M. A. Audren - Traumtänzer
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Auch den schrecklichsten Albtraum musst du nicht fürchten, er stiehlt doch nur ein wenig Schlaf.
…was aber, wenn er dir dein Leben raubt?
Als Schatten beginnen zu verblassen und Menschen in einen Schlaf fallen aus dem sie nie wieder erwachen sollen, lauscht die junge Ellie der Legende der Traumtänzer. …und deren Welt wird von Mächten bedroht, die selbst die süßesten Träume das Fürchten lehren.
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Um zwei Uhr Morgens starrte Ellie den Traumfänger in ihren Händen regungslos an. Es war ein langer Tag gewesen.Kaum aufgewacht, fühlte ihr Kopf sich bereits an, als würde er gleich explodieren. Den Wecker hatte sie mehr als nur großzügig verschlafen und als wäre das nicht genug, hatte sie sich hoffnungslos in ihren Laken verwickelt. Zumindest hatte sie es zuerst für ihre Laken gehalten - aber die edlen Stickereien und bunten Farben wirkten nicht, als wären sie von dieser Welt - und ganz sicher nicht aus Ellies Wäschekorb. In der Arbeit angekommen war nicht nur Edith krank gewesen, auch Marlyn fühlte sich nicht sonderlich und neben Cains schlechter Laune musste sie sich auch Sorgen machen, ob sie sich noch selbst anstecken würde. Die Welt schien voller Chaos - im Supermarkt brauchte sie eine halbe Stunde länger, weil weit und breit kein Verkäufer zu finden war und dann musste sie sich noch auf die Suche nach einer neuen Krankenschwester machen. Die bisherige war auf einmal nicht mehr verfügbar und dass die Frau von der Versicherung nicht zu erreichen war, war auch nicht gerade hilfreich. Trotz alledem steckte den ganzen Tag nur ein Satz in Ellies Kopf fest.Du bist wirklich hier.Wieder und wieder hallten die Worte durch ihren Kopf. Wie eine Schallplatte, die immerzu dieselbe Stelle abspielt, bis die Worte keinen Sinn mehr machten und alles zu einem stotternden Störton wurde. Die Wunde, die Kleidung … Selbst wenn dieser Layan recht gehabt hatte und nicht bloß eine Ausgeburt ihrer Fantasie war. Es warf eine Frage auf - nein, eigentlich hunderte. Und es gab nur einen wirklichen Weg, Antworten zu bekommen. Diesmal war sie vorbereitet, das hoffte sie zumindest - auch, wenn sie sich dabei lächerlich vorkam. Mit Shirt, Weste und Jeans bekleidet saß sie auf der Bettkante, ihre Füße in ein dickes paar Socken und leichte Hausschuhe gepackt. Mit Turnschuhen ins Bett zu gehen, war ihr dann doch zu viel gewesen … aber sie hatte ernsthaft mit dem Gedanken gespielt.»Alles oder nichts.« Murmelte sie, als sie sich möglichst bequem hinlegte, den alten Traumfänger dabei fest in Händen. Sie hatte ihren Vater darauf angesprochen, hatte vielleicht sogar gehofft, die Geschichte würde ihn aus seinem Koma holen - doch er schlummerte stumm weiter. Der einzige, den sie um Hilfe bitten konnte, war Layan. Vielleicht konnte er ihr sagen, was genau vor sich ging. Ob da mehr war als ein ‘du bist zufällig hier gelandet’. Dass er ihr etwas verschwiegen hatte, wusste sie, aber nun brannte es in ihr, herauszufinden, was genau. Sie konnte nur hoffen, dass sie sich an ihre Vorsätze erinnerte, wenn sie einmal eingeschlafen war.Vor dem breiten Holztor, das den Eingang zu Lancars bildete, stand Layan. In seinem Gesicht prangte das übliche, breite Lächeln und über seinen Schultern schwebten jeweils ein blauer und grüner leuchtender Orb.»Gut, dass du immer bei mir landest.« Er warf einen prüfenden Blick in den Himmel, während die beiden Feen schon ungebremst auf Ellie zurasten. »Und heute bist du früher dran.« Ellie vermutete, dass sie bei ihm gelandet war, weil sie mit dem Traumfänger an ihn gedacht hatte … aber das würde sie ihm bestimmt nicht unter die Nase reiben. Aber nun war es offiziell: Drei von drei. Das alles war kein Zufall. Und erst Recht kein Traum.»Und du hast freundlicherweise schon auf mich gewartet? Rem, Bel, hallo!