Leon Grüne - Die Schule

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Als David trotz seiner guten Noten von seiner Mutter auf eine Sommerschule geschickt wird, ist ihm klar, dass sie ihn bloß loswerden will. Zu allem Übel muss er jedoch feststellen, dass die Schule mitten im Wald, abgegrenzt von der Zivilisation steht. Doch das ist nicht das Einzige, was an der Schule seltsam erscheint. Als ein mysteriöser Zwischenfall an der Schule passiert, scheint nichts mehr so zu sein, wie es einmal gewesen ist. Mit der Zeit häufen sich die Zwischenfälle, und bald schon muss David selbst um sein Leben bangen.

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„Ach ja? Warum nicht? Wieso sollte ich freiwillig dort hingehen?“

„Wenn du nicht gehst, dann wirst du deine Sachen packen und dieses Haus verlassen.“ David stellte sich in ihr Sichtfeld. Jetzt war er derjenige, der ihr in die Augen sehen wollte.

„Du schmeißt mich raus?“ Seine Stimmlage klang erheblich entspannter. Ebenso wie seine Gesichtszüge, hatte sich auch seine Haltung verändert. Statt des selbstbewussten, wütenden Davids trat nun der verletzliche, traurige David in den Vordergrund. Sie versuchte jeglichen Blickkontakt zu vermeiden. Trotz ihrer klar definierten Position spielten ihre Gedanken wie verrückt miteinander Ping Pong.

„Ich schmeiße dich nicht raus. Wir werden nur nicht mehr gemeinsam in diesem Haus hier leben.“

Sie stockte einen Augenblick und stemmte die Hände in die Seiten. Erwartungsvoll sah David seine Mutter durch ihre zerzausten und verfilzten Haare an, die vor ihrem Gesicht hingen.

„Du wirst anderweitig unterkommen müssen, aber ich werde dich bei der Suche nach einer Bleibe unterstützen“, mit ernster und zugleich trauriger Miene hob sie den Kopf und blickte ihren Sohn mit ihren graublauen Augen an. Ein Schauer lief ihm über den Rücken, als ihre Blicke sich trafen. Kein einziges ihrer Körperteile signalisierte ihm unterschwellig, dass sie es nicht ernst meinte. Ihre Augen waren das Einzige an ihrer Erscheinung, die etwas anderes sagen zu wollen schienen. Sie wirkten im Vergleich zum Rest ihrer Körperhaltung unentschlossen. Die Verzweiflung in ihnen war in etwa so passend zu ihrem Auftritt wie ein in Ketten gelegtes Volk zu einem freien demokratischen Land.

„Ein milder Trost, findest du nicht?“

Keine Antwort.

„Wenn du mich loswerden willst, nur zu. Doch so leicht werde ich es dir nicht machen.“ Der traurige Ausdruck aus ihren Augen verschwand. Überraschung war nun das Gefühl, das sich in ihrem matten Glanz zeigte.

„Was meinst du?“ Er atmete tief ein und wieder aus. Sein Kopf senkte sich auf seine Brust, und er schloss die Augen.

„Ich gehe auf deine bescheuerte Sommerschule.“ Faye huschte ein Lächeln über die Lippen, wie man es eigentlich nur nach einem anstrengenden, aber schlussendlich siegreichen Kampf aufsetzen würde.

„Aber ich habe eine Bedingung!“, warf David ein, der das Siegesgefühl seiner Mutter schon witterte. Eigentlich war es hirnrissig, seiner Mutter nachzugeben. Sie war die Fehlermacherin, die für ihre Vergehen gradestehen sollte, nicht er, der diese Vergehen jahrelang miterleben und ausbaden musste, während sie schon längst wieder neue Fehler machte. Aber er war der Diskussionen und der Streitereien müde. Aus diesem Grund blieb ihm also nichts anderes übrig, als auf ihren Vorschlag, so schwachsinnig er auch sein mochte, einzugehen und zu hoffen, dass nach den Ferien wirklich alles besser werden würde.

„Wenn ich zurück bin, endet das hier. Keine weiteren Streitereien, Beleidigungen oder Vernachlässigungen mehr. Ich will mich nicht bis ans Ende meines Lebens mit dir streiten und allein gelassen werden. Wir beide werden mein letztes Jahr auf der High School zusammen in Frieden hier in diesem Haus verbringen. Einverstanden?“

„Ja, das bin ich“, antwortete sie ohne zu zögern. Ein weiteres Mal begann seine Mutter zu lächeln. Diesmal nicht triumphierend, sondern erleichtert. Auch David war erleichtert. Er hatte mit einem Bein schon auf der Straße gestanden und hatte sich mit diesem Kompromiss selbst wieder von dort zurück in die eigenen vier Wände gebracht. Wobei man diesen Beschluss auf keinen Fall einen Kompromiss nennen konnte. Die Definition eines Kompromisses war schließlich die Einigung auf etwas durch ein gegenseitiges Zugeständnis. Doch in diesem Fall gab es kein gegenseitiges Zugeständnis. Es gab nur die Androhung, ihn rauszuwerfen. Man konnte es also bestenfalls eine Erpressung von ihrer Seite aus nennen. Von einer Einigung oder einem Mittelweg konnte keine Rede sein. Sie schloss ihn in die Arme und drückte ihn an sich. Sein Kopf legte sich auf ihre Schulter, und erstmals am heutigen Tag fühlte er etwas wie Zufriedenheit in seinem Gefühlschaos. Zufriedenheit darüber, dass die Zeit des Streits so gut wie vorbei war. Ein paar Wochen würde er schon aushalten. Nicht gerne, aber er würde es tun, um den aufgestauten Zwist der vergangenen Jahre hinter sich zu lassen und nach vorne sehen zu können. Er hatte nach jedem Strohhalm gegriffen, den er in die Finger bekommen hatte und sah nun die Chance, endlich nach einem stabilen Stahlrohr greifen zu können. Seine Hoffnung, dass dies einfach nichts anderes war als ein weiterer Griff nach dem berühmten Strohhalm war verschwindend gering.

