„Du, Mama“, sagte Nina.
Mama sah sie mit ihren braunen Rehaugen an und Nina wollte ihr viel lieber etwas Besseres sagen, als dass sie vielleicht zur Lehrerin musste und Papa auch.
„Also die Lehrerin“, sagte Nina.
Mama stöhnte auf, sie wollte nie so gerne etwas von der Lehrerin hören. So begann Nina anders.
„Zuerst hab ich in die falsche Richtung geschaut und dann den Stefan ins Gesicht geboxt“, sagte sie.
„Mann Nina, ins Gesicht boxt man nicht“, sagte Mama.
Sie musste zum Herd springen und die Flamme drosseln, denn das Sugo begann zu spritzen.
„Und wenn man in der Stunde nicht aufpasst, lässt man sich wenigstens nicht dabei erwischen!“
„Ja und dann hab ich noch das Mitteilungsheft vergessen. Oder vielleicht verloren.“
Nina seufzte.
„Und was ist jetzt?“, fragte Mama und pfefferte das Sugo, dass es rasselte.
„Ich glaube, die Lehrerin will gerne ins Heft schreiben, dass ihr kommen müsst.“
Mama stöhnte noch mal auf.
„Es war ja aber eh nicht da“, sagte Nina tröstend.
Mama gab dem aufgeregten Sugo einen Schluck Rotwein und setzte sich zu Nina an den Küchentisch.
„Du, sag mal“, sagte sie. „Papa hat gemeint, du warst gestern ganz spät ganz nass und ohne Abtrocknen im Dunkeln in unserem Zimmer.“
Nina fühlte sich verraten. Mama bemerkte es und sagte vorsichtig:
„Findest du das aber nicht selbst etwas seltsam?“
„Ich hab Papa gesagt, wo ich war“, sagte Nina düster.
„Im Schrank?“, fragte Mama.
Nina haute auf den Tisch. Mama schnappte ihre Hand und hielt sie nieder.
„Hey!“, sagte sie.
Und dann sanfter:
„Im Wald, der im Schrank ist?“
„Der Wald ist nicht im Schrank“, knurrte Nina.
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