Peter Wolff - Vendetta Colonia

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Köln in der Nachkriegszeit. Werner Schmitz macht Karriere als Journalist und findet auch privat sein Glück. Als sein Bruder vom jugoslawischen Gastarbeiter Borna Krupcic ermordet wird, macht Werner seinen Einfluss geltend, um den Täter lebenslänglich hinter Gitter zu bringen. Nach dem Urteilsspruch bringt sich Krupcic in seiner Zelle um. Seine Familie schwört Rache.
Die einflussreiche italienische Familie von Werner's Frau Clarissa macht Werner Glauben, dass sein erstgeborener Sohn Tomaso kurz nach der Geburt gestorben ist und schiebt Tomaso in ein Pflegeheim ab, da er behindert zur Welt kommt.
Als Werners Schwiegervater Horst Kramer durch Zufall einen Hinweis auf Tomasos Schicksal findet, kommt er unter mysteriösen Umständen ums Leben.
Allmählich ahnt Werner die Zusammenhänge und steht fortan auch im Fadenkreuz der norditalienischen Verwandtschaft.
Wieder und wieder sind die Hauptfigur, Clarissa und der zweitgeborene Sohn Patrizio in den folgenden Jahren Ziel von Übergriffen der Widersacher aus Jugoslawien und Italien, denen sie oft nur mit Glück entkommen.

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Mit Bezug auf die Entlohnung ist es für die Gastarbeiter in den 1960ern von Vorteil, dass sie überproportional häufig in Großbetrieben beschäftigt sind, welche üblicherweise höhere Stundenlöhne zahlen als Kleinbetriebe. Das liegt daran, dass die Gastarbeiter vor allem in Branchen wie zum Beispiel der Eisen- und Metallerzeugung, dem Bergbau und der chemischen Industrie beschäftigt sind, welche von Großbetrieben dominiert sind (23).

Auch Borna Krupcic profitiert von den guten Löhnen bei Ford, Monat für Monat kann er einen beträchtlichen Betrag zurücklegen. Was die Zukunft für sich und seine Familie betrifft, kann er es sich mittlerweile durchaus vorstellen, in Deutschland sesshaft zu werden.

Wenngleich die Illusion, eines Tages zurückzukehren, bei ihm, wie bei vielen anderen Gastarbeitern auch, wach bleibt, sucht er bereits nach kurzer Zeit ein Zuhause und zieht schließlich aus der Gastarbeiterbaracke in eine Wohnung nach Köln-Chorweiler.

Nach und nach richtet er sein neues Heim ein und hat dabei immer im Hinterkopf, dass seine Familie bald zu ihm zieht.

Noch bleiben ihm nur die Telefonate nach Jugoslawien.

„Hallo Papa, was gibt es Neues in der Heimat?“

„Hier wird im Moment viel gebaut, Du würdest unser Viertel kaum wiedererkennen.“

„Na, so schlimm wird es wohl nicht sein.“

„Gut, das war vielleicht ein bisschen übertrieben. Aber es tut sich was in der Heimat.“

„Das muss es auch.“

„Tante Dunja kommt die Tage zu Besuch. Wir haben ihr Dein Zimmer hergerichtet.“

„Ihr habt mich wohl schon vergessen, was?! Das ging aber schnell.“, lacht Borna.

„Aus den Augen, aus dem Sinn...“

„Ja, ja. Ich habe meine Wohnung schon ein wenig eingerichtet und mir einige kleine Möbel gekauft. Zum Teil auch gebrauchte Stücke von einem Kollegen, der nach Jugoslawien zurückgegangen ist.“

„Schön.“

„Trotzdem – Ihr fehlt mir alle so, Papa.“

„Du fehlst uns auch, Junge. Deine Frau schläft schon, soll ich sie wecken?“

„Nein, lass mal. Ich habe gestern kurz mit ihr telefoniert, als Du unterwegs warst.“

„Ja, ich weiß.“

„Ich werde jetzt auch ins Bett gehen, morgen um 04:30 klingelt der Wecker.“

„Ich wünsche Dir eine gute Nacht, mein Sohn.“

„Danke Papa. Laku noc.“

10

Alfredo Bugno sitzt im Speisesaal der Casa di Cura. Zwölf Uhr, Mittagessen. Eine kleine Minestrone, dann Spaghetti all' arrabiata, als Dessert ein Erdbeereis.

Mit dem Essen im Pflegeheim ist er durchaus zufrieden. Auch die Arbeit in der Behindertenwerkstatt macht ihm Spaß.

Mit seiner Tätigkeit bei Fiat zwar nicht zu vergleichen, aber immerhin ist er weiter handwerklich tätig.

Er repariert Fahrräder aus dem Fundus des Heims, wird auch bei Reparaturen im Heimgebäude ab und an miteingebunden und entwickelt sich im Laufe der Monate quasi zum „Hausmeister“ des Heims. Alfredos vielfältige handwerkliche Fähigkeiten werden durchaus geschätzt.

Die Tics, die ihn immer häufiger heimsuchen, fallen hier nicht weiter ins Gewicht, dass er infolge der Zuckungen länger für seine Arbeit braucht, ist in der Werkstatt des Heims egal.

Die Umstände seines Umzugs ins Pflegeheim hat Alfredo Bugno noch keinesfalls überwunden.

Er hat die letzten Monate so erlebt, als wäre ihm der Boden unter den Füßen weggezogen worden.

Seinen Arbeitsplatz bei Fiat hat er verloren. Hatte sein Chef, Mario Stroppa, nach Ausbruch der Erkrankung nicht mehrmals betont, dass er Möglichkeiten sieht, ihn anderweitig in der Firma einzusetzen? Was hat Stroppa wohl zum Umdenken bewegt?

