Holm Roch - Sonne satt am Rentnerpool

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Sonne satt am Rentnerpool: краткое содержание, описание и аннотация

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Eine bunte Zusammenstellung von Erlebnissen aus einem Hotel östlich von Antalya, angefangen vom Zusammentreffen mit einem Dauerduscher über die Möglichkeiten der Selbstdarstellung auf dem eigenen T-Shirt bis zur Weihnachtsbäckerei mitten im Sommer. Weniger eine Reisebeschreibung als vielmehr ein satirisch getönter Kommentar zu den Abgründen und den liebenswert-komischen Seiten des modernen Massentourismus.

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Das Leben im Hotel bietet Anregungen zum Nachdenken in Hülle und Fülle, angefangen von Ein­schlafproblemen über das Zusammen­treffen mit origi­nel­len Menschen bis hin zu Fragen der Politik, der Medienkom­petenz und der Nutzung des Inter­nets. Zu sol­chen The­men finden sie auf den folgenden Seiten eine Reihe von Kurz- und Kürzestgeschich­ten, Gedankensplit­tern und Kommentaren.

Viel Vergnügen bei der Lektüre dieser satirisch-ironisch ge­stimmten Texte

wünscht Holm Roch

***

Der Reißverschluß

Die Reise fängt gut an. Auf dem Dortmunder Flughafen steht vor mir in der Warteschlange ein junge Frau in engen Jeans. Sie hat nicht nur einen knackigen Po, sondern auch einen auffälli­gen Reißverschluss, der nicht vorn, son­dern hinten angebracht ist. Ein echter Hingucker! Das Teil setzt na­türlich bei den Um­stehenden einige Phantasien über seine Verwen­dung frei. Viel­leicht könnte man ja solche Reißverschlüsse auch in ande­ren Körperzonen an­brin­gen. Ein gewal­tiger Auftrieb für die Reiß­verschlussindustrie wäre die Folge. Besonders in Län­dern, wo sich Frauen nur völlig verhüllt in der Öffentlich­keit zeigen dür­fen, könnte daraus ein echter Hype werden.

***

Auf in die Sonne

Blauer Himmel über Antalya. Das ist auch nicht überraschend, denn hier an Türki­schen Südküste reg­net es im Sommer so gut wie nie. In den vergange­nen sechs Jah­ren habe ich nur einmal einen kurzen Re­genschauer erlebt. Bes­te Voraussetzungen also für eine boomende Tourismusindustrie. Immer neue Hotelkom­plexe werden hochgezo­gen. Der Strand ist schon ziemlich zu ge­baut, jetzt kommt die zweite und die dritte Reihe dran. Man­che dieser Neu­bauten sind bombasti­sche Paläste mit Säulenrei­hen und antiken Standbildern - alles aus nachgemachtem Mar­mor. Überhaupt wirkt hier manches übertrie­ben. Das fängt schon im Bus an und setzt sich bei den Verkehrsampeln fort.

Der Bus, der mich vom Flughafen nach Side in mein Hotel bringt, hat vorn neben dem Kopf des Fahrers einen großen Bildschirm. Dar­auf ist die ganze Zeit über die Landschaft, durch die wir fahren, zu sehen. Die Autostraße schwingt sich mal nach links, mal nach rechts, andere Fahrzeuge werden über­holt, Ortschaften tauchen auf und ver­schwinden wieder, Moscheen re­cken ihre Minarette gen Himmel und Reklameta­feln werben um unsere Auf­merksamkeit. Offenbar nimmt eine versteckte Kamera alles auf, was auf uns zukommt (die Zu­kunft!) und schickt die Bilder auf den Bildschirm neben dem Fahrer. Ein netter technischer Gag, aber man könnte ja auch di­rekt durchs Fenster nach draußen schauen.

Die Küstenstraße ist jetzt komplett fertiggestellt und auch hier geht es nach dem Motto: Das Neueste ist gerade gut genug. Na­türlich sind die Ampeln mit stromsparenden LEDs bestückt. Für die Fuß­gänger hat man sich noch eine zusätzliche Überra­schung einfallen lassen: Das Ampelmännchen kann laufen. So­bald Grün kommt, bewegt es seine Arme und Beine ähnlich wie in einem Trickfilm und zeigt den Leuten wie man das macht: Über die Straße gehen. Da bin ich aber richtig gespannt, welche Überraschungen die Türkei noch bereit hält.

