Innerhalb der hierarchischen Kosmologie wird aber der Energiebegriff grundsätzlich etwas anders definiert, als innerhalb der aktuell-üblichen Quantenphysik. Damit soll aber nicht gesagt sein, dass der konventionelle quantenphysikalische Energiebegriff grundsätzlich "falsch" wäre; er wird vielmehr hier, in diesem anderen Konzept, in einem noch umfassenderen Sinne "relativiert". Man könnte auch sagen, dass die hierarchisch-relativistische Kosmologie es erforderlich macht, zwischen einem Energiebegriff im „allgemeinen Sinne“ und einem Energiebegriff im konkreten bzw. "systemspezifischen" Sinne zu unterscheiden. Mit "systemspezifisch" ist hier das komplette, relativ geschlossene System von Raumzeiten innerhalb einer bestimmten Physik (bei uns ist es das System, dass z.B. durch Relativitätsphysik und Lichtgeschwindigkeit gekennzeichnet ist) gemeint. Nur innerhalb dieses Systems gilt die, u.a. auf Planck zurückgehende Vorstellung, nachdem im Mikrokosmos ein kleinstes, unteilbares Energiequantum existiert.
Im Rahmen einer hierarchisch-relativistischen Weltsicht wirkt das sogenannte "Planck‘sche Wirkungsquantum" (ebenso wie die Gravitation und die mit ihr eng verbundenen Wechselwirkungen) genaugenommen eben nicht in der "Welt als Ganzes", sondern nur stets innerhalb eines bestimmten, konkreten Systems. Man könnte auch sagen, die Forderung, dass es eine tatsächlich kleinste, universelle Energiemenge gibt, gilt stets nur für eine einzelne, genau mit Grenzwerten definierten Hierarchieebene (die bei "uns" als K0 bezeichnet ist). Durch das hierarchische Prinzip ist aber begründet, dass es eine im allgemeinsten Sinne kleinste Energiemenge in der "Welt als Ganzes" grundsätzlich nicht geben kann (zumindest wenn wir einen allgemeinen Energiebegriff weiterhin als unverzichtbar für jegliche Struktur und die mit ihr korrelierte Information voraussetzen).
Die nähere Beschreibung bzw. Begründung dieser Systematik ist Gegenstand dieser hierarchisch-relativistischen Kosmologie, die für sich zudem den Anspruch erhebt, noch allgemeiner, noch "vorstellbar-realer" und sogar noch widerspruchsfreier zu sein, als die gegenwärtig bestehenden kosmologischen Konzepte.
So, wie diese neue Denkweise, rein philosophisch gesehen, davon ausgeht, dass es in anderen, noch nicht der Forschung zugänglichen Bereichen der Wirklichkeit stets - wie auch immer geartete -Strukturen gibt, geht sie auch davon aus, dass diese Strukturen logischerweise stets an eine besondere - wie auch immer geartete -Energie gebunden sein müssen. In diesem Sinne kann die bekannte Formel E = mc² nur die Beschreibung der spezifischen Energien unseres konkreten Systems sein; sie umfasst lediglich die Energien unserer konkreten Raum-Zeit (auf unserer Hierarchieebene K0). Doch innerhalb des hierarchisch-relativistischen Weltbildes existiert ja nicht nur EINE Raum-Zeit-Welt. sondern es gibt unendlich viele dieser Raum-Zeit-Welten; alle diese Systeme und Untersysteme gliedern sich innerhalb einer erkennbaren, definierbaren Hierarchiestruktur von sowohl endlichen als auch unendlichen Mengen.
Wenn wir mal versuchen, die Formel E=mc² philosophisch verallgemeinernd zu betrachten, dann klassifiziert sie den Zusammenhang materieller Strukturen mit den konkreten Bewegungs- und Energieverhältnissen unseres konkreten physikalischen Systems. Aber dieses physikalische System stellt ja (zumindest in dieser anderen, neuen Weltbetrachtung) nur eine einzige, bestimmte Stufe oder Ebene innerhalb der Systematik aus unendlich vielen Hierarchieebenen dar. Im allgemeinsten, strukturübergreifenden Sinne könnte man demnach per einfacher Formel postulieren: Energie ist stets das Produkt aus einem konkreten Systemträger (a) mit dem Quadrat seiner systemeigenen Grenzgeschwindigkeit (b). Demnach würde die formelmäßige Kurzbezeichnung einer im weitesten Sinne "allgemeinsten" Energiedarstellung E(allg.)=ab² lauten. Aber damit wäre E=mc² nicht aufgehoben, sondern nur "relativiert"; es ist somit der "Sonderfall" für Energien auf der heimatlichen Hierarchieebene der Gravitation (so wie die Newton-Physik der Sonderfall der relativistischen Physik für kleine Geschwindigkeiten ist).