« Sie begrüßte die Feen, die um sie herum flatterten und nutzte den Moment um den Tänzer genauer zu mustern. Er war wieder barfuß und trug dieselben weißen Stoffbahnen wie in den Nächten zuvor. Er hielt einen großen Weidekorb vor der Brust, voll von irgendeinem moosähnlichem Kraut, von dem ein starker Pfeffer-Geruch ausging. Über seiner linken Schulter hingen eine gefaltete Decke und eine Mischung aus Bändern und Lederschnüren mit allerlei bunten Anhängern.»Ich musste sie mitbringen. Die zwei waren richtig beleidigt, als sie herausgefunden haben, dass du hier warst, ohne Hallo zu sagen.«»Verständlich. Wenn man den hiesigen Gerüchten glauben schenken darf, bringst du nicht allzu viele Freunde mit.«»Diese verflixten Kinder.« Er wirkte alles andere als wütend, bei all dem was passiert war, schien er das Konzept von Wut nicht einmal zu kennen und sein Lächeln schien zu schön, um echt zu sein. Wieso vertraute sie ihm eigentlich? Im Grunde genommen war er ein vollkommen Fremder. Er konnte ihr alles mögliche erzählen. Wieder dachte sie an die letzte Nacht: Was hatte er ihr sonst noch verschwiegen? »Guck nicht so, Ellie.« Während sie in Gedanken schwelgte, war Layan neben sie getreten und automatisch suchten ihre Augen seine. »Das hier ist die Welt deiner Träume, hier brauchst du keine Sorgen zu haben.«»Ist die Tatsache, dass ich hier bin nicht schon Anlass genug zur Sorge?« Ihre Stimme war etwas schärfer als beabsichtigt, doch Layan reagierte mit einem nachsichtigem Lächeln.»Nicht für mich.« Sie wusste wieder, warum sie ihm so schnell vertraut hatte: Ein einzelner Satz und ihr Herz flatterte wie wild. »Dein Timing ist übrigens perfekt, ich wollte dir etwas zeigen.« Als er, wie so oft, nach ihrem Handgelenk griff, zuckte sie aus seiner Reichweite.»Sehr gerne. Aber nur unter der Bedingung, dass du aufhörst, mich durch die Gegend zu zerren.«»Wie die Dame wünscht. Nach Dir.« Er deutete eine kurze Verbeugung an, ganz anders als die Begrüßung Palyks, und Ellie schüttelte sacht den Kopf als sie sich in Bewegung setzte, Rem flatterte neben ihrer Schulter mit.»Was hast du da eigentlich?«»Pfefferkraut und ein Zaumzeug.« Mit kraus gezogener Nase folgte sie dem Tänzer und bald hatte er sie auf eine Ebene südlich des Dorfes geführt. Ellie stockte der Atem, und das nicht nur wegen des Pfefferkrauts.»Layan … was ist das?«»Eine Herde Rakkys.« Mit einem breiten Lächeln setzte Layan den Korb ab, packte etwas Grünzeug und ging auf die Tiere zu. Ellie hingegen musste einen Schrei unterdrücken, als sich eines von ihnen in Bewegung setzte: Die Wesen waren enorm. Gigantische, achtbeinige Monstrositäten mit Silber glänzendem Fell, einem Gesicht, das sie bis in ihre Albträume jagen würde und verschlungenen Hörnern, die weiter in die Luft ragen als ihr lieb war: Sie sahen ein bisschen aus wie mutierte Nilpferde.»Du hast sie nicht mehr alle.« Ihr ungläubiger Blick brachte ihr nur ein erheitertes Lachen ein.»Mach dir keine Sorgen, sie sind sehr friedfertig - und ungelenk. Dieses Kraut ist ihr Lieblingssnack aber es wächst sehr gut versteckt inmitten der Wälder. Die Bäume stehen zu dicht für die Rakkys. Gegen ein bisschen Pfefferkraut lassen sie sich deshalb gerne bestechen und als Last- oder Reit-Tiere verwenden.« Wie um seine Aussage zu bestätigen, zupfte der Rakky vor ihm ungeduldig an den Blättern in seiner Hand.» … Reittiere?«»Ja - ich dachte mir, wir nutzen die Zeit und machen einen kleinen Ausflug.«»Einen Ausflug … Mich bringen keine zehn Pferde auf dieses Ding! Die zehn Pferde wären mir da auch schon lieber als das.