„Alles wird gut werden, Großer“, tröstete Faye ihn und streichelte ihm über den Rücken.

„Ich hoffe es“, entgegnete er seufzend.

„Keine Sorge. Bis du wieder hier bist, werden wir beide wieder im Klaren sein, und dann wird sich hier alles ändern“, versprach sie ihm, was sie jedoch sofort wieder bereute. Er löste sich aus ihrer Umarmung.

„Ich nehme dich beim Wort.“

Ihre Hand tätschelte seine rechte Wange. Unter ihren Fingerkuppen spürte sie die rauen, piksenden Bartstoppeln seiner kurzen, kaum sichtbaren Koteletten.

„Das darfst du“, versicherte sie ihm mit einem warmen Lächeln.

„Wann muss ich dort sein?“, unterbrach er die versöhnliche Stimmung.

„Am Montag schon. Aber die Schulleitung empfiehlt, bereits einige Tage vor Beginn der Unterrichtseinheiten vor Ort zu sein, um sich mit dem doch recht ungewöhnlichen Terrain sowie mit dem Schul- und Wohngebäude vertraut machen zu können.“

„Verständlich“, murmelte David gedankenversunken. Er konnte das, was grade passierte, immer noch nicht gänzlich verarbeiten. Zu überraschend war die Aufforderung seiner Mutter gekommen, die Ferien doch bitte am sprichwörtlichen Ende der Welt zu verbringen.

„Freut mich, dass du das auch so siehst. Wie wäre es, wenn ich dich morgen schon vorbeibringe? Dann hättest du genügend Zeit, die Lehrer kennenzulernen und dir die Schule anzusehen“, schlug sie ihm vor, ohne auch nur ihre Freude über das Fernbleiben ihres Sohnes zu verstecken. Du kannst es echt nicht abwarten, mich loszuwerden, wollte er sagen, entschied sich aber dazu, es besser nicht zu tun. Eine weise Entscheidung. Denn, wenn er seinen Gedanken laut ausplappern würde, hätte Faye ihm ohne zu zögern jede Chance auf ein Mitspracherecht, was den Abreisetag anbelangte, verwehrt. Doch somit wahrte er die Chance der Isolation von der Außenwelt, die ihn erwarten würde, noch einen Tag hinauszuschieben.

„Nein. Nicht morgen schon. Wir können Sonntag fahren. Ich muss mich noch von Zoe verabschieden. Die Kleine wird völlig aufgewühlt sein, dass ich weg bin“, versuchte er ihr mit seiner gesamten Überredungskunst zu erklären. Zu seiner Überraschung versuchte sie nicht, ihn umzustimmen, sondern willigte verständnisvoll ein. Scheinbar konnte sie sich doch noch etwas gedulden, bis sie das Haus für sich und ihre Verehrer allein hatte. Peinliches Schweigen trat ein. Keiner der beiden wusste, was er sagen sollte. Ratlos standen sie sich gegenüber und starrten auf die Fugen zwischen den Fliesen, welche den Küchenboden zierten. Der Klingelton seines Handys brach die Stille, die sich im Raum ausgebreitet hatte.

„Tut mir leid, ich schalte es aus“, entschuldigte er sich und griff in seine Hosentasche.

„Nein, schon gut. Geh ruhig ran. Ich muss mich sowieso beeilen. In einer Stunde beginnt meine Schicht“, erwiderte sie mit einem flüchtigen Blick auf ihre Uhr. Sie arbeitete als Pflegerin in einer Kinder- und Jugendpsychiatrie und war eng mit dem dort zuständigen Chefarzt befreundet, was ihr schon den ein oder anderen Bonus eingebracht hatte. Zudem hatte sie das Glück aufgrund dieser Freundschaft mit besagtem Vorgesetzten, dass sie noch nie in ihrer bisherigen Berufslaufbahn zwischen den Schichten pendeln musste. Nach ihrem freien Tag gestern erwarteten sie nun vier Nächte, die sie damit verbringen musste, auf die mehr oder weniger schlafenden „Psychoratten“ – einer ihrer geläufigsten Begriffe für psychisch kranke Kinder – aufzupassen. Außerdem konnte sie ihren Beruf wunderbar als Ausrede nutzen, um sich nicht um Davids Probleme kümmern zu müssen. Jedes Mal wenn er es versucht hatte, wurde er immer wieder auf dieselbe Art von ihr zurückgewiesen.

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