Thomas Garbe - Naturphilosophie der Ernährung

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Naturphilosophie der Ernährung ist ein populärwissenschaftliches Werk, das objektive Tatsachen und subjektive Erfahrungen so vermengt, dass sie eine biologisch stimmige und ästhetische Lebenspraxis begründen. Der Rückgriff auf vernünftig belegte aber dennoch kontroverse umstrittene Thesen und Fakten ist dabei unvermeidbar – weil Nahrungsmittel- und Pharmaindustrie ganz großes Geschäft sind.
Die industrielle Verarbeitung von (Feld)Früchten resultiert in Nahrungsmittelextrakten, wie zum Beispiel Zucker, Weißmehl, Pflanzenöle, Proteinpulver. Essen, das solche Extrakte enthält, täuscht den Essinstinkt, der entscheidend auf Geruch und Geschmack beruht. Der Essinstinkt funktioniert auch beim modernen Menschen der Industriegesellschaft zuverlässig, aber nur solange wie die Nahrung vollwertig ist. Nahrungsmittelextrakte haben die natürliche Balance der Nährstoffe verloren. Die Täuschung des Essinstinkts führt zu vermehrter und zu falscher Nahrungsaufnahme. Das Buch erklärt die resultierende Anfälligkeit für subklinische, akute und chronische Erkrankungen.
Neu im Genre der Diätratgeber ist die ungezwungene Einführung in die formale Chemie der Nahrungsmittel. Ihre Strukturformeln bestimmen Denken und Zielsetzung in der Nahrungsmittelindustrie, und bilden ihr wissenschaftliches Medusenhaupt. Sich nicht länger vor ihnen mit Grauen abzuwenden, sondern ihnen mit Verständnis und Interesse standzuhalten, heißt der Medusa den Kopf abzuschlagen. Formales Verständnis für Naturstoffe befähigt zur Informationsbeschaffung, Kritikfähigkeit und Selbstsicherheit, um biologische Erfordernisse und pathogene Vorgänge autonom beurteilen zu können. Es erlaubt den Ausgang aus diätetischer Unmündigkeit und propagandistischer Bevormundung. Zuversichtliches Verstehen und Handeln im Sinne lokaler vorindustrieller (traditioneller) Ernährung befreit von Zukunftsängsten und Stationierung in Krankenhäusern und Pflegeheimen.

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Tote Materie kann nur durch Einfluss von lebender Materie lebendig werden. Dies deucht mich ist ein so gewisser Lehrsatz der Wissenschaft wie das Gravitationsgesetz.

Bei dieser Sicht klingt schon deutlich eine Absage an das geozentrische Weltbild des Aristoteles an, wonach das Leben auf der Erde entstanden sein muss. Herman von Helmholtz sagt es 1872 ganz deutlich (Wickramasinghe und Hoyle 2001):

Wenn all unsere Versuche zur Bildung von Organismen aus unbelebter Materie fehlschlagen, dann deucht es mich wissenschaftlich völlig korrekt die Frage zu stellen, ob Leben jemals entstanden ist, und ob nicht Samen von einem zum andern Planeten getragen wurden und überall sich entwickelt haben, wo sie auf fruchtbaren Boden fielen.

Konsequent und systematisch betrachtet ist der Planet Erde den Gärflaschen Pasteurs analog, und sollte zu seiner Belebung genau wie jene eines Inokulums bedurft haben, denn die Erde war in ihren frühen Tagen nicht so viel anders, als dass es heute im Labor nicht modelliert werden könnte, und noch dazu unter viel günstigeren Bedingungen.

Wenn alle Lebewesen auf unserer Erde, die aufgrund ihrer identischen molekularen Bausteine einen gemeinsamen Ursprung haben sollten, auf Panspermium aus dem Weltall zurückgehen, dann erhält das Leben eine ganz andere, größere – eine kosmische Dimension. Diese wird den Astronomen Wickramasinghe und Hoyle (2001) zufolge von den ältesten Überlieferungen vedischer und buddhistischer Lehren vorausgesetzt:

Leben wird angesehen als eine Eigenschaft die dem unendlichen zeitlosen und ewigen Universum innewohnt.

