Karin Szivatz - Todesvoting

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Bell und Mike werden auf offener Straße in einen Lieferwagen gezerrt und entführt. Kurz darauf taucht ein livestream im Internet auf, in dem ein Mann sie beschuldigt, Verbrechen begangen zu haben, ohne dass sie dafür zur Rechenschaft gezogen wurden. Er fordert deshalb die Internetuser auf, für ihre Freilassung, für ihre Folter oder für ihre Tötung zu voten. Kommissar Rodrigo Gonzales muss den Entführer schnellstens schnappen, doch selbst die besten Internetspezialisten seines Teams finden nicht die geringste Spur. Es wird ein emotionaler Wettlauf mit der Zeit.

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Als er um die Ecke bog, stieß er beinahe mit einem Mädchen zusammen. Klein und zierlich stand sie da in ihren viel zu hohen High Heels und sah etwas verängstigt die dunkle Straße hinunter. Sie wartete ganz offensichtlich auf Kundschaft. Sofort waren die mühsame Parkplatzsuche sowie der drohende Strafzettel vergessen. Er blieb stehen und musterte sie von oben bis unten. Dann nahm er eine Haarsträhne und legte sie langsam über ihre Schulter. „Bist du für diesen miesen Job nicht ein bisschen zu jung?“, fragte er sanft und leise, um sie nicht zu erschrecken. Sie zuckte dennoch zusammen. „Ich… ich bin achtzehn“, stammelte sie so leise, dass Rodrigo sie beinahe nicht verstehen konnte. Er lächelte. „Du kannst maximal sechzehn sein. Wer hat dich auf die Straße geschickt? War es dein Vater? Dein Bruder? Bist du drogensüchtig?“ Der Kommissar sah sie nun etwas strenger an, während sie versuchte, mit der alten Backsteinmauer zu verschmelzen um darin zu verschwinden.

„Hey!“, rief eine Stimme aus der Dunkelheit. „Die Kleine macht’s dir nicht umsonst. Entweder du zahlst ordentlich oder haust sofort ab!“

Rodrigo wirbelte herum, hob blitzschnell seinen Ellbogen an und ließ ihn mit halber Kraft auf den Kiefer des Mannes krachen, der ihn von hinten attackieren wollte. Der Angreifer verlor sofort das Gleichgewicht, taumelte noch zwei unsichere Schritte nach hinten und krachte im nächsten Moment auf den Asphalt des Gehwegs.

Rodrigo sah in das Gesicht des Mannes, beugte sich vornüber und zog ihn an den Haaren hoch. Dann schleuderte er ihn gegen die Wand, wo gerade noch das Mädchen gestanden hatte. Sie hatte bereits die Flucht ergriffen und war nicht mehr zu sehen. „Joker, du elender Drecksack! Du schickst jetzt schon Minderjährige auf den Strich?“ Rodrigo verpasste ihm einen weiteren Hieb mit dem Ellenbogen ins Gesicht, dann drückte er den Zuhälter am Hals mit dem Unterarm an die Mauer und hielt ihm seinen drohenden Zeigefinger vor die Nase. „Ich sage es dir jetzt zum zweiten und allerletzten Mal: lass deine dreckigen Finger von der Zuhälterei, du Wixer! Das Mädel wirst du ab sofort in Ruhe lassen und falls du noch andere Damen hast, auch sie. Ich behalte dich ab sofort im Auge und wenn ich dich noch ein einziges Mal dabei erwische, kommst du nicht mehr so glimpflich wie jetzt davon. Hast du mich verstanden?“, zischte er leise, aber sehr bedrohlich in das Ohr des jungen Mannes.

Joker nickte. „Ja, verstanden.“

Rodrigo sah ihm in die Augen, nahm seinen Unterarm vom Hals des Zuhälters und verpasste ihm einen Fausthieb zum Abschied. Das Nasenbein brach laut knackend und zwei seiner Zähne landeten mit einem grausigen Klickgeräusch auf dem Boden. Joker stöhnte laut auf und sackte an der Wand in sich zusammen. Der Kommissar wollte ihm noch einen Tritt verpassen, verzichtete jedoch darauf. Bevor er ging, drehte er den blutenden Mann zur Seite und seinen Kopf nach unten, sodass er nicht an seinem eigenen Blut erstickte. Dann rief er einen Krankenwagen und machte sich auf die Suche nach dem Mädchen.

Zwei Blocks weiter saß die kleine Gestalt, die nun noch viel winziger als zuvor wirkte, auf der Lehne einer Parkbank und hatte das stark geschminkte Gesicht zwischen ihren Knien verborgen. Der Kommissar setzte sich neben sie und hielt sofort ihr Handgelenk fest. Wie erwartet, wollte sie sich sofort aus dem Staub machen, doch sie wurde durch seinen eisernen Griff daran gehindert.

„Lass mich los, du Scheißkerl, ich rufe die Polizei“, quietschte sie unsicher und schlug mit der freien Hand auf ihn ein. Die Panik war in ihr Gesicht gemeißelt.

