Emmi Ruprecht - Erleuchtet

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Die 39jährige Hilde verzweifelt an ihrem Leben und daran, dass alle Versuche, es zu verbessern, scheitern. In ihrer dunkelsten Stunde trifft sie zufällig auf ihren zukünftigen Therapeuten und lässt sich widerwillig auf eine Therapie ein.
In meist humorvollen, manchmal auch ernsten, aber stets unterhaltsamen Diskussionen setzt sich Hilde mit ihrem Beruf, ihren Eltern, Freundinnen und Liebschaften auseinander. Dabei gelingt es ihrem schrulligen Therapeuten immer wieder, ihre depressionsfördernden Gedankengebäude ins Wanken zu bringen.
Ein Buch, das destruktive Handlungsmuster und Glaubenssätze thematisiert und zum Nachdenken über eigene Verhinderungsstrategien anregt.

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Aber jetzt, hier, in meinem alten, vertrauten Leben, da gab es nichts mehr, was mich ablenkte. Es hätte so gut getan, einfach losheulen zu können, um dem Schmerz eine Möglichkeit zu geben, meinen Körper zu verlassen, aber dafür war der Druck auf meiner Brust viel zu schwer. Es war alles wieder da, was ich vor meinem Sturz gefühlt hatte. Besonders die Aussichtslosigkeit konnte hier, im vertrauten Heim, wo sich nichts verändert hatte, wo mein Leben wieder so war, wie es war, ihre volle, alles verschlingende Wirkung entfalten.

Statt der ersehnten Tränen lief meine Nase. Mechanisch suchte meine Hand in meinem Jackett, das ich erstmals seit Freitag, der Nacht meines Unfalls, wieder trug, nach einem Taschentuch. Dort war aber keines. Stattdessen ertasteten meine Finger etwas anderes: ein kleines, glattes Stück Pappe, das vor meinem Unfall sicher nicht da gewesen war – daran hätte ich mich spätestens jetzt erinnert. Ich zog das Etwas aus der Tasche, legte es auf das Sideboard und suchte erst einmal nach einem Taschentuch, das ich bald fand. Nachdem ich vorsichtig, um nicht mehr Druck als nötig auf meinen Kopf auszuüben, meine Nase geputzt hatte, wandte ich meine Aufmerksamkeit wieder dem Stück Pappe zu, das auf dem Sideboard lag. Es hatte das Format einer Visitenkarte und war weiß. Eine Schrift war nicht zu sehen – vermutlich befand sich diese auf der nach unten liegenden Seite der Karte.

Hm. Sollte der Freitagabend in der Bar vielleicht doch nicht so völlig ergebnislos verlaufen sein, wie ich ihn in Erinnerung hatte? Hatte ich eventuell einen sehr zurückhaltenden Verehrer gehabt, den ich gar nicht bemerkt hatte? Hatte dieser Jemand heimlich seine Karte in meine Jackentasche gesteckt in der Hoffnung, dass ich genauso neugierig war, wie man es Frauen nachsagte, und anrief?

Huch!

Konnte es vielleicht sogar dieser höchst attraktive große Dunkelhaarige gewesen sein, der mir zwar aufgefallen war, ich ihm jedoch nicht – jedenfalls hatte ich das bis jetzt geglaubt? Hatte ich dem Leben vielleicht doch überzeugend gezeigt, wie ernst ich es gemeint hatte mit dem „Loslassen“? Und hatte sich das Leben entsprechend beeindruckt gezeigt und endlich, aber auch wirklich auf den allerletzten Drücker, den Traumprinzen in mein Leben gezaubert, der schon so lange überfällig war?

Eine Flut von Fragen rund um die Visitenkarte, die unschuldig auf meinem Sideboard lag, türmte sich innerhalb von maximal einer Zehntelsekunde vor mir auf. Die zweite Zehntelsekunde brauchte ich, um zum Sideboard zu hasten, die Karte zu ergreifen und umzudrehen. Und die dritte, um zu lesen, was darauf stand:

Dr. Siegbert Gärtner, Praxis für Psychotherapie und Hypnose. Darunter eine Adresse und eine Telefonnummer.

Ein Psychotherapeut?

„Warum nicht?“, dachte ich gut gelaunt. „Dann ist er eben Psychotherapeut! Von irgendwas muss er schließlich leben. Vielleicht kann ich den ja tatsächlich gerade gut gebrau...“

Ich stockte. War das ein Zufall? Hatte mir das Schicksal, dieses hintertriebene Luder, ausgerechnet einen Psychotherapeuten geschickt, der in der Latino-Bar auf mich aufmerksam wurde? Das war ja wohl die Höhe! Ich war doch nicht bekloppt! Ich war verzweifelt!!! Sollte das einer dieser überflüssigen Scherze sein, die das Leben von Zeit zu Zeit bereit hielt, wenn es Langeweile und schlechte Laune hatte?

Misstrauisch betrachtete ich die Karte genauer. „Siegbert“, las ich noch einmal. Hm. Sollte der hübsche Dunkelhaarige tatsächlich mit so einem Namen gestraft sein? Wie abartig! Kein Wunder, dass er Therapeut geworden war!

Aber irgendwie schien mir das nicht recht wahrscheinlich zu sein. Ich dachte nach. Hatte sich wirklich irgendjemand in dem Laden befunden, der so alt war, wie sich der Name anhörte? Möglich wär‘s. Die Bar war voll gewesen und ich ebenso. Meine Erinnerungen an jenen Abend waren mit Sicherheit nicht die zuverlässigsten!

