Albert Emil Brachvogel - Der blaue Kavalier
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In dem 1868 erschienenen Roman «Der blaue Kavalier» greift der Autor einen Teil der Geschichte des Dreißigjährigen Krieges auf und verbindet ihn geschickt mit Episoden der englischen Revolution.
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»Du, Doderidge! Was soll’s? Ich habe jetzt keine Zeit, Freund!«
»Ich wollte Euch nur beim Ankleiden helfen, Mister«, sagte der junge Mann schüchtern und senkte den ernsten Blick, »und Euch dabei wenig Worte sagen. Möchten sie Euren Ohren wohl eingehen und Eure verblendeten Augen öffnen, dass Ihr die Werke der Gottlosen sehet und ein Gefäß der ewigen Allmacht werdet, den Sünder zu werfen in das wüste Tal Hinnom!«
»Kein Wort, ich bitte Dich. Hilf mir, wenn Du willst, aber verschone mich mit Predigten. Wie oft soll ich Dir sagen, dass ich Deine Sermone nicht mag. Haha, einen puritanischen Text, wenn man zu Hofe will; das ist ’was Neues. Weißt Du nicht, Mann, dass mein Vater Dich sicher wegjagt, wenn er Dich wieder perorieren hört, und Du vielleicht noch Deinen Hals in Gefahr bringst, armer Narr. Du kennst doch das scharfe Edikt der Sternenkammer gegen Deine Sekte!«
Doderidge begann mit dem Ernste eines Totengräbers und der Gewandtheit eines Sachkundigen William Hilfe zu leisten.
»Ich kenne es, und Ihr habt Recht, Mister. Ich wage auch nur vor Euch das Siegel von meinem Munde zu nehmen und die Sprache der Wahrheit zu reden. Was nützt der Kampf gegen Achitophel, wo der Stern der Verheißung noch ferne steht? Einst aber wird die Stunde kommen, wo die Kinder Gottes ihr Haupt erheben und —«
»Sei so gut und warte bis dahin, Doderidge. Ein ander Mal will ich Dich widerlegen, mache nur schnell.«
»O, schnell genug für Euer Verderben, da Ihr das Wort des Rates von Euch stoßt und die Gotteswaffe wegwerft, die ich in Liebe Euch bot. Mögt Ihr über uns blutende Schafe der gehetzten Herde Gottes denken, was Ihr wollt, ich verdank’ Euch aber, dass Euer Vater mich nicht fortgejagt hat, trotz meinem Bekenntnis, und ich mit meiner armen Mutter und Schwester mein Brot in der Stille essen darf. Soll ich Euch nicht darum vergelten, was Ihr mir Gutes getan? Wenn ich’s nun könnte! Wenn ich, — mit der Sprache der Heiden und Weltkinder zu reden, — Euch etwas sagen könnte, wodurch Ihr bei diesem Jerobeam Euer Glück machtet.«
»Du sprichst vom König, Schlingel! — Doch Du meinst’s mit mir gut, haha. Nenne ihn Salomo, das hört er lieber! Und was wolltest Du mir denn sagen, armer Wicht, was mein Glück bei ihm machte? Sprich’s kurz aus, ohne alttestamentarische Wortseligkeit!«
»Gut, — kurz genug wird’s sein. Ritter Oversbury, der vor drei Jahren am November im Tower starb, ist durch den Apothekersjungen Franklin auf Befehl Mylord Rochesters — vergiftet worden!«
»Wer? — Vergiftet? Durch Rochester?« William Craven entfärbte sich und blickte Doderidge starr an. »Mensch, wie willst Du diese scheußliche Anklage gegen einen Lord und Herzog, einen Mann verantworten, der in der Gunst König Jakobs allmächtig ist?!«
»Die Allmacht der Irdischen wird stets Gewalt, weil Wollust und Sünde mit ihnen zu Tische sitzen! Sie müssen dahinfahren ins Verderben! Ich sage Euch, Mister, Oversbury ward im Tower von Franklin vergiftet, gemordet auf Anstiften Rochesters! Franklin hat’s letzte Nacht in der Trunkenheit seinem Genossen Winwood ausgeschwatzt, dieser aber wohnt neben meiner Mutter, in der Woodstraße. Als er taumelnd in der Nacht nach Hause kam, und ich ihm aus gutem Herzen öffnete, erzählte er’s lallend auf der Treppe. Hatt’ ich also nicht Recht, dass Ihr der Becher des Zorns sein sollt, diese tyrannische Brut zu verderben? Wollt Ihr’s nicht, Craven? Wahrlich, so passt Euer Name besser auf Euch, als ich jemals gedacht habe!!«
»Beim Satan, Mensch, ich will, ich will! ’s ist nur die Frage, ob ich’s kann! — Genug, ich höre meinen Vater, leb’ wohl!« —
Er eilte, den Hut aufstülpend und den Raufer ins Gehänge stoßend, hinaus. —
»Was treibst Du denn, wo bleibst Du nur? Ich sage Dir, ’s ist fast schon über die Zeit!«
»Verzeihung, Vater, — ich — ich wurde eben erst fertig. Kommt!«
»Aber was hat der hochedle Bruder denn da?« fuhr Edward heraus. »Ich glaube gar, Sir, Euer stolzer Sohn geht mit ’nem Degen zu Hofe?«
»’nem Degen?! Heiliger Gott, bist Du irrsinnig, Bursche?«
Der Alte zog William heftig und erschreckt die Waffe aus dem Bandeliere.