« Der Rakky gab ein leises Grummeln von sich doch als Layan ihm das Kraut unter die Nase hielt wurde das beleidigte Geräusch mehr zu einem zufriedenen Schnurren. »Es schnurrt? Warum schnurrt das Nilpferd?!«»Es ist kein Nilpferd! Versuch es, sie sind ganz sanft.« Der Rakky vor Ellie gab ein, wohl ermutigendes, Schnauben von sich und blickte sie dabei so treuherzig an, dass sie beinahe versucht war, es darauf ankommen zu lassen. Wenn das keine Gelegenheit war, herauszufinden, ob sie Layan trauen konnte, was dann?Sie nahm ein bisschen von dem Kraut, ein merkwürdiges Gewächs, das weder Moos noch Farn zu sein schien, und schlich neben den Traumtänzer. Zaghaft streckte sie die flache Hand mit dem Kraut nach vorne - und schon war es im Maul des zufrieden schnurrenden Rakkys verschwunden. Layan indes hatte das Lederkonstrukt entworren und sich daran gemacht, es dem Wesen anzulegen.»Wir könnten zu Fuß gehen?«»Keine Angst, ich bin hier um auf dich aufpassen.« Mit einem großzügigem Schwung legte er eine Decke quer über den Rücken seines Tiers - ein behelfsmäßiger Sattel.»Soll mich das jetzt etwa beruhigen?«»Wir reiten die paar Meilen gemeinsam, das ist einfacher. Die kleine Dame sollte das schaffen.« Er überging sie einfach! Klopfte dem Vieh auf die Flanke und streckte seine Hand nach Ellie aus, die ihrerseits nur in stummen Horror den Kopf schüttelte. »Vertrau mir.« Layan schwang sich erstaunlich flott auf das gigantische Wesen und schon hatte er sie mit sich auf den breiten Rücken des Rakky gezogen. Ungelenk krallte sie sich im dichten Nackenfell fest, was das Tier kaum zu stören schien. Es gab ihr etwas Sicherheit als Layan die Hände an ihre Hüfte legte, aber gleichzeitig machte es sie ungewohnt nervös. Sie sollte allerdings keine Zeit haben sich genauer mit dem Grund dafür zu beschäftigen. Kaum hatten Bel und Rem sich zwischen ihren Händen in den silbrigen Pelz gegraben, spürte sie, wie Layan seine Beine in die Flanken des Tiers drückte.»Hopphopp.«Sie waren schnell. Ein lautes Kreischen hallte über die Ebene als der Rakky Anlauf nahm und Ellie gnadenlos gegen Layan gedrückt wurde. Ein D-Zug war nichts dagegen. Erst, als ihr die Kehle weh tat, schaffte sie es die Luft anzuhalten und sich eng an das warme Fell unter ihr zu drücken. Instinktiv bewegte sie ihre Hände dichter zu Rem, die der Geschwindigkeit kaum etwas entgegenzusetzen hatte. Bel hingegen schwirrte kurzerhand in ihre Weste - auch eine Methode um sich in Sicherheit zu bringen Ein Gespräch anzuknüpfen, oder auch nur hörbar um Hilfe zu schreien, war schier unmöglich. Das Getrampel des Nilpferd-Geschöpfs war ohrenbetäubend. Den meisten Teil des Ritts war Ellie ohnehin damit beschäftigt, ihrer Panik Herr zu werden und sich, mehr oder minder, aufrecht zu halten. Als der Rakky endlich anhielt, bereute sie, ihre Knochen nicht nummeriert zu haben. Die beiden Feen surrten augenblicklich davon, während Ellie - gut durchgeschüttelt wie sie war - es gerade so von dem Rücken des Tieres schaffte, ohne sich das Genick zu brechen.»Layan?« Stieß sie zwischen zwei nicht gerade damenhaften Rülpsern hervor. »Zurück laufen wir.« Der Tänzer lachte laut, streute etwas Pfefferkraut auf die Wiese und breitete die ‘Sattel’-Decke einige Meter weiter auf dem Boden aus.»Weniger Meckern, mehr die Gegend genießen!« Tatsächlich brauchte sie ein paar Minuten um das zu tun. Ihr Magen war nicht glücklich, ihre Augen dafür umso mehr als sie sich endlich umsah. Vor ihr lag eine gigantische Schlucht. Inmitten grüner Gräser und leuchtender Blumen zog sich ein breiter Krater durch die idyllische Landschaft. Ein enormer Wasserfall toste von einer Klippe zu ihrer Linken zielgenau in eben diesen und versprühte dabei einen feinen Sprühnebel über die nahe Ebene. Sie ging ein Stück darauf zu, um nach unten zu sehen und wurde nicht enttäuscht. Im tiefsten Teil der Schlucht wandelte der Wasserfall sich zu einem glasklaren Fluss. Selbst von so weit weg konnte Ellie ein endloses Meer an Fischen, bunte Korallen und Pflanzen unter der Oberfläche sehen.»Eine Schlucht … Palyk sprach von solchen Rissen?