Gabriele Reuter - Frauenseelen

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Gabriele Elise Karoline Alexandrine Reuter war eine deutsche Schriftstellerin. In dem eBook von Gabriele Reuter findet ihr einige Kurzegeschichten.
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»Soll ich nicht die Lampe ...«

»Ach nein – es bleibt ja jetzt so lange hell.«

»Ich würde dir eine Zigarre ..., aber ich habe keine im Haus ...«

»Es macht nichts. Ich kann mich nur kurz aufhalten. Und ich rauche auch fast gar nicht mehr.«

Dies berichtete er ihr ganz in seinem alten vertraulichen Ton, dem Ton, der sie immer wieder in die Täuschung eingewiegt hatte, er liebe sie doch noch, ohne es selbst zu wissen.

Jetzt tat es ihr plötzlich weh, daß irgendein anderer Einfluß erreicht, was sie so oft und vergebens versucht hatte: ihm das unmäßige Rauchen abzugewöhnen.

»Du siehst übrigens gut aus«, bemerkte er. »Ganz frisch und verjüngt!«

»Du auch, Friedrich.«

»Es ist mir lieb, wenn du das findest«, rief er lebhaft.

»Warum sollte es mich nicht freuen?« fragte sie heiter.

»Ja – es gibt nichts Besseres, als auseinander zu gehen, wenn man seiner gegenseitig überdrüssig geworden ist.« Und er streckte sich behaglich in seinem Stuhl.

»Da hast du wohl recht«, antwortete sie träumend.

»Siehst du? Ich wußte ja, daß du schließlich auch zu der Erkenntnis kommen mußtest. Du bist doch im Grunde eine gescheute und großdenkende Frau, wenn nur das unglückselige weibliche Gemüt dir keine Streiche spielt.«

Sie dachte, während er sprach, sie müsse ihn einmal genau betrachten. Neugierig fragte sie sich, wie er ihr wohl erscheinen würde, nun er ihr nicht mehr als ein Feind, sondern als ein gleichgültiger Mensch gegenübersaß. – Sie sah die gekrümmte rote Narbe an seinem linken Auge, die sie so oft im Scherz geküßt hatte. Und die eingedrückten Schläfen, die Furche, die auf dem schmalen, nervösen, geistreichen Männergesicht von der Nase bis zum Munde herunterlief, die seinen, witternden Nüstern, der spitze, blonde Bart um das vorgestreckte Kinn, der sich beim Sprechen ein wenig auf und nieder bewegte. »Man kommt schließlich auch dahin, das weibliche Gemüt zu überwinden«, sagte sie und wußte dabei, daß sie irgend etwas ganz anderes hatte sagen wollen.

Aber es freute ihn augenscheinlich, daß sie gerade dies aussprach.

Er beugte sich zu ihr und antwortete herzlich:

»So ist's recht. Dann werden wir uns schnell verstehen.«

Sie sprach nicht, sondern blickte in Gedanken versunken vor sich nieder.

»Ja – ja ...«

Eine Pause.

»Es geht mir gut, Walborg. Denk' nur, ich habe die Absicht, mich wieder zu verheiraten ... –Ja – ja ... so ist das Leben …« –

*

»Ich habe nun eine Bitte an dich. Fahre nicht gleich auf und schrei' nicht nein, sondern höre mich ruhig an ...

Sie schrie ja gar nicht. Sie saß ganz still. Sie hätte nicht einen Finger rühren können vor Schrecken.

*

Verheiraten ...? Er wollte sich verheiraten ... Nicht eine Geliebte – eine Ehefrau ... Ihr Mann – Ja freilich – sie waren geschieden – das hatte sie vergessen. Und sie ... Jetzt fiel ihr alles wieder ein ... Und doch, doch so eine fürchterliche Enttäuschung? Hatte sie denn trotz allem, was geschehen war, immer noch die wahnsinnige Hoffnung festgehalten, Friedrich könne zu ihr zurückkehren? Hatte sie es nicht im verborgenen Grunde ihres Gefühls vor einer Stunde noch gehofft? – Das war ja grauenhaft ... Nein – nein – es konnte ihr vollständig gleichgültig sein, daß Friedrich sich wieder verheiraten wollte. Im Gegenteil, sie mußte es freudig begrüßen. Sie war um so freier. Es war ja nun wirklich alles aus zwischen ihnen beiden ... Ihr äußeres Ohr hörte dabei immer, was Friedrich weitersprach.

