Jenny Karpe - Zwei Kontinente auf Reisen

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| Nominiert für den Deutschen Phantastik-Preis in der Kategorie «Bester Debütroman» |
Auf einem Felsen mitten im Meer liegt Kiras und Aarons Heimat. Nichts geht hier mit rechten Dingen zu: Die Sterne bewegen sich nie, täglich bebt der Boden und die Bewohner leben in ständiger Angst, dass ihre Insel zerbricht.
Ausgerechnet die verfeindeten Völker Ruan und Amerika müssen sich dieses Stück Land teilen. Als sie eine Grenze ziehen, trennen sie auch die Freunde Kira und Aaron. Für die Rettung ihrer Heimat müssen die beiden alle Regeln brechen und eine Reise ins Ungewisse auf sich nehmen, von der jede Wiederkehr ausgeschlossen scheint.

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»Ich weiß, dass du dich fürchtest, aber dafür brauchst du dich nicht zu schämen«, beruhigte Augustin ihn. »Du fürchtest dich vor Höhe, na und? Jeder hat vor etwas Angst, das ist ganz normal.«

Aaron betrachtete seinen Vater nachdenklich. »Wovor hast du Angst, Papa?«

Augustin beugte sich zu ihm herab, wobei das Geschirr klapperte. Einen Moment sah er aus, als würde er lediglich mit einem bitteren Lächeln antworten.

»Ich habe Angst vor dieser Insel.«

Aarons Augen weiteten sich erstaunt, doch Augustin lachte plötzlich und schloss ihn in die Arme.

»Aber ich habe dich, damit bin ich furchtlos. Du bist mir wichtig, sogar wichtiger als alles, was um uns herum geschieht.«

»Pass bitte auf dich auf, ja?«, bat Aaron. Sein Kinn bebte, und mittlerweile hatte er das Zittern seiner Knie nicht mehr unter Kontrolle. Sie standen nur wenige Schritte vom ungesicherten Abgrund entfernt. An manchen Stellen der Insel endete einfach eine abgebrochene Straße in der Luft, woanders führte eine trockene Wiese einen steilen Abhang hinunter. Sie waren an einem Ort, der früher ein Sportplatz gewesen sein musste, denn ein verlorener Basketballkorb zeigte in Richtung des Meeres. Vereinzelt konnte man die Linien des Spielfeldes erahnen.

»Und jetzt geh zurück zu Kira, ja? Lass sie nicht zu nah an den Abgrund. Essen wir später Gemüsepizza?«

Aaron schüttelte überlegend den Kopf. »Wir könnten auch eine Wurstkonserve öffnen, zur Feier des Tages.«

»Guter Plan! Das wollte ich hören.« Mit diesen Worten fuhr Augustin durch Aarons dunkles Haar und sah ihn aufmunternd an. Dann hob er den Kopf und winkte Kira zu. Sie drehte sich peinlich berührt zur Seite und tat so, als hätte sie nicht jedes Wort verstanden. Augustin schob seinen Sohn sanft in ihre Richtung.

»Jetzt geh schon, Aaron. Du musst nicht länger als nötig an der Kante stehen. Du zitterst ja schon.«

Aaron nickte. »Viel Glück! Bis gleich.«

Dann eilte er zu Kira auf die zerstörte Veranda.

»Wann geht es denn endlich los?«, begrüßte sie ihn. »Diese Warterei ist langweilig.«

Aaron gesellte sich neben sie. »Es ist gleich soweit.«

»Hoffentlich lohnt sich das alles.«

»Hat doch auch seine Vorteile.« Der Ruaner sah sie aufmunternd an. »Keiner der Erwachsenen konnte uns trennen oder uns etwas verbieten.«

Kira grinste schief und beobachtete die Helfer. »Das können die sowieso nicht.«

Die starken Männer beendeten ihr Gespräch, als Augustin zu ihnen trat. Obwohl der Boden hier nicht zitterte, achtete jeder auf seine Schritte. Plötzlich tauchte Khan Elliott neben Aaron und Kira auf, was das Lächeln beider verschwinden ließ. Da er nichts sagte, war er offenbar nur auf der Suche nach einem Platz in der ersten Reihe.

Gemeinsam beobachteten sie, wie diverse Seile an Augustin befestigt wurden. Sie endeten in einer Winde, die an einer Litfaßsäule klebte. Eine Zeit lang hatte Kira versucht, eines der ranzigen Plakate zu entziffern, aber die Männer hatten die Säule systematisch zu einem Anker umfunktioniert, sodass kaum ein Wort unverdeckt geblieben war. Von der Säule führten unzählige Seile zu den umliegenden Häusern. In ihrem Kopf sah es wie eine neuartige Abrisskonstruktion aus, und dieser Gedanke machte Kira Angst. Sie sah sich vor, Aaron davon zu erzählen. Allerdings hatten ein ruanischer Architekt und selbst Kiras Vater, der ehemalige Immobilienmakler, die Konstruktion erarbeitet. Am Vortag hatten sie Getreidesäcke abgeseilt, die sechs Mal schwerer als Augustin waren.

Aaron warf ihr einen fragenden Blick zu. Offenbar machte sie sich solche Sorgen, dass er es ihr anmerkte. Sie versuchte, ihre Maske aus Gleichgültigkeit wieder aufzusetzen.

