Jules Verne - Ein Lotterielos

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Die Geschichte beginnt in Norwegen in der Provinz Telemark. Hier lebt die Witwe Frau Hansen, die mit ihren Kindern Hulda und Joël eine Gastwirtschaft in den Bergen betreibt. Die junge Hulda unterstützt die Mutter bei der Arbeit und Joël arbeitet als Berg- und Reiseführer für Touristen. Hulda ist voller Hoffnung auf die Rückkehr des Fischers Ole Kamp, der ihr Verlobter ist. Dieser befindet sich auf einer Fischereikampagne auf dem Schiff Viken vor Neufundland. Nach seiner Rückkehr wollen die beiden heiraten.

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Besuche durch Landstreicher oder Bösewichte hat man hierzulande nicht zu befürchten, weder auf den einsamen Pachthöfen, noch in den abgelegensten Weilern. Noch nie hat hier ein verbrecherischer Anschlag gegen Gut oder Leben die Sicherheit der Bewohner gefährdet!

Mutter und Tochter wohnten in zwei Stuben nach vorn heraus im Oberstock der Herberge. Es waren zwei frische, reinliche Stuben, freilich mit bescheidenem Mobiliar, aber was man drin sah, verriet die sorgende Hand einer tüchtigen Hausfrau. Ein Stock höher, unterm Dache, das über die Grundmauer vorsprang wie bei einem Schweizerhause, lag Joels Stube. Sie bekam ihr Licht durch ein Fenster, das in einem nicht ohne Geschmack aus Tannenholz geschnitzten Rahmen saß. Von dieser Dachstube aus reichte der Blick über einen majestätischen Gebirgshorizont, bis in den tiefen Grund des engen Tales hinunter, wo der Maan, halb Gieß-, halb Waldbach, tobte. Von der großen Stube im Erdgeschoß zu den oberen Stockwerken hinauf führte eine Holztreppe mit wuchtigem Geländer und spiegelblanken Stufen. Einen Anblick von so anheimelnder Art, wie dieses norwegische Haus ihn bot, in welchem der Wanderer eine Bequemlichkeit und einen Wohlstand antraf wie nur selten in norwegischen Herbergen, konnte man sich kaum vorstellen.

Hulda und ihre Mutter bewohnten also das obere Stockwerk. Dorthin zogen sie sich, wenn sie allein waren, beizeiten zurück. Schon hatte Frau Hansen, die mit einem bunten Leuchter in der Hand voraus ging, die ersten Stufen der Holztreppe hinter sich, als sie noch einmal stehen blieb.

Es klopfte draußen, und eine Stimme rief:

»He, Frau Hansen! Frau Hansen!«

Frau Hansen ging die Stufen wieder hinunter.

»Wer kann denn so spät noch etwas wollen?« fragte sie.

»Es wird doch dem Joel nichts zugestoßen sein?« versetzte lebhaft Hulda.

Gleich war sie an der Tür.

Ein junger Bursch stand dort: einer von jenen halbwüchsigen Jungen, die dem Gewerbe eines »Skydskarl« ober »Schußknechts« nachgehen, das darin besteht, hinten auf der Karriole aufzusitzen und von der Station ober dem Endziel der Fahrt das Pferd wieder heimzureiten. Der Schußknecht, der vor Frau Hansens Herberge stand, dicht an der Schwelle, war zu Fuß, also ohne Pferd, gekommen.

»He! was willst denn zu solcher Zeit?« fragte Hulda.

»Fürs erste Euch guten Abend wünschen,« versetzte der junge Bursche.

»Ist das alles?«

»Nein! nicht alles, aber soll man nicht immer höflich sein, wenn man was bei jemand will?«

»Hast recht! Na, wer schickt dich denn?«

»Ich komme im Auftrag Eures Bruders, des Joel!«

»Vom Joel? und aus welcher Ursach?« erwiderte Frau Hansen.

Sie kam zur Tür hin, mit jenem langsamen, gemessenen Schritte, der das Kennzeichen der in Norwegen üblichen Gehweise bildet. Daß sich in den Adern ihres Erdreichs Quecksilber findet, soll Geltung haben; in den Adern ihres Leibes aber ist von diesem beweglichen Stoffe wenig oder nichts vorhanden. Immerhin mochte die Antwort des Burschen die Mutter in eine gewisse Aufregung versetzt haben, denn sie beeilte sich, weiter zu fragen:

»Meinem Sohne ist doch nichts zugestoßen?«

»O doch! es ist ein Brief gekommen; der Postbote von Christiania hat ihn gebracht – von Drammen.«

»Ein Brief? und von Drammen?« fragte, die Stimme senkend, Frau Hansen lebhaft.

»Kann nichts sagen,« antwortete der junge Bursch; »was ich weiß, ist, daß Joel vor morgen nicht heimkommen kann, und daß er mich deshalb mit dem Briefe hergeschickt hat.«

»Also ist es eilig?«

»Wie es scheint.«

»Gib her,« sagte Frau Hansen mit einer Stimme, die eine ziemliche lebhafte Unruhe verriet.

»Hier habt Ihr ihn, ganz sauber und nicht zerknittert! Bloß ist er nicht an Euch adressiert!«

»Und an wen sonst?« fragte sie, scheinbar minder beklommen.