»Also das Mädchen ist wirklich ein reizendes Geschöpf. Voll Humor und Lustigkeit. Gerade was ich brauche. Das glücklichste Gegengewicht. Diese unverwüstliche gute Laune! – Weißt du, Walborg – mir ist in letzter Zeit ganz klar geworden, was uns getrennt hat. Wir machten beide fortwährend zuviel Ansprüche aneinander. Das hält auf die Dauer kein Mensch aus. Das erbittert und geht einem auf die Nerven. Ich habe da auch manches Unrecht an dir begangen. Aus der Entfernung lernt man gerechter urteilen. Ich verlangte ein Wesen von dir, das dir die Natur doch nun einmal nicht gegeben hat.«

»Vielleicht wenn ich glücklicher gewesen wäre«, sagte sie mit großer Selbstüberwindung. »Es waren doch Fähigkeiten zur Lebensfreude da. Ich fühlte nur vom ersten Tage an, daß irgend etwas in mir dich irritierte. Schon in der Brautzeit. Und das machte mich unsicher ...«

»Das hätte eine andere Frau eben den Mann nicht merken lassen«, belehrte er sie überlegen. »Ich bin gar nicht so schwer zu behandeln, und auch im Grunde nicht schwer zu gewinnen. Man muß es nur auf die rechte Weise anfangen. Du warst nie harmlos unbefangen – nie ...«

Walborg blieb stumm.

Sie lauschte dumpf gespannt, mit kaltem, starrem Entsetzen nach innen: Wie ein Gefühl, das sie abgestorben glaubte, sich wieder meldete. Während er redete, kam und ging es ruckweise, dann als beginne er behutsam ein Messer in ihre Brust zu bohren, anfangs nur ein taubes, wehes Empfinden ... und plötzlich der rasende Schmerz – –

Er lachte mit einemmal laut und ärgerlich. »Warum reden wir nur über die alten abgetanen Geschichten. Kaum bin ich mit dir zusammen, fängt's schon wieder an!«

Er sprang auf und ging im Zimmer umher. Bei seinem Wandern nahm er eine Vase vom Schreibtisch und betrachtete sie.

»Schade – gekittet. War so ein hübsches Ding! Man sollte Sachen, die zerbrochen sind, wegtun.«

Walborg dachte an den Morgen, als er sie zur Überraschung auf den Frühstückstisch gestellt hatte – die ganze Stube war voll Sonnenschein gewesen – und er so lieb –. Die Erinnerung an einen der wenigen warmglücklichen Tage in ihrem Verhältnis – und sie hätte sie wegtun sollen ...

»Erni hat sie an die Erde geworfen«, murmelte sie entschuldigend. »Er weinte so, daß ich ihn nicht strafen konnte ...«

Friedrich schüttelte den Kopf und stellte das Glasgefäß gleichgültig beiseite.

»Ist er immer noch so zart und empfindsam? Erni meine ich?«

»Ja, sehr.«

»Er hat doch eine trübe Kindheit – der arme, kleine Mensch.«

»Ich kann's nicht ändern«, antwortete sie hart.

»Ich weiß – ich weiß«, sagte er traurig und sehr sanft. »Ich mache dir keinen Vorwurf. Aber er ist doch auch mein Sohn, und sein Wohl liegt mir am Herzen.«

Ihre Lippen öffneten sich und schlossen sich wieder.

»Überhaupt fehlt mir der Junge grausam«, rief er ungeduldig.

»Eigentlich könntest du ihn mir für eine Weile mitgeben. Die Eltern meiner Braut – ja – wir sind einig ... es ist nur noch nicht veröffentlicht. Sie möchte den Jungen gern erst kennen lernen. Ja – also – sie hat mir selbst den Vorschlag gemacht. Sie haben da so ein Häuschen gekauft – sehr nett, im Grünen – unter uns gesagt: sie wollen es uns später überlassen, ich freue mich sehr darauf ... – Ich habe ihr viel von Erni erzählt, sie ist ein so gutes Herz, hat ihn schon lieb. Sie wird reizend mit ihm sein. Wir bummeln im Wald – sie erzählt ihm Geschichten, das kann sie so hübsch. Ich sage das nur, um dir ein Bild zu geben. Der Junge muß durchaus einmal in eine heitere, vergnügte Umgebung. – Es ist ja ein großes Verlangen und fordert Selbstüberwindung von dir. Darüber bin ich mir ganz klar. Ich möchte dich nur überzeugen ...«

»Daß er bei dir besser aufgehoben ist als bei mir.«

»Wie hämisch nun wieder.«

»Ich wollte nicht hämisch sein.«

»Nun dann nicht. Verzeih.«

Ein mattes, blödes Lächeln zog ihren Mund schief, daß er anzusehen war wie der Mund einer sehr alten, häßlichen, boshaften Frau.

»Siehst du, liebe Walborg,« sagte der Mann ernst, »so ein Gesicht sollte der Junge nicht zu sehen bekommen. Das ist ihm nicht gut. Er verkümmert einfach in dieser giftigen Atmosphäre.«

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