Kaas Koop - Auf ein Bierchen

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Kaas Koop vertieft sich plaudernd in ein Gespräch mit seiner flüchtigen Kneipenbekanntschaft Mathis. Facettenreich und amüsant gibt er tiefe Einblicke in die Faszination Rennrad. Ob das Aufblühen seiner Rennradleidenschaft sowie dessen fast jähes Ende im Kampf gegen familiäre Widerstände, seine Optimierungspassion bei Leistungsdiagnostik, Trainingsinfrastruktur und Workout-Psyche, sein strapaziöser, wie unvergesslicher Ausflug in die Vintage-Welt der Nostalgierundfahrt Eroica, seine Reflexion über Gefühle bei der Ausfahrt sowie Begegnungen im Strassenverkehr oder erlebte Rennradträume, der Leser wird mitgenommen auf einer kurzweiligen Fahrt durch die Sonnen- und Schattenseiten des Rennradfahrens. Und manch einer erkennt sich in Kaas Koop sogar selbst wieder. Ein Buch für jeden Radsport-Fan!

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«Mir sind mehr die Rennradasse der Nachkriegszeit ein Begriff.»

«Oh ja, die finde ich auch gut. Wahnsinn, was die damals geleistet haben. Mein Opa – in seiner Jugend ein passionierter Bahnradfahrer – musste mir immer und immer wieder vor dem Einschlafen die Geschichten, Legenden, Anekdoten und Tragödien seiner Radsportidole erzählen. So kletterte ich im Traum wie einst Coppi, Bartali, Anquetil oder Merckx über den Col du Tourmalet, den Col du Galibier oder den Mont Ventoux und jagte in rauschender Fahrt wieder hinab. Fahren wollte ich stets wie Alfredo Binda, dessen Stil so makellos war, dass seine Kollegen behaupteten, er könne 200 km mit einer Schale Milch auf den Schultern fahren, ohne auch nur einen einzigen Tropfen zu verschütten.»

«Wow, das musst Du mal auf Lunge rauchen!«

«Ich rauchte damals nichts auf Lunge, sondern ging gleich damit ins Training. Im Nachhinein war dies allerdings keine gute Idee. «

«Wieso denn? Was ist passiert? »

«Meine Mutter lief Amok aufgrund der immensen Menge an milchdurchtränkter T-Shirts, die ich ihr zum Waschen ablieferte, und das fast täglich. Und wenn man diese nicht sofort wäscht, weisst Du, wie die dann stinken und nicht nur die, sondern die ganze Wäsche – irre! «

«Dazu fällt mir nur der Spruch eines chinesischen Philosophen ein, über den ich jüngst in einem ähnlichen Zusammenhang gestolpert bin: «Hong se whu moah, tse hua wha che tse» – und wie recht er doch damit hat. Aber sag mal, dann haben Dir Deine Grosseltern sicherlich auch Dein erstes Rennrad geschenkt?«

«Nein, leider nicht. Zum Geburtstag bekam ich Bilderbände über die Tour de France, den Giro d’Italia sowie die Frühjahresklassiker. Einmal gab es auch zu meiner grossen Freude ein Maillot Jaune samt gelber Radmütze. Ich trug es wochenlang, bis es mir meine Mutter quasi vom Leib riss. Sie konnte den immer stärker werdenden Gestank an Körperausdünstungen, der sich in meiner Umgebung unmittelbar einstellte, nicht mehr ertragen. Ein Rennrad bekam ich jedoch nie, obwohl es mein sehnlichster Wunsch war. Ich musste es mir letztendlich nach langer, sehr langer Leidenszeit irgendwann einmal selber kaufen.»

«Warum musste es denn unbedingt ein Rennrad sein? Du hättest ja auch mit einem sportlichen City-Rad oder Mountainbike glücklich werden können. Wir hatten früher auch keine Rennräder, sind aber trotzdem gegeneinander um die Wette gefahren.»

«Rennräder sind schon etwas anderes, Unvergleichbares. Rennräder sind formvollendete, anmutige Schönheiten. Insbesondere ihre Nacktheit macht sie zu Schönheiten.»

«Das sage ich über meine Frau auch immer, aber bei einem Fahrrad?»

«Rennräder sind Purismus pur, reduziert auf das Allernotwendigste, um das Maximale zu erreichen. Rennräder sind aerodynamische Konstruktionen, getrimmt auf Kraft und Schnelligkeit. Kann ein Gefühl erhabener sein, als so eine pedalbetriebene Rennmaschine zu erklimmen, wie leicht der Tritt, wie flink die Manövrierbarkeit, wie süss der Gesang der Laufräder auf dem Asphalt, wie giftig das Schnurren der Kette auf den Zahnkränzen, wie triumphierend das Überholen der anderen – man ist schneller, schneller auch als manche E-Bikes, schneller trotz eigenmuskulär erzeugter Reibung auf dem Asphalt, schneller aus eigener Kraft.»

«Ja, wenn das so ist, dann Prost!. Diese spezielle Eingebung war mir bis jetzt verborgen geblieben. Und Deine Eltern, wollten sie Dir denn nicht ein Rennrad schenken?»

«Nein, ein Rennrad blieb für mich lange Zeit Traum statt Wirklichkeit. Für meinen Vater, der aufgrund seiner Kindheit in der bellikosen Zeit von 1939 bis 1945, erst sehr spät zum Radfahren kam, war ein Fahrrad kein Sportgerät sui generis. Es war schlicht und einfach ein nützliches Fortbewegungsmittel für den alltäglichen Gebrauch. Insofern musste es vor allem alltagstauglich und sicher sein, nicht mehr und nicht weniger.»

