Fabian Holting - Blutige Fäden

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Liebe oder Verbrechen? Atmosphärisch dichter Roman, der aus dem kühlen Hamburg in die Welt der Schönen und Reichen an die traumhafte französische Mittelmeerküste führt. Was verschweigt die erfolgreiche Modedesignerin Maren Hagena?
Sven Terhagen, abgebrochener Jurastudent und fristlos entlassener Mitarbeiter einer Hamburger Detektei, versucht auf eigenen Beinen zu stehen. Sein erster Auftrag als selbstständiger Privatermittler erweist sich gleich als große Herausforderung. Eine Mutter sucht ihren Sohn, der als Student gerade ein Praktikum in der Modebranche gemacht hat. Terhagen nimmt die Fährte auf. Sie führt ihn nach Südfrankreich zu der attraktiven Modedesignerin Maren Hagena und ihrer hübschen Tochter Nicole.

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»Wer bist du denn?«, fragte sie in einem Tonfall, der vermuten ließ, dass es sie nicht wirklich interessierte. Ohne meine Antwort abzuwarten, schlappte sie weiter durch den Flur. Ungefähr auf halber Strecke stieß sie eine Tür auf.

»Ich heiße Sven«, rief ich ihr nach, kurz bevor ihr wunderschöner Körper ganz im Türrahmen verschwunden war. Sie blieb stehen und entgegnete gelangweilt.

»Hallo Sven.«

Ich ging ihr nach. Die Tür hatte sie offen stehen lassen. Wie ich mich ganz dunkel erinnerte, war es nicht eines der Studentenzimmer, sondern die Gemeinschaftsküche. Ich hatte recht und trat ein. Die Küche war aufgeräumter, als ich angenommen hatte. Lediglich einige Gläser standen in der Spüle und ein paar leere Bierflaschen neben dem Kühlschrank. Es roch etwas nach Mülleimer. Sie öffnete den Kühlschrank und holte einen Trinkjoghurt heraus. Ein penetranter Geruch nach Lauchzwiebeln verbreitete sich in der Küche. Sie drehte sich zu mir um. »Suchst du jemanden?«, fragte sie und setzte das PE-Fläschchen an ihren Mund.

»Ich bin ein Bekannter von Sascha«, log ich und sah auf ihre Beine, als sie den Kopf zum Trinken in den Nacken legte. Leider viel zu früh setzte sie das Fläschchen wieder ab und schluckte den Trinkjoghurt in ihrem Mund herunter. »Der ist nicht da«, sagte sie und setzte sich auf einen Stuhl. Unter ihrem weiten T-Shirt zeichneten sich ihre Brüste verlockend ab. Sie winkelte ihre Beine an und zog sie zu sich heran. Ihre Füße schwebten kurz über dem gefliesten Boden und landeten schließlich auf der Sitzfläche, wo sie so gerade eben Platz fanden. Ich stand etwas seitlich und bemerkte, dass ihre Hotpants jetzt noch weniger in der Lage waren, ihren Po zu verdecken. Ich strengte mich an, nicht allzu auffällig hinzuschauen. »Wo könnte er denn sein?« Sie umklammerte mit einem Arm ihre Unterschenkel und nahm einen weiteren Schluck vom Trinkjoghurt. Ihre rosa lackierten Zehen wippten dabei lustig auf und ab.

»Das weiß keiner. Der hat sich hier seit zwei oder drei Wochen nicht mehr blicken lassen. Heute Morgen war sogar seine Mutter hier und hat nach ihm gefragt.«

»Ist es das erste Mal, dass er mehrere Wochen lang nicht auftaucht?«

Ihre Füße schwebten wieder zurück zum Boden. Sie erhob sich und unter ihrem T-Shirt wackelten ihre festen Brüste. Zum Kühlschrank gewandt antwortete sie mir auf meine Frage. »Ich glaube nicht, aber ich wohne hier erst seit einem halben Jahr. Übrigens hätte dein Bekannter heute Putzdienst gehabt. Dieses Mal habe ich es für ihn erledigt.« Während sie den Kühlschrank öffnete, betrachtete ich ihre Pobacken. Sie drehte sich wieder zu mir um und fuhr sich durch ihre stufig geschnittenen, strohblonden Haare. Erst jetzt schien sie den Schnellhefter in meiner Hand zu bemerken.

»Studierst du auch in Hamburg?«, fragte sie mich.

»Ich habe mein Jurastudium vor einiger Zeit abgebrochen«, gab ich ehrlich zur Antwort.

Sie betrachtete mich einen Augenblick und entdeckte meine Narbe über dem Auge. »Wo bist du denn gegengelaufen?«

»Ich hatte eine kleine Auseinandersetzung«, antwortete ich eher beiläufig. »Was studierst du eigentlich?«, fragte ich sie gleich darauf.

»Im zweiten Semester Biologie und Deutsch auf Lehramt.« Sie warf einen Blick auf die Küchenuhr an der Wand. Die gleiche Uhr hatte ich in meinem Büro hängen.