Alfredos Vermieter hat wie aus heiterem Himmel Eigenbedarf angemeldet und ihm die Wohnung gekündigt. Obwohl der Mann mehrere Mehrparteien-Miethäuser besitzt. Sehr ungewöhnlich, denkt sich Alfredo.

Dass Guiseppe Scirellis hinter all' dem steckt, ahnt Alfredo Bugno nicht einmal.

Dieser hat ganze Arbeit geleistet. Als bei seinem Cousin das Tourette-Syndrom diagnostiziert wird, setzt er alle Hebel in Bewegung, den jungen Mann aus dem öffentlichen Leben zu entfernen.

Nachdem er Fiat-Fertigungsleiter Mario Stroppa unmissverständlich klar gemacht hat, dass er seinem Cousin die Kündigung auszusprechen hat, setzt er Alfredos Vermieter unter Druck, indem er ihm damit droht, sämtliche Objekte, die er besitzt, im Hinblick auf Beschädigungen und Sicherheitsrisiken zu kontrollieren.

Beide beugen sich der Macht des Scirelli-Clans und funktionieren so, wie es in Guiseppes perfiden Plan passt.

Alfredo Bugno wird das Ansehen, wird den Ruf der Famiglia nicht beschmutzen.

11

Werner Schmitz nimmt der Aufbau der neuen Sportredaktion sehr in Anspruch. Er führt viele Gespräche, ist sehr akribisch in der Auswahl seiner potenziellen Mitarbeiter.

Trotzdem bleibt die Zeit, sich intensiv um eine Wohnung für seine neue, junge Bekanntschaft und deren Vater zu kümmern.

Er beschränkt sich dabei auf Objekte in den westlichen Stadtteilen Köln – schließlich wohnt er in Ehrenfeld und wer weiß: Vielleicht wird es sich ja irgendwann als praktisch erweisen, dass Clarissa Kramer in einem angrenzenden Stadtteil lebt...

Dank der Kontakte des aufstrebenden Journalisten ist schon bald etwas Passendes für die Kramers gefunden: eine schöne Zweizimmerwohnung in der Piusstrasse in Köln-Lindenthal. Eine Genossenschaftswohnung zwar, die eigentlich nur die Mitglieder der Genossenschaft mit preisgünstigem Wohnraum versorgen soll, aber der kölsche Klüngel ist in den 60er Jahren in der Domstadt allgegenwärtig.

Für alle Nicht-Kölner: Als Kölner Klüngel, Kölscher Klüngel oder einfach Klüngel wird in Köln ein System auf Gegenseitigkeit beruhender Hilfeleistungen und Gefälligkeiten bezeichnet.

"Man kennt sich und man hilft sich." So definierte der ehemalige Bundeskanzler und Kölner Oberbürgermeister Konrad Adenauer den kölschen Klüngel (24).

Der Begriff Klüngel ist im Kölner Raum durchaus positiv besetzt, im Sinne von "eine Hand wäscht die andere", über Beziehungen verfügen oder "vernetzt" sein.

Werner Schmitz jedenfalls ist in den 60er Jahren in Köln bestens vernetzt: Ein Anruf bei der richtigen Stelle und er kann Horst und Clarissa Kramer die freudige Nachricht überbringen. Zwei Monate Wartezeit nehmen die Kramers für die günstige wie gemütliche Wohnung gern in Kauf.

Nachdem das Wohnungsproblem gelöst ist, intensivieren Werner und Clarissa ihren Kontakt. Sie treffen sich regelmäßig, er nimmt sie mit auf diverse Sportveranstaltungen, zunehmend wird Clarissa auch Werners Begleitung bei gesellschaftlichen Anlässen.

Werner lebt noch in einem kleinen Appartement in der Lichtstraße, einem alten Arbeiterviertel in Ehrenfeld, im Nebenhaus seines Elternhauses.

Er hat sich nach dem Krieg vornehmlich um seine Karriere als Journalist gekümmert und genießt darüber hinaus nach wie vor die Kochkünste seiner Mutter im Nebenhaus, die ihm auch die Wäsche macht. Als er diese einmal mehr in einem großen Kopfkissenbezug abholt, stellt ihn Mutter Elsa zur Rede.

„Und, hast Du das Mädchen von der Domplatte wiedergesehen?“

„Clarissa? Aber ja doch!“

„Das freut mich. Du wirst auch nicht jünger und so langsam wird es Zeit, dass Du mal mit einer jungen Dame sesshaft wirst. Oder willst Du ewig in dem kleinen Appartement neben Deinen Eltern wohnen bleiben?“

„Wollt ihr mich loswerden?“

„Aber nein, das weißt Du doch. Nur, jetzt, wo Du einen sicheren Arbeitsplatz hast und gutes Geld verdienst, denk' doch auch einmal an Dein Privatleben.“

„Das tue ich, Mama. Und gerade in den letzten Wochen umso mehr.“

„Wegen Clarissa?“

„Sei nicht so neugierig, Mama.“

12

Als Borna Krupcic in Novisad aus dem Zug steigt, staunt er nicht schlecht: Beinahe die gesamte Familie erwartet ihn. Sicher, mit seinen Eltern, seinen Geschwistern und natürlich mit seiner Ana und den zwei Kindern war zu rechnen. Aber dass auch seine Tanten, Onkel Cousins und Cousinen samt ihren Familien nahezu komplett erschienen sind, um ihn zu begrüßen, lässt Borna Krupcic beinahe die Fassung verlieren. Er weint hemmungslos, nimmt einen nach dem anderen in den Arm und hat Schwierigkeiten, sich auf den Beinen zu halten. „Zahvaliti“, „Danke.“ schluchzt er mehrmals.

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