Inga Kess - Endlich einmal kurze Geschichten

Здесь есть возможность читать онлайн «Inga Kess - Endlich einmal kurze Geschichten» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Endlich einmal kurze Geschichten: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Endlich einmal kurze Geschichten»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Endlich einmal kurze Geschichten ist eine in ihrer Vielfalt interessante Sammlung von Beiträgen, die in Anthologien veröffentlicht wurden. Gönnen Sie sich eine kleine Auszeit, entspannen Sie sich und lassen sich unterhalten und auch berühren.
"Das braune Einhorn" erzählt von einem Einhornfohlen, das zum Entsetzen seiner Mutter anders ist als alle Einhornfohlen. Es ist braun. Ihm fehlt sogar das Horn.
"Tödlicher Irrtum" erzählt von der Bildhauerin Nelli, die ihrem Mann eine Affäre unterstellt, nur weil er in der letzten Zeit den Duft von Gucci Flora mit nach Hause bringt.
"Er – meine große Liebe? Das muss sich eine junge Frau fragen, als sich ihre große Liebe als Illusion, als ein Machwerk der Stasi, entpuppt.
"Leise erklingt eine Zigeunerweise" – Wollen Sie wissen, wer dort draußen in der Nähe der Wagenburg so herzzerreißend Geige spielt? Es ist ein schwarzgelockter Zigeunerjunge, der eine Melodie voller Sehnsucht, Wehmut und Leidenschaft spielt. Warum spricht er nicht?
Ja, früher, das waren noch Zeiten. Da gab es «Das Wintertaxi». Wer wissen will, was das war, der muss sich in die kalten Zeiten nach dem Krieg zurückversetzen lassen. Dort wird er auch wie "Alle Jahre wieder (dem) der Weihnachtshase(n) begegnen und erfährt, ob es «Arme oder warme Ritter?» heißen muss.
"Die Zuflucht" versetzt uns in das Jahr 1349, als der Schwarze Tod, die Pest, umgeht. Geißler wollen die Kirchenburg in Merklingen stürmen, dennoch rettet der Schultheiß Wunibald Weise auf abenteuerliche Weise einen jüdischen Arzt und seine Familie.
"Drakon & Co.": Ein Ungeheuer auf violettem Hintergrund schmückt den Eingang einer Buchhandlung. Zwinkert er etwa mit seinem linken Auge einer Besucherin zu? Was machen all diese Drachen in der Buchhandlung?
Und zum Schluss erfahren Sie, dass «Alles Glück der Erde» auf dem Rücken der Pferde sitzt, besonders dann, wenn man zwei Zauberstäbe besitzt.

Endlich einmal kurze Geschichten — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Endlich einmal kurze Geschichten», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Nun ist der Ort verlassen, jeder, der hierher kommt, blickt auf die blaue Tür, die nun wohl immer offen steht. Wie jeder sehen kann, ist sie zerstört, wie eine große Wunde klafft ein Loch in ihrem Blatt.

Aber die Wunden und die Zerstörung in unseren Seelen sieht man nicht.

Verlassene Orte - Ein Haller-Taschenbuch, Hrsg. Corinna Griesbach, Maschinery-Verlag,, Murnau, Dezember 2012

Ganz leise erklingt eine Zigeunerweise

Da war sie wieder, diese Melodie voller Sehnsucht, Wehmut und Leidenschaft, Lachen und Weinen. Hanna saß am Fenster und lauschte den Klängen einer Geige. Woher kam die Musik? Vielleicht von den Zigeunern, die draußen am Rande des Ortes ihre Wagenburg errichtet hatten? Hanna bemühte sich zuzuhören, aber immer wieder verwehte der Wind die Melodie. In ihrer Fantasie sah sie die Zigeuner, wie sie um ein Feuer herum tanzten und lachten. Plötzlich wurde die Melodie so traurig, dass Hanna beinahe weinen musste. Aber wer, wer spielte so herzzerreißend Geige?

