Gerhart Hauptmann - Gabriel Schillings Flucht

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Thema des Dramas ist der Mann zwischen zwei Frauen. Maler Gabriel Schilling, zerrissen zwischen seiner bürgerlichen Ehefrau Eveline und der betörenden Russin Hanna Elias, versucht seit Jahren, sich von beiden zu lösen, da die Konstellation sein künstlerisches Schaffen beeinträchtigt. Doch auch auf die Ostseeinsel, wohin er sich müde und krank zu einem Freund geflüchtet hat, reisen ihm die beiden Frauen nach. Wiederum bricht die Konfrontation aus, beschleunigt Schillings Untergang.

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Mäurer

(läuft nach rechts hin ab).

Lucie

(blickt noch immer über die Dünen ihm nach, kommt plötzlich hervorgeeilt, klettert einige Stufen sehr gewandt die Strickleiter am Signalmast hinauf, dort schwenkt sie das Taschentuch und ruft):

Ku u i! Ku u i! Ihr findet mich bei Klas Olfers im Krug!

(Um den Schuppen herum kommt abermals Tischlermeister Kühn.)

Kühn:

Kommt neuer Besuch?

Lucie:

Ein ganzer Gesangverein, Meister, der Professor Mäurer ein Ständchen bringt.

Sie springt herunter und läuft davon, ab. Von links kommen eine Anzahl Fischer mit aufgekrempelten Hosen und blauen Jacken über die Dünen. Der junge Schuckert ist darunter. Es sind meist große, breitschultrige blonde Gestalten mit gedrungenen Bärten. Einige tragen ihre Transtiefel in der Hand. Etwas Lautloses, Visionartiges ist in ihren Bewegungen.

Kühn:

Schuckert!

Schuckert:

Wat is?

Kühn

(hat sein Brett auf seine Schulter geladen):

Help mi man noch een Brett up de Schuller.

Schuckert

(kommt zu ihm herüber):

Na denn fix tau!

Kühn:

Wirst du dat Ding doa baben verkoopen?

Schuckert:

Wat denn for'n Ding?

Kühn:

Dat Weib ohne Fiet.

Schuckert:

Hähähä! Wat hast du woll in din Breegenkasten, det du dat Unglück erhanneln wilt!

Kühn:

Wer seggt dir, dat ick dat erhanneln will. De fremde Professor will et erhanneln!

Schuckert:

De Fremde, de bi Klas Olfers is? Hähähä! Tschä, worum nich. Dat wier woll am Enn all mieglich to maken. — Adjüs Kühn! (Er setzt seinen Weg über die Dünen fort, nachdem er dem Tischler noch zwei Bretter aufgeladen.)

Kühn:

Hierst, bring dat Ding dal in'n Krug. Wist nich?

Schuckert:

Jau, jau.

Kühn:

De fremde Professor zahlt proper, segg ick!

Schuckert:

Hei soll ja wull hier baben een bisken sin! (Tippt sich mit dem Finger an die Stirn.)

Schuckert folgt den anderen Fischern und stößt mit ihnen unten vom Strand ein Segelboot durch das flache Wasser ins tiefe Meer. Meister Kühn rückt die Bretter auf die Schulter zurecht, dabei fällt ihm eins wieder herunter. Gleich darauf taucht Mäurer und sein Freund Schilling auf. Dieser ist ein hoher, blonder, bartloser Mensch, mehr der Typus eines feingeistigen Schweden, als eines Deutschen. Die Kleider hängen sehr lose um seinen mageren und eleganten Körper. Das Gesicht wirkt durch tiefliegende große Augen und Magerkeit etwas verfallen. Strohhut, Sommerüberzieher, Pastellkasten.

Schilling:

Halten Sie mal, bleiben Sie mal stehen, Mann! (Er stolpert herzu, läßt den Malkasten fallen und faßt das heruntergefallene Brett an einem Ende mit zwei Händen an.) Komm, faß mal die andre Seite an, Ottfried!

Kühn:

Sie sind ja zu gütig! Recht scheenen Dank, meine Herren!

Mäurer

(springt herzu, faßt die andere Seite des Brettes und er und Schilling fangen an, damit zu wippen):

Na also, da sind wir ja wieder mal drei vergnügte Berliner zufälligerweise auf einer unentdeckten, einsamen Insel zusammengeschneit.

Schilling

(wippend):

»Berlin, Berlin, du dauerst mir!«

(Sie legen dem Tischler das Brett auf die Schulter)

Mäurer:

Das ist nämlich 'n richtiger Berliner, mein Sohn.

Kühn:

Ich habe nämlich, wie dat so is, und dat mein Metier so mit sich bringt, een jroßes Pläsier an d' Särge machen. Särge hab ick sehr jern, bloß meinen eignen nich. Und wie nu mal, draußen am schlesischen Bahnhof hab ick jetischlert, der Fremde kam, der wo so klapprige Beene hat, und uzte mir, dat ick ma nu sollte meinen eignen hölzernen Schlafrock machen, da dachte ick mir, vorwärts, nu aber raus aus Berlin. Jawoll, de Ärzte hatten mir uffgegeben, und hier bin ick wieder fuchsmunter jeworn. (Er nickt und geht mit seinen Brettern auf der Schulter ab.)

