Manfred Protz - Nur Tote träumen nicht

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Tom hat den Traum, mit seiner Geschäftsidee die Märkte der Welt zu erobern. Er leiht sich Geld und gründet eine erfolgreiche Firma. Durch Betrug seines Bankmanagers Morretti wird er seiner hoffnungsvollen Zukunft beraubt. Als auch sein Traum von Gerechtigkeit durch die Justiz platzt, ist er ein Nichts. Dann kreuzen sich die Lebenswege von Tom und der Journalistin Isa in einem schicksalsträchtigen Augenblick. Sie produzieren mit Hilfe der Medien Fake-News und machen so aus seiner privaten Tragödie ein Schauspiel allgemeinen Interesses mit ungeahnten Konsequenzen für Morretti und auch Unbeteiligte. Die Geschichte erzählt vom Aufbegehren gegen die Götter unserer Zeit und von Wegen der Vergeltung, die mit außerordentlichem Mut, Fantasie und postfaktischen Waffen beschritten werden.

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Im Eingangsbereich öffnete er mit seiner App den Kunstkatalog und wählte die Grafik WHAMM! von Roy Lichtenstein. Mit einem Touch machte er die konkave Glaswand vor der Designerküche zu einer Art Wall, auf der die Grafik Zwei Jagdflugzeuge im Gefecht leuchtete. Wie eine Blutlache spiegelte sich das Rot eines explodierenden Jets auf dem glänzenden Nussbaumholz des Fußbodens.

Als Roman Morretti die Virtual Tour durch sein zukünftiges Penthaus beendete, fiel sein Blick auf die zartrosa Blüten der Magnolie vor seinem Fenster. Er beschloss den Baum, dessen Blüten er so liebte, in seinem Dachgarten, hoch über New York, zu pflanzen. Bei diesem Gedanken fiel ihm Shirin ein, seine exotische Ex-Geliebte. Sie würde nicht mit ihm gehen, obgleich sie den Luxus liebte und sich auch in New York zuhause gefühlt hätte. Zu viel war zwischen ihnen vorgefallen, von dem sie das wenigste wusste. Zum Glück, dachte Morretti, und erlebte den Anflug eines Schuldgefühls, das es aber gleich mit dem Gedanken vertrieb, dass man nicht alles haben konnte. Sie nicht und auch er nicht.

Das Klingeln des Telefons unterbrach seine Überlegungen. Mirko Graf aus der Zentrale war in der Leitung.

„Hallo Roman, gratuliere zum neuen Job in New York.“

„Danke, Mirko, er ist nicht neu. Es ist ein Comeback“ antwortete Morretti und fragte sich, warum Graf anrief.

„Ja, du hast zu den Zockern gehört, die uns fast das Genick gebrochen haben. Nur ihretwegen hängen wir am Tropf des Finanzministers.“

Morretti erwiderte: „Du weißt hoffentlich, dass ich schon lange vor dem Crash zurückgekommen bin und hier jeden gewarnt habe. Wenn ich drüben bin, wird sich einiges ändern. Das Konzept habe ich bereits. Das Stichwort lautet: Kulturelle Intelligenz!“

„Hört sich gut an. Ich wünsche dir alles Gute. Du wirst dort mit Änderungen wenig Freunde finden.“

„Warum rufst du eigentlich an?“ fragte Morretti.

„Es geht um eine delikate Angelegenheit.“

„Delikat?“

„Du weißt doch noch, dass wir letztes Jahr in den Filialen bei Firmenkrediten einen Verlust von 320 Millionen verbucht haben?“

„Die Kredite meiner Filiale waren ok“, entgegnete Morretti.

„Das stimmt. Aber die Verluste der anderen haben zu einer neuen Situation geführt.“

Morretti wurde hellhörig und versuchte seine Unruhe zu verbergen als er nachfragte: “Welche neue Situation, Mirko?“

Mirko Graf registrierte Morettis neue Tonlage und antwortete gedehnt: „Es geht da auch um deinen neuen Job.“

„Um meinen neuen Job?“ fragte Morretti.

„Das Limit für die Vergabe von Firmenkrediten in den Filialen ist vom Vorstand auf eine Million Euro gesenkt worden. Bis zum Jahresende wandern die Firmenkredite, die darüber liegen, in meinen Bereich“ sagte Graf genüsslich, und machte eine Pause, um eine Reaktion zu bekommen. Aber Morretti schwieg.

Graf fuhr fort: „Wir müssen auf die Bremse treten. Vier-Augen-Prinzip. Du verstehst?“

„In der Filiale nur noch Kredite bis einer Million? Mir kann´s ja eigentlich egal sein. Es wird viel Arbeit in Frankfurt anfallen und viele Kunden werden abwandern. Die Volksbanken und Sparkassen werden sich freuen.“

„Mag sein. Ich wollte dich nur vorwarnen. Wir werden genau hinsehen müssen. Für die Übergabe der Kredite machen wir noch einen Termin aus. Die zentrale Personalabteilung wird sich auch noch melden. Beim Personalabbau in den Filialen sind noch einige Renditepunkte drin.“

Dann legte Mirko Graf auf.

