Gabriele Reuter - Frauenseelen
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Gabriele Elise Karoline Alexandrine Reuter war eine deutsche Schriftstellerin. In dem eBook von Gabriele Reuter findet ihr einige Kurzegeschichten.
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Und die auf dem Pflaster spielenden Kinder hätte sie bei den Händen fassen und mit ihnen Ringelreihen tanzen mögen. Sie beschleunigte ihren Schritt – hatte sie nicht ihren eignen kleinen Jungen fast vergessen in dem Genesungsrausch nach langer Todesqual ...
Ihr Heim empfing sie mit Lichtern, Kränzen und Blumen. Und Erni stürzte ihr mit einem hellen Jubelschrei entgegen, sprang ihr jauchzend, schreiend vor Entzücken an den Hals. Sie hielt ihn, küßte ihn, drehte ihn im Kreise umher, wirbelte mit ihm in den Salon hinein, und atemlos, lachend fielen sie in einem zärtlichen Knäuel auf die Chaiselongue nieder.
»Gnädige Frau sind aber munter«, sagte die alte Dienerin erstaunt.
Später saß Erni ihr auf dem Schoß, der dünne, schmächtige Junge mit dem feinen, spitzen Gesichtchen, streichelte ihr die Wangen und betrachtete sie eingehend.
»Mama – du bist so anders«, sagte er nachdenklich.
»Dummes Bübchen, wieso denn?«
»Ja – ich weiß nicht – du bist so anders ...«
Walborg wurde rot.
»Ach, was du redest.«
»Du gehst so leicht, und deine Kleider wiegen sich, wenn du gehst. Du bist so lieb, so lustig ... Ach – Mamachen – du gefällst mir so gut!«
Walborg lächelte resigniert. Ihre Augen hatten einen tiefen, feuchten Schimmer, ihre Brauen zogen sich im Leiden zusammen. – Zu denken, daß sie den sogenannten ewigen Moralgesetzen nach in diesem Augenblick hätte Reue empfinden müssen ... Was galt Reue gegen den totenstillen Gram der Erkenntnis, der unter ihrer Freude lag?
*
Sie drückte das Köpfchen ihres Kindes an ihre Brust, daß es ihr nicht mehr ins Gesicht zu sehen vermochte, und liebkoste sein Haar mit zarter, leichter Hand.
»Du Erni – jetzt laufen wir viel spazieren, was? Und legen uns ins Gras und erzählen uns Geschichten ...«
»Ach ja!« schrie der Junge begeistert. »Bist du nicht mehr immer so müde. Mamachen?«
»Nein, ich bin nicht mehr müde.«
»Mamachen –«
»Was denn, mein Junge?«
»Es ist auch ein Brief gekommen ...«
»Ja,« fragte Walborg zerstreut, »von wem denn?«
Der Knabe zögerte mit der Antwort. Er schmiegte sich an seine Mutter. Geheimnisvoll flüsterte er ihr ins Ohr: »Ich glaube, er ist von Papa.«
Walborg ließ ihren Sohn los. Sie wurde kalt und blaß vor Schrecken.
»Du irrst dich wohl, Kind«, antwortete sie still.
Was sollte er ihr schreiben?
Erni brachte den Brief herbei. »Sieh mal, das ist doch Papas Handschrift.«
»Ja – du hast recht.«
»Kommt er denn wieder?« fragte das Kind gespannt. »Lies doch schnell!«
»Erni, sei verständig,« sagte Walborg scharf, »Papa fragt jedenfalls nach Dingen, die dich nichts angehen. Und wiederkommen tut er nicht.«
Sie steckte den Brief in die Tasche. Der Kleine sah enttäuscht drein. Sie erhob sich und schickte das Kind hinaus.
Was wollte er?
– Was konnte er noch von ihr wollen?
Nachdem er sich zwei Jahre lang nicht um sie gekümmert ... Gerade heut –?
Sie riß das Kuvert auf und las. Ihre Brust spannte sich unter einem tiefen Atemzuge, ihre Nasenflügel bebten, ihre Wangen brannten. Mit einem innern Jauchzen der Verachtung warf sie das Schreiben auf den Tisch.
Er meldete ihr seinen Besuch in einer geschäftlichen Angelegenheit, fragte dringend und demütig, ob sie ihn empfangen würde.
Ja – sie wollte ihn schon empfangen ...
Und sie durfte ihm zeigen, daß seine Macht über sie gebrechen war ... Er kam wieder, nun er sie für immer verloren hatte ... Wie sie das genießen würde!