»Ich muss gleich noch los. Also, wie gesagt, Sascha ist nicht hier.« Sie sah an mir vorbei. »Hallo Thomas.«

Ich drehte mich um und blickte in ein misstrauisches Gesicht.

»Ein Freund von dir?«, fragte Thomas.

»Nein, von Sascha«, antwortete sie.

»Ach, schau an, dann weißt du vielleicht, wo er steckt?«

Ich verzog die Mundwinkel und zuckte mit den Achseln. Thomas war anscheinend ein richtiger Kotzbrocken. Er musste einige Semester mehr auf dem Buckel haben, als seine Mitbewohnerin, sofern er überhaupt hier wohnte. Sein Blick war seltsam. Vielleicht hatte er gekifft. Mit seinen kurzen, an der Seite gescheitelten Haaren, die von Gel oder Haarwasser feucht glänzten, sah er aus, wie ein typischer BWL-Student. Er blickte mich böse an. Miss Hotpants versuchte zu schlichten. »Er möchte selbst gerne wissen, wo Sascha ist.«

»Schuldet er dir auch Geld?« Seine Stimme klang aggressiv.

»Nein«, antwortete ich. Vielleicht hatte Thomas auch gekokst. Eine Alkoholfahne hätte ich sicher bemerkt, trotz des Geruchs nach Mülleimer und Lauchzwiebeln, der nach wie vor in der Küche hing.

»Ich muss los«, sagte Miss Hotpants.

»Wie heißt du überhaupt«, fragte ich.

»Melanie«, antwortete sie mit einem Lächeln und wirkte geschmeichelt.

»Vielleicht hast du Lust, mit mir mal einen Kaffee trinken zu gehen?«

»Warum nicht, aber jetzt muss ich los.«

Thomas starrte mich an, als hätte ich Melanie gefragt, ob sie mit mir gelegentlich mal ins Bett gehen wolle. Vielleicht hatte er ein Auge auf sie geworfen. Ich fischte den Zimmerschlüssel aus meiner Hosentasche. Dabei hielt ich den Schnellhefter so, dass Melanie das Foto von Sascha sehen konnte.

»Hey, du hast ja ein Foto von Sascha dabei. Bist du von der Polizei?«, fragte mich Melanie entgeistert. Thomas wartete meine Antwort nicht mehr ab und verschwand klammheimlich durch die Küchentür.

»Warte doch mal«, rief ich ihm nach, doch da hörte ich schon die Tür zum Treppenhaus klappen und weg war er. Natürlich hätte ich ihn gerne gefragt, warum Sascha sich bei ihm Geld geliehen hatte. Aber das musste jetzt warten. Ich sah wieder Melanie an, die mit den Achseln zuckte und noch immer auf eine Antwort von mir wartete.

»Nein, ich bin kein Bulle, aber Saschas Mutter hat mich darum gebeten, herauszufinden, wo ihr Sohn abgeblieben ist. Sie macht sich große Sorgen um ihn.«

»Hey, dann bist du also ein Privatdetektiv.« Sie warf noch einmal einen Blick auf die Küchenuhr an der Wand.

»Tschüss«, zwitscherte sie und huschte an mir vorbei. Im Türrahmen blieb sie plötzlich stehen und drehte sich zu mir um. »Aber komm‘ doch morgen vorbei, sagen wir so gegen vier Uhr, dann können wir einen Kaffee trinken gehen.«

Ich widersprach nicht. Sie verließ die Küche und zwei Sekunden später folgte ich ihr in den Flur. Ich sah gerade noch, wie sie in ihrem Zimmer verschwand. Jetzt musste ich mir Saschas Bude vornehmen. Ich betrachtete den Schlüssel in meiner Hand und dann die ganzen anderen geschlossenen Türen, das heißt, die Badezimmertür war nur angelehnt. Wo war denn nur Saschas Zimmer? Ich klopfte bei Melanie an. Sie öffnete mir umgehend. In der Hand hielt sie ein frisches Unterhemd. Sonst war sie nackt. Nicht einmal einen Slip hatte sie am Leib.

»Was denn jetzt noch?«, sagte sie, ohne sich die geringste Mühe zu geben, etwas von ihrem attraktiven Körper zu verbergen.