Im Ort hieß es: Zigeuner sind ein fahrendes Volk, das in Wohnwagen wohnt. Zigeuner sind faul und arbeitsscheu, stehlen und entführen sogar kleine Kinder. Einerseits veranlassten diese Vorurteile die Erwachsenen, Hanna und den anderen Kindern Kontakte mit den Zigeunerkindern aus der Wagenburg zu verbieten. Andererseits schlichen sich die Frauen heimlich dorthin, um sich dort von einer alten Zigeunerin aus der Hand lesen zu lassen. Andere Frauen, und manchmal auch Männer zogen es vor, sich die Karten legen zu lassen, um etwas über ihre Zukunft zu erfahren.

Vor allem die Männer verbreiteten Unwahrheiten über die Zigeuner, die angeblich jeder Arbeit aus dem Weg gingen, faul wären und schließlich auch noch alles, was nicht niet- und nagelfest war, mitgehen ließen . Dennoch leßen sich diese Männer von den Fremden Messer schleifen, Körbe flechten, Kessel flicken und manchmal auch ihre Pferde beschlagen. Interessiert sah Hanna dem Treiben der Erwachsenen zu. Je mehr Gedanken sie sich über die Zigeuner machte, desto magischer wurde sie von ihnen angezogen. In ihrer Fantasie stellte sie sich vor, wie sie mit einem schwarzhaarigen Zigeunerjungen auf dem Kutschbock eines Zigeunerwagens sitzt, der mit einem kleinen zottigen Pferd bespannt, sie beide durch die Welt zieht.

Eines Abends, ihre Lieblingsmelodie war ganz leise zu vernehmen, schlich sie sich trotz des Verbotes der Mutter hinaus an den Ortsrand. Je näher sie der Wagenburg kam, umso trauriger empfand sie das Spiel auf der Geige. Wer mochte dort spielen?

Ganz abseits saß ein kleiner schwarz gelockter Junge auf einem Strohballen und spielte so wunderschön Geige, dass Hanna sich einfach zu seinen Füßen hinsetzte und zuhörte. Der Junge mochte in ihrem Alter sein. Mutig sprach ihn das Mädchen an, aber der Junge antwortete nicht, sah sie nur mit seinen großen schwarzen Augen traurig an. Die Kleine lächelte ihm zu und plötzlich begann der Zigeunerjunge wieder zu spielen.

Dieses Mal erklang ein lustiges Lied In den schwarzen Augen des jungen - фото 10

Dieses Mal erklang ein lustiges Lied. In den schwarzen Augen des jungen Geigenspielers funkelte der Schalk. Hanna applaudierte ganz leise, so wie sie es bei den Erwachsenen gesehen hatte. Der Knabe strahlte sie an, nahm seine Geige und legte sie ihr in die Hand. Aber Hanna konnte nicht Geige spielen. Sie sagte: “Ich kann nicht spielen“. Augenscheinlich verstand er Hannas Worte, redete aber nicht mit ihr. „Vielleicht spricht du unsere Sprache nicht“, murmelte Hanna. Da stand der Zigeunerjunge auf, winkte ihr noch einmal zu und fütterte das Pferd, das in der Nähe eines Heuballens an einem Pflock angebunden war, mit Heu. Hanna eilte nach Hause.

Am nächsten Abend erklang Gitarrenmusik. Es war ihre Melodie . Wer spielte da Gitarre? Diese Frage ließ ihr keine Ruhe. Also lief sie neugierig zu der Wagenburg. Dieses Mal spielte ihr Zigeunerjunge Gitarre. Noch atemlos vom schnellen Laufen streckte das Mädchen ihre Hand aus und begrüßte den Zigeunerjungen mit den Worten: „Ich heiße Hanna“. Er nahm ihre Hand freundlich entgegen, aber wiederum kam kein Wort über seine Lippen.

Hanna kannte nur einen Zigeunernamen: Janosch. Also fragte sie: „Heißt du Janosch?“. Der Junge strahlte sie an und nickte. Galant reichte er ihr sein Instrument, aber Hanna konnte auch nicht Gitarre spielen. Traurig machte sie sich auf den Weg nach Hause. Am nächsten Tag vernahm sie eine wunderschöne, bisher noch nie gehörte Weise. Da nahm sie ihr Lieblingsbuch und lief zu den Zigeunern.

