Leon Grüne - Die Schule
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Am frühen Morgen des nächsten Tages war sein Vater mitsamt dem Schlafenden und von den Umständen total paralysierten Bobby wieder an ihrem Haus angekommen. Er ging einfach rein, umarmte David, packte seine Sachen und sagte seiner Frau, dass sie Post von seinem Anwalt bekommen würde. Dann ging er einfach aus dem Haus, verabschiedete sich von seinen Kindern, und eine Woche später waren sie geschieden. Ein Taxi hatte ihn von dem Haus seiner – von dem Tag an – Ex-Frau mit seinem restlichen Hab und Gut abgeholt. Das war der Tag, an dem er seinem ältesten Sohn David sein Auto vermacht hatte. In eben diesem Wagen war David weggefahren, wenige Minuten bevor das Telefon in der Eingangshalle von seiner Schule geklingelt hatte.
5
Jeder hat eine bestimmte Musikrichtung, die er bevorzugt beziehungsweise am liebsten hört. Davids Musik war der Rock’n Roll. Er brannte für ihn. Aus diesem Grund drehte er die Lautstärke des Radios ganz besonders auf, als Little Richard grade begann, Tutti Frutti zu singen. Mit den Fingern klopfte er den Takt auf dem Lenkrad mit und bewegte seinen Mund so zu dem Lied, als würde er es selbst singen. In ein paar Minuten würde er zuhause sein und das Wochenende durchschlafen. Er hatte keine Lust, sich wieder mit seiner Mutter wegen ihres ausgiebigen Liebeslebens zu streiten. Der Streit letzte Woche, bei dem sie sogar so weit gegangen war und ihn geschlagen hatte, hatte ihm gereicht. Natürlich hatte er dem nichts entgegengesetzt. Schließlich gehörte er nicht zu der Sorte Menschen, die jedes Mal, wenn man ihnen dumm kommt, anfangen zuzuschlagen.
David trat auf die Bremse und kam vor der roten Ampel zum Stehen. Sein Blick schweifte aus dem Fenster über Männer in Anzügen, die in Eile durch die Gegend liefen, Eltern, die versuchten ihre Kinder möglichst dicht bei sich zu behalten, Obdachlose und so weiter. Seine Augen blieben an einem Obdachlosen mit braunem Vollbart und einem verwaschenen, grauolivfarbenen T-Shirt haften. Der Obdachlose trug ein Pappschild um den Hals auf das: „Brauche Trinken!“, gekritzelt worden war. Er stand dicht an der Hauswand angelehnt, um sich halbwegs im Schatten zu befinden. Flehend sah er jeden der vorbeigehenden Menschen an und bettelte um ein wenig Kleingeld.
„Bitte Miss, geben Sie mir etwas Geld, ich habe so Durst. Bitte helfen Sie einer armen Seele“, flehte er eine Frau mittleren Alters an, die mit ihrer kleinen Tochter an ihm vorbeiging.
Erschrocken und angewidert vom Anblick des Obdachlosen nahm sie ihre Tochter und erhöhte das Tempo ihre Schritte.
„Komm schnell, Lucy“, sagte sie zu dem kleinen Mädchen an ihrer Hand.
„Aber Mami, warum können wir dem armen Mann nicht helfen?“, fragte Lucy besorgt und beobachtete ihn traurig.
„Er ist selber schuld, dass er jetzt auf der Straße leben muss. Außerdem hat er bestimmt Krätze oder Lepra“, sagte sie, womit sie auf sein rechtes graues, trübes Auge hinwies.
„Krätze äußert sich durch Ausschlag und starken Juckreiz, gnädige Frau“, sprach sie ein älterer Mann an, der dem Obdachlosen eine Flasche Wasser gab, von welcher dieser sofort einen Schluck zu sich nahm. Sie blieb stehen und warf ihm einem tödlichen Blick zu.
„Ach ja, und Lepra kann zwar die Augen betreffen, würde aber dann sichtliche Verstümmelung oder Lähmung verschiedener Körperteile mit sich ziehen. Außerdem ist die Infektionsgefahr bei beiden Krankheiten nur bei längerem intensivem Körperkontakt besonders realistisch. Wenn Sie Ihr Kind schon anlügen wollen, dann lügen Sie es wenigstens so an, dass es realistisch wirkt“, fuhr er fort, ohne ihrem Todesblick größere Aufmerksamkeit zu schenken.
„Ich danke Ihnen. Gott segne Sie, mein Herr. Gott segne…“
Der Obdachlose verstummte, als er David sah und ihre Blicke sich trafen. Er krümmte seinen Hals auf die eigenartigste Art und Weise, die seine Wirbel zuließen und begann urplötzlich, schallend zu lachen. Das Lachen hatte große Ähnlichkeit mit dem eines verrückten Serienkillers, dem klar geworden war, dass er jemanden umgebracht hatte, der ihm eigentlich am Herzen lag. Sein rechter Zeigefinger schoss empor und zeigte auf David.
„Fahr endlich, du Affe“, brüllte ein wütender korpulenter Mann aus dem Jeep hinter ihm, „Bist du farbenblind Junge? Es ist grün!“
Seine Worte wurden von den kontinuierlich benutzten Hupen der hinter ihm stehenden Autos begleitet.
„Verdammt“, schrie der Obdachlose David entgegen und begann sich immer weiter von ihm wegzubewegen. Die losen Sohlen seiner Schuhe klatschten bei jedem Schritt auf dem Boden, was jedoch in den lauten Geräuschen der pulsierenden Stadt um ihn herum unterging.