Irgendetwas an dieser Karte ernüchterte mich. Sie las sich einfach nicht so, wie ich mir eine Karte von meinen Traumprinzen vorstellte. Auch sah sie nicht so aus, als könnte sich dahinter ein neues, erstrebenswertes Leben verstecken, und die Berufsbezeichnung „Psychotherapeut“ irritierte mich sehr!

Dennoch – hatte ich eine Wahl?

Ich wusste, ich würde anrufen und versuchen herauszufinden, wer dieser Mensch war. Meine Neugier ließ gar nichts anderes zu! Und meine Überzeugung, dass das Schicksal sich bei dieser Sache irgendetwas gedacht haben musste, auch nicht. Schließlich war ich nachts im dunklen Park fast ertrunken, auch wenn ich wohl nicht in den Fluss, sondern nur auf den schmalen Uferstreifen unterhalb der Böschung gefallen war. Immerhin hatte mir das zweieinhalb Tage im Krankenhaus eingebracht und das fand ich im Vergleich zur sonstigen Ereignislosigkeit in meinem Leben höchst dramatisch! Auch wenn ich diese Ereignisse vielleicht ein kleines bisschen provoziert hatte mit meinem nächtlichen Ausflug zum Fluss, um halbwegs besoffen herauszufinden, wie sich „ins Wasser zu gehen“ wohl anfühlen mochte, so musste es dennoch eine Bedeutung haben, dass diese Karte in meiner Jacke war! Und: Es musste irgendwohin führen, wenn ich diesem Hinweis des Schicksals folgte. Es gab keine belanglosen Zufälle, wenn man vor der Entscheidung zwischen Leben und Tod stand!

Jetzt beschäftigte mich nur noch eine Frage: Wann war die beste Zeit, um diesen Mann anzurufen?

+

Es war früher Abend. Ich meinte mich zwar daran erinnern zu können, dass mein behandelnder Arzt im Krankenhaus etwas davon gesagt hatte, dass Alkohol in der nächsten Zeit nicht gut für mich sei, aber so etwas sagen Ärzte immer. Sie können gar nicht anders. Genauso, wie sie sagen, dass man unbedingt das Rauchen aufgeben und sich gesünder ernähren soll. Ich fand, Alkohol war jetzt das Beste, was ich mir antun konnte. Schließlich litt nicht nur mein Kopf an Gehirnerschütterung, sondern vor allem mein Innerstes an Seelenerschütterung! Deshalb tat ich gut daran, mich bei einem Gläschen Prosecco mit einer Winzigkeit Aperol auf Eis zu entspannen. Außerdem konnte ein wenig alkoholbedingte Lockerheit nicht schaden, wenn ich vorhatte, mein Leben wieder in die Hand zu nehmen und diese Chance, die das Schicksal mir kurz vor knapp vor die Füße geworfen hatte, sorgsam aufzulesen und zu nutzen. Gleich würde ich erfahren, was hinter dieser unscheinbaren und eher nüchtern wirkenden Visitenkarte auf mich wartete!

Ich nahm noch ein Schlückchen zur Aufmunterung, dann mein Telefon in die Hand, legte die Visitenkarte zurecht und wählte die dort angegebene Nummer. Ich war zugegebenermaßen ziemlich aufgeregt: Würde sich jetzt das Geheimnis lüften und ich mich daran erinnern können, wer dieser geheimnisvolle Mensch war, der mir seine Karte unter diesen mysteriösen Umständen zukommen lassen hatte?

Im Hörer tutete es. Ich ermahnte mich zur Ruhe und dazu, damit aufzuhören, die Eiswürfel im Glas mithilfe des Strohhalms hektisch im Kreis zu jagen.

„Gärtner“, ertönte es aus dem Hörer. Es war eine angenehme Stimme, wie ich beruhigt feststellte. Aber auch tatsächlich eine nicht mehr ganz neue.

„Hallo Siegbert“, antwortete ich und bemühte mich möglichst ruhig und tief zu sprechen – und vor allem nicht zu husten, was mir leider häufig passierte, wenn ich aufgeregt war. Dann versuchte ich, möglichst cool den Text zu rezitieren, den ich mir zurechtgelegt hatte. Unvorbereitet würde ich nie einen Mann anrufen, den ich nicht kannte, und der mir in meiner Lieblings-Bar eine Visitenkarte zugesteckt hatte!

„Ich habe hier eine Karte von dir. Dr. Siegbert Gärtner – hübscher Name“, log ich. „Ich heiße übrigens Hilde. Ich hoffe, du weißt noch, wer ich bin?“

Mit dieser Formulierung, die alles Mögliche bedeuten konnte, plante ich, mein Gegenüber ein wenig aus der Reserve zu locken. Wer konnte schon wissen, wo und in welchen Zusammenhängen der Herr Dr. Gärtner seine Visitenkarten unter das Weibsvolk schmiss? Und tatsächlich: Am anderen Ende der Leitung blieb es still. Ich schien Siegbert irritiert zu haben! Vermutlich klapperte er gerade fieberhaft alle Zusammentreffen der letzten zwei Wochen ab, an deren Ende er seine Karte irgendwo hinterlassen hatte.

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