Gerhart Hauptmann - Gabriel Schillings Flucht

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Thema des Dramas ist der Mann zwischen zwei Frauen. Maler Gabriel Schilling, zerrissen zwischen seiner bürgerlichen Ehefrau Eveline und der betörenden Russin Hanna Elias, versucht seit Jahren, sich von beiden zu lösen, da die Konstellation sein künstlerisches Schaffen beeinträchtigt. Doch auch auf die Ostseeinsel, wohin er sich müde und krank zu einem Freund geflüchtet hat, reisen ihm die beiden Frauen nach. Wiederum bricht die Konfrontation aus, beschleunigt Schillings Untergang.

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Dann ist es nicht schwer zu raten: die Droste. — Wie lange liegst du schon hier, mein Kindchen?

Lucie:

Schon lange Zeit. — Mit wem hat diese Figur dort eine gewisse Ähnlichkeit?

Mäurer

(faßt die Gallionfigur ins Auge):

Ich weiß es nicht! Etwa mit deiner Mutter?

Lucie:

Mit Mutter, gewiß.

Mäurer:

Das finde ich nicht.

Lucie:

Ich würde vielleicht auch nicht darauf gekommen sein; aber ich habe von Mutter geträumt. Ich ging mit ihr unten am Strand spazieren, nachts, und da hatte sie ihre Hand mit dem bloßen Unterarm auch so an der Halskette und auch einen Kranz auf, wie diese Figur ihn hat. Ich hatte wohl also Mutters Bild und dies hier unwillkürlich verschmolzen. — Ich träume hier überhaupt furchtbar lebhaft und schleppe, merkwürdigerweise sogar mitten im hellen Sonnenschein, einen heißen Kopf und den Spuk der Nacht mit mir herum.

Mäurer

(lächelnd, gehoben):

Aber sonst ist es wieder göttlich hier. Ich habe jetzt wieder Stunden erlebt, die unvergleichlich sind. Diese Klarheit! Dieses stumme und mächtige Strömen des Lichtes! Dazu die Freiheit im Wandern über die pfadlose Grastafel. Dazu der Salzgeschmack auf den Lippen. Das geradezu bis zu Tränen erschütternde Brausen der See, — siehst du, hier hinter der Brille ist noch ein Tropfen! — Dieses satte, strahlende Maestoso, womit sie ihre Brandungen ausrollen läßt. Köstlich!

Lucie:

Da hast du gewiß wieder interessante Ideen gehabt. (Sie nimmt sein Skizzenbuch.)

Mäurer:

Nichts. Auf Ehrenwort, keine Linie. Schreibtafel her, ich muß mir's niederschreiben: Ich werde zwar diese unmoderne Gewohnheit nicht los, — aber vor so etwas heißt es einpacken. — Sag' mal, den Brief von Schilling hattest du doch?

Lucie:

Ich hatte ihn dir heut morgen wiedergegeben.

Mäurer

(sucht in den Taschen und findet den Brief):

Richtig, freilich, da ist ja das Schriftstück. — Es hat sich mit meiner Depesche gekreuzt. — Ich würde mich mächtig freuen, wenn Schilling sich endlich mal aus seiner Misere mit einiger Energie herauslöste. — Hältst du's für möglich, nach diesem Brief? Du bist doch in solchen Sachen sehr schlau, Schusterchen.

Lucie

(zuckt mit den Achseln):

Nach diesem Brief, Ottfried, allerdings. Freilich, sicher kann man es, wie die Sachen mit Schilling liegen, nicht voraussagen. Er scheint ja in einer Krisis zu sein, aber sag' mal selbst, sein Verhältnis zu Hanna Elias ist schon manchmal in einer Krisis gewesen; und doch renkte sich alles immer wieder zu unsrem beiderseitigen Mißfallen ein. — Du weißt ja, was sie für Mittel hat! Wenn sie es absolut will, daß er bei ihr bleibt, na, so geht sie zu Bett und kriegt vier Wochen lang Nasenbluten. —

Mäurer:

Äh, ich mag sie nicht! Ich bin in keiner Beziehung, nicht wahr, ein Weiberfeind; sie brauchen auch, weiß Gott, um mir zu gefallen, nicht alle deutsche Gänse zu sein. Aber diese Hanna macht mich ganz wild. Wenn ich sie ansehe, fast leichenhaft wächsern, wie sie ist, dann begreife ich nicht, wie sie leben kann, und hoffe, sie muß jeden Augenblick abschieben. Keine Ahnung! Sie lebt; sie denkt nicht daran und wird uns alle womöglich noch einbuddeln.

Lucie:

Ja, Ottfried, das kann ganz gut möglich sein.

Mäurer:

Verzeih mir's Gott, wenn keine Aussicht vorhanden ist, daß sie in Bälde das Zeitliche segnet, dann muß mit Schilling erst recht was geschehn; dann muß man erst recht mit ihm einen letzten, rücksichtslosen Versuch machen. Dazu ist er zu gut, um an dieser Schürze zugrunde zu gehn.

