Anno Dazumal - Der heilige Bürokratius

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Wir schreiben das Jahr XY nach Z. Ganz Deutschland ist von Bürokraten besetzt. Ganz Deutschland? Ja, ganz Deutschland! Aber es gibt einige tapfere Gestalten, die sich von den Sesselfurzern nicht unterkriegen lassen wollen. Sie begeben sich in die Schlacht gegen ein menschenfeindliches, paragraphisches System, dessen Vertreter natürlich alles dafür tun, um an der Macht zu bleiben.

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Der war nämlich im wahrsten Sinne des Wortes über seine ach so intelligente Sekretärin gestolpert, so daß Gerhard, Ulrike und Bertram von nun an keinen Chef mehr, sondern in ihrer Behörde selbst das Sagen hatten. Doch solche Dinge interessierten die fünf Machthaber wenig. Jene hatten sich, für Bürokraten völlig untypisch, mächtig ins Zeug gelegt und sehr schnell eine ganze Menge Gesetze verabschiedet, die vom Zeitpunkt ihrer Bekanntgabe an in ganz Deutschland gelten sollten. Jene wurden in allen Nachrichtensendungen verlesen: „1.In ganz Deutschland ist den Anordnungen der Bürokraten Folge zu leisten. Wer dagegen protestiert, muß mit einer Haftstrafe rechnen. 2.Bürokraten haben immer Recht. 3.Gebühren sind ohne Murren zu bezahlen. 4.Bürokraten haben immer Anspruch auf einen Sitzplatz, sei es in Bussen, Straßenbahnen, Zügen, auf Schiffen oder auch in Fußballstadien. 5.Wer Bürokraten beleidigt, muß mit einer langen Haftstrafe rechnen. 6.Es gibt fortan keine Meinungsfreiheit mehr, während die Pressefreiheit nach wie vor existiert. 7.Spenden für unseren bürokratischen Staat sind zunächst freiwillig. Sollten sich nicht genügend Spender finden, wird über eine Zwangssteuer nachgedacht. 8.Wünsche von Bürokraten sind zu erfüllen. 9.Polizisten und Soldaten dürfen Verbrecher auch erschießen. Als Verbrecher gelten die, die gegen den bürokratischen Staat kämpfen. 10.Das Glaubensbekenntnis der Bürokratie haben alle Bürger des Landes auswendig zu lernen. 11.Besitzern von Firmen, die Deutschland verlassen, wird die deutsche Staatsbürgerschaft entzogen. 12.Alle Bürokraten müssen freundlich und zuvorkommend behandelt werden.“ Das waren also die zwölf neuen Gesetze, an die sich von jenem Zeitpunkt an alle Menschen in Deutschland zu halten hatten. Außerdem bekam jeder Haushalt ein Blatt zugeschickt, auf dem das Glaubensbekenntnis der Bürokratie abgedruckt war. Jenes lautete folgendermaßen. „Heiliger Bürokratius im Büro, geheiligt sei Dein Stift, Deine Lohnerhöhung komme, wie im Finanzamt, so auch im Rathaus. Unsere täglichen Gesetze gib uns heute und vergib uns unsere einstigen Zweifel, wie auch wir vergeben unseren dummen Kindern und führe uns nicht in die Freiheit, sondern erlöse uns von den Asozialen, denn Dein ist die Macht und das Geld und die Herrschaft, bis der Schlaf kommt, schnarch.“ War es nur ein Versehen, oder reine Absicht, daß das Glaubensbekenntnis der Bürokratie große Ähnlichkeit mit dem Vater Unser der Christen hatte? Jedenfalls kam es immer häufiger vor, daß Menschen auf der Straße von wildfremden Polizisten und Bürokraten angesprochen wurden und das Glaubensbekenntnis aufsagen mußten. Dabei achteten die Zuhörer nicht nur auf deutliche Aussprache und Betonung der Silben, sondern auch auf die Überzeugungskraft. Waren sie mit dem Vortrag nicht zufrieden, gab es entweder eine saftige Geldstrafe oder Hiebe. So ging es also mit Deutschland und seinen Menschen langsam aber genüßlich den Bach runter. Genau das hatten die Bürokraten auch so haben wollen. Dabei war das alles erst der Anfang gewesen. Schließlich gab es Millionen von Bürokraten und von denen hatte jede und jeder eine Menge toller Ideen, die es zu verwirklichen galt, wollte man das eigene Volk noch mehr schikanieren. Von den europäischen Bürokraten, die da in Brüssel herrschten, war nicht mehr viel zu hören. Jene hatten begriffen, daß sie gegen die deutschen Bürokraten chancenlos waren und darum beschränkten sie sich darauf, über die anderen Völker Europas zu herrschen und jene zu unterdrücken. Das einzige Europäische in Deutschland war die Währung, doch da das Geld in Deutschland blieb, störte das niemanden sonderlich. Mit ein paar idiotischen Gesetzen war es den fünf Machthabern in kürzester Zeit gelungen, über 75 Millionen Landsleute zu kontrollieren, da ja die knapp sieben Millionen eigenen Leute zu den Mittätern gehörten und so nicht unter die Opfer fielen. Es sollte noch viel passieren. Während wir uns genüßlich zurücklehnen und das alles aus der Ferne betrachten können, warteten die Menschen in Deutschland voller Angst auf die nächsten Gesetze. Konnte es überhaupt noch schlimmer werden?