»Wo ist Saschas Zimmer?«

Sie streckte den Arm aus. »Zweite Tür rechts.«

Ich sah woanders hin und vernahm nur ihre Worte. »Danke«, sagte ich geistesabwesend. Ihre Tür schloss sich wieder. Ich steckte den Schlüssel ins Schloss und bemerkte, dass die Tür zu Saschas Zimmer gar nicht abgeschlossen war. Seltsam, dachte ich, aber wahrscheinlich hatte seine Mutter es heute Morgen vergessen. Ich trat ein. Ein Studentenzimmer wie jedes andere auch, allerdings war das Bett gemacht und es war aufgeräumter als bei mir zu Hause. Direkt neben dem Bett stand der Schreibtisch, der aus zwei Rollcontainern und einer stabverleimten Buchenholzplatte bestand. Marke Eigenbau also. Daneben ein halbhohes Billy-Regal, der Studentenklassiker seit mehr als dreißig Jahren. In der anderen Ecke, am Fußende des so schön gemachten Betts, ein platzsparender Sessel, in dem Bud Spencer nicht hätte Platz nehmen können, ohne hinterher von der Feuerwehr befreit werden zu müssen. Und natürlich ein Kleiderschrank mit Schiebetüren, der vermutlich noch aus Saschas Kinderzimmer stammte. Ich nahm mir den Schreibtisch vor, der genauso gut aufgeräumt war, wie das ganze Zimmer. Vielleicht hatte auch seine Mutter Hand angelegt, um sich und ihrem Sohn eine Peinlichkeit zu ersparen. Ich musste sie unbedingt danach fragen. Selbstverständlich hätte ich gerne gewusst, wie Sascha sein Zimmer hinterlassen hatte. So etwas sagt manchmal mehr über den Gemütszustand eines Menschen aus, als tausend Worte. Aufgeräumt, wie alles war, musste ich zum ersten Mal daran denken, dass Sascha sich auch das Leben genommen haben könnte. Eine Stiftschale mit Kugelschreibern und Druckbleistiften war genau mittig auf der Tischplatte angeordnet. Dann war da noch ein schicker Briefbeschwerer aus poliertem Marmor in der Form eines überdimensionierten Springers. Die häufig spielentscheidende Figur eines versierten Schachspielers also. Darunter klemmten ein paar Bons. Ich nahm sie mir. Auf dem ersten Bon wurden ein USB-Ladegerät und ein MP3-Player abgerechnet. Der zweite Bon listete zwei Badeshorts und ein Handtuch auf. Diese beiden Bons waren auf den gleichen Tag datiert. Ich rechnete schnell nach. Er hatte sich diese Sachen zwei Tage bevor seine Mutter das letzte Mal mit ihm gesprochen hatte gekauft. Wahrscheinlich lag ich mit meiner ersten Annahme doch goldrichtig. Sascha hatte die Schnauze voll gehabt und war in den Süden aufgebrochen, um sich die Sonne auf den Bauch knallen zu lassen und dabei vernünftige Musik zu hören. Ich suchte nach einer weiteren Bestätigung für meine Theorie. Ich nahm mir zwei unbeschriftete Leitz-Ordner aus dem Billy-Regal vor. Zu meiner Enttäuschung hatte er dort nur Skripte und Arbeitsblätter zu diversen Vorlesungen und Seminaren abgelegt, also keine Rechnungen von Reisebüros oder Fluggesellschaften. Sorgsam, wie ich es in den letzten Jahren als Privatermittler gelernt hatte, blätterte ich jedes der Bücher im Billy-Regal durch. Bevor ich die Bücher wieder zurückstellte, schüttelte ich jedes zudem gründlich aus. Leider segelte weder eine Notiz, ein geheimnisvoller Brief noch ein Geldschein heraus. Sascha war ein ordentlicher Student, aber ich hatte ja noch die Rollcontainer, den Kleiderschrank und das Bett zu durchsuchen. In den Rollcontainern lag das Übliche: Locher, weitere Stifte und Notizblöcke, aber alles sehr ordentlich eingeräumt. Wenn Sascha ein Notebook besaß, wovon ich ganz sicher ausging, musste er es mitgenommen haben. Ich sah mich wieder im Zimmer um. Nicht einmal ein Rucksack lehnte an der Wand. Ich nahm mir den Kleiderschrank vor. Wenn er tatsächlich verreist war, dann kam er entweder mit sehr wenigen Klamotten aus, oder er wollte nur einige Tage bleiben. Vielleicht war ihm doch etwas passiert, was ihn daran hinderte, zurückzukehren. Es musste ja nichts Schlimmes sein, ein nettes Mädchen im gleichen Hotel konnte schon ausreichen. Ich durchwühlte das Bett und fand noch nicht einmal einen Schlafanzug. Auch unter dem Bett war nichts, nicht einmal ein benutztes Taschentuch. Schade dachte ich, bis auf die Bons keine weiteren Anhaltspunkte dafür, dass er für längere Zeit verreist war. Ich wollte schon gehen, als ich auf dem Boden, direkt neben dem Schreibtisch, zwei dicke Wälzer übereinandergestapelt liegen sah. Es waren die Standardwerke für Betriebswirtschaftslehre. Ich fragte mich, ob die vorher auf dem Schreibtisch gelegen haben könnten. Zuunterst lag eine Kladde. Ich zog sie heraus und klappte sie auf. Auf den ersten Seiten erkannte ich, dass Sascha sich hier während der Vorlesungen und Seminare Notizen gemacht hatte. Vorsorglich nahm ich die Kladde mit. Ich schloss die Zimmertür ab und betrachtete kurz das Schloss. Mir fiel nichts weiter auf.

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