Jede Antwort auf die Frage nach dem Leben wäre unvollständig ohne eine Bemerkung über die Evolution – die Weiterentwicklung des Panspermiums zu neuen und komplexeren Arten. Der amtlich verordneten Evolutionstheorie, dem Neodarwinismus, kann der gesunde Menschenverstand nicht folgen, wonach nichts als zufällige Variation und Auslese die Evolution treibt. Eine kreative Kraft ist unabdingbar, da es nicht nur unwahrscheinlich ist, durch Zufall Sinn zu erzeugen – es ist ganz und gar ausgeschlossen, da die Möglichkeiten für Unsinn grenzenlos sind, für Sinn aber streng begrenzt. Rudolf Steiner hält es für evident, dass Geist nur von Geist kommen kann.

Der Wiener Kardinal Christoph Schönborn hatte im Jahr 2005 durch einen Gastkommentar in der New York Times eine internationale Debatte ausgelöst, wo er den Standpunkt äußerte:

"Evolution im Sinne einer gemeinsamen Abstammung kann wahr sein, aber Evolution im neodarwinistischen Sinne – als ungeleiteter, ungeplanter Prozess zufälliger Variation und natürlicher Selektion – ist es nicht".

Obwohl ein Mann der Kirche als nächstes einen Schöpfer ins Spiel bringen muss, einen intelligenten Designer, ist Schönborns Standpunkt bis hierher naturwissenschaftlich unanfechtbar; er formuliert die Essenz der traditionellen kontinentaleuropäischen Evolutionslehre. Diese lebt fort in der von den Zoologen Neil Eldredge und Stephen Gould entwickelten formalistischen (oder strukturalistischen oder internalistischen) Evolutionstheorie des punktierten Gleichgewichts (Gould 2002). Punktiertes Gleichgewicht besagt, dass Spezies ihren Ursprung in geologischen Momenten (Punktationen) haben, und dann ihr langes Dasein in Stasis unverändert überdauern. In Zahlen ausgedrückt liegt eine Punktation in der Größenordnung von zwölftausend Jahren, und Stasis in der Größenordnung von 100 Millionen Jahren.

Der entscheidende empirische Anstoß zu dieser Theorie liegt in den paläontologischen Befunden, die unverändert die gleichen fossilen Spezies demonstrieren ‒ in den tiefsten (ältesten) Sedimenten, bis zu den obersten (jüngsten), um unvermittelt (punktiert) von neuen Spezies abgelöst zu werden.

Die Theorie des punktierten Gleichgewichts bedeutet einen radikalen Wechsel vom rein funktionalistischen (oder adaptationistischen, oder externalistischen) Neodarwinismus, welcher sich bloß für Erbeigenschaften interessiert, und großes Vertrauen in die Kraft der natürlichen Auslese setzt. Das adaptationistische Programm identifiziert die Evolution neuer Arten mit der graduellen Ansammlung von kleinen zufälligen genetischen Änderungen über lange Zeiträume hinweg (Gradualismus), ein Prozess, der oberflächliche Modifikationen des Bauplans erklären kann, aber nicht den Entwurf des Bauplans selbst (Gould und Lewontin 1979).

Während Gould und seine Kollegen die Forderung der Kontinentaleuropäer nach einer internen Evolutionskraft ängstlich als "nahezu Mystizismus" abtun, weisen sie ebenso die Sicht zurück, dass natürliche Selektion der effizienteste und im wesentlichen der einzige bedeutende Prozess evolutionärer Veränderung sei.

