Christine Jörg - Geh in die Wueste

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Ruth studiert für das Lehramt in München, als sie Fernando kennen lernt. Er wird ihre große Liebe, die sie ihr ganzes Leben begleitet, auch als Fernando sie für seine Verlobte in Chile verlässt. Ruth heiratet den Anwalt Reinhard und hat mit ihm zwei Kinder. Für Ruth ist diese Ehe eine Notlösung. Sie wird nicht glücklich mit ihrem Mann. Auch die beiden Kinder ändern nichts daran. Als Reinhard hinter Ruths Geheimnis kommt verlangt er die Scheidung. Sie zieht aus Reinhards Haus aus. Die Kinder bleiben beim Vater. Ruth mietet eine kleine Wohnung. Während einer Reise mit ihrer Freundin nach Spanien beschließt Ruth, sich auf die Suche nach Fernando zu begeben.

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Von Fernando erfuhr sie, dass er für ein zehnmonatiges Praktikum bei Siemens nach München gekommen war. Er war bei Siemens in Chile bereits angestellt, jedoch wurde ihm dort nahegelegt, das Praktikum in Deutschland zu absolvieren.

Seit drei Monaten war er nun in München und würde noch sieben bis acht Monate bleiben. Dann musste er zurück.

„Und gefällt es dir hier“, wollte Ruth wissen und schaute von ihrer Pizza hoch.

Fernando antwortete nicht sofort, doch dann hob auch er den Kopf und schaute Ruth in die Augen. „Ich weiß nicht recht. Bei den Deutschen fehlt ein wenig die Herzlichkeit. Jeder arbeitet vor sich hin, geht nach Hause und das war’s dann. Bei uns in Chile geht man ein wenig aus und diskutiert und trinkt etwas zusammen. Hier ist es schwierig Kontakt zu bekommen.“

„Ich denke, da muss ich dir leider recht geben“, gestand Ruth ein. „Und von Siemens? Hast du keine Freunde und Arbeitskollegen, die sich um dich kümmern?“

„Das ist es ja eben“, erklärte Fernando ruhig, „jeder kehrt nach der Arbeit sofort nach Hause zurück. Deswegen bin ich immer mit Freunden von Süd- und Mittelamerika zusammen.“

„Das ist ja gut und recht“, wandte Ruth ein, „aber Deutsch lernst du dabei nicht viel.“

„Ja“, gab Fernando mit traurigem Gesicht zu, „ich dachte nicht, dass es so schwierig sein würde.“

„Dann sollten wir nicht Spanisch miteinander sprechen“, gab Ruth zu bedenken und zog die Augenbrauen hoch.

„Eigentlich nicht“, Fernando war einer Meinung mit ihr, „aber du sprichst so gut und ich höre dir gerne zu, wenn du Spanisch sprichst.“

„Das ist ein Grund, aber kein Hindernis“, sagte Ruth streng. „Von jetzt an sprechen wir Deutsch.“

„Bitte nicht jetzt und hier“, flehte Fernando in gebrochenem Deutsch und legte dabei seine rechte Hand auf Ruths linke.

Die Gabel, die Ruth in der Hand hielt, fiel krachend auf den Teller. Beide erschraken und begutachteten ob Schaden entstanden war. Peinlich berührt schaute Ruth in die Runde. Einige Gäste von den umliegenden Tischen hatten neugierig zu ihnen herübergestarrt. Gleich darauf schauten sich Ruth und Fernando wieder an und lächelten.

Oh, du meine Güte, diese schönen Augen! Kein Wunder, dass ich mich sofort in ihn verknallt hatte. Das war verrückt. Ruth entzog Fernando die Hand nicht. Der hielt sie weiterhin fest, zog sie schließlich an seine Lippen und setzte sie sanft darauf. Ruth fühlte wie eine Gänsehaut über ihren Arm und dann über den ganzen Körper wanderte. Zum Glück trug sie lange Ärmel, so fiel es nicht auf. Jetzt nur nicht rot werden, befahl sie sich.

Als sie mit Essen fertig waren, blieben sie noch ein wenig sitzen und unterhielten sich. Fernando wollte für beide bezahlen, doch Ruth lehnte das ab.

„Ruth“, beharrte Fernando, „ich habe dich eingeladen. Also!“

„Ich möchte das nicht“, widersprach Ruth, „schließlich bist du auch Student und musst dein Geld zusammenhalten.“

„Trotzdem, heute ich bin dran“, dabei legte Fernando wieder seine rechte Hand auf Ruths linke, „und nächstes Mal du. Okay?“

Ruth ließ sich breitschlagen. Schließlich wollte sie hier keinen Zwergenaufstand veranstalten.

Dann verließen sie die Pizzeria und gingen ein wenig spazieren.

„Kannst du auch länger in Deutschland bleiben, wenn du möchtest?“, erkundigte sich Ruth wie nebenbei. Sie hütete sich sorgsam, sich dem Angebeteten zu nähern. Er sollte ihre Erregung nicht spüren.

