Walt Whitman - Grashalme

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mehrbuch-Weltliteratur! eBooks, die nie in Vergessenheit geraten sollten.
Die Sammlung der meist in freien Versen verfassten Gedichte schlägt einen kraftvoll-optimistischen, hymnischen Grundton an und entwirft als ausdrücklich amerikanisches Opus emanzipiert von Europa selbstbewusst das Lebensgefühl der Neuen Welt.

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10.

Ich sehe die Dünste aufsteigen aus unerforschten Ländern,

Sehe die Symbole der Wilden, Bogen und Pfeil, den vergifteten Splitter, den Fetisch und den Obi.

Ich sehe afrikanische und asiatische Städte,

Sehe Algier, Tripolis, Derna, Mogadore, Timbuktu, Monrowia;

Sehe das Menschengewühl von Peking, Kanton, Benares, Delhi, Kalkutta, Tokio;

Sehe den Krumann in seiner Hütte, und den Dahomeyer und den Aschanti in ihren Hütten;

Ich sehe den Türken in Haleb Opium rauchen;

Ich sehe die malerische Menge auf den großen Messen in Khiwa und Herat;

Ich sehe Teheran, sehe Maskat und die Sandwüste dazwischen; ich sehe die Karawanen sich mühsam vorwärts schleppen;

Ich sehe Ägypten und die Ägypter, die Pyramiden und Obelisken;

Ich betrachte die eingemeißelten Historien, Chroniken von siegreichen Königen und Dynastien, in Sandsteinplatten eingegraben oder in Granitblöcke;

In Mumiengräbern von Memphis sehe ich einbalsamierte Mumien, in leinene Bänder gewickelt, die viele Jahrhunderte dort gelegen haben;

Ich betrachte den gefallenen Thebaner; die großen Augäpfel, den auf die Seite geneigten Hals, die über die Brust gefalteten Hände.

Ich sehe alle Sklaven der Erde sich mühen;

Alle Gefangenen in den Gefängnissen;

Ich sehe alle gebresthaften menschlichen Leiber der Erde;

Die Blinden, die Taubstummen, Dummen, Idioten, Verwachsenen, Irrsinnigen;

Piraten, Diebe, Verräter, Mörder, Sklavenhalter der Erde;

Hilflosen Kinder, hilflosen alten Männer und Weiber.

Ich sehe Männliches und Weibliches überall.

Sehe die heitere Brüderschaft der Philosophen;

Den Formsinn meines Geschlechtes;

Die Ergebnisse der Beharrlichkeit und des Fleißes meines Geschlechtes,

Stände, Farben, Barbarei, Zivilisation; ich gehe unter sie, mische mich darunter ohne Unterschied;

Und ich grüße alle Bewohner der Erde.

11.

Du, wer immer du seist!

Du Tochter oder Sohn Englands!

Du, aus den mächtigen Sklavenstämmen und – Reichen! Du Russe in Rußland!

Du schwarzer Afrikaner mit göttlicher Seele, von dunkler Abstammung, groß, mit edel gestaltetem Kopf und Leib, bestimmt zu herrlichen Dingen, durchaus mir gleichwertig!

Du Norweger! Schwede! Däne! Isländer! Du Preuße!

Du Spanier aus Spanien! Du Portugiese!

Du Französin und du Franzose aus Frankreich!

Du Belgier! Du Freiheitsfreund aus den Niederlanden! (Stamm, aus dem ich selber kam!)

Du rüstiger Österreicher! Du Lombarde! Magyar! Tscheche! Bauer aus Steiermark!

Du Nachbar an der Donau!

Du Arbeiter am Rhein und an der Elbe oder an der Weser! Du Arbeiterin auch!

Du Sardinier! Du Bayer! Du Schwabe! Sachse, Wallache! Bulgare!

Du Römer! Neapolitaner! Du Grieche!

Du behender Matador in der Arena zu Sevilla!

Du Bergbewohner, der du gesetzlos auf dem Taurus oder Kaukasus lebst!

Du Roßhirt von Buchara, der du deine weidenden Stuten und Hengste bewachst!

Du schöngebauter Perser, der du aus dem Sattel in voller Karriere deine Pfeile ins Ziel schießest!

Du Chinese und Chinesin in China! Du Tartar aus der Tartarei!

Ihr Weiber auf der Erde, euren Arbeiten unterworfen!

Du Jude, der du im hohen Alter, durch jedes Fährnis hindurch, reisest, um ein einziges Mal auf syrischem Grund zu stehen!

Ihr andern Juden, die ihr in allen Ländern auf den Messias harret!

Du nachdenksamer Armenier, in Gedanken vertieft an irgendeinem Arm des Euphrat! Forschend in den Ruinen von Ninive! Der du den Ararat besteigst!

Ihr Pilger mit wunden Füßen, die ihr das ferne Funkeln der Minaretts von Mekka begrüßet!