Sie hatte Friedrich nach seinem Wunsch ihre zusagende Antwort telegraphiert. Schwere, wirre Träume peinigten sie die ganze Nacht hindurch. Was in aller Welt konnte er von ihr wollen, fragte sie sich zornig in jeder Viertelstunde. Es war ganz seine Art – sie so unnötig zu quälen. Und das Wiedersehen würde Erni aufregen. Der Junge würde dann eine lange Weile immerfort von seinem Vater sprechen, und davor fürchtete sie sich. Sie mußte ihn entfernen – aber Friedrich würde jedenfalls seinen Sohn sehen wollen. Sie kam zu keinem Entschluß.
Abends ging sie noch eine halbe Stunde an die Luft. Die Sache erregte sie doch ein wenig, sagte sie sich – aber das war natürlich – ganz natürlich.
Als sie heimkam, gegen halb neun, öffnete die alte Dienerin ihr mit etwas verstörtem Gesicht die Tür.
»Der Herr ist drin. Gerade seit ein paar Minuten ist er da. Ich traute mich doch nicht, ihn abzuweisen.«
»Ich erwartete seinen Besuch – aber erst morgen«, antwortete Walborg kühl. »Und Erni?«
»Schläft schon. Ich habe ihm gesagt, er sollte bloß den Jungen nicht wecken.«
»Das ist gut, Auguste.«
Walborg nahm Hut und Mäntelchen ab, trat vor den Spiegel und ordnete das Gelock über der Stirn.
Mochte er warten. Es war doch wundervoll angenehm, keine Angst mehr zu fühlen vor seiner bösen, ungeduldigen Laune. Sie lächelte spöttisch in sich hinein.
In ihrem Salon schaute sie suchend umher, erstaunt, Friedrich nicht zu erblicken. Die nur angelehnte Tür ihres Schlafzimmers öffnete sich. Den Kopf mit dem spitzen, blonden Bart ein wenig vorgestreckt, den weichen, braunen Hut in der Hand, trat Friedrich, auf den Zehen balancierend, heraus.
So hatte sie ihn unzählige Male aus der Tür kommen sehen, wenn er abends noch ausging und das schlummernde Kind nicht stören wollte.
»Er schläft ganz fest«, sagte der Mann leise mit gerührtem Lächeln. »Wie groß er geworden ist – gar kein kleines Kind mehr – schon ein richtiger Junge.«
Sie nickte mit dem Kopf, ohne ein Wort der Begrüßung finden zu können.
»Ich muß mich entschuldigen, hier eingedrungen zu sein während deiner Abwesenheit«, begann er befangen und kühler im Ton. »Aber ich ...ich konnte die Zeit nicht erwarten. Das war doch begreiflich.«
Sie blickte ihn an und bemerkte, daß er den Bart kürzer trug als früher. Beinahe hätte sie eine Äußerung darüber gemacht, als ihr einfiel, daß es sie gar nichts mehr anging, daß es ein fremder Mann sei, der dort aus ihrem Schlafzimmer und von ihrem Kinde kam.
Ein fremder Mann? Wie ähnlich Erni ihm war. Ganz derselbe Blick, mit dem er sie anschaute, mitleidig, freundlich und bittend. Wie erwachsen der Blick bei dem Kinde, wie kindlich er bei dem Manne wirkte. Und immer hatte Friedrich sie so angeschaut, wenn er etwas von ihr verlangte, was ihr furchtbar erschien ...
»Du bist gewiß erstaunt, mich hier zu sehen«, begann er wieder verlegen.
»Ja – was wünschest du von mir?« fragte sie kalt. Der Ton klang viel herber und feindseliger, als sie beabsichtigt hatte. Denn sie war ja doch auch von dem Haß gegen ihn befreit.
»Willst du dich nicht setzen?« fügte sie freundlicher hinzu.
Er nahm einen Stuhl und legte den Hut neben sich auf einen Tisch.
Sie stand noch eine Sekunde, wollte zum Sofa gehen, um ihm ferne zu sein, und setzte sich plötzlich auf ein Fauteuil, weil die Knie ihr einknickten und es ihr schwindlig wurde.
»Ja – da ist man nun wieder in den alten Räumen ... Wunderlich, – wunderlich ...«
Sie hob überrascht den Kopf. Ihr war, als erwache sie aus einem tiefen Schlaf, der ihr Bewußtsein noch halb umnebelte. Es war doch natürlich, daß er hier saß – zum Erstaunen war es nur gewesen, daß er gegangen und so lange fern geblieben.
»Ich komme nämlich, um eine Angelegenheit mit dir zu erledigen, die uns beiden gleich sehr am Herzen liegen muß«, begann er in seiner etwas pedantischen Weise, und dann lachte er unbehaglich.
»Wir sind am Ende doch verständige Menschen. Nun alle die unangenehmen Geschichten so lange hinter uns liegen, können wir ja auch wieder ganz gute Freunde werden.«
»Gewiß«, sagte sie höflich, weil sie sich aufs neue zu der Empfindung durchrang, daß sie von der Liebe und dem Haß zu ihm ja befreit sei.
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