„So einfach ist das nicht“, erklärte Fernando und griff plötzlich und unerwartet nach ihrem Arm, als sie, ohne auf die rote Fußgängerampel zu achten, auf die Straße trat, um sie zu überqueren. „Gib mir deine Hand, auf dich muss man aufpassen wie auf ein kleines Kind.“ Damit ergriff er entschlossen ihre Hand und ließ sie auch nicht mehr los, als sie sicher die andere Straßenseite erreichten.

Ruth schwebte im siebten Himmel. Nun ging sie Hand in Hand mit ihrem Liebsten durch die Straßen. Das hätte sie sich nicht träumen lassen.

„Ja, also mit dem in Deutschland bleiben ist das so eine Sache“, fuhr Fernando nun unbeirrt fort. „Wir bekommen ein Visum für die Zeit, die die Firma beantragt. Und danach müssen wir wieder gehen. Zu einer Verlängerung eines Praktikumsvertrags kommt es so gut wie nie.“

Ruth wurde ein wenig traurig. Wie sie schon befürchtet hatte, war es also nur eine Liebesgeschichte auf Zeit. Sie beschloss die Monate mit Fernando bis auf die letzte Minute voll auszukosten. Dann würde man weitersehen.

Nachdem sie eine große Runde Händchen haltend spaziert waren, begleitete Fernando Ruth nach Hause. Unten vor der Haustüre verabschiedete er sich von ihr, indem er ihr einen Kuss jeweils auf die rechte und linke Wange drückte. Ruth hätte mehr erwartet, aber sie wollte nicht alles auf einmal fordern. Fernando sollte einen guten Eindruck von ihr haben, darauf legte sie großen Wert.

„Hast du am Freitag Zeit?“, wollte Fernando wissen, bevor er ging.

„Nein, leider fahren Gabi und ich nach Hause“, Ruth zog, wie um sich zu entschuldigen, die Schultern hoch.

„Und wann kommst du zurück?“, Fernando ließ nicht locker. Auch ihre linke Hand hielt er immer noch fest.

„Ja, normalerweise am Sonntag, so gegen zehn Uhr abends“, antwortete Ruth wahrheitsgemäß.

„Aha.“ Die Enttäuschung war Fernando förmlich ins Gesicht geschrieben. „Dann wird es nichts mit einem gemeinsamen Wochenende.“

„Leider nicht“, auch Ruth war traurig, aber sie konnte die Fahrt nach Hause nicht mehr verschieben. Schließlich hatte sie sich mit Freunden verabredet. Außerdem wollte sie Wäsche waschen und Mamas Vorratskammer erleichtern.

„Also“, Fernando löste sich nur ungern von ihr. „Dann melde ich mich nächste Woche wieder. Qué nos vemos!“, war das Letzte, was Ruth von ihm hörte, dann war er auch schon weg. Sie hatte nicht einmal mehr Zeit ihm Danke zu sagen und Gute Nacht zu wünschen.

Betreten stieg sie die Stufen in den zweiten Stock hinauf und mit hängendem Kopf schloss sie die Wohnungstüre auf. Gabi war nicht zu sehen. Besser so!

Ruth eilte sofort in ihr Zimmer und verriegelte die Türe. Kurz danach klopfte es. Die Klinke bewegte sich.

„Hey, Ruth“, hörte sie Gabis Stimme durch die verschlossene Türe.

Ruth überlegte sich, ob sie der Freundin die Türe öffnen sollte oder besser nicht. Schließlich entschied sie sich dafür. Sie erhob sich und ging zur Tür. Langsam drehte sie den Schlüssel im Schloss. Gabi stand vor ihr und schaute sie neugierig an.

„Was ist passiert?“, wollte die Freundin sofort wissen.

„Nichts“, Ruth schüttelte den Kopf, „wir haben gegessen und uns unterhalten. Es war schön. Dann sind wir spazieren gegangen, auch das war okay. Als er dann unten vor der Türe erfahren hat, dass ich am Wochenende nicht da bin, hat er nur gesagt, er meldet sich, und weg war er.“

„Aha“, war alles was Gabi sagen konnte oder wollte. „Na ja, wenn er sagt, er meldet sich, dann wird er es auch tun. Hat er ja heute auch gemacht.“

„Ja“, überlegte Ruth, „aber das war doch etwas anderes. Wir hatten uns nur einmal gesehen. Er denkt bestimmt, ich fahre nach Hause und habe da einen Freund.“

„Vielleicht“, bestätigte Gabi, „dann musst du es ihm eben erklären.“

„Du hast leicht reden“, fuhr Ruth etwas verärgert ihre Freundin an. „Was soll ich denn machen, wenn er sagt, er wohnt in einem Wohnheim für ausländische Studenten und ans Telefon würde sowieso niemand gehen. Und wenn einer abhebt, ruft er nicht die gefragte Person.“

„Ist jetzt auch egal“, versuchte Gabi ihre Freundin zu beruhigen, „ändern kannst du es heute Abend auch nicht mehr.“

„Genauso ist es“, dabei ließ sich Ruth schwer in den Sessel fallen, in dem vor ein paar Stunden Fernando gesessen hatte.

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