Helmut Lauschke - Maßstäbe

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Menschliche Schicksale werden verfolgt, die über die Grenze der «Normalität» hinausgehen. Die Anforderungen des Alltags sind hoch, denen nachzukommen ist, um die Aufgaben zu erfüllen. Dialogische Begegnungen finden statt, die oft unvorhergesehen sind und Anlass zur Reflexion und Analyse geben. Die Gesellschaft ist im permanenten Wandel, wobei der Mensch die Richtung des Wandels bestimmt. Der Leser wird sich der herausragenden Bedeutung bewusst, die die Schilderungen des Abnormalen und Unabwendbaren bis auf den Tag behalten haben. Es gibt wenig Zweifel, dass die Gesellschaft unter der Profitmaximierung, was Inhalt des Kapitalismus ist, krank geworden ist und tiefe Risse aufweist, die durch alle Schichten des Volkes ziehen. Die Menschlichkeit des Helfens ist rar geworden, wenn Menschen ums Überleben ringen. Das Tragenwollen der Verantwortung ist verkümmert. Jeder sucht die Schuld woanders, nur nicht bei sich. Die Konsequenzen, die aus dem Sich-unsichtbar-machen mit der Angst resultieren, zumindest die Teilverantwortung für die prekäre Situation zu übernehmen, gehen mit dem Mangel der praktizierten Menschlichkeit und dem Grassieren des allgemeinen Misstrauens einher. Die Friktion mit den quer durch die Gesellschaft ziehenden Rissen und Existenzabbrüchen, wie sie auf dem Arbeitsmarkt mit der zunehmenden Arbeitslosigkeit beobachtet wird, brennt den noch verbliebenen Rest an Menschlichkeit nieder."

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Nun liegt die Apartheid im Sterben. Das lange Leid muss mit dem Tod eines politischen Monsters zu Ende gegangen werden. In der Erinnerung wird bleiben, dass das Trennsystem weiß aufgezwungen und skrupellos war und viele weiße Gefolgsleute hatte, denen die Skrupellosigkeit in den Kram passte, um sich auf Kosten der anderen, der Mehrheit der Rechtlosen zu bereichern. Die opportunistisch gemeinen, meist gut gekleideten Schmarotzer haben durch ihr Nie-genug-kriegen viele Menschen ins Elend gestürzt und sie im Schlamm der Armut und im Siechtum achtlos verkommen lassen. Sie wussten es und machten mit. Deshalb muss das Ausbeutungssystem frühkapitalistischer Prägung sterben, damit es danach und hoffentlich gesitteter zugeht. Es wird schwer sein, sich zurechtzufinden, wenn es beim Recht nicht mehr mit unrechten Dingen zugehen soll. Im Denken und Handeln müssen neue Wege gefunden und gegangen werden. Das wird für die Weißen ungewohnt und nicht ohne Schmerzen sein.

Für den Buren gibt es keine Zufälligkeiten. So etwas lehnt er von vornherein ab. Er spricht von Arbeit und Fleiß, besonders dann, wenn er die Arbeiter auf den Farmen und Feldern schuften und schwitzen sieht. Den Stock zur ‘Auf- und Übersicht’ hält er in der Hand. So waren es Fleiß und Willen, die dem Buren den Wohlstand verschafften, was niemals der Zufall war. Die Buren halten die Macht bis zuletzt fest und eisern in ihren Händen. So sollte es ja bleiben bis in alle Ewigkeit. Die anderen Weißen, für die Afrikaans die zweite Sprache, Englisch oder Portugiesisch aber die erste Sprache war, haben sich ihnen in opportunistischer Weise angeschlossen, da auch sie erkannt hatten, wie Wohlstand mit dem geringsten Kostenaufwand zu schaffen war. Sie haben von den Buren das Rezept der Ausbeutung meist ohne größere Modifikation übernommen. So unterschied sich ihre Art von der burischen vielleicht durch die größere Toleranz den Schwarzen gegenüber, was mit der offeneren Denkweise und dem freieren kulturellen Hintergrund der größeren intellektuellen Öffnung in einer liberaleren Lebensphilosophie seit der Aufklärung zu erklären ist, was dem engen calvinistischen Gehorsamsprinzip gegensätzlich war.

Dagegen gab es im existentiellen Kern keinen Unterschied. Auch diese Weißen lebten auf Kosten der Schwarzen, hatten sie niemals als gleichberechtigt erachtet, sie nie als Menschen eingestuft, denen die gleichen Menschenrechte zustanden wie ihnen selbst, weder bei der Erziehung und Bildung, noch beim Recht auf Arbeit und ein menschenwürdiges Zuhause. Der, dem das Recht genommen wurde, als Mensch geachtet zu werden, musste sich damit abfinden, sein Leben als billigste Arbeitskraft für den Weißen herzugeben. Dabei musste sich der Schwarze von dem Gedanken befreien, dass es für ihn und seine Familie jemals ein Leben geben würde, in dem es Sicherheit und Chancen des Aufstiegs mit den Aussichten auf eine lebenswerte Zukunft für seine Kinder gab. An einem bescheidenen Wohlstand sollte er erst gar nicht denken, das sollte er sich gleich und gründlich aus dem Kopf schlagen. Er war nicht in diese Welt geboren worden, um so etwas erwarten zu können. Denn es entsprach nicht dem europäischen Denken, und auch nicht dem, was Europäer von den schwarzen Rassen erwarteten, als sie Afrika zwecks Kolonisierung 1884 in Berlin unter den europäischen Mächten aufteilten.