Ihr Scheiks, die ihr die Strecke von Suez bis Bab-el-Mandeb entlang eure Familien und Stämme regiert!

Ihr Olivenbauern, die ihr eure Früchte auf den Feldern von Nazareth, Damaskus oder am See Tiberias pflegt!

Ihr Händler aus Tibet, die ihr im weiten Binnenlande reiset, oder in den Läden von Lhassa feilschet!

Du Japaner und du Japanerin! Du, der du in Madagaskar, auf Ceylon, Sumatra oder in Borneo lebst!

All ihr Festlandbewohner von Asien, Afrika, Europa, Australien, gleich an welchem Ort!

All ihr Bewohner der zahllosen Inseln der Meer-Archipele!

Und ihr, die ihr in künftigen Jahrhunderten mir lauschet!

Und ihr, alle und jeder überall, die ich nicht bezeichne, doch einbegreife wie alle andern!

Heil euch! Wohlwollen euch allen, von mir und Amerika gesandt!

Ein jeder von uns unvermeidlich!

Ein jeder von uns unermeßlich! Ein jeder von uns, sei's Mann, sei's Weib, mit seinem Recht auf der Erde!

Ein jeder von uns mit seinem Teil an dem ewigen Zweck der Erde!

Ein jeder von uns hier ebenso göttlich wie irgendeiner!

12.

Du Hottentot mit schnalzendem Gaumen! Ihr wollhaarigen Horden!

Ihr Leibeigenen, die ihr von Schweiß oder Blut trieft!

Ihr menschlichen Gestalten mit unergründlichem, immer eindrucksvollem Tierantlitz!

Ihr elenden Tiermenschen, verachtet selbst von den niedrigsten der anderen, trotz all eurer glimmenden Sprache und Seele!

Du zwerghafter Kamtschatka, Grönländer, Lappe!

Du Australneger, der du nackt, roh, schmutzig, mit vorragender Lippe, schleichend deine Nahrung suchst!

Du Kaffer, Berber, Sudanese!

Du hagerer, ungeschlachter, unwissender Beduine!

Du seuchenbehaftetes Gewimmel in Madras, Nanking, Kabul, Kairo!

Du umnachteter Nomade von Amazonien! Du Patagonier! Du Fidschi-Insulaner!

Ich ziehe keinen dem andern vor.

Ich sage kein Wort gegen euch dort hinten, wo ihr steht.

(Ihr werdet zur richtigen Zeit vorwärts und an meine Seite kommen.)

13.

Mitleidsvoll und entschlossen ist mein Geist rings um die ganze Erde gereist.

Ich habe nach meinesgleichen und nach Liebenden gesucht und habe sie für mich in allen Ländern bereit gefunden;

Ich glaube, irgendein göttlicher Einfluß hat mich ihnen gleichgestellt.

Ihr Nebel! Ich glaube, ich bin mit euch aufgestiegen, habe mich mit euch zu fernen Festländern hinbewegt und dort mit euch mich niedergelassen, mit Absicht;

Ich habe meinen Stand genommen auf dem Fuße der Halbinsel und auf dem hohen festgegründeten Felsen, um von dort aus zu rufen:

Salut au monde!

In welche Städte auch Licht und Wärme eindringen mögen, in die Städte dringe ich selbst ein;

Nach allen Inseln, wohin Vögel fliegen, dorthin fliege ich selber.

Zu euch allen in Amerikas Namen.

Senkrecht heb' ich die Hand empor, gebe das Signal,

Um hinter mir ewig in Sicht zu bleiben,

Für alle Orte und Wohnungen der Menschen.

Hervor aus der Masse des rollenden Ozeans

Hervor aus der Masse des rollenden Ozeans gelangte heimlich zu mir ein Tropfen

Und flüsterte: »Ich liebe dich, bevor ich für lange sterbe.

Einen langen Weg hab' ich zurückgelegt, einzig um dich anzublicken und dich zu berühren;

Denn ich konnte nicht sterben, bevor ich dich nicht ein einziges Mal gesehen;

Denn ich fürchtete, ich könnte dich nachher verlieren.«

Nun, wir sind uns begegnet, wir haben uns gesehen, wir sind wohlbehalten;

Kehre in Frieden zum Ozean zurück, mein Geliebtes!

Auch ich bin ein Teil dieses Ozean, mein Geliebtes; wir sind nicht so sehr voneinander getrennt.

Sieh sein erhabenes Rund, den Allzusammenhang, wie vollkommen!

Aber wie für mich, ist für dich, und unwiderstehlich, die See bestimmt uns voneinander zu scheiden;

Wie sie für eine Stunde uns als Verschiedene trägt, kann sie uns doch nicht für immer als Verschiedene tragen.

Habe Geduld – eine kleine Spanne – ich weiß nun von dir, und so grüße ich Luft, Ozean und Land,

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