Roman Morretti war geschockt. Würde Graf seine Kreditvergabe überprüfen, säße er in New York auf einem Pulverfass. Er musste seine Altlasten noch vor seinem Sprung über den großen Teich beseitigen.

Dann rief er Dr. Beuter an.

Dr. Beuter besaß graues volles Haar und eine Figur wie ein Diskuswerfer. Er war Chef der Landes-Bürgschaftsbank. Vom Typ höherer Beamter, sich einer sicheren Zukunft gewiss, nicht einer, der ohne Netz auf der Karriereleiter turnt. Sein Vater leitete diese Bank mehr als ein ein Jahrzehnt. Sie gehörten der FDP an, dem kleinen Koalitionspartner, deren Personal diesen Job traditionell besetzte. Sein Vater hatte ihm mit auf den Weg gegeben, die Bank so zu nutzen, dass die begabten jungen Leute, die sich in den Schulen und der Universität des Landes das Rüstzeug geholt hatten, nicht nach Kalifornien auswandern mussten, sondern sich in ihrer Heimat als innovative Unternehmer verwirklichen konnten. Gemäß dieser Maxime hatte sein Vater schon mit dem Vorgänger von Roman Morretti ein Geschäftsmodell entwickelt, bei dem es um die Beschaffung von Risikokapital für Firmengründungen ging. Kurz gesagt bestand es darin, dass die private Primabank in dieser Landeshauptstadt auch mittellosen jungen Leuten, mit einer sehr guten Geschäftsidee und einwandfreiem Leumund, die vom Bund subventionierten Kredite ohne die banküblichen Sicherheiten vermittelte und die Bürgschaftsbank des Landes für diese Kredite die Bürgschaft übernahm. Der Trick dabei war eine spezielle Methode der Beleihungswertermittlung. Die Primabank bewertete den Wert vorhandener Sicherheiten wesentlich höher als der bei Insolvenz am Markt zu erwartende Verwertungserlös sein konnte und das Agreement lautete: Geht eine Firma Pleite, bei der bankübliche Sicherheiten fehlen, werden die Bürgschaftszusagen eingehalten, als sei alles in Ordnung.

Durch dieses Modell wurden im Land Arbeitsplätze geschaffen, die bei legaler Kreditvergabe nicht entstanden wären. Für das Land war der Saldo von Bürgschaftsleistungen und Steuereinnahmen durchaus positiv. Die Primabank verdiente gut durch die Vermittlung und Betreuung von refinanzierten und oft durch Vergabe eigener Kredite. Junge Leute ohne bankübliche Sicherheiten konnten Firmen ohne Einflussnahme privater Kapitalgeber gründen. Insgesamt war es für alle Beteiligten eine Win-Win-Situation.

Durch dieses Modell war mit den Jahren vor den Toren der traditionsreichen Universitätsstadt ein kleines Silicon Valley entstanden. Dr. Beuter würde aufgrund seines Erfolges beim Wachstum der Arbeitsplätze und Firmenansiedlungen nach der nächsten Landtagswahl als Staatssekretär oder Minister ins Wirtschaftsministerium des Landes wechseln, das die Aufsicht über die Geschäfte der Bürgschaftsbank führte.

Er schaute wohlgefällig durch das Fenster seines Büros auf die Dächer seiner schönen Stadt und dachte an den bevorstehenden Theaterbesuch mit seiner Frau, als ihn der Anruf von Roman Morretti erreichte.

Nach der Begrüßung kam Morretti gleich zur Sache: „Alle unsere Kredite, die von dir verbürgt sind, kommen ab dem nächsten Jahr bei einer Kreditsumme ab einer Million in der Zentrale auf den Prüfstand.“

„Wieso das denn? fragte Dr. Beuter geschockt.

„Vorstandsbeschluss auf Druck des Finanzministeriums, unserem neuen Großaktionär“ antwortete Morretti.

Dr. Beuter bemerkte tonlos: „Dann können wir unser Fördermodell vergessen.“

Morretti entgegnete bissig: „Du mit deiner Förderung junger Gründer. Mir ist das Hemd näher als der Rock. Wir müssen u ns aus der Schusslinie bringen.“

„Du hast Recht. Die Kredite ohne bankübliche Sicherheiten müssen aus dem Bestand fliegen. Wieviel Zeit bleibt uns?“

Morretti antwortete: „Bis Ende des Jahres.“

„Also 9 Monate. Hast du schon einen Plan?“

Morretti antwortete: „Wir Banker beherrschen die Kombination von betriebswirtschaftlicher Phantasie mit dem juristisch Machbaren.“

Dr. Beuter konterte: „Ja, so gut, dass ihr jetzt Pleite seit. Ohne uns , den öffentlichen Sektor, gäbe es euch gar nicht mehr.“

„Wir müssen da zusammen raus. Es sind nur noch neun Monate“ sagte Morretti einlenkend. „Dazu brauchen wir aber den Wanne.“

„Noch ein Mitwisser. Können wir ihm vertrauen?“ fragte Dr. Beuter.

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