Schilling

(stutzt, betrachtet abwechselnd seine offenen Hände, die er sich harzig gemacht hat, und sieht dem Tischler nach):

Komisch, wie so ne Stimme hier anders klingt, und wie so'n gleichgültiger Kerl hier anders aussieht, als wie in Berlin — und wie so'n Brett sich anders anfaßt. (Er ruckt sich zusammen und nimmt seinen Malkasten wieder auf.)

Mäurer:

Mensch, es war der allerschlauste Gedanke, den du seit Jahren gehabt hast, daß du gekommen bist.

Schilling

(kurz, befremdlich):

Es hat sich gemacht.

Mäurer:

Na also, es mußte sich auch mal machen. Das war doch zum Beinausreißen mit uns; man konnte deiner ja gar nicht mehr habhaft werden. Wie geht's, wie steht's?

Schilling:

Wie du siehst, famos!

Mäurer:

Wirklich, du siehst ausgezeichnet aus. Etwas spack natürlich, das macht die Stadt; aber wie du daherkamst, mit Jünglingsschritten, da sahst du wie 'n mittlerer Zwanziger aus.

Schilling:

Ja, das macht das geregelte Leben, mein Sohn. Hübsch ausschlafen, nachts! Keine gegipsten Weine trinken! Nimm dir ein Beispiel, wenn du kannst, denn deine Nase hat etwas Verdächtiges.

Mäurer

(faßt sich an die Nase):

Stimmt! Aber sage, Junge, was soll man tun? Unsereiner, der wie ein Maurer arbeitet, kann ohne was Geistiges eben nicht sein. Du hast dir das Trinken abgewöhnt?

Schilling:

Das will ich nicht grade behaupten, Ottfried.

Mäurer:

Nanu, Augen grad aus! Ist das nu was oder nicht? Ist so'n Anblick die acht Stunden Bummelzug etwa nicht wert, mein Sohn?

Sie vertiefen sich beide in den Anblick der See, die man laut und gleichmäßig rauschen hört, und in das Leuchten des blutroten Abendhimmels.

Schilling

(dem die Augen vor Erschütterung überlaufen):

Es ist verflucht, wie unsereiner nervös auf dem Hunde ist. Man merkt das vor so einem plötzlichen Eindruck.

Mäurer:

Das ging Lucie und mir nicht anders, Schilling. Als plötzlich die langen Schaumlinien auftauchten — wir kamen zu Fuß vom Fährhaus herüber zum westlichen Strand! — das hat uns beide höllisch überrumpelt; und ich glaube, wir haben beide, ich weiß nicht wieso, wie Kinder geflennt. Übrigens weißt du ja wohl, ist im Frühjahr Luciens Mutter gestorben.

Schilling

(sonderbar ängstlich):

So? Ist sie gestorben? Ach! Woran?

Mäurer:

Hat dir Rasmussen nicht davon gesprochen?

Schilling:

Rasmussen hab ich jetzt nicht gesehen ... wie lange? — Gut anderthalb Jahre nicht.

Mäurer:

Er hat Frau Heil zuletzt noch behandelt.

Schilling

(nach längerem Stillschweigen):

Ja, wie das mit einem so eigensinnigen, in seinem Fach bornierten Menschen, wie Rasmussen, eben ist. Wessen unsereiner bedarf, das begreift er nicht. Ich hasse auch alle Moralphilister! Und er hat einen förmlichen Haß auf die Kunst. Wissenschaft! Nur immer Wissenschaft! Wissenschaft hier und Wissenschaft dort! Und im Namen der Wissenschaft jeglichen Unsinn. Und nun erst in Geschmacksdingen — : hottentottenhaft! Ich mußte mal mit ihm reinen Tisch machen.

Mäurer:

Du, du, vermiese mir unsern Rasmussen nicht. Ein Kerl ... na, mit einem Wort: nicht zu spaßen. Solid! Wo man ihn anfaßt, ist auch was.

Schilling:

Sag mal, an was ist Frau Heil gestorben?

Mäurer:

Ein Herzleiden scheint es gewesen zu sein.

Schilling

(tief atmend):

Kein Wunder, wenn man bedenkt, in welch stickige Atmosphäre die Menschen der Großstadt lebenslang eingekerkert sind. Leben heißt ihnen, sich aufregen, und an diesem ununterbrochenen Überreizungen sterben sie dann natürlich frühzeitig scharenweise elend hin! — Du kannst dir nicht denken, Ottfried, wie sehr ich diesmal nach dem Anblick gelechzt habe.

Mäurer:

Warum nicht? Es ging mir genau so wie dir.

Schilling:

Unmöglich! Ich habe mitten im Lärm und Asphaltgestank der Friedrichstraße schon immer das Meer vor Augen gesehen, tatsächlich, als richtige Luftspiegelung. Ich habe immer danach gegriffen! — Ich bin wie ein Seehund! Ich möchte gleich Hals über Kopf mitten hinein.

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