Christine Jörg - Geh in die Wueste

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Geh in die Wueste: краткое содержание, описание и аннотация

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Ruth studiert für das Lehramt in München, als sie Fernando kennen lernt. Er wird ihre große Liebe, die sie ihr ganzes Leben begleitet, auch als Fernando sie für seine Verlobte in Chile verlässt. Ruth heiratet den Anwalt Reinhard und hat mit ihm zwei Kinder. Für Ruth ist diese Ehe eine Notlösung. Sie wird nicht glücklich mit ihrem Mann. Auch die beiden Kinder ändern nichts daran. Als Reinhard hinter Ruths Geheimnis kommt verlangt er die Scheidung. Sie zieht aus Reinhards Haus aus. Die Kinder bleiben beim Vater. Ruth mietet eine kleine Wohnung. Während einer Reise mit ihrer Freundin nach Spanien beschließt Ruth, sich auf die Suche nach Fernando zu begeben.

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Oft verlangten auch die Familienbande, dass sie in die Heimat zurückkehrten. Einige waren bereits verlobt oder hatten feste Bande. Vielleicht blieben sie auch deshalb in Deutschland in Cliquen zusammen. Im Augenblick wusste sie zu wenig über den Mann ihrer Träume.

Sie war nicht abgeneigt, Deutschland nach ihrem Studium den Rücken zu kehren und mit ihrer großen Liebe in ein anderes Land auszuwandern.

Im Augenblick hieß für Ruth abzuwarten, bis Fernando sich meldete. Dann würde sie seine Telefonnummer erfragen. Und auch seine Adresse!

*

Eine Woche später, für Ruth erschien es wie eine Ewigkeit, stand Fernando vor der Türe.

Gabi hatte ihm geöffnet. Ruth kehrte gerade von der Uni zurück. Als sie Fernando im Gang stehen sah, klopfte ihr Herz wild.

„Hola, Ruth“, meinte Fernando lächelnd und selbstverständlich in Spanisch. „Willst du mit mir Essen gehen?“

„Hola Fernando“, gab Ruth ebenfalls in Spanisch überrascht zurück, „schön, dass du vorbeikommst. Ja, wir können essen gehen.“ Sie ging auf ihn zu und küsste ihn auf beide Wangen, wie das in diesen Kreisen üblich war.

Diesmal schien Fernando etwas erstaunt, hatte sich aber gleich wieder unter Kontrolle.

„Ich räume nur meine Bücher weg“, erklärte Ruth, während sie geradeaus auf ihr Zimmer zuging. Sie öffnete die Türe. „Komm rein“, forderte sie ihn auf und unterstrich mit einer Kopfbewegung ihre Einladung.

Fernando schien zu zögern, betrat dann jedoch das Zimmer.

Etwas hilflos stand der junge Mann im Zimmer, bis Ruth ihn aufforderte: „Setz dich doch.“ Dabei machte sie mit der rechten Hand eine einladende Geste zum einzigen Sessel, der im Zimmer stand.

*

Fernando ließ sich in den Sessel fallen.

Während Ruth ihre Sachen auf den Schreibtisch legte, schaute sich der Gast neugierig in ihrem Zimmer um.

Rechts von ihm stand der Schreibtisch, direkt unter dem Fenster. Auf der linken Seite war ein buntes Sofa, das abends wahrscheinlich als Bett umgebaut wurde. Gegenüber, hinter der Zimmertüre verbarg sich die große Schrankwand. Im Zimmer herrschte ein gemütliches Durcheinander. Auf dem kleinen Tisch vor dem Sessel befand sich eine Schale in der zwei Äpfel und eine Birne lagen. Zwischen Sofa und Türe stand ein kleiner Nachttisch, auf dem ein Lämpchen, Wecker und ein Buch Platz gefunden hatten. Der alte, wuchtige Schreibtisch dominierte das ganze Zimmer. Auf der einen Seite hatte Ruth ihre HiFi-Ecke installiert. Fernseher gab es in diesem Raum nicht.

Nachdem er das Zimmer taxiert hatte, ließ Ruth ihm noch Zeit. Er konnte sie also eingehender betrachten. Sie war beinahe so groß wie er selbst. Schlank, zu schlank. Für Fernandos Geschmack fast zu schlank. Das halblange Haar war rotblond und umgab in lockeren Naturlocken den Kopf. Sommersprossen zierten das Gesicht. Fernando vermutete, dass es in der Sonne noch ein paar mehr würden. Besonders beeindruckend fand er jedoch die grünen Augen, die von langen, dunklen, gebogenen Wimpern umrahmt waren. Ruth schien legere Kleidung zu lieben. Sie trug blaue Jeans und einen viel zu großen, grünen Pullover. Fernando verstand nicht, weshalb sie ihre Figur versteckte. Man konnte nur erahnen, dass sie mager war. Schließlich riss er sich vom Anblick los.

„Wohnst du schon lange hier?“, erkundigte er sich, während Ruth mit dem Rücken zu ihm am Schreibtisch stand.

„Seit zwei Jahren“, antwortete sie und drehte sich zu ihm um. „Gabi kenne ich schon seit dem Gymnasium und irgendwann hatten wir das Glück, die Wohnung zu ergattern.“

*

„Schön“, stellte Fernando anerkennend fest und nickte kaum merklich.

Ruth beschloss die Gelegenheit sofort beim Schopf zu packen. Sie wollte an Fernandos Adresse kommen.

