Bonobo: Ich bin abgestumpft. … Man muss es ja auch so sehen, dass Kinderstrich in keinem wirklich geschützten Rahmen mehr ist. Was natürlich hätte passieren können, ist, dass ich jederzeit an den Falschen gerate. Was hin und wieder mal vorkam, war, dass Kinder mit blauen Augen zurückgekommen sind, weil sie an den Falschen geraten sind. Diese Gefahr hat eigentlich immer bestanden. Ich hatte das große Glück, dass ich nie zu so einem Kerl rein musste, weil mir so einer nicht begegnet ist.
HMV: Es gibt also Freier, die nicht mit Analverkehr zufrieden sind, oder damit, dass ihnen einer geblasen wird etc., die wollen Gewalt ausüben?
Bonobo: Entweder pure Gewalt ausüben oder die haben hinterher, nach der Preisverhandlung, etwas verlangt, wo man halt einfach nicht wollte. … Dann sind die erst mal brutal geworden. – Wie gesagt, mir ist es so nie passiert – aber Anderen! Also man unterhält sich auf dem Strich. Das ist ja nicht so, dass da jeder nur für sich lebt. … Und es gibt natürlich Freier, die Autos kennt man, von weitem schon, und dann haut man ab! Da steigt man einfach nicht ein, weil man weiß: „Der wieder!“
HMV: Wird der Babystrich auch von Frauen besucht?
Bonobo: Ich hab keine gesehen! Ich persönlich nicht, bei mir hat auch nie eine angehalten. Mag sein, dass mal welche dabei waren. Ich hab das so nicht feststellen können.
HMV: Das fing also mit 11, 12 an und ging bis 17.
Bonobo: Ja.
HMV: Was veränderte sich? Sie wurden ein junger Mann. Ich vermute, im Laufe der Zeit passten Sie nicht mehr in das „Beutemuster“ von Pädophilen.
Bonobo: Da gab es die Schwulen auch noch. Aber da kommen wir später drauf. Ich würde sagen, ich erzähle mal von meinem letzten Freier, weil das doch sehr interessant ist. Da hat es einen ganz gewaltigen Umbruch meines Lebens gegeben. Darf ich ein bisschen ausholen, dann wird es etwas klarer. – Ich bin 17 Jahre alt, ich steh' am Straßenstrich, es hält ein Rolls-Royce an, ich steig da ein, es sind 250 Mark ausgemacht, ich fahr mit dem ins Hotel. … Das war ein Araber oder irgendwie so ein Volk. [räuspert sich] Analverkehr. Also er springt da auf mir herum, da fängt seine Uhr an zu piepsen, da steigt der von mir runter, schüttelt seinen Gebetsteppich aus, knallt sich dort hin, macht Allah, Allah. Ich geh davon aus: „Okay, das war's!“, nehme meine 250 Mark, will raus. Dann hält der mich fest, macht da herum. Ich hab dann gesagt: „Ja komm, wenn du jetzt doch weiter machen willst, dann kostet das nochmal Geld!“ Da haut der mir eine rein. Irgendwie ist da die Sicherung raus geknallt und ich hab ihn dann einfach anständig verdroschen. Hab ihn ausgeraubt, ich glaube es waren 10.000 Dollar und 5.000 DM, so um den Dreh. Also um die Fünfzehn-, Sechzehntausend. Er wollte mich wieder festhalten. Dann hab ich ihn – muss ich zugeben, mit Wonne!, ins Gesicht getreten. Das Blut ist da herumgespritzt, er hat geschrien … Das hat mich regelrecht befriedigt! Das war so richtig eine Wohltat! … Dann kommt da noch so ein Motapoduk da rein, will mich da auch festhalten. Dann hab ich den auch, erst in den Magen getreten, dann, ja, weil es einfach Spaß gemacht hat, direkt nochmal ins Gesicht. Daraufhin bin ich dann ab! Ich bin zu dem Zuhälter, hab dem das Geld vor die Füße geschmissen …
HMV: … Das geraubte Geld?
Bonobo: Ja. Und hab gesagt: „So. Und das war's für mich, ich mach das nicht mehr!“ Da war er ja natürlich auch nicht damit einverstanden, wollte auf mich los. Dann hab' ich mich entsprechend gewehrt, hab' auch wieder genüsslich getreten. Dann kamen die Anderen, ich schnappte mir eine Eisenstange. Wie die da so um mich herumstanden, hab ich mich im Kreis gedreht, einen hab ich getroffen … Später habe ich erfahren, ich habe ihm das Auge ausgeschlagen – wobei ich stolz drauf bin, auch heute noch! … Ja! … Dann bin ich nachhause gefahren. Ein paar Stunden später steht Gilbert vor der Tür! … Nun ja! … Hat er mich ins Auto gesetzt. Dann sind wir zu seinem Bruder gefahren.
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