Markus Nägele - planlos!?

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Wird das menschliche Leben vom Zufall bestimmt, unterliegt es der Willkür irgendeiner überirdischen Macht oder kann es vielleicht sein, dass es da einen «lieben» Gott gibt, der für unser Leben einen Plan hat? Irgendwann wird jeder Mensch im Laufe seines Lebens mit dieser Frage konfrontiert und sucht nach Antworten. Lassen Sie sich mit hineinnehmen in eine nicht ganz alltägliche Kurzbiografie, die teilweise zum Schmunzeln ist – aber auch tief bewegt.

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So vergingen die vier Stunden in einer ziemlichen Hektik und ich war nicht unglücklich, als die Türen des Bistros um 22.30 Uhr geschlossen wurden. Nachdem mein Mitarbeiter und ich das Bistro gefegt, den herumliegenden Müll entsorgt und die Stühle und Tische wieder ordentlich hingestellt hatten, war endlich Feierabend! Müde und ziemlich frustriert ging ich nach Hause – aber ich hatte jetzt ja zwei Wochen Pause bis zu meinem nächsten Dienst.

Vielleicht schneller, als mir lieb war, waren die zwei Wochen vergangen und mein nächster Bistrodienst stand an. Der Abend verlief ähnlich wie der erste im Bistro. Die Jugendlichen passten mit ihrem Verhalten haargenau in mein Denkmuster – sie waren aufsässig, rüpelhaft und unverschämt. An diesem Abend beschloss ich, dass dies mein zweiter und letzter Einsatz im Bistro gewesen sein sollte. Schließlich konnte ich mir Besseres für meinen Samstagabend vorstellen, als mich von ein paar Jugendlichen dafür blöd anmachen zu lassen, dass ich ihnen – „ehrenamtlich“ – Essen und Trinken machte. Mit dieser Erkenntnis und dem festen Entschluss ging ich nach Bistroschließung heim.

Es sollte alles ganz anders kommen als gedacht.

Ein anderer Blickwinkel.

In der darauffolgenden Woche besuchte mich der Hauptverantwortliche der Jugendarbeit und stellte mir doch tatsächlich die Frage, ob ich nicht als Streetworker im Team der Jugendarbeit mitmachen wolle. Ich traute meinen Ohren kaum, weil ich ihm in den Tagen zuvor meinen Entschluss, im Bistro nicht mehr mitzuarbeiten, klar und deutlich mitgeteilt hatte. Diese Anfrage empfand ich fast als Witz, denn die Arbeit eines Streetworkers bestand darin, sich mit den Jugendlichen direkt zu befassen – sie zu begrüßen, mit ihnen zu kickern, zu spielen, zu reden und auch für Ordnung zu sorgen. Zum wiederholten Mal machte ich ihm meinen Standpunkt deutlich. Als er dann gegangen war, wollte ich diese Sache endgültig abschließen und aus dem Kopf bekommen.

Ich war wieder „frei“, ging arbeiten und konnte mein Wochenende wieder planen, wie ich wollte – der ganz normale Alltag hatte mich wieder.

Es fällt mir nicht ganz leicht zu beschreiben, was in mir war und mich trotz meiner Entscheidung nicht in Ruhe ließ. Immer wieder hatte ich das Gefühl, eine innere Stimme zu hören, die mir zurief: „Markus, du läufst in die falsche Richtung. Du läufst vor etwas weg, das dir unbequem scheint!“ „Welche falsche Richtung?“, fragte ich immer wieder. „Ich lebe doch ein normales Leben, ich arbeite, ich habe eine Beziehung zu Gott und liebe meine Frau und meine Kinder.“

Diese Selbstrechtfertigung half mir aber nicht lange. Immer wieder meldete sich diese Stimme. Im Verlauf der nächsten Wochen erwischte ich mich immer wieder dabei, wie ich diesem Gedanken Raum zur Verfügung stellte, vielleicht doch noch Streetworker zu werden.

Nach drei Wochen war es dann passiert: Ich saß in einer Teambesprechung für Bistromitarbeiter. Nur mal so zum Zuhören, völlig unverbindlich – bereit zur Flucht, falls mir nicht gefiel, was ich da hören sollte. Es ging darum, jeden Einzelnen der Jugendlichen ernst zu nehmen und wertzuschätzen. Darum, den Jugendlichen Begleiter zu sein, damit ihr Leben gelingen kann. „Beziehungsevangelisation“ war das Zauberwort. Im Moment konnte ich mir darunter nicht viel vorstellen, aber mein Interesse war so weit geweckt, dass die Möglichkeit „Flucht“ keine Anwendung fand.

Nun war ich also Streetworker im Bistro, mitten unter den „schrecklichen“ Jugendlichen, die mir zwei Samstagabende versaut hatten! Wir als Mitarbeiter wurden immer zu zweit für je einen Mittwoch- oder Samstagabend eingeteilt. Die Aufgaben eines Streetworkers bestanden darin, sich unter die Jugendlichen zu mischen, mit ihnen ein Brettspiel zu machen oder eben Billard, Airhockey oder Tischfußball zu spielen, wobei Ersteres für mich eher nicht infrage kam.