„Und wo wohnst du?“, fragte sie, während sie sich langsam dem Sessel näherte. „Du hast mir gar nicht deine Adresse gegeben.“

„Ja, ich weiß“, Fernando zuckte die Schultern, „ich wohne da, wo jeder lateinamerikanische Praktikant wohnt. In einem Wohnheim, in dem man kein Wort Deutsch, aber dafür perfekt Spanisch in allen Dialekten aus den verschiedenen Ländern lernen kann.“

„Das ist frustrierend“, bemerkte Ruth, die nun direkt vor Fernando stand. „Und wo ist das Wohnheim?“

„In der Schleißheimer Straße“, war die kurze Antwort. „Leider ist es ziemlich schwierig etwas anderes zu finden, besonders, wenn man nur ein knappes Jahr in Deutschland bleibt. Also gibt man sich mit dem zufrieden, was einem zugewiesen wird.“

„Hast du auch eine Telefonnummer?“, hakte Ruth sofort nach, bevor sie vom Thema abkamen. Natürlich hatte sie die Information, dass Fernando nur ein Jahr in Deutschland verweilen würde sofort registriert. Schade, dachte sie sich.

„Ach, das ist so eine Sache“, stöhnte Fernando und holte sie aus ihren Gedanken. „Ein Telefon für alle. Meistens ist niemand da, der abnimmt, und geht doch einer ans Telefon, macht er sich nicht die Mühe die gewünschte Person zu suchen, sondern sagt einfach, sie sei nicht da.“

„Unverschämt!“, ereiferte sich Ruth.

„Es gibt keinen regulären Telefondienst“, meinte Fernando nur, „deswegen habe ich dir weder meine Adresse noch meine Telefonnummer gegeben. Ich hätte es dir gleich erklären sollen. Aber gib mir mal einen Zettel“, gleichzeitig streckte Fernando unerwartet die rechte Hand aus und berührte flüchtig Ruths linke, „dann schreibe ich dir die Adresse und Telefonnummer trotzdem auf.“

Als Fernando ihre Hand berührte, durchzog Ruth ein warmes Gefühl. Es dauerte nur Sekunden! Dann tat sie, wozu sie aufgefordert worden war und holte Zettel und Stift.

Ruth reichte ihm beides. Er schrieb seine Daten auf und gab Papier und Kugelschreiber zurück.

„So“, sagte Ruth munter, „wenn du willst, können wir gehen. Ich bin fertig.“

Fernando erhob sich gemächlich und ging langsam zur Zimmertüre. Dort blieb er kurz stehen, drehte sich um und schaute Ruth fest in die Augen. Diese wäre beinahe in ihn gerannt. Sie hatte nicht damit gerechnet, dass Fernando an der Türe anhielt. Jetzt stand sie ganz nah vor ihm.

Fernando lächelte sie an, drehte sich wieder um und öffnete die Türe.

Was war das denn, stellte sich Ruth die Frage. Da sie keine Antwort darauf kannte, folgte sie dem Mann schweigend.

„Wir gehen essen“, rief sie Gabi kurz zu, die sie links durch die offene Türe in der Küche hantieren sah.

„Viel Spaß und guten Appetit“, war die Antwort. Schon waren Ruth und Fernando geradeaus durch die Wohnungstüre verschwunden.

Weit wollten sie nicht gehen, also entschieden sie sich für die Pizzeria um die Ecke. Die kleinen Tische waren alle besetzt, deshalb mussten sie sich zu einem anderen Paar setzen. Als Fernando ihr den Stuhl zurechtrückte, konnte Ruth es nicht glauben. So gute Manieren hatte sie Fernando nicht zugetraut. Dass er ihr die Restauranttüre aufgehalten hatte, okay, aber Stuhl zurechtrücken und sich erst setzen, als sie saß! Sie dachte bislang, das machten nur die alten Männer. Ruth fühlte sich plötzlich damenhaft.

Die Unterhaltung wurde auf Spanisch geführt und Fernando wunderte sich über Ruths ausgezeichnete Sprachkenntnisse.

Auch er schien neugierig zu sein und wollte einiges über Ruth wissen. Was sie studierte, Geschwister und noch einiges mehr. Sie erzählte, dass sie fürs Lehramt studierte.

Ja, Lehrer brauchte man immer, meinte er. Als Ruth ihm erzählte, dass sie nicht wusste, ob sie wirklich eine Planstelle bekommen würde, wenn sie einmal mit dem Studium und der Referendarzeit fertig war, sagte Fernando spontan. „Dann kommst du nach Chile, da findet sich immer etwas.“

Ruths Herz begann heftig zu schlagen. Konnte es sein, dass es auch bei Fernando Liebe auf den ersten Blick war? Oder hat er das mit Chile nur so dahin gesprochen? Sie beschloss im Augenblick nicht nachzuhaken und der Aussage nicht allzu viel Bedeutung beizumessen. Doch es war, wie in nordamerikanischen Filmgerichten, wenn der Verteidiger oder der Staatsanwalt etwas sagte, und der Richter dann die Geschworenen bat, das Gesagt nicht zur Kenntnis zu nehmen. So kam Ruth Fernandos Satz, dass sie in Chile unterrichten konnte, immer wieder in den Sinn. Klar, sie kannte Fernando zu wenig, aber wenn man verliebt war, spielte das keine Rolle.

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