« Sie stapfte zurück zu Layan, der es sich auf der Decke bequem gemacht hatte. Rem hatte ihren Freiheitsflug auch beendet und lag nun neben ihm, während Bel noch aufgeregt über der Kluft schwirrte. »Das hat er, ja, aber diese hier war schon vor Lacrimosa da. Der einzige Unterschied ist, dass es damals eine Brücke gab. Seit sie weg ist, ist Lancars abgeschnitten vom Osten der Welt. Ausgenommen von denen, die mit den Feen fliegen können, natürlich.«»Ist die Brücke eingestürzt?«»So in die Richtung. Es ist etwas kompliziert.« Ellie setzte sich und machte den Mund auf, wurde aber sofort unterbrochen. »Nichts, womit du dich beschäftigen müsstest.« Ausnahmsweise war es an ihr, das Thema zu wechseln.»Entschuldige für Gestern. Ich weiß, das alles war nicht deine Schuld.« Zumindest da war sie relativ sicher. »Aber manchmal geht es etwas mit mir durch.«»Mach dir keine Sorgen. Das zeigt nur, dass du Herz hast - das ist doch etwas gutes. Stell dir vor, dir wäre alles gleichgültig.«»Der Tag an dem ich unter die Phlegmatiker gehe, muss noch kommen.« Sie lächelte und blickte wieder in den Himmel auf. Hier war es spürbar dunkler als in Lancars oder den umliegenden Teilen dieser Welt. Ellie war mehr oder minder klar, dass sie immer nachts hier gewesen war, aber bisher hatte es immer mindestens eine Sonne am Himmel gegeben. Wie auch immer die Astronomie hier funktionierte, hier war das Licht dieser Sonne stark gedämpft und schien mit der Zeit nur noch schwächer zu werden. Sie wusste nicht, wie viel Zeit sie hatte: Wenn nicht jetzt, wann dann?»Kann ich dir trotzdem ein paar Fragen stellen?« Er wirkte nicht gerade glücklich - aber er verneinte auch nicht. Das konnte man als Einladung sehen. »Du sagtest, es kamen seit zwei Dekaden keine Leute mehr hierher … aber wie kamen die Menschen davor überhaupt hierher?« Wie komme ich hierher? Stand unausgesprochen zwischen ihnen. Er sagte nichts. Sie fürchtet schon, er wäre eingeschlafen, doch der Tänzer starrte nachdenklich vor sich hin. Nach einer gefühlten Ewigkeit begannen seine Lippen, sich zu bewegen.»Es gibt da diese Traumfänger. Keine gewöhnlichen Dekorationen, die man in Tandläden kaufen kann. Echte Traumfänger, geknüpft von den Wanderern deiner Welt. Sie sind durchwoben von ihrer Magie - der Magie, welche die Seelensteine ihnen gewähren. Mit ihnen ist es möglich, hierher zu kommen.« Sofort wanderten Ellies Gedanken zu dem Geschenk ihres Vaters - aber woher hatte er einen solchen Gegenstand? »Die Grenze zwischen deiner und meiner Welt unterliegt ganz eigenen Regeln, ich zum Beispiel könnte niemals in eure Welt treten - die Wirbel würden es nicht zulassen. Traumtänzer können nur bis in die Träume vordringen, gleichfalls ist auch ein Mensch, der durch einen Traumfänger tritt, nicht vollkommen in unserer Welt. Während dein Bewusstsein hier ist, ruht dein Körper friedlich schlummernd in deinem Bett.« Das erklärte nicht den Kratzer - oder die Kleidung. Doch Ellie wollte ihn nicht unterbrechen. »Ein Wanderer hingegen unterliegt anderen Regeln. Mithilfe seiner Magie und eines Traumfängers kann er die Wirbel durchschreiten - wirklich und wahrhaftig.Natürlich ist auch ein nicht-physischer Ausflug wie deiner nicht ganz ohne Risiken. Deine Seele ist unglaublich verwundbar während du hier bist - wie eine Raupe, die aus ihrem Kokon gerissen wurde. Geschieht dir hier etwas, wirst du nicht mehr aufwachen.