„Frau zu ertränken. Killer gesucht.“ Mit jener Anzeige warb Bertram nun in einem Ganovenblatt und die ersten Interessenten ließen nicht lange auf sich warten. „Ja, richtig. Ich bin der, der seine Frau ertränken will“, erklärte Bertram dem Anrufer. „Sehr gut. Ich bin Berufskiller.“ „Schön. Wann haben Sie denn Zeit?“ „Montags bis Donnerstags von acht bis drei Uhr nachts, freitags nur von zehn bis zwölf.“ „Das sind aber lange Arbeitszeiten.“ „Quatsch. Von acht Uhr abends bis drei Uhr nachts, Du Idiot.“ „Ach so. Das geht ja noch. Und am Wochenende arbeiten Sie wohl nicht, was?“ „Nein, da bringe ich meine Verwandten um. Zu Sonderpreisen.“ „Gute Überleitung. Was kostet denn so ein Auftragsmord?“ „Oh, das kommt ganz darauf an. Wollen Sie Ihre Frau aufgeschlitzt, oder erschossen, vergiftet oder erhängt? Mit einem Chrommesser erstochen oder mit einem billigen Taschenmesser von Aldi? Zwei Stiche oder 50? Das liegt ganz bei Ihnen.“ „Na ja, eigentlich wollte ich nur, daß Sie meine Frau umbringen.“ „Was! Nur ein stinknormaler 0815 Auftragsmord?“ „Genau.“ „Sie sind wohl ein Beamter?“ „Äh, richtig. Wie kommen Sie denn darauf?“ „Das hab ich gern. Ewig viel Kohle scheffeln und dann nicht mal ein paar Tausend Euro hergeben, um die eigene Alte loszuwerden.“ „Ein paar Tausend Euro! Sind Sie verrückt! Ich dachte, so ein Auftragsmord kostet höchstens 500.“ „500? Daß ich nicht lache. Das würde ja nicht mal meine Unkosten decken. Sie sind vielleicht lustig. 500. Da wird mir ja gleich schlecht. Hören Sie, ich trage ein verdammt hohes Risiko. Wenn mich zum Beispiel die Bullen erwischen, dann komm ich in den Knast und was glauben Sie, was das für ein Verdienstausfall für mich wäre! Nein, so geht es wirklich nicht. 3000 muß Ihnen der Tod Ihrer Frau schon wert sein.“ „Wissen Sie was? Da warte ich einfach noch 40 Jahre, dann stirbt sie umsonst.“ „Mir egal. Sie haben die Anzeige in die Zeitung getan.“ „Ach ja, stimmt. Wie sieht es denn mit Ertränken aus?“ „Na ja, da käme es ganz darauf an. In einem Weiher oder in einem Fluß?“ „Wo ist der Unterschied?“ „Im Fluß stirbt sie schneller, weil die Flüsse so vergiftet sind, daß man nicht mal mehr deren Wasser trinken kann.“ „Sehr gut. Also in einem Fluß. Und was kostet das?“ „Geht es denn immer nur ums Geld? Es kommt ja ganz darauf an, ob ich sie am Ufer oder mitten im Fluß ertränken soll.“ „Das verstehe ich nicht.“ „Na ja, für mitten im Fluß brauche ich ja ein Boot. Und das krieg ich auch nicht umsonst.“ „Jetzt reicht’s mir langsam. Wenn das so ist, dann bring ich die Alte lieber gleich selber um.“ „Hey, das dürfen Sie nicht. Können Sie das verantworten, daß Sie so einen Berufskiller arbeitslos machen?“ „Bei Ihren Preisen schon.“ „Also gut, weil Sie ein sparsamer Beamter sind. 1000 Euro.“ „Nein, das ist mir zuviel. Ich erledige das selber, das kommt mir viel billiger.“ „Dürfte ich Ihren Namen erfahren?“ „Wozu?“ „Damit ich Sie auf die Liste meiner Opfer schreiben kann, Sie, Sie Beamter.“ „Oh, das war jetzt aber eine Beamtenbeleidigung. Das macht 50 Euro.“ „Was ist?“ wollte Gerhard wissen. „Aufgelegt.“ „Macht er’s?“ „Ja. Aber nur für 1000 Euro.“ „Du meine Güte. Das sind Preise.“ „Mist! Muß ich die Alte selber umbringen.“ „Hör mal, meinst Du nicht, daß es einfacher wäre, sich von ihr scheiden zu lassen?“ „Jetzt kommt mir aber gleich der ganze Aktenstaub hoch. Wenn ich mich scheiden lasse, dann kriegt sie die Hälfte von meinem Vermögen und ich muß ihr auch noch jeden Monat was zahlen. Da wäre ja sogar der Killer billiger. Nein, das kann ich nicht machen.“ „Paß auf, mir ist da gerade was Anderes eingefallen. Wie wäre es, wenn Du an die fünf Machthaber schreibst und ihnen vorschlägst, sie sollten ein neues Gesetz verabschieden, nach dem die Ehefrauen von Bürokraten nach ihrer Scheidung kein Geld bekommen.“ „Das ist genial. Aber ich glaube nicht, daß die fünf Machthaber auf mich hören werden.“ „Oh doch. Schließlich würden sie auch davon profitieren.“ „Stimmt. Weißt Du was? Ich schreib jetzt gleich den Brief.“ „Hey, bist Du verrückt? Das kannst Du doch nicht machen. Schließlich haben wir in 45 Minuten Mittagspause.“ „Du hast Recht. Bis dahin müssen wir munter sein.“ Sie legten ihre Köpfe auf weiche Kissen und schliefen weiter.

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