«Das habe ich meinen Kindern auch immer gesagt und ihnen ein Hollandrad gekauft.»

«Genau, das Hollandrad war auch für meinen Vater die Idealvorstellungen von einem Fahrrad – bequemer Fahrkomfort durch aufrechte Sitzhaltung, robuste und qualitativ hochwertige Verarbeitung, und somit wartungsarm. Für mich kam das Hollandrad jedoch überhaupt nicht in Frage.»

«Da kollidierten ja elterlicher Pragmatismus und jugendlicher Idealismus frontal! Und hast Du nicht versucht, Deinen Vater herumzukriegen?»

«Es gab kein Durchkommen, keine Chance. Gepäckträger, Schutzbleche, Klingel, Kettenschutz, Rücktrittbremse, Reflektoren, Lichtanlage seien nützlich, sicherheitserhöhend und gehörten insofern unabdingbar zu einem Fahrrad. Basta! Auch sei die auf dem Rennrad üblicherweise gebeugte Sitzhaltung sehr ungesund. Rennräder wären zudem nicht robust genug. Sie seien nicht gemacht, um über Bordsteine zu springen und liessen sich nur auf asphaltierten Wegen verwenden – welcher Junge fährt dort schon?!?. Schotterpisten, Wiesenpfade, Feldwege und dergleichen wären mit einem Rennrad nicht befahrbar. Kurzum: ich verbrachte meine Jungend auf Pucki-Kinder- und diversen Jugendfahrrädern, die einem Unfall, diebischen Zugriffen oder liebloser Haltung zum Opfer fielen.»

«Aber in der Studienzeit hast Du Dich dann sicherlich von Deinem Vater derart emanzipiert, dass Du Dir das erste Rennrad gekauft hast.»

«Nein. Während meiner Studienzeit kühlte die Rennveloleidenschaft deutlich ab. Das Auto war das Transport- und Reizmittel der Stunde. Daneben liess mein knappes Budget keine Sprünge zu. Ich hatte zwar einige Drahtesel, der Fuhrpark blieb aber auf gebrauchte Standard- und Klappräder beschränkt. Dies änderte sich erst zu Beginn meines Berufslebens. Und trotzdem war der Weg zum ersten Rennrad noch weit»

«Wieso denn das? Was stand den jetzt noch im Wege? Doch nicht etwa eine Frau?«

«Genau.»

«Wie das? Mensch, Kaas, erzähl!»

«Der tägliche Weg zur Arbeit führte mich an einem Bianchi-Shop vorbei. Hier musste ich stets innehalten. Aber nicht nur das: Ich drückte mir die Nase am Schaufenster platt, zu aufregend war die jeweils ausgestellte Parade neuester Rennvelos aus der Mailänder Fahrradschmiede.»

«Und ich dachte schon, Du hättest Dich in die Verkäuferin verguckt.»

«Der putzige Bianchi-Laden übte auf mich eine magische Anziehungskraft aus, die selbst durch eine odysseus’sche Selbstknebelung nicht überwunden worden wäre. Bianchi-Rennräder liessen schon immer mein Herz höherschlagen. Hinzu kam, dass jetzt auch Jan Ulrich – mein damaliges Rennidol – im Bianchi-Team fuhr.»

«Bianchi-Räder sind doch immer in so einem komischen Türkis lackiert?»

«Celeste – ein helles Grünblau – ist der untrennbar mit Bianchi verbundene Farbton. Dabei handelt es sich um eine Lackierung, die einer Legende zufolge der Augenfarbe der italienischen Königin Margherita glich. Firmengründer Edoardo Bianchi lehrte sie in den frühen 1890er Jahren das Radfahren. Celeste war die Farbe meines Lieblingsbikes, Celeste war insofern auch ich!»

«Was soll das denn schon wieder heissen, Celeste war auch ich! »

«Celeste schmückte meine Bianchi-Armbanduhr und zog sich durch meine Fahrradklamotten. Celeste sollte jetzt auch die Farbe meines Fahrrads werden – eines Bianchi-Rennrads. Das wurde mir immer deutlicher klar, je öfter ich an dem Laden meiner Begierde vorbeitrödelte.»

«Ok, schön und gut, doch was ist denn nun mit der Frau, die das vereitelte?»

«Es zog mich also eines Tages zur besten Mittagspausenzeit unwiderstehlich in den Bianchi-Shop, allerdings nur zum Schnuppern. Der herbeigeeilte Verkäufer hatte indes leichtes Spiel mit mir. Urplötzlich wurde aus Anschauen, Streicheln, Staunen, Ausmessen, Anprobieren, Auswählen.»

«Das kenne ich, aber in einem anderen Zusammenhang.»

«Es endete mit dem Kauf eines brandneuen Bianchi Veloce Rennrads, natürlich in Celeste. Noch leicht verdattert angesichts meiner letztendlich zugreifenden Entscheidungsfreudigkeit verliess ich den Laden. Doch schon bald ergriff mich eine Vorfreude auf diverse Rennradtouren, die es nunmehr in Angriff zu nehmen galt. Gleichwohl blieb auch ein flaues Gefühl in der Magengegend zurück: Was würde Susi wohl sagen?»

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