Als Janosch Hanna sah, freute er sich und schaute auf das Buch, das Hanna in der Hand hielt: „Soll ich dir vorlesen?“, fragte das Mädchen. Janosch nickte. Während Hanna las, spielte der Junge ganz leise auf seiner Geige, nur zur Untermalung ihrer Geschichte. Es war eigentlich eine lustige Geschichte, die Hanna vorlas. Aber Janosch spielte plötzlich eine so melancholische Melodie, dass Hanna kurzerhand die Geschichte so änderte, dass sie ein trauriges Ende fand.

Jeden Abend schlich sich Hanna zu dem Zigeunerjungen. Er spielte, sie las. Bald las sie nicht mehr, erzählte nun ihre eigenen Geschichten, so wie Janosch immer neue Melodien spielte. Immer dann, wenn Janosch nach Hause musste oder wollte, spielte er ihre Melodie .

Doch eines Tages wartete das Mädchen vergeblich auf die abendlichen Geigenklänge. Es musste etwas geschehen sein. Hanna lief auf die Wiese, aber da war niemand mehr, kein Wagen, kein Pferd, kein Janosch. Weinend lief Hanna nach Hause, legte sich ins Bett und versuchte zu schlafen. In ihren Träumen hörte sie ihre Melodie , eine Melodie voller Sehnsucht, Wehmut und Leidenschaft, die Melodie, aus der sie das Lachen und Weinen ihres Janosch hörte.

Mit der Zeit verblasste die Erinnerung. Bis eines Tages….

Hanna war erwachsen geworden. Sie schlenderte mit ihrer kleinen Tochter über den Kirmesplatz. Da war sie wieder, ihre Melodie . Das konnte doch nicht sein! Ihr Blick fiel auf die Beschriftung der Autos-Scooter. Da stand tatsächlich Janosch’s Auto-Scooter auf den Wagen. Welch ein Zufall! Ein wenig abseits neben einem Strohballen und einem Pflock, an dem ein Pferdchen angebunden war, stand ein kleiner Junge, der auf einer Geige spielte, genau wie damals Janosch. Das war Janosch, die Ähnlichkeit war verblüffend. Das konnte doch nicht sein. Janosch musste etwa so alt sein wie sie. Bei der Melodie indessen, irrte sie sich nicht, es war ihre Melodie . Die Augen der jungen Mutter füllten sich mit Tränen. Sie wandte sich kurz ab, damit ihre Tochter es nicht sah. Deshalb fiel ihr zunächst nicht auf, dass sich ihre Tochter neben dem fremdartig aussehenden Jungen, der seine Geige weinen und wieder lachen ließ, auf dem Strohballen niedergelassen hatte und nun den schmelzenden melancholischen Klängen der Geige lauschte.

Hanna blickten zwei tiefschwarze Augen an. Diese Augen kannte sie, solche Augen gab es nur einmal. „Janosch!“ entfuhr es ihr leise. „Hanna“? fragte ein junger, gut aussehender Mann. Aber, Janosch konnte doch gar nicht sprechen, fuhr ihr durch den Kopf und sie hörte sich fassungslos sagen: „Wieso kannst du sprechen?“

Der junge Mann wies auf eine in der Nähe stehende Holzbank. Dort nahm er Platz und lud Hanna ein, sich neben ihn zu setzen. Jannosch holte tief Luft und dann sprudelten die Worte aus ihm heraus: „Ich konnte auch damals sprechen, aber meine Tante hatte mir gedroht, dass ich wieder ins Waisenhaus muss, wenn ich mit Fremden spreche.“ Janoschs Redefluss war nicht mehr zu stoppen. Er erzählte, dass er im dritten Reich, wie viele Zigeunerkinder, seinen Eltern weggenommen und ins Waisenhaus gesteckt wurde. Diese Zigeunerkinder sollten nicht wie die Zigeuner leben, hieß es damals. Sie sollten dort Zucht und Ordnung lernen..

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Endlich einmal kurze Geschichten»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Endlich einmal kurze Geschichten» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Endlich einmal kurze Geschichten»

Обсуждение, отзывы о книге «Endlich einmal kurze Geschichten» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x