Lucie:

Wer weiß, vielleicht ist deine telegraphische Einladung gerade zur rechten Stunde gekommen.

Mäurer:

Merkwürdig, dieser ruhige, schlichte Mensch, der mehr als wir alle in seinem gelassenen Wesen gefestigt schien, ist durch diese Person ganz aus der Bahn gerissen. Als sie auftauchte, dacht' ich das Gegenteil. Seine Heirat mit Eveline war Unsinn. Sie hat ihn sich, weil er immer gegen die Äußerlichkeiten des Lebens gleichgültig war, wenn man ihn nur ungestört malen ließ, einfach angetraut. Und da war er mit einemmal ihr Ernährer. Hanna hat mehr Reiz, mehr Selbständigkeit, und so glaubt ich am Anfang, sie würde für seine Kunst das Rinascimento des vierten Jahrzehntes sein. Statt dessen stellt sie seine Existenz als Künstler und Mann überhaupt in Frage.

Lucie:

Woraus erhellt, da sie ebenfalls von orientalischer Faulheit ist, daß Weiber, die nichts zu tun haben, bloß Unfug stiften; und ich habe mir deshalb fest vorgesetzt, ich will diesen Winter sehr viel Kolophonium für meinen Geigenbogen verbrauchen.

Mäurer:

Hast du die tausend und abertausend Stare und Schwalben auf den Strohmützen der Fischerkaten drüben in Vitte gesehn? Diese Aufregung, dieser Eifer, diese entzückende Reiselust! Packt es dich da nicht auch wieder mächtig?

Lucie:

Wenn ich am Meer sein kann, mit dir allein, und an einem versteckten Platz, wo uns niemand beunruhigt, so weißt du ja, daß ich sträflich bedürfnislos und zufrieden bin. — Weißt du übrigens, was mich der Fischer gefragt hat?

Mäurer:

Nun?

Lucie:

Ach Unsinn, nichts! — Bloß, ob du ein Onkel von mir bist. — Ich habe gesagt, ich bin deine Großmutter.

Mäurer:

Was die Menschen doch wie die Teufel neugierig sind! Aber laß das, Schusterchen, ärgere dich nicht! Klatsch macht man durch absolute Verachtung unschädlich! Hör' lieber zu, was ich beschlossen habe. Nämlich, dem guten Schilling gegenüber ist mein Gewissen nicht ganz rein. Moralische Urteile sind eigentlich nur Bequemlichkeit; und doch hab' ich mich dieser Bequemlichkeit dem Freund gegenüber, als ich seine Handlungsweise nicht recht mehr verstand, leider schuldig gemacht. Wenn es ginge, möchte ich das gern jetzt wieder ausgleichen. Aber das ist vielleicht Selbstbetrug. Ich bin vielleicht nur gut aufgelegt und möchte mein Wohlbefinden noch steigern.

Lucie:

Nun, ein ganz, ganz schlechter Kerl bist du ja gerade nicht.

Mäurer:

Keinesfalls sehr viel schlimmer, als andere! — Das Stück Geld unterm Großmast, was nicht nur nach dem Aberglauben der Fischer darunter gehört, hat Schilling leider immer gefehlt; er wäre sonst zweifellos besser gesegelt. Und man ist in Geldsachen ja leider, wo Not an Mann ist, auch nicht immer durchweg zum Anstand geneigt. Aber jetzt, wo die Bremer nicht knausrig gewesen sind, will ich mal alles wieder gut machen. Ihr müßt beide mit mir nach Griechenland.

Lucie

(lustig):

Herrlich. Deine Brille funkelt ja förmlich, wie du das sagst. Und dein Haar sieht dabei schon wie eine Flamme auf einem Opfertiegel in Delphi aus.

Mäurer:

Also will ich dir auch gleich mal was weissagen: jetzt schwöre ich dir, daß Schilling kommt.

Lucie:

Und ich glaube es auch, ich kann es bestätigen, daß er drüben auf dem Fußsteige durch das Moor schon mehrmals gewafelt hat.

Mäurer

(beobachtet in die Ferne):

Wirklich, ein Mensch kommt über das Moor gelaufen.

Lucie:

Vor kaum zehn Minuten hat der kleine Dampfer von Stralsund drüben in Grobe angelegt. — Das ist er.

Mäurer:

Er rennt wie ein Bürstenbinder. Teufel noch mal, das könnte wahrhaftig der Maler Schilling mit seinem Rucksack und seinem Pastellkasten sein! (Er ruft.) Ku ui!

Lucie:

Da will ich euch erst mal allein lassen!

Mäurer

(blickt aus, zieht sein Taschentuch, schwenkt es und ruft):

Ku u i! Ku u i!

Lucie

(ruft schon von weitem):

Was ist denn das für ein Ruf?

Mäurer:

Ku u i! So rufen die afrikanischen Buschleute.

Lucie:

Er bleibt stehen. (Sie will fort.) Adieu!

Mäurer:

Adieu, mein Kind, adieu! Ich will mal kurzen Prozeß machen. Wenn er es nicht ist, komm ich dir nachgerannt.

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