Anno Dazumal - Der heilige Bürokratius
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„Das ist eine Unverschämtheit, was Sie sich erlauben!“ schimpfte eine Rentnerin. „Worum geht es?“ fragte der Bürokrat, der vor ihr saß, gelangweilt. „Ich habe hier von Ihnen einen Steuerbescheid zugeschickt bekommen.“ „Na und? Wo ist das Problem?“ „Was fällt Ihnen ein, von mir 100 Euro im Monat Kack- und Pißsteuer zu verlangen!“ „Hören Sie mal! Die ist nicht für Sie, sondern für Ihren Hund.“ „Können Sie mir das näher erklären?“ „Aber natürlich. Wie Sie wissen müssen Hunde pissen und scheißen. Aber im Gegensatz zum Menschen, der seinen Dreck ordnungsgemäß im Klo entsorgt, haben diese Tiere die fürchterliche Angewohnheit, ihr Geschäft überall zu verrichten. Da sich die Hundebesitzer zu fein sind, den Dreck ihrer Lieblinge selbst zu entsorgen, fällt diese Arbeit den Stadtarbeitern zu. Und die müssen schließlich vom Staat bezahlt werden. Jedoch ist der Staat pleite und braucht seine Schuldscheine für wichtigere Dinge wie zum Beispiel eine Segelyacht für mich, so daß Sie für die Entsorgung zahlen müssen.“ „Das hört sich ja noch ganz vernünftig an. Leider bekomme ich nur 500 Euro Rente. Wovon soll ich denn da leben?“ „Von den 400 Euro, die Ihnen noch bleiben.“ „Es bleiben mir aber nur 50 Euro im Monat, weil der Rest für andere Steuern, sowie Fernsehgebühren, Telefongebühren und Essen draufgeht.“ „Ja, da müssen Sie sich halt ein wenig einschränken. Schauen Sie, Sie sind alt und bald tot. Da brauchen Sie nicht mehr so viel in sich hinein futtern, weil Sie wahrscheinlich eher verfallen als das Zeug in Ihrem Magen. Fernsehen brauchen Sie auch nicht mehr und Telefonieren schon gleich gar nicht, weil Sie am nächsten Tag sowieso nicht wissen, was am Tag zuvor war.“ „Unverschämtheit! Was man sich von solchen Schnöseln wie Ihnen alles gefallen lassen muß. Ich habe mein ganzes Leben lang hart gearbeitet und jetzt muß ich von so einer kleinen Rente leben.“ „Ja, da können Sie doch froh sein. Schauen Sie, Ihre Enkel werden überhaupt keine Rente mehr bekommen. Im Vergleich zu denen haben Sie es noch gut.“ „Heißt das, ich muß diese Kack- und Pißsteuer zahlen?“ „Selbstverständlich. Es sei denn, Sie verschenken Ihren Hund oder lassen ihn von einem Auto überfahren.“ „Was sind Sie nur für ein Mensch?“ „Hä? Ich bin Beamter.“ „Gibt es denn sonst gar keine Möglichkeit mehr?“ „Oh doch. Wenn Sie den Dreck Ihres Hundes selbst wegmachen, dann brauchen Sie auch nichts zahlen.“ „Also muß ich nur die Häufchen in Tütchen schütten und die dann wegschmeißen?“ „Genau, halt, Moment, so einfach können Sie sich das auch nicht machen. Sie vergessen, daß es eine Kack- und Pißsteuer ist, nicht nur eine Kacksteuer. Den Urin Ihres Lieblings müssen Sie ebenfalls aufsammeln und entsorgen.“ „Aber das geht doch nicht. Der hebt doch alle zehn Meter sein Bein.“ „Dann müssen Sie ihm halt bessere Manieren beibringen.“ „Unglaublich, was Sie sich da erlauben!“ „Hören Sie, wir Bürokraten meinen es doch nur gut. Wir zerbrechen uns Tag und Nacht den Kopf darüber, wie wir das Zusammenleben aller Menschen verbessern können. Sie brauchen doch nur einen Eimer mitnehmen und den dann immer unter Ihren Hund stellen, wenn der schiffen will. Da ist doch nichts dabei.“ „Wie soll ich mich denn in meinem Alter noch bücken?“ „Bin ich Arzt oder was? Sehen Sie, hätten Sie etwas Vernünftiges gelernt, dann wären Sie auch in Ihrem Alter noch belastbar.“ „Damals gab es noch nicht so viele Büroschlafplätze.“ „Tja, das war wohl eine kleine Beamtenbeleidigung. Noch so ein Vergehen und Ihre Rente wird das nächste Mal einbehalten.“ „Das könnt Ihr doch nicht machen.“ „Oh, Sie haben gar keine Ahnung, wozu wir in der Lage sind. So, jetzt nehmen Sie Ihren Steuerbescheid wieder mit nach Hause, kaufen sich vorher noch eine Pistole und jagen sich dann schön brav eine Kugel in den Kopf, damit Sie den Steuerzahlern nicht mehr auf der Tasche liegen.“ „Was fällt Ihnen ein!“ „Führen Sie sich nicht so auf. Sie liegen dem deutschen Staat nur noch auf der Tasche, bringen keine Leistung mehr und nörgeln nur herum. Solche Leute brauchen wir nicht.“ „Aber wohl Leute wie Sie, die nichts tun und nur ihre Mitmenschen schikanieren.“ „Sie haben es erfaßt. Das ist das neue Dienstleistungsgewerbe.“