Innerhalb dieser Formel kann man den Begriff des "Strukturträgers" als Verallgemeinerung unseres systemspezifischen Begriffes der "Masse" sehen. Wir gehen hier ja verallgemeinernd davon aus, dass es auf jeder dieser Hierarchieebenen gewisse "Strukturträger" gibt, so wie schon aus philosophischem Erfordernis heraus auf jeder Hierarchieebene systemspezifische Grenzgeschwindigkeiten der Bewegung existieren müssten.
Man kann nun diese allgemeinste Energiedarstellung E(allg.)=ab² formelmäßig noch spezifizieren, wenn man dabei den Zahlenwert eines bestimmten Hierarchiefaktors (Hf) konkret mit einbeziehen möchte. Das wäre aber nur dann der Fall, wenn es gilt, innerhalb der unendlichen Hierarchiefolge (und innerhalb unserer Vorstellung) einen gewissen Strukturvergleich (auch wenn dieser natürlich stets "hinkt") zwischen Systemen bzw. Ebenen zu veranschaulichen. Durch die Einbeziehung so eines Hierarchiefaktors könnte ggf. heuristisch transparent werden, dass z.B. die Grenzgeschwindigkeiten bzw. Zeittakte von "benachbarten" Hierarchieebenen sich stets um einen gesetzmäßigen, aber ziemlich (wenn auch nur endlich-) großen Faktor unterscheiden. Die Unterschiedlichkeit ihrer jeweiligen physikalischen Systeme verhindert aber eine direkte Wechselwirkung zwischen unserer Ebene und einer benachbarten Ebene und somit z.B. auch eine "sinnvolle" systemübergreifende Kommunikation.
Nun ist es zwar ungewohnt und nicht einfach, aber wohl durchaus möglich, sich das Funktionieren einer derartigen, größenmäßig unendlich oft ineinander gestaffelten, geschachtelten Systematik einigermaßen bildlich vorzustellen. Der Schwierigkeitsgrad erhöht sich allerdings, wenn wir in diese, ursprünglich nur auf Raumgrößen bezogene Systematik zusätzlich die extreme Unterschiedlichkeit der jeweils auf den Hierarchieebenen extrem unterschiedlich wirkenden "Zeittakte" mit einbeziehen. Aber in der kosmologischen Realität dürfte schon aus logischen/relativistischen Gründen, diese "superhierarchische Verschachtelung" nun mal nicht nur einen räumlichen, sondern immer auch einen zeitlichen Aspekt besitzen.
Auch wenn wir den fiktiven Hierarchiefaktor Hf noch nicht genau ermitteln können (innerhalb der bildlichen Systematiken ist er erst mal provisorisch auf den exotischen Größenfaktor 10 hoch 61 vordefiniert) so wäre es mit seiner Hilfe prinzipiell ja möglich, zu ermitteln, um welchen exotischen Faktor die Zeittakte in benachbarten Ebenen jeweils "schneller" oder "langsamer" ablaufen. Beispielsweise könnte das ganze "Weltzeitalter" einer Mikrowelt theoretisch einem "kleinsten Zeittakt" auf unserer Gravitationsebene entsprechen, der also so klein ist, dass er noch weit jenseits der aktuellen Messbarkeit unserer konventionellen Sekundenbruchteile liegt. Praktisch ist durch die Unterschiedlichkeit der physikalischen Systeme eine Vergleichbarkeit wohl extrem schwierig; z.B. deshalb, weil auch die "Ereignishorizonte" der Systeme in diesem extremen Hierarchiefaktor gestaffelt sein dürften.
Weltanschauliche Konsequenzen
Innerhalb der hierarchisch-relativistischen Kosmologie wird weltanschaulich mit größter Konsequenz von den Hermetischen Prinzipien ausgegangen, da in ihr z. B. das Innere dem Äußeren und das Kleine dem Großen entspricht. Kein Bereich nimmt also im weltanschaulichen, wie im konkreten, allgemeinenergetischen Sinne eine Sonderstellung, bzw. ein Privileg ein. Da es offenbar selbst auf unserem Planeten zu einem gewissen Ablauf der Evolution gekommen ist, wäre es (wenn wir nun mal Privilegien aller Art ausschließen) nur natürlich, zu vermuten, dass auch innerhalb anderer, im Wesentlichen identischer Systeme, eine gewisse Entwicklung der konkreten Organisationsformen vom Niederen zum Höheren abläuft. Wir können die sich uns offenbarende, aktuelle Situation also so interpretieren, dass (ganz allgemein gesehen) in allen, im hierarchischen Sinne unendlich vielen Universen, stets eine Entwicklung von organisierten Systemen zu noch besser organisierten Systemen aller Art stattfindet und diese natürliche, gesetzmäßige, kausale Entwicklung können wir (unabhängig davon, wie oft sie sich wiederholt) im weitesten Sinne als "Evolution" bezeichnen. Dieses allgemeine Evolutionsprinzip kann man nun ggf. sachlich aufgliedern in quantenphysikalische, chemische, biologische, gesellschaftliche und evtl. sogar (ja nach Definitionssystem) in religiöse Bereiche.
Читать дальше