„Vor wenigen Tagen fand im Dorf oben ein Fußballspiel mit einer Mannschaft aus dem Landkreis in der Nähe von München statt. Neben Werner Otte, den Versicherungsvertreter, den ihr alle kennt, saß ein Spieler aus diesem Landkreis.“
Hier macht die junge Frau eine Pause, als wolle sie sich versichern, dass man den Genannten kenne. Als nur zustimmendes Nicken erfolgt, fährt sie mit ihrer Erklärung fort: „Ja, und dieser Spieler – sein Name ist Helmut, glaube ich – hat erwähnt, dass er Restaurator für alte Möbelstücke sei. Auch Werner hat mich deshalb nach alten Möbeln gefragt. Das Anliegen habe ich aber selbstverständlich schroff zurückgewiesen.“
Daniela beendet ihre Darstellung mit einem abschließenden Blick in die Runde der Frauen und Männer.
„Danke, Daniela. Wir sind sehr dankbar, dass du uns helfen konntest. Wie du weißt, wurden bei deinem Onkel fast 1000 Euro gefunden. Wir können jetzt also davon ausgehen, dass das der Preis für den Sekretär war!“
Josef Süß unterbricht sich mit einem leisen Räuspern und schaut auf Joshua Iskariot, als wolle er diesen um ein weiteres Wort bitten.
„Daniela, du weißt, dass in dem Sekretär die Tagebücher deiner Großtante gelagert wurden. Du kannst dir vorstellen, was das für eine grauenvolle Vorstellung für uns ist, wenn diese Aufzeichnungen in falsche Hände gelangen!“
Bei diesen äußerst ernst vorgetragenen Worten schauen alle zwölf Mitglieder des Rates erwartungsvoll auf die junge Frau in ihrem Kreis.
„Ich denke, ich weiß, was ihr von mir erwartet!“, beginnt Daniela nach einem kurzen Moment des Zögerns zu sprechen. „Mir ist bewusst, dass ich eine Bezugsperson zu den in Frage kommenden Personen bin. Mir ist natürlich auch die schwere der Verfehlung meines Onkels bewusst. Ich will hier gar keine Entschuldigung für ihn anbringen… Aber genauso ist mir die Bedeutung der Tagebücher bekannt… Ich werde mich gleich Morgen um den Verbleib des Sekretärs bemühen…“
Die anderen Menschen in der Runde schauen erleichtert blickend und wohlwollend auf die junge Frau.
„Danke, Daniela! Da du ja den Inhalt, bzw. die Bedeutung dieser Bücher kennst, war wohl eine andere Entscheidung deinerseits nicht zu erwarten! Wir wünschen dir viel Glück und Erfolg für deine bevorstehende Aufgabe.“
Dann blickt er die junge Frau noch einmal aufmunternd an und sagt: „Natürlich ist uns klar, dass du nicht an der Beerdigung teilnehmen kannst, aber du wirst uns vertrauen, dass wir deinem Onkel einen würdigen Abschied bereiten werden.“
Wieder schauen die 12 Tarsianer auf Daniela, die sich mit diesen Worten als entlassen betrachtet und den Raum verlässt.
„Natürlich“, denkt sie. „Sie werden für meinen Onkel das Richtige tun. Aber ob meine Mission einfach sein wird…?“
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