»Khan Elliott, ich habe eine Frage«, begann Kira. Aaron löste den Blick nicht von ihr, doch sie hütete sich, ihm zu begegnen.

»Ich bin ganz Ohr.«

»Was genau ist ein Khan?«

»Na, ich bin der Khan.« Elliott zwinkerte. Heute hatte er seinen Cowboyhut nicht aufgesetzt, obwohl die Sonne unnachgiebig vom Himmel knallte. Verschlimmert wurde die Hitze dadurch, dass seit Tagesanbruch wenig Wind wehte. »Aber ich wette, du willst eigentlich wissen, was das Wort bedeutet.«

Kira nickte. Sie würde es spannender finden, ihrem Vater beim Schnarchen zuzuhören, während sie in einer Zeitung jedes O ausmalte.

»Der Khan war der Titel eines persischen oder mongolischen Herrschers. Sagt dir Dschingis Khan etwas?«

»Nö. Was ist … persisch und mongolisch?«, fragte sie weiter. Ihr Herz wummerte heftiger, selbst Aaron musste es hören können. Genau in dem Augenblick, als Kira es kaum aushalten konnte, verlor Aaron sein Interesse an ihrer Mimik.

»Das sind asiatische Länder, die es schon sehr lange nicht mehr gibt«, plauderte der Khan.

»Es gibt die meisten Länder nicht mehr«, murmelte Aaron missmutig.

»Persien gab es schon lange vor dem Sturm nicht mehr, Neunmalklug«, meinte Elliott mit zusammengekniffenen Augen. »Der Titel des Khans ist ziemlich alt und sehr ehrwürdig.«

»Okay, und warum bist du dann einer?«, wollte Aaron wissen, er sah Elliott herausfordernd an. Dieser zog wütend seine Augenbrauen zusammen. Im Gegensatz zu Hana konnte er den Jungen nicht einfach ohrfeigen.

»Eigentlich bin ich wie ein Anführer. So wie der einer Bande, bloß könnt ihr euch nicht aussuchen, ob ihr in der Bande seid oder nicht. Ich hätte mich auch König, Scheich oder Basileus nennen können, aber ich habe mich für den Namen des Khans entschieden. Die alte Weltordnung besteht nicht mehr, da darf ich das doch wohl.« Elliott klang wie ein aufmüpfiges Kind, obwohl er bereits graue Haare bekam.

»Basileus?«, fragte Kira kritisch. Von einem König oder Scheich hatte sie schon einmal gehört. Wenn Emilia ihr Märchen vorlas, gab es fast immer einen dieser beiden Herrscher.

»Oh, der Basileus war der Titel von mehreren Herrschern im alten byzantinischen Reich.«

»Denkst du dir das gerade aus?«, fragte Aaron stirnrunzelnd.

»Nein, verdammt!« Elliott wurde allmählich ungehalten. »Du kannst die Basílissa fragen – sie hat sich dafür entschieden, die weibliche Form dieses Titels zu tragen. Ich finde, dass man mit dem Wort Khan viel mehr anfangen kann als mit ihrem Titel, aber ihr findet es ja ausgerechnet albern, dass ich –«

»Es geht los!«, rief einer der Männer, woraufhin Elliott endlich verstummte. Kira sah dabei zu, wie Basílissa Hana zu Augustin hinüberging, der von vier Seilen gehalten wurde und nun von seiner Herrscherin die antike Kamera überreicht bekam.

»Ich hoffe, sie funktioniert«, murmelte Aaron. »Ich will unsere Insel auch sehen.«

Hana entfernte sich nun von den Männern und erlaubte den Beginn des außergewöhnlichen Spaziergangs. Augustin winkte, während er Stück für Stück unter der Kante der Insel verschwand. Kira zögerte nicht länger und sprang auf. Die Basílissa gebot ihr mit einer raschen Handbewegung Einhalt.

»Störe die Männer nicht, Kira«, fuhr sie das Mädchen an. Sie blieb murrend auf der Terrasse stehen und streckte sich, trotzdem konnte sie Augustin nicht mehr sehen. Da waren nur noch zwölf starke Männer, etliche Seile und der blaue, ruhige Ozean.

Kira beugte sich auf dem Geländer vor und wollte den Khan gerade bitten, ein wenig zur Seite zu gehen, als dieser nach hinten sackte.

»Ähm, Khan Elliott?«, fragte sie, um kein weiteres Aufsehen zu erregen. »Ist alles in Ordnung?«

Mit einem lauten Schnarchen beantwortete Elliott ihre Frage. Am liebsten hätte Kira ihm ins Gesicht geschlagen, und auch Aaron stand vor Empörung der Mund offen. Was für eine Unverschämtheit, einfach einzuschlafen! Entnervt standen sie auf und gingen zu der Basílissa, die nur wenige Schritte von der Terrasse entfernt stand.

Die Angst ließ nicht lange auf sich warten, dieses Mal spürte selbst Kira, was in Aaron vorging. Er wurde bleich und stolperte zitternd voran. Kira griff nach seiner Hand und sah ihn beunruhigt an, während die Basílissa vom Geschehen abgelenkt wurde.

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