Dass der Verheerungsgeist sich tief in den Hirnwindungen der weißen Köpfe festgesetzt hatte, konnte deshalb nicht verwundern. Dass aber der Zerstörungsgeist die Köpfe im Machtstreben bis zum unmenschlichen Wahnsinn trieb und die Machtbesessenheit noch in den von der Alzheimer-Krankheit geschrumpften Windungen neben anderweitigen Verkalkungen nachweisbar war, das ging doch zu weit. So war die Macht-Parabel über Aufstieg und Fall des weißen Mannes ein Musterbeispiel für den Kreis, wo Bildung und politische Einbildung als die zwei Punkte auf dem Kreisumfang hintereinander herjagten, sich aber nie berührten und schon in der ersten Ableitung der Differentialgleichung zu einem Nichts verschwanden. Da war die Sprache der Vernunft für die Parabel erst einmal zu suchen, und wenn sie gefunden wurde, musste sie neu zu sortiert werden.”

“Doch was hilft das den Schwarzen, die sich auf eine Ewigkeit ohne Hoffnung einzustellen haben?”, fragte Ferdinand.

Wenn die Sonne der Kultur tief steht, werfen selbst die Zwerge lange Schatten. [Karl Kraus]

Der Tag und seine Dimensionen

Die Amerikaner wählen am 4. November 2008 den Demokraten Barack Obama (47) zum 44. Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika. Er ist der erste schwarze Präsident in der Geschichte der USA, der den Republikaner George W. Bush nach zwei Amtszeiten von je vier Jahren im Weißen Haus ablöst. Barack Obama ist Sohn eines kenianischen Vaters und einer weißen Mutter, einer Amerikanerin, die früh an einem Krebsleiden verstarb. Großgezogen hat ihn die Großmutter mütterlicherseits, die am Tage vor der Präsidentschaftswahl in einem Hospital auf Hawai einem langen Leiden erlag.

Die Welt steckt in einer schweren Wirtschaftskrise, die der Rezension der zwanziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts entspricht. Großbanken erklären den Bankrott. In den letzten Tagen seiner Amtszeit paukt George W. Bush ein 700 Milliardenpaket zur Stützung der Banken und schwer angeschlagenen Wirtschaft durch den Senat und das Repräsentantenhaus. Der Irakkrieg, der 2002 unter der falschen, beziehungsweise gefälschten Annahme von Massenvernichtungswaffen inszeniert wurde und zum Sturz des sunnitischen Diktators Sadam Hussein und zu zigtausenden von Toten geführt hat, geht auch 2008 weiter, ohne dass ein Ende abzusehen ist. Die Amerikaner haben bei den Kämpfen im Irak an die 4000 Soldaten verloren. Über 30 000 Soldaten wurden schwer verwundet. Die Briten im Süden des Landes (Basra) haben einige hundert Soldaten verloren. Die Taliban in Afghanistan ist nach einem vier Jahre andauernden Krieg ungeschlagen, in der Logistik und in den Waffen stärker geworden und fordert immer höhere Verluste auf der Regierungsseite (Präsident Kazai) der Koalitionstruppen (Amerikaner, Briten, Deutsche, Franzosen, Polen). Der Ölpreis hat sich in einem Jahr verdoppelt. Die Kostenexplosion für Nahrungsmittel und in der Lebenshaltung im Allgemeinen ließ nicht auf sich warten. Hausbesitzer können ihre Bankschulden und Darlehen nicht zurückzahlen. Weltweit entlässt die Autoindustrie zu Tausenden die Arbeiter und Angestellten. Nicht anders ergeht es den Bankangestellten. Es wird umstrukturiert und neu strukturiert.

Barack Obama führte den fast einjährigen Wahlkampf gegen den republikanischen Herausforderer John Mc’Cain (72) unter dem Motto: “Change for America”. Im ANC (African National Congress) kommt es zur Spaltung. Alte Mitglieder sind empört, wie das Exekutivkomitee des ANC Thabo Mbeki im September 2008 aus dem Amt des Staatspräsidenten entfernt hatte. Morgan Tsvangirai von der ‘Movement For Democratic Change’ und Robert Mugabe (84) von der SANU-PF, der seit 26 Jahren als Präsident die Belange Simbabwes und seiner Menschen diktiert, sich selbst dabei übergebührlich bereichert hat und die einstige hoch entwickelte Infrastruktur auf den Ruin gebracht und aus der ehemaligen Kornkammer des südlichen Afrikas ein Hungerhaus des Elends und der Not gemacht hat, ringen im November 2008 um eine faire Machtverteilung, nachdem die Präsidentschaftwahlen bereits im März mit einem Sieg der ‘Movement For Democratic Change’ abgelaufen waren. Robert Mugabe erklärt öffentlich, dass, was auch kommen mag, ihn keiner aus dem Präsidentenamt vertreiben könne. Polizei und Schlägertrupps der Mugabe-Partei schlagen auf die Menschen der Opposition und auf wehrlose Menschen ein, die sich über die leeren Regale und unerschwinglich hohen Preise beklagen. Millionen Simbabwer fliehen nach Süd Afrika, Sambia und Tansania. Die internationale Hungerhilfe wird in ihrer Aktion behindert. Mugabe wirft den Hilfsorganisationen vor, dass sie politisch agieren und ihn aus dem Präsidentenstuhl heben und entfernen wollen.

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