen betrachtete Vicky ihn von hinten. Ein gutaussehender Mann, er könnte sein Geld auch als Modell verdienen. Da sie es aber gewöhnt war, dass Männer auf die flogen, bildete sie sich gar nichts darauf ein. Es war ihr eigentlich immer eher lästig gewesen. Panos schien aber nett zu sein.
Nachdem sie ihren Kaffee getrunken hatte, ging sie nach oben und holte sich ihren Reiseführer, dann machte sie sich auf den Weg zur Agora. Sie ging die Bouboulinas- straße entlang und kam bald zum Omonia- platz. Von hier war es nicht mehr weit bis zur Agora. Die antiken Steine leuchteten unterhalb der Akropolis in der Sonne. Vicky schlug ihren Reiseführer auf. Sie an- tiken Bezeichnungen der Bauwerke sagten ihr viel. Hier war das Prytaneion gewesen, wo die Ratsherren wohnten, hier die Stoa Poikile. Sie ging durch die marmornen Reste. Von oben blickte der Hephaisto- stempel auf die Agora hinunter. „Da gehe ich gleich auch noch hin“, dachte sie. Auf einmal raschelte es. Sie blickte nach unten. Da, eine Schildkröte suchte nach hinun- tergefallenen Feigen. Vicky betrachtete das Tier. Durch die starke Hitze bewegte es sich recht schnell. Vicky lächelte. Liefen hier einfach so Schildkröten frei herum.
Sie blieb einen Augenblick auf einem Mäuerchen sitzen und beobachtete das Tier. Dann machte sie sich auf zum He- phaistostempel. Sie ging durch die Säulen- halle. Großartig dieser Tempel. Er war so gut erhalten. Sie machte mit ihrem Smart- phone ein Foto nach dem anderen. Dann dachte sie: “Ich muss was trinken, ich kra- xele nun schon seit vier Stunden durch die Agora und bin völlig ausgetrocknet.“ Sie suchte sich ein kleines Kaffee direkt an der Agora und bestellte eine Flasche Wasser. Als sie kam dachte sie: “Komisch das Wasser riecht nach Chlor. Ob es einfach aus der Leitung abgefüllt ist?“ Deutsche Touristen durften das griechische Leitungs- wasser nicht trinken. Aber sie hatte so einen Durst, dass sie sich dachte: “Wird schon alles ok sein!“, und das Wasser in sich hineinschüttete. Ah, das tat gut,. Bald ging es ihr besser. Dann ging sie nochmal hoch zum Hephaistostempel. Wieder ging sie durch die Säulenhallen. Hier bekam
man einen richtig guten Eindruck und ein Gefühl für die Antike. Sie sah von oben auf die Agora hinab. „Toll, die Antike“, dachte sie. An dem Pult vor dem Hephai- stostempel machte sie ein Selfie von sich. Mit dem Hephaistostempel im Hinter- grund. Dann hatte sie genug gesehen. Es war auch schon recht spät. Wenn sie heute Abend mit Panos ausgehen wollte, musste sie sich beeilen. Sie trat den Rückweg an. Nach einiger Zeit hatte sie das Hotel Muse- um wieder erreicht. Sie sprang unter die Dusche und zog sich dann eine Jenas und ein pinkfarbenes T-Shirt an. Ein Sweatshirt legte sie sich über die Schultern und auf ging es zurück Richtung Plaka zum Mo- nastirakiplatz. Kurz vor neun war sie da.
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