Eine logische Forderung des punktierten Gleichgewichts ist ein plötzlicher (punktierter) Anstieg genetischer Veränderungen während der Entstehungsphase einer neuen Art (Speziation). Die Veränderungen müssen sich auf der chromosomalen Ebene durch das Auftreten vieler neuer Mutationen manifestieren, die keineswegs zufällig entstehen müssen. Nach dem schweizer Mikrobiologen Werner Arber (2000) ist es eine weitverbreitete Meinung, dass Varianten durch Beschädigung der genetischen Materie (DNS) entstehen, oder durch Irrtümer und Fehler während der DNS-Verdoppelung (Replikation). Der Nobelpreisträger Arber hält diesem neodarwinistischen molekularen Gradualismus sein ultimativ punktiertes Konzept der "Evolutionsgene" entgegen, deren Produkte zum Nutzen der biologischen Evolution der Population wirken.

Dieses Postulat ist eine neodarwinistische Häresie, da darwinistische Selektion effektiv nur beim Individuum ansetzt, niemals bei der Population, und zwar deshalb nicht, weil Darwin den die Evolution treibenden Kampf ums Überleben notwendig zwischen den Individuen einer Spezies sah.

Der Neodarwinismus hat die Ebene des Kampfes bis hinunter auf die molekulare Ebene der individuellen Gene gebracht, und redet von selbstsüchtigen oder parasitären Genen, und von durch sie ausgelösten illegitimen Rekombinationen: Ansichten von biologischen Aktivitäten, die Arbers internalistische Logik scharf zurückweist, und durch die Aktion von Evolutionsgenen erklärt.

Das Konzept der Evolutionsgene impliziert, dass sie reguliert sein müssen, und nur in Zeiten besonderer Not aktiv werden dürfen – sonst könnte es keine stabilen Arten geben. Beispielhaft dafür sind Experimente an Mikroben, die durch toxische Lebensumstände Mutationen induzieren können – in nahezu jeder einzelnen Mikrobe. Massenhaft auftretende Mutanten wurden zuerst in jahrzehntealten Bakterienkulturen nachgewiesen (Naas et al. 1994), dann in Kulturen, die in dürftigem synthetischem Minimalmedium um 10.000 Generationen vermehrt wurden (Papadopoulos et al. 1999), und zuletzt in frischen Kulturen, die mit hoch-toxischen Inhibitoren behandelt wurden (Garbe et al. 2004). Das innerhalb weniger Stunden massenhafte Auftreten von (Transpositions-)Mutanten indiziert die Verwicklung mit dem altbekannten Phänomen der Enyzminduktion ( siehe Abb. II-1).

Die genetische Besonderheit von quasi jeder einzelnen Bakterienzelle führt direkt zu den Krebszellen, deren extreme genetische Instabilität bereits lichtmikroskopisch an ihrer variablen Chromosomenstruktur abgelesen werden kann (Abb. II-4); sie geht so weit, dass jede einzelne Krebszelle sich von ihren benachbarten Krebszellen genetisch unterscheidet – auch von ihrer Elterzelle. Dieser Befund wurde als Aneuploidie schon im frühen 20. Jahrhundert von dem deutschen Zoologen Theodor Boveri als Krebsursache vorgeschlagen. Beide Zustände lassen sich chemisch induzieren – allem Anschein nach mit identischen Chemikalien. Dass chemische Karzinogene, Aneugene und Transposogene identisch sind ist zu erwarten, weil die genetische Wirkung solcher Chemikalien auf der Erzeugung von immer wieder identischen Metaboliten beruhen dürfte; von Signal-Metaboliten, die ultimativ die Evolutionsgene aktivieren. So verstanden wäre Aneuploidie (Krebs) der unautorisierte Versuch einer einzelnen Zelle, sich einer erdrückend toxisch gewordenen Umwelt anzupassen – durch die Induktion von Mutationen, die vielleicht doch noch, in letzter Instanz, ein Weiterleben ermöglichen.

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