»An Eure Tochter.«

»An mich?« rief Hulda. »Also ein Brief von Ole! ganz gewiß, Mutter – mit der Post über Christiania. Joel hat mich warten lassen wollen!«

Hulda hatte den Brief genommen, war zu dem Tische getreten, auf dem der Leuchter stand, hatte den Brief an das Licht gehalten und die Aufschrift angesehen.

»Ja!« sagte sie, »ein Brief von ihm, Mutter! richtig von ihm! möchte er mir doch melden, daß der »Biken« auf der Heimfahrt ist.«

Unterdes fragte Frau Hansen den Burschen:

»Du trittst nicht ein?«

»Auf eine Minute schon! muß aber noch heute abend heim, weil ich morgen früh eine Karriolfahrt habe.«

»Na, dann sage Joel, daß ich ihn in Möl treffen will, er soll auf mich warten.«

»Morgen abend?«

»Nein! in der Frühe! er soll nicht von Möl weg, sondern auf mich dort warten!«

»Abgemacht, Frau Hansen!«

»Nun, wie ist es mit einem Tropfen Branntwein?«

»O, gern!«

Der Bursch war an den Tisch getreten und Frau Hansen hatte ihm eine Herzstärkung eingegossen, die dort oben gegen die Abendnebel immer von gar heilsamer Wirkung ist. Der Bursch ließ auch keinen Tropfen in der kleinen Tasse. Dann sagte er: »Godaften!« und Frau Hansen antwortete: »Godaften, mein Jung!«

Das ist in Norwegen der Abendgruß. Er wurde schlicht ausgetauscht. Nicht einmal mit dem Kopfe wurde dabei genickt, und ohne sich um die lange Strecke zu scheren, die er noch zu laufen hatte, machte der Bursch sich auf den Weg. Seine Schritte hatten sich bald unter den Bäumen des Pfades verloren, der neben dem tosenden Bache einherläuft.

Unterdes sah Hulda noch immer auf den Brief von Ole und bekundete nicht die geringste Eile, ihn aufzumachen. Man bedenke doch! diese schwache dünne Papierhülle hatte quer über den Ozean laufen müssen, um bis zu ihr hin zu gelangen, quer durch das weite große Meer, in das sich alle Flüsse und Bäche des westlichen Norwegens ergießen. Sie musterte die verschiedenen Poststempel auf dem Briefe: am 15. März war er auf die Post gegeben worden und am 15. April erst in Dal eingetroffen. Was? also vor vier Wochen hatte Ole den Brief schon geschrieben! was hatte in diesen vier Wochen nicht altes dort draußen, in den Gewässern von Neufundland, passieren können! stand man denn nicht noch in der Winterszeit? in der gefahrvollen Epoche der Tag- und Nachtgleiche? sind nicht diese Fischgründe mit den schrecklichen Stürmen, die der Pol quer über die nordamerikanischen Ebenen zu ihnen hinüber jagt, die schlechtesten Striche der Erde? Ein mühseliges, gefährliches Handwerk solches Fischerhandwerk, dem Ole oblag! und wenn er ihm oblag, dann durchaus nicht, um für sich, sondern bloß für sie, seine Braut, die er nach der Heimkehr heiraten sollte, den Gewinn daraus heimzubringen – armer Ole! was schrieb er in diesem Briefe? Ganz ohne Zweifel, daß er seiner Hulda nach wie vor in Liebe zugetan sei, wie Hulda ihrem Ole – und daß ihre Gedanken, so groß auch die Entfernung sei, die zwischen ihnen läge, den Weg zueinander fänden und daß er den Tag seiner Heimkehr nach Dal herbeisehne mit allen Fasern seines Herzens!

Ja! das mußte alles drinstehen in diesem Briefe: Hulda wußte es ganz genau! aber vielleicht stand weiter drin, daß seine Heimkehr in Bälde bevorstehe, daß dieser Fischzug, der das Bergensche Seevolk soweit von seiner heimatlichen Scholle riß, bald zu Ende sei! vielleicht auch, daß der »Viken« beim Verstauen seiner Ladung sei, daß er sich zur Abfahrt rüste, daß noch ehe der April zu Ende gehe, sie beide beisammen sitzen würden in dem glücklichen Heim des Westjorddal? Vielleicht stand endlich gar drin, daß man schon den Tag festmachen könne, wann der Pastor von Möl herüber kommen könne, um sie in der bescheidenen Holzkapelle zusammenzutun, deren Kirchturm, wenige hundert Schritte von Frau Hansens Herberge entfernt, aus einem Baumdickicht emporstieg?

Um das alles zu wissen, brauchte doch einfach nur das Siegel des Briefumschlags gelöst, Oles Brief herausgenommen und gelesen werden, wenn auch Tränen in Huldas Augen treten sollten, und zwar, je nach seinem Inhalt, Schmerzens- oder Freudentränen, ... und ganz ohne Zweifel hätte auch schon mehr denn eine ungeduldige Maid im Süden, eine Tochter Dalekarliens oder Dänemarks oder Hollands, längst gewußt, was die junge norwegische Maid noch immer nicht wußte! Aber Hulda saß in Träume versunken, und Träume finden ihr Ende immer erst, wenn Gott ihr Ende zu schicken geruht, und wie oft tut es einem leid um Träume, wenn die Wirklichkeit mit ihrer nüchternen Prosa an ihre Stelle tritt!

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