„Du bist verdammt, Junge! Der Teufel hat dich in seiner Hand!“, schrie er ein weiteres Mal, während er ihn immer noch verrückt anlachte.
Offensichtlich aus seiner Schockstarre erwacht, legte David den ersten Gang ein und fuhr los. Erschöpft ließ sich der Bettler schwer atmend auf den Boden fallen. Selbstzufrieden grinste die Frau den verdutzten alten Mann an, der den Bettler grade eben erst vor ihr verteidigt und ihm eine Wasserflasche gegeben hatte. Das war genau die Wendung, die sie gebraucht hatte, um nicht vor ihm und ihrer kleinen Tochter dumm dazustehen. Die Kleine versuchte grade, eine auf dem Boden liegende, bunte Kaugummiverpackung aufzuheben, um nachzusehen, ob sich darin nicht doch noch ein allerletztes Kaugummi befand. Sie strich ihre nussbraunen Haare aus ihrem langsam faltig werdenden Gesicht und zog ihr kleines Mädchen von der Kaugummipackung weg.
„Ich habe außerdem gehört, dass geistige Verwirrung eine Folge von Aids sein kann. An Ihrer Stelle würde ich mich erstmal gründlich untersuchen lassen. Nicht, dass Sie neben seinen Flöhen und Läusen, die sowieso schon auf Sie übergesprungen sind, auch noch das Pech haben, in Kürze Ihr Testament aufsetzen zu müssen.“
Dann setzte sie sich zufrieden ihre Sonnenbrille auf und entfernte sich mitsamt ihrer Tochter von den beiden Männern, an die sie sich heute Abend schon nicht mehr erinnern würde.
6
Der linke Blinker des Mercury Cougar leuchtete auf. David bog in die Einfahrt des trüben Einfamilienhauses ein und parkte sein – ehemals das seines Vaters – Auto vor der geschlossenen Garage. Bevor er ausstieg, warf er einen flüchtigen Blick durch das Fenster des Wohnzimmers. Es war zur Routine geworden, dass er, aus reiner Vorsorge bevor er das Haus betrat, das Wohnzimmer von außen inspizierte. Er war nicht erpicht darauf, seine Mutter ein zweites Mal bei etwas Unschicklichem zu hören, geschweige denn zu sehen. Vielleicht konnte man in seinem Fall ebenfalls von Numbing als Folge ihrer damaligen Seitensprünge sprechen. Das wäre jedoch zu weitgehend, schließlich fühlte er keinen besonderen Schmerz bei der Trennung seiner Eltern. Trae hatte ihn am Abend, als sie sich kennengelernt hatten, gefragt, wie das wäre, von seinen Eltern erzogen zu werden. Diese Frage lag ihm deshalb so auf der Zunge, da er ein Waisenkind war. Seine Mutter starb kurz nach seiner Geburt am Kindbettfieber. Die Sterberate würde bei ungefähr 0,016 % liegen, hatten die Ärzte hinter vorgehaltener Hand gemurmelt und so entschieden, dass es nicht nötig sei, Maßnahmen zu ergreifen, um sie zu behandeln. Offiziell hatten sie nur gesagt, dass sie gesundheitlich in bester Ordnung wäre und es lediglich eine psychosomatische Reaktion auf den Stress sei. Einen Tag später starb sie. Trotz ihres Studiums und ihrer Erfahrung hatten sie den groben Fehler begangen, die Zahlen so zu legen, dass sie unbehandelte Fälle beschreiben würden. Jedoch starben 16 von 100.000 Personen, wenn sie behandelt wurden. Wieso Traes Mutter nicht behandelt wurde, wurde nie an eine höhere Stelle weitergegeben. Man beschrieb es als „nicht heilbaren, infektiösen Krankheitsausbruch“. Wer sein Vater war, konnte nicht ermittelt werden. Es gab keine namentliche Erwähnung oder irgendeinen Hinweis darauf, wer er sein könnte. Aus diesem Grund wollte Trae natürlich wissen, wie es gewesen wäre, wenn er eine Familie gehabt hätte. David – natürlich im pubertierenden Alter – hatte ihm gesagt, es sei wie Cholera. Man würde heftig darunter leiden, aber man hat nur eine zwei prozentige Chance, dabei draufzugehen. Traes Frage war für ihn wie der berühmt berüchtigte Finger in der Wunde gewesen. Besonders nachdem er seine Mutter bei einer Nummer mit einem gewissen Ray erwischt hatte, der zum einen zwar schicke Anzüge trug, aber zum anderen bei weitem nicht so viel verdiente, da er, wenn überhaupt, ein grade mal mittelmäßiger Immobilienmakler war. Also legte er noch einen drauf und erzählte ihm, dass man außerdem mit Schlägen, Bestrafung und im schlimmsten Fall sogar mit Misshandlung rechnen müsse. Dass er in seinem ganzen Leben noch nie mit Misshandlung in Kontakt gekommen war, verschwieg er aber. Es ging ihm nur darum, seinen Eltern eines auszuwischen. Wenn man älter wird, wäre es dann eher wie die Pest. Die Qualen würden schlimmer werden als vorher und die Chance, dass du draufgehst steigt, hatte David gemeint. Wieso, hatte Trae ihn gefragt. Weil sie denken, dass du mehr aushältst und sie dann weniger vor ihren Taten zurückschrecken, war seine Antwort gewesen.
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