« Nicht die Antwort, die sie hören wollte. Die Erinnerung der Alben blitzte vor ihrem inneren Auge auf. Die scharfen Krallen, die sich nach ihr ausgestreckt hatten … und der tiefe Sturz von der fliegenden Insel.»Warum waren die Alben in Lacrimosa überhaupt hinter mir her? Du sagtest, sie verlassen niemals die Stadt, aber sie sind uns bis auf das Boot gefolgt … und noch weiter. Sie machten mir auch nicht den Eindruck, als hätten sie bald von uns abgelassen. Und das mit dem Parfum kaufe ich dir übrigens nicht ab.«»Gute Frage … die Antwort kann ich selbst nur raten. Vielleicht waren sie hinter dir her, weil du ein Mensch bist, dein Seelenfeuer könnte sie angelockt haben. Sie könnten auch mich gejagt haben, ich bin in Lacrimosa nicht unbedingt beliebt. Genau genommen hat seit dem Aufstieg niemand mehr die Stadt betreten.«»Was - «»Nur noch eine Frage! Wir wollen uns hier schließlich entspannen!« Er streckte ihr die Zunge heraus und Ellie spielte mit dem Gedanken, ihm Rem an den Kopf zu werfen. Da es ihr leicht überzogen schien, dachte sie lieber nach. Am liebsten hätte sie nach dem Wandler gefragt, aber sie ahnte, dass sie keine Antwort bekommen würde.»Du hast von den Wirbeln gesprochen - was genau ist das?«»Uralte Magie. Sie sind die Barriere, die unsere Welten trennt. Sie sind unglaublich mächtig.«»Die Barriere aus der die Wanderer ihre Kraft ziehen - das hat Palyk gesagt.« Layan nickte und Ellie realisierte, das auch eine andere Geschichte zu allem passte. »Die Erzählung über die Götter … von Lysanna, die gestorben ist und nun ihre Brüder voneinander trennt. Ist das eine Metapher für die Wirbel?«»Maleechi,« murmelte der Tänzer und deutet auf den dunklen Horizont. Dann berührte er den Grund, fasste eine der unzähligen Blumen, die überall aus dem Boden sprossen. »Und Mavis.« Er pflückte sie vorsichtig, hob die feingliedrige, blaue Pflanze vor sich, als wollte er selbst eine Barriere zwischen den Welten schaffen. »Zwei Brüder, durch die Wirbel für immer voneinander getrennt. Gezwungen, die, die sie liebten, jede Nacht vor Augen zu haben. Ihr Hass hat sie jeder Chance beraubt, sie jemals wieder in den Armen zu halten.« Wieder streckte er seinen Arm vor, diesmal in Ellies Richtung. Ihr Atem stockte, als seine Finger ihre Haut streifte. Die Blume steckte er hinter ihr Ohr, schob dabei sanft ihre Haare zur Seite. »Ich bin froh, dass Lysanna den Wanderern diese Gabe schenkte. Ohne sie, wäre nie auch nur ein Mensch so nah an unsere Welt gekommen.« Keiner von ihnen hatte wirklich gemerkt, wie nahe sie aneinander gerückt waren.»Es ist wunderschön hier.« Ellies Stimme war kaum mehr als ein Flüstern. »Hätte ich mir je eine Traumwelt ausmalen müssen - ich hätte nichts erdenken können, das auch nur halb so magisch wäre.« Sie streifte die Blume in ihrem Haar zurück, schloss die Augen und genoss die Brise, die über ihre Haut strich. Der gleichmäßige Atems des Tänzers, die Wärme die von ihm ausging all die Geborgenheit, die in diesem einen Moment lag, schien ihr Herz mit Feuer zu erfüllen. Als sie wieder aufblickte, lag ihre Hand an Layans Wange. Seine Augen strahlten im Dunkel der Nacht und er öffnete die Lippen, versuchte zu sprechen … doch ihre Hand verblasste. Er griff danach, umfasste sie mit seiner eigenen. Betrübnis huschte über seine Züge, während Ellie von dem vertrauten Schwindel erfasst wurde.»So sehr ich es hier liebe - « Eine Wahrheit, die sie erst in diesem Moment erkannte. »Ich bin froh, dass wenigstens ich mich darauf verlassen kann, jeden Morgen wieder aufzuwachen.« »Wie meinst du das?« Layan runzelte die Stirn, während Ellie unaufhaltsam weiter verblasste. »Wie mein Vater. Er schläft schon drei Wochen, seit dem Abend - « Mit diesen Worten ließ sie den verblüfften Tänzer zurück.
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