Inga Kess - Endlich einmal kurze Geschichten

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Endlich einmal kurze Geschichten ist eine in ihrer Vielfalt interessante Sammlung von Beiträgen, die in Anthologien veröffentlicht wurden. Gönnen Sie sich eine kleine Auszeit, entspannen Sie sich und lassen sich unterhalten und auch berühren.
"Das braune Einhorn" erzählt von einem Einhornfohlen, das zum Entsetzen seiner Mutter anders ist als alle Einhornfohlen. Es ist braun. Ihm fehlt sogar das Horn.
"Tödlicher Irrtum" erzählt von der Bildhauerin Nelli, die ihrem Mann eine Affäre unterstellt, nur weil er in der letzten Zeit den Duft von Gucci Flora mit nach Hause bringt.
"Er – meine große Liebe? Das muss sich eine junge Frau fragen, als sich ihre große Liebe als Illusion, als ein Machwerk der Stasi, entpuppt.
"Leise erklingt eine Zigeunerweise" – Wollen Sie wissen, wer dort draußen in der Nähe der Wagenburg so herzzerreißend Geige spielt? Es ist ein schwarzgelockter Zigeunerjunge, der eine Melodie voller Sehnsucht, Wehmut und Leidenschaft spielt. Warum spricht er nicht?
Ja, früher, das waren noch Zeiten. Da gab es «Das Wintertaxi». Wer wissen will, was das war, der muss sich in die kalten Zeiten nach dem Krieg zurückversetzen lassen. Dort wird er auch wie "Alle Jahre wieder (dem) der Weihnachtshase(n) begegnen und erfährt, ob es «Arme oder warme Ritter?» heißen muss.
"Die Zuflucht" versetzt uns in das Jahr 1349, als der Schwarze Tod, die Pest, umgeht. Geißler wollen die Kirchenburg in Merklingen stürmen, dennoch rettet der Schultheiß Wunibald Weise auf abenteuerliche Weise einen jüdischen Arzt und seine Familie.
"Drakon & Co.": Ein Ungeheuer auf violettem Hintergrund schmückt den Eingang einer Buchhandlung. Zwinkert er etwa mit seinem linken Auge einer Besucherin zu? Was machen all diese Drachen in der Buchhandlung?
Und zum Schluss erfahren Sie, dass «Alles Glück der Erde» auf dem Rücken der Pferde sitzt, besonders dann, wenn man zwei Zauberstäbe besitzt.

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Weder Mutter noch Kinder fühlten sich arm, denn die schrecklichen Hungerjahre während der Zeit der Besatzung durch die Siegermächte, in denen nur die Schulspeisung den Hunger linderte, waren vorbei. Die Jüngste litt noch an den Folgen einer Hunger-Tuberkulose, damals eine weit verbreitete Krankheit.

Diese Jüngste erinnert sich an ein Weihnachten direkt nach dem Krieg, als sei es gestern gewesen. An jenem Weihnachten bekam sie ein Glas Marmelade geschenkt. Immer noch sieht sie das Glas Brombeermarmelade vor sich, ein ganz großes Glas Brombeermarmelade, ganz für sie alleine. Die Freude war riesig, so dass sie die Freude voller Glück mit allen teilen wollte, mit ihrem Bruder, mit ihrer Schwester, mit ihrer Mutter. Alle ließ sie von ihrer Marmelade probieren, auch ihre beste Freundin durfte kosten - und letztendlich blieb für sie selbst kaum etwas übrig. Aber sie war glücklich und zufrieden, weil sie ein so schönes Geschenk bekommen hatte, das so groß war, dass sie es noch mit ihrer Familie und ihrer Freundin teilen konnte.

Wenige Jahre später schockte das Kind eine andere Geschichte zutiefst, so dass sie diese auch bis heute noch nicht vergessen hat.

Bettler an der Straße gehörten zum Straßenbild. Da saßen sie nun, Kriegsversehrte, Hungernde und baten um eine milde Gabe. Manchmal klingelten sie auch an der Haustüre und baten um etwas zu essen. Die Kleine war allein zu Hause, als es schellte. Ein Bettler stand an der Haustüre und erklärte, dass er schrecklichen Hunger habe und sich kein Essen kaufen könne. Von den Worten des Mannes tief berührt, lief sie hoch in die Wohnung und holte ein mit Wurst belegtes Brötchen, das sie von einer Nachbarin geschenkt bekommen hatte. Es sollte ihr Abendessen werden. Normalerweise gab es keine Brötchen. Dazu fehlte immer noch das Geld, und ein Brötchen mit Butter und Wurst gab es so gut wie nie. Doch die Kleine wusste noch zu gut, wie sich Hunger anfühlte. Schweren Herzens nahm sie deshalb ihr Brötchen und brachte es dem Mann. Dieser fragte zunächst noch freundlich: „Hast du denn kein Geld?“, worauf die Kleine sagte: „Geld kann man doch nicht es sen!“ Wutentbrannt nahm der Bettler das Brötchen und warf es in den Stadtgraben, wo sich die Enten über die Mahlzeit her machten.

Ungesehene Tränen Anthologie zum Literaturwettbewerb Kinderarmut Custos - фото 5

Ungesehene Tränen - Anthologie zum Literaturwettbewerb Kinderarmut, Custos Verlag, Solingen, 2011

Das braune Einhorn

Das Mondlicht ließ die Schneekristalle auf den Tannen glitzern wie tausend - фото 6

Das Mondlicht ließ die Schneekristalle auf den Tannen glitzern wie tausend Diamanten. Fassungslos beugte sich die strahlend weiße Einhornstute über ihr neugeborenes Fohlen. Die junge Mutter konnte es einfach nicht fassen, ihr Fohlen unterschied sich zu ihrem Entsetzen von allen andere Einhornfohlen: Es war braun.

