„Aber vielleicht sagt Robyn es ihnen ja auch überhaupt nicht“, überlegt er weiter.
Ich schlucke die Worte hinunter, die mir auf der Zunge liegen. Ich sehe Toli an, dass er noch einen kleinen Funken Hoffnung hat, dass wir es ihr erst erklären können. Obwohl ich nicht so genau weiß, was es da zu erklären gibt. Wir lieben uns einfach. Gleichzeitig weiß ich aber auch, dass diese Chance sehr gering ist.
„Lass uns über etwas anderes sprechen“, fordere ich ihn auf.
Ich habe keine Lust mehr, über meine Schwester oder meine Eltern zu reden. Und daran lasse ich auch keinen Zweifel.
Einen Moment sieht er mich so an, als würde er mir stumm sagen wollen, dass wir mit diesem Thema noch nicht fertig sind. Und das sind wir wirklich nicht. Allerdings ziehe ich es vor, mich jetzt mit etwas anderem zu beschäftigen.
Als ich schon die Befürchtung habe, dass er noch etwas deswegen sagt, nickt er schließlich. Erleichtert darüber atme ich auf.
Während der nächsten drei Tage schafft Toli es mit seiner Aufmerksamkeit mich auf andere Gedanken zu bringen. Die meiste Zeit des Tages liegen wir an dem kleinen Pool, der sich ebenfalls auf dem Grundstück befindet und lassen uns die Sonne auf den Bauch scheinen. Wir albern im Wasser herum, gehen spazieren, holen uns etwas zu essen und setzen uns dabei auf eine der Bänke, die sich im Hafen befinden. In dieser Zeit sind wir ein ganz normales Paar. So wie alle anderen. Auch wenn ich dabei immer im Hinterkopf habe, dass seine Männer sich in der Nähe befinden und so jederzeit einschreiten können, wenn sie der Meinung sind, dass Gefahr droht. Und auch Viktor ist aufgetaucht.
Ich weiß, dass zwischendurch sein Vater anruft. Ich sehe es an der Art, wie Toli jedes Mal die Augen verdreht, wenn sein Handy klingelt.
Gleichzeitig spüre ich, dass er sich Gedanken über das Problem mit meinen Eltern macht. Dabei soll er das überhaupt nicht. Er hat schon genug, um was er sich kümmern muss. Und dieses Problem ist definitiv meines. Ich gehöre nämlich nicht zu den Frauen, die bei dem kleinsten Problem zu ihrem Mann rennen.
„Blende ihn einfach aus“, befiehlt Toli mir, nachdem er meinen nachdenklichen Blick in die Richtung von Viktor gesehen hat.
Wir sitzen auf dem Rasen und lassen unsere Füße im Wasser baumeln.
Ich habe mich zwar mittlerweile daran gewöhnt, doch das bedeutet nicht, dass ich es nicht noch immer merkwürdig finde, immer einen Bodyguard in der Nähe zu haben. Er ist für meine Sicherheit da, doch das macht es nicht einfacher.
„Das ist nicht so einfach“, stelle ich deswegen fest.
„Ich weiß, aber wir werden einen Weg finden, der dich nicht einschränkt und dennoch dafür sorgt, dass dir nichts passiert.“ Toli fährt sich über den Nacken. „Ich werde ihm auftragen, den Jungs zu sagen, dass sie sich im Hintergrund aufhalten sollen. Aber ich hoffe, dass du es verstehst, dass ich sichergehen will, dass dir nichts geschieht. Vor allem jetzt, wo ich die Leitung von meinem Vater übernommen habe, gibt es da draußen sicherlich mehr als genug Leute, die mir eins auswischen sollen. Obwohl, das ist vielleicht nicht ganz richtig. Die gab es vorher auch schon.“
Kaum hat er ausgesprochen umgreift er meinen Hals und küsst mich. Ich weiß, dass er es nur gut meint. Deswegen protestiere ich auch nicht. Denn eins steht fest: Einem anderen Mann würde ich die Meinung sagen. Doch ich habe mich dafür entschieden an seiner Seite zu bleiben. Auch wenn das bedeutet, dass ich nun immer einen Schatten haben werde. Und vielleicht finde ich sogar einen Weg, wie ich die Jungs irgendwie in meine Shoppingtouren einschließen kann.
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