„Spar dir die Mühe, ich bin von der Polizei. Und glaub nicht, dass ich dir etwas Böses antun will. Im Gegenteil. Ich will, dass du eine Zukunft hast, ein Leben. Mit diesem Dreckskerl Joker machst du dir alles kaputt und zwar in Windeseile. Du kannst nicht mal bis drei zählen und schon pumpst du dich mit Drogen voll, weil du den Sex mit den alten, ungewaschenen, stinkenden Drecksäcken, deren Tochter oder Enkeltochter du sein könntest, nicht erträgst. Und für diese Drogen gehst du dann anschaffen. Dir bleibt nichts zum Leben und deine Zukunft besteht nur noch aus ekelerregendem Sex und der Gier nach dem nächsten Schuss. Ist es das, was du willst? Ist es das wirklich?“

Sie sah ihn mit großen Augen verwundert an, dann starrte sie auf ihre Schuhe. „Joker meinte, ich könnte das große Geld machen, weil ich so jung bin. Ich müsste nur ein paar Monate arbeiten und hätte dann für den Rest meines Lebens ausgesorgt. Die Männer stehen sich’s nun mal auf junge Mädchen.“

Rodrigo ließ ihr Handgelenk los und starrte in die Ferne. Er hatte ihr Vertrauen erlangt und machte sich keine Sorgen, dass sie weglief. „Weißt du, es wird immer Drecksäcke wie Joker geben, die auf Kosten der anderen leben. Es sind Verlierer, die andere in die Hölle schicken um selbst ein feines Leben ohne Arbeit zu führen. Es ist wichtig, dass du das weißt. Sobald sich etwas viel zu gut um wahr zu sein anhört, dann ist es auch nicht wahr. Merk dir das. Wisch dir den Kleister aus dem Gesicht und geh zur Schule. Schließ‘ eine Ausbildung ab, dann spuckst du nur noch auf Typen wie Joker. Und zwar mit Recht. Alles klar?“

Das Mädchen nickte und versuchte, ihre Tränen zurück zu halten. Rodrigo stand auf, legte ihr freundschaftlich die Hand auf die Schulter, drehte sich um und ging langsam weg. Nach zwei Schritten hörte er noch ein ehrlich klingendes „Danke“. Nun fühlte er sich wieder gut. In ihm hatte sich soeben ein kleines Flämmchen entzündet, das ihn wärmte.

Den Weg in seine Wohnung konnte er sogar ein wenig genießen und kurz überlegte er, den Barmann anzurufen. Im Moment wäre ihm nach Gesellschaft gewesen und nach unverfänglichen Gesprächen ohne an Entführung, Mord und Totschlag denken zu müssen. Ja, das konnte er in diesem Augenblick gut gebrauchen und er holte sein Handy aus der rechten Tasche seiner Jeans. Dann kramte er in seiner Brieftasche nach der Nummer, fand sie recht rasch und wählte. Doch noch ehe die Verbindung zustande kam, legte er hektisch auf. Erst jetzt erinnerte er sich daran, dass der Barmann vermutlich schwul war und ihn aller Wahrscheinlichkeit nach verführen wollte. Ein leiser Schauer rieselte über seinen Rücken und er steckte das Handy wieder ein. Nein, flüsterte er in die stille Nacht hinein und schüttelte den Kopf, als hätte er ein reales Gegenüber. Ich bin für ein solches Experiment noch nicht bereit. Vielleicht später, aber jetzt noch nicht. Mit diesem Gedanken vergrub er die Hände in den Taschen seiner Jeans und stieg die Treppe nach oben zu seiner Wohnung.

4

Um die Morgenbesprechung in Gang zu bringen klatschte Gonzales in die Hände. „Wer hat etwas zu beichten, wer hat etwas mitzuteilen? Zum Ersten, zum Zweiten…?“

Die KollegInnen sahen ihn mit ausdruckslosen Gesichtern an und zuckten teilweise mit den Schultern. Das Ergebnis fiel ziemlich ernüchternd aus. Die Leute vom Nachtdienst hatten keine neuen Anhaltspunkte von dem oder den Entführern und auch nicht auf den Aufenthaltsort des Opfers gefunden. Auch der weiße Lieferwagen konnte nicht sichergestellt werden. Die erneute Auswertung der Überwachungskameras war ebenfalls ein Schlag ins Wasser. Sie hatten faktisch nichts, außer diesem Lüstling Pater Pius und das war vermutlich eine ziemlich dünne Fährte, wenn sie überhaupt eine war. Natürlich war es durchaus angebracht, auch Ordensleute zu verdächtigen, aber zumeist waren sie doch ehrbare Bürger, die sich hinter Klostermauern vor der rauen, lauten Welt versteckten und sie als ihre Schutzschilde benutzten.

Rodrigo sah in die Runde und fixierte kurz Lisa Willinger, deren Wangen sich abrupt dunkelrot färbten und der Kloß in ihrem Hals beinahe sichtbar wurde. Rodrigo gefiel es, sie mit einem einzigen Blick verlegen zu machen und lächelte innerlich. „Habt ihr gestern bei der Befragung der Hausbewohner auch daran gedacht, nach Fotos und Selfies, die zu dieser Zeit gemacht wurden, zu fragen?“

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