„Das ist so wahnsinnig toll. Die zwölf Gesetze haben wie eine Bombe eingeschlagen“, freute sich Schaukle. „Sollten wir nicht gleich ein paar neue nachlegen?“ wollte Elesser wissen. „Vergeßt nicht, daß wir Bürokraten sind! Außerdem können wir die Gesetze ja so auslegen, wie es uns paßt. Ich freue mich schon auf meine erste Gerichtsverhandlung“, erzählte Tecker. „Wieso darf der ein Richter sein?“ wunderte sich Zwink. „Das darf doch jeder von uns Fünfen. Wir sind die Staatsgewalt und wir werden dafür sorgen, daß die Menschen in Deutschland viel Arbeit, viel Ärger und wenig Freude haben“, garantierte Kurz. „Aber irgendwas müssen wir für uns für die Bonzen schon einfallen lassen. Die sind ziemlich sauer“, stellte Tecker fest. „Na ja, wenn sie genügend zahlen, dann bekommen sie natürlich keinen Ärger“, entschied Zwink. „Heißt das, wir sind korrupt?“ erkundigte sich Schaukle. „Na klar. Bis über beide Ohren. Wir lassen uns bestechen, denn in unserem Staat ist das kein Verbrechen“, reimte Elesser. „Wir sind schon ein Haufen, was! Einfach super, wie wir das gemacht haben!“ behauptete Kurz. „Wichtig ist nur, daß sich unsere Beamten wohl fühlen. Vielleicht sollten wir sie ein bißchen motivieren“, schlug Zwink vor. „Die sind schon genug motiviert, seit sie machen können was sie wollen“, entgegnete Schaukle. „Nein, so richtig motivieren. Ich habe da an einen tollen Wettbewerb gedacht. Vielleicht mit dem Titel: „Wer baut die größte Schikane für die Bevölkerung?“ Das wäre doch was, oder?“ „Absolut. Und als ersten Preis gibt es eine Beförderung. Der Gewinner braucht dann nichts mehr arbeiten und darf immer schlafen.“ „Jawohl, wir werden also ein Gewinnspiel machen und ich bin mir sicher, da werden unsere Bürokraten viel Freude mit haben.“ Nun mischten sich auch die drei Anderen wieder ein. „Vergeßt aber die Polizisten und die Soldaten nicht“, mahnte Kurz. „Richtig. Die wollen auch ein bißchen Abwechslung. Bei den Polizisten machen wir ein Gewinnspiel mit dem Titel „Wer verhaftet einen Bürger mit der lächerlichsten Begründung?“ Das könnte lustig werden“, meinte Elesser. „Und bei den Soldaten eins unter dem Motto „Wer erschießt die meisten Zivilisten?““ fiel Tecker ein. „Nein, das können wir nicht machen. Das mit den Polizisten schon, aber das Andere nicht. Denkt daran, daß sonst eine Menge Steuerzahler drauf gehen würden und das geht nicht. Schließlich brauchen wir die noch, um sie so lange wie möglich schikanieren zu können“, erläuterte Zwink. „Rüdiger hat Recht. Wir dürfen es nicht übertreiben. Jetzt machen wir erst einmal das mit den Bürokraten und den Polizisten und wenn die Aktionen ankommen, dann sehen wir weiter“, entschied Schaukle. „Genau, Erich. So, jetzt haben wir aber lange genug gearbeitet. Mal schaun, ob meine zwei Privatsekretärinnen schon wieder soweit sind“, bemerkte Kurz und machte sich auf den Weg. „Ja, ich muß auch mal bei meinen Nutten nach dem Rechten schauen“, erinnerte sich Schaukle und verschwand ebenfalls. „Genug für heute. Schließlich dürfen wir uns auf gar keinen Fall überarbeiten. Was wären wir denn sonst für schreckliche Vorbilder?“ warf Elesser in den Raum und verschwand ebenfalls. „Du, Günther, ich würde ja zu gerne noch ein bißchen arbeiten. Aber da wir nur noch zu zweit sind und so nichts mehr beschließen können, bleibt uns wohl nichts Anderes übrig, als ebenfalls für heute Schluß zu machen“, murmelte Zwink gähnend. „Da kann man leider nichts machen. Hauptsache, unsere Millionen Untertanen gehen schön in die Arbeit und zahlen fleißig Steuern. Dann ist auch alles in bester Ordnung“, ließ Tecker verlauten, bevor er mit Zwink den Raum verließ. Ja, sie überanstrengten sich wirklich nicht, die fünf neuen Machthaber. Das war wohl auch besser so, weil die Deutschen sonst gar nicht mehr zur Ruhe gekommen wären. Natürlich wurden umgehend Plakate gedruckt, die dann in allen Büros, Amtsstuben und auf allen Polizeirevieren an die Wand gehängt wurden. Mit Interesse lasen die Millionen Staatsdiener von dem Gewinnspiel und begannen damit, sich sofort neue Schikanen für die Bevölkerung zu überlegen. Währenddessen verhafteten die Polizisten stinknormale Passanten, welche das weniger lustig fanden.
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