Es war ihr erstes Fohlen. Natürlich wusste sie, dass Einhornfohlen – anders als die Pferdefohlen – weiß geboren werden. So ein Fohlen wie ihr eigenes hatte die Stute noch nie gesehen. Da war auch kein Horn auf der Stirn. Natürlich war ihr klar, dass das Horn beim Einhorn erst mit der Zeit wuchs. Aber dieses Fohlen hatte nicht einmal den Ansatz eines Hornes. Mit Wohlwollen sah sie – vielleicht, weil sie es so sehen wollte – einen kleinen Knubbel auf der Stirn des Neugeborenen. „Was werden die anderen Einhörner zu einem solchen Fohlen sagen?", fuhr ihr durch den Kopf. Erschüttert wollte sie sich von dem Fohlen abwenden, das so ganz anders als die anderen war. Als ob das Fohlen dies gespürt hätte, sah es seine Mutter mit großen, runden Augen an. Da erkannte die Einhornstute, dass sie ihr kleines Einhornfohlen lieben und nie verlassen würde.

Die anderen Einhörner schnitten die junge Mutter, verbannten sie aus ihrer Gruppe und tuschelten untereinander: „Sie wird doch nicht …?" „Nein, das glaube ich nicht, dass sie …" „Aber weshalb ist denn ihr Fohlen braun?" „Ich habe sie doch neulich am Waldrand in der Nähe der Pferde gesehen ..."

Der jungen Mutter taten solche Reden sehr weh, wusste sie doch, dass ihr Fohlen der Sohn eines besonders starken, schönen, weißen Einhornhengstes war.

Das Fohlen wuchs heran, aber das Horn, das ihm die Kraft zum Überleben geben sollte, wuchs kaum, so dass seine Mutter es nicht gerne aus den Augen ließ.

In den Vollmondnächten spielte der kleine, braune Hengst mit den Elfen und schaute den magischen Elfentänzen zu. Die Elfen wunderten sich zwar darüber, dass das kleine Einhorn nicht weiß war wie die anderen Einhörner, aber es störte sie nicht. Manchmal schwangen sie sich sogar auf seinen Rücken, während er in seinem Übermut im vollsten Galopp die Lichtung verließ.

In regelmäßigen Abständen entwischte der kleine Kerl seiner Mutter, lief weg, um die Welt außerhalb des Waldes zu erkunden. Immer wieder brachte ihn seine Mutter in ihren Wald zurück und erklärte ihm, dass er noch zu jung sei für einen eigenen Wald. Gehorsam schien aber nicht die Stärke des Junghengstes zu sein.

Und wieder tuschelten die Einhörner miteinander: „Siehst du, es zieht ihn immer wieder zu den Pferden, vielleicht ist es ja der Ruf des Blutes. So einer hat bei uns doch eigentlich nichts zu suchen!"

Aber unser kleiner, brauner Einhornhengst erfuhr von alledem nichts. Trotz des Verbotes seiner Mutter büxte er in regelmäßigen Abständen immer wieder aus. An der Lichtung fand er schließlich Artgenossen, braun wie er, auch ihnen fehlte ein Horn. Die hatten noch nicht mal einen Knubbel wie er. Er freundete sich mit ihnen an, besuchte sie immer wieder. Seine Mutter war entsetzt und sagte, dass dies keine Einhörner, sondern Pferde seien. Sie verlangte, dass er sich von ihnen fernhalten sollte. Pferde seien kein passender Umgang für ein Einhorn. Aber wer hört schon auf seine Mutter.

Einmal verfolgte er die Pferde in der Dunkelheit bis zu einem großen Haus, in dem sie verschwanden. Auch er wollte mit in das Haus, aber eine unsichtbare Macht hielt ihn zurück. Er konnte da nicht rein, es ging einfach nicht, so sehr er sich auch bemühte. Also wollte er wieder zurücklaufen.

In dem Verlangen, den Pferden zu folgen, hatte er sich den Weg nicht gemerkt. So gelangte er nicht in den Wald, sondern in die Stadt. Er fühlte sich sehr unwohl zwischen den vielen großen, dunklen Häusern. Da erblickte er am Ende der Straße eine wunderschöne, grüne Wiese mit vielen weißen Tieren. Voller Freude galoppierte er auf sie zu. Im letzten Moment bemerkte er, dass sie nicht ein Horn, sondern zwei Hörner hatten, also keine Einhörner waren. Voller Angst galoppierte er die Wiese entlang, bekam die Kurve nicht, rutschte einen Abhang hinunter und landete auf dem Dach eines Kuhstalles, brach in das Dach ein und hing dort fest.

„Nie wieder werde ich den Wald meiner Mutter verlassen, bevor ich stark genug bin, einen eigenen Wald zu haben", schwor sich der kleine Ausreißer. „Ich werde bei den Einhörnern bleiben und versuchen, ein ordentliches Einhorn zu werden, obwohl ich braun bin."

Und plötzlich bemerkte er, wie es auf seiner Stirn fürchterlich brannte, wie ihn eine starke Kraft durchströmte. Er konnte es nicht glauben, ein Horn wuchs ihm, obwohl er braun war. Nun nahm er alle Kraft zusammen, spannte seine Muskulatur an, machte einen riesigen Satz und befreite sich aus dem Dach. Blitzartig erinnerte er sich an den Weg, den Weg zurück in den Wald, den Weg zu seinen Einhörnern, dorthin, wo er hingehörte.

Zurückgekommen akzeptierten ihn nun die anderen Einhörner, nicht etwa, weil er weiß geworden wäre, nein, weil er nun die Kraft und den Mut eines Einhorns besaß.

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