»Hoho, er weiß nicht, dass zu Whitehall einem Schneider kein Schwert gebührt, sondern ein Bügeleisen, wenn er auch sonst rasselnd durch die Gassen fegt!«
Damit wendete sich Edward schadenfroh um und ging lachend in die Werkstatt zurück.
»Wahrhaftig! Und dazu hasst Se. Majestät noch alles Gewehr auf den Tod, das solltest Du doch wohl wissen!«
Tief errötend warf William nun auch das Bandelier ab, ohne ein Wort zu erwidern, und folgte dem Vater, der hastig hinunter zu den Pferden eilte.
Bald darauf setzten sich beide, den Tragkorb hinterher, gegen die Residenz in schleunigste Bewegung.
Die Zuversicht des jungen Mannes war jetzt, wo er sich Whitehall näherte, keineswegs so kühn, und sein Eifer, vor der Majestät von England zu erscheinen, so hitzig mehr, als im ersten Augenblick. Zweierlei hatte ihn verwirrt und herabgestimmt. Seine hochfliegende Kühnheit war vom neidischen Hohne seines Bruders niedergeschlagen und ihm die Lehre mitgegeben worden, dass er eben ein — Schneiderssohn sei und bleibe und durch alle Anstrengungen, seinem Stande zu entfliehen, die er bisher innerlich wie äußerlich gemacht hatte, nur unfehlbarster Lächerlichkeit und Verachtung anheimfalle. Nicht minder bedrückte Doderidges Mitteilung sein Gemüt und erfüllte ihn mit Zweifeln. Was war auf den Ausspruch eines Trunkenen zu geben, zumal derselbe den stolzen Liebling eines Fürsten betraf? War Oversbury nicht vordem Mylord Rochesters Freund gewesen? In Ungnade gefallen, wegen Unehrerbietigkeit auf des Monarchen Befehl in den Tower gesetzt, war er gestorben. Wo war da ein Zusammenhang, wo ein Verdacht zu finden? So vielfach auch Mister Will mit oder ohne Begleitung des Vaters schon in vornehmen Häusern gewesen war, den hohen männlichen und weiblichen Adel des Hofes und so manche verdächtige Bedientengeschichte von demselben kannte, an die bloße Möglichkeit eines solchen Verbrechens zu glauben, das gar keinen Zweck verriet, war absurd. Wenn andererseits die Sache aber doch Grund hatte, gebot seine Untertanenpflicht ihm nicht, zu reden? Machte er sich denn nicht zu einem Hehler der Tat, wenn er schwieg?
Dass Doderidge nicht selbst den Kläger abgeben konnte, lag auf der Hand. Man hätte ihm deshalb nicht geglaubt, weil er Puritaner war, seine Ehrlichkeit wäre nur sein Untergang geworden. Derlei mischte sich bunt durch des jungen Mannes Hirn, und sie waren bereits im innern Hofe von Whitehall, ohne dass er zu irgendeinem Entschlusse gelangt war. Gleich manchem in seiner Lage überließ er sich also dem Ohngefähr, zumal er sein Augenmerk jetzt auf die Erahnungen zu richten hatte, die ihm für diesen außergewöhnlichen Fall der Vater mit der ängstlichen Sorgfalt eines Zeremonienmeisters erteilte.
Whitehall, die königliche Residenz, war bis vor kurzem noch schlechthin der »Hof« genannt worden und bestand eigentlich auch nur aus einem weiten, von unregelmäßigen gotischen Baulichkeiten gebildeten Hofe, welcher sich der Themse entlang nördlich von Westminster reckte. In dessen Mitte nun, die Fassade gen Süden gekehrt, erhob sich ein alter, normannischer Bau, in welchem Jakob I. residierte. Das alte Banketthaus, welches vordem im rechten Winkel an dasselbe stieß, es mit der Hofkapelle verband und unter Elisabeth nur aus Fachwerk errichtet worden, um zu Festlichkeiten mehr Raum zu gewähren , war niedergerissen worden, und an einer Stelle erhoben sich bereits die lichten Marmorwände mit Säulen im besten Renaissance, welche Inigo Jones als künftigen Fürstensitz erbaute, für die Rubens bereits die Kartons seiner Apotheose des britischen Salomos entwarf. Von diesem Bau nannte man bereits die ganze Residenz die »weiße Halle«, Whitehall. Dass unter diesem Chaos alter Bautrümmer und neuer Steinblöcke und unter dem Gewirr der Handwerker zur Zeit der Fürstensitz weder sehr imposant noch majestätisch ruhig war, kann man sich denken.
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