Der erste Dienst-Abend ließ auch nicht lange auf sich warten, und so machte ich mich auf den Weg ins Bistro. Jetzt hatte ich mich also, trotz allem Widerstreben, mitten in die Höhle des Wahnsinns gewagt! Da stand ich mit Dominik, meinem Kollegen, am Eingang des Bistros, um alle Jugendlichen per Handschlag willkommen zu heißen. Eigenartig, mit jedem Handschlag und Augenkontakt eines ankommenden Jugendlichen fiel immer mehr von dem ab, was man wohl Schubladendenken nennt. Ich versuchte mir die Namen der Ankömmlinge zu merken – einfacher hätte ich mich mit Nummern getan, die konnte ich mir schon immer besser einprägen.

Das Bistro füllte sich, und Dominik und ich versuchten zum einen, den Überblick und die Ordnung zu behalten, und zum anderen, uns unters Volk zu mischen. Letzteres gelang eher weniger, da vorwiegend der Ordnungshüter gefragt war. Das „Volk“ war inzwischen eine bunt gemischte Ansammlung von Mädels und Jungs deutscher und ausländischer Herkunft im Alter von 13 bis 1 7 Jahren. Es lebte und pulsierte, tobte und war ganz schön laut!

Im Großen und Ganzen, denke ich, haben wir diesen ersten Abend als Streetworker ganz gut gemeistert. Auf dem Nachhauseweg war ich ziemlich müde, und doch empfand ich so etwas wie eine wohltuende Ausgeglichenheit, die dafür sorgte, dass ein zufriedenes Lächeln mein Gesicht erhellte.

Die Wochen vergingen und ich musste mir langsam eingestehen, dass die jetzt regelmäßig gewordenen Bistro-Dienste mir echt guttaten. Ja, ich freute mich darauf und empfand sie als angenehmen Gegenpol zu meinem Alltag.

Die Aufgabe wächst.

Nach einiger Zeit wurde ich vom Verantwortlichen der Jugendarbeit gefragt, ob ich mir nicht vorstellen könnte, die vier- bis sechswöchigen Sitzungen des Bistroteams zu leiten. Ich zögerte anfangs und bat um eine Bedenkzeit. Eigentlich mochte ich das, was ich gerade tat. Sollte ich mir da noch mehr Arbeit aufladen? Gott hatte mich damals klar in diesen Dienst gerufen und mir dazu auch Kraft und die Freude geschenkt. Ich hätte mir dies so niemals vorstellen können. Also wagte ich auch diesen Schritt und übernahm mehr und mehr die Leitung. Das hieß: Besprechungen vorbereiten, Dienstpläne machen, Programme für die Abende überlegen und dann noch manches Mal Hausmeister spielen, falls etwas Technisches nicht funktionierte.

Da ich gelernter Handwerker bin, fiel mir der Hausmeisterjob eher leicht. Die anderen Arbeitsbereiche forderten mehr Aufwand und Einsatz. In dieser Zeit lernten Dominik und ich uns auch privat immer besser kennen, was mir zu einer großen Entlastung und Hilfe wurde. Dominik war der eher kreative Mensch, ich mehr der „Macher“, und so ergänzten wir uns echt prima. Wir wurden richtig gute Freunde, und für mich wurde die Jugendarbeit immer mehr zur Herzenssache.

Wie schon erwähnt, hatten wir eine offene Jugendarbeit. Es war uns wichtig, alle Jugendlichen am Ort zu erreichen. Für die Konfirmanden fanden alle zwei Wochen mittwochs Miniteams im Rahmen des Bistros statt. Diese Miniteams waren kleine Gruppen, in denen die Konfis von freiwilligen Mitarbeitern begleitet wurden. Die Themen waren hauptsächlich biblischen Ursprungs, es gab aber auch die Möglichkeit, Fragen zu besprechen, die für die Konfis gerade wichtig waren. Für die „Nicht-Konfis“ gab es parallel ebenfalls die Möglichkeit, sich in einer Gruppe zu treffen, um zu singen und sich auszutauschen.

Eine große und nicht einfache Aufgabe war es, auch für die Jugendlichen eine Gruppe zu installieren, die keinen christlichen Hintergrund hatten. Das waren dann in der Hauptsache ausländische Jugendliche. Hier muss ich hinzufügen, dass mir gerade diese jungen Menschen von Gott ans Herz gelegt wurden. Hatte ich zu Anfang ziemliche Probleme mit diesen Jugendlichen gehabt, interessierten mich deren Lebensgeschichten mehr und mehr.

Aus unseren Überlegungen entstand ein offenes Miniteam, zu dem wir also diese Jugendlichen einluden. Für dieses Miniteam ein entsprechendes Programm zu finden, war immer wieder eine Herausforderung für uns Mitarbeiter. Welche Themen waren für sie interessant und wie konnten wir als Mitarbeiter diese Themen mit der christlichen Botschaft in Verbindung bringen? In diesem offenen Miniteam fanden teilweise sehr wertvolle Gespräche statt, und zum Ende der Runde erhielt jeder Teilnehmer einen kurzen Bibelvers zum Mitnehmen, den wir zuvor auf einen kleinen Zettel gedruckt hatten.

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