***

Der Dauerduscher

Die erste Überraschung wartet bereits. Nach dem Anreisetag bin ich recht­schaffen müde, liege auf meinem Hotelbett und versuche einzu­schlafen. Das gelingt mir aber nicht, weil noch irgend­wo Was­ser rauscht. Das Geräusch kommt aus dem Bade­zimmer und hört sich an, als würde je­mand in einer anderen Etage das Wasser aus der Ba­dewanne ablassen. Die müsste aber doch ei­gentlich einmal leer sein. Nach einer halben Stunde geduldigen Wartens, kommt mir die Sache spanisch vor. Viel­leicht ein Rohrbruch irgendwo in der Wand? Wenn das so wei­tergeht, werde ich nicht nur um den Schlaf ge­bracht, sondern es läuft vielleicht der ganze Hotelkeller voll. Da rufe ich doch lie­ber die Re­zep­tion an. Die Verständigung ist nicht so einfach, weil der Mann am anderen Ende der Leitung gut Türkisch aber kaum Deutsch spricht. Ob ich vielleicht Was­ser brauche? Im Gegenteil: Ich habe zu viel davon. Schließlich ist das Pro­blem einigermaßen ver­standen und mein Gegenüber verspricht, ei­nen Techniker zu rufen. Als nach einer halben Stunde noch nichts geschehen ist, rufe ich wie­der an. Ob denn niemand ge­kommen sei? Nein, wirklich nicht? - Dann werde man sich dar­um kümmern. Etwas Geduld bitte! Nach ei­ner weiteren halben Stunde - es geht inzwischen auf Mitter­nacht zu - rufe ich wie­der an, diesmal etwas unfreundlicher. Das hat Erfolg. Kurz nach Mitternacht erscheinen zwei Techni­ker. Sie hören sich die Geräusche an, laufen in die obere Etage und überraschen mich mit dem Hinweis, dass da jemand duscht. Da es offenbar für sie nichts zu tun gibt, sind sie auch gleich wieder weg. Ich bin nicht ganz sicher, ob sie sich nicht auch ein wenig über mich lustig machen. Schließ­lich ist es ganz normal, dass jemand sei­ne Dusche benutzt, zumal in ei­nem heißen Land.

Und was nun? Dieser unbekannte Saubermann duscht jetzt schon fast zwei Stunden. Entnervt stopfe ich mir zwei gelbe Plastikstöpsel in die Ohren (sollte man immer dabeihaben!) und versu­che, auf diese Weise einzuschlafen. Es gelingt tat­sächlich. Gegen Zwei werde ich einmal kurz wach, nehme die Stöpsel aus dem Ohr und höre: Die Dusche läuft immer noch. Also: Stöpsel wieder rein und weiterge­schlafen.

Am nächsten Morgen ist der Spuk verschwunden und er kehrt auch am fol­genden Abend nicht wieder. Man kann es mit der Sauberkeit auch übertreiben, aber bitte nicht ständig!

***

Seliges Nichtstun

Das Schönste am Urlaub ist: Nichts tun zu müssen. Ich kann bis halb neun schlafen, oder schon um acht zum Frühstück ge­hen. Ich kann noch einen zweiten Tee trinken – oder es auch lassen. Es gibt keine Termine, so gut wie keine Verpflichtungen und erst recht nichts, was ich ohnehin nicht gerne mache.

Kürzlich habe das Gustav Lübke Museum in Hamm besucht. In der ägyptischen Ab­teilung haben mich besonders die Uschebtis beein­druckt, kleine Figuren, die den Toten mit ins Grab gege­ben wurden und im Totenreich als Stellvertreter tätig wurden. Das ägyptische Jenseits war nämlich kein Paradies für Faulen­zer, sondern eher eine Art Arbeitslager. Wohl dem, der da eini­ge Uscheb­tis dabei hatte. Wurde man früh am Morgen durch einen Aufseher, der eine Nil­pferdpeitsche schwang und dabei „Elender Hund, warum bist du nicht beim Steineklopfen!“ brüllte, unsanft aus dem Schlaf ge­weckt, sagte man einfach: „Wenden sie sich doch bitte an meinen Uschebti, der erle­digt das für mich!“ Dann drehte man sich um und schlief ein­fach weiter.

Leider lässt sich so ein strukturloses „in den Tag hinein leben“ auch nicht lange durch­halten. Nach ein paar Tagen trinke ich dann doch wieder regelmäßig um acht einen Tee, gehe an­schließend zum Schwimmen, dann zum zweiten Frühstück und sitze danach bis zum Mittagessen auf der Hotelterrasse und schreibe Texte wie die­sen. Und kein Uschebti hilft mir dabei.

***

Die Sparlampe

Mit dem Schutz der Umwelt ist es hier im Hotel recht unter­schiedlich bestellt. Auf der einen Seite wird viel Energie ver­schleudert. Der Kühlschrank bei­spiels­weise ist in ein Sidebord eingebaut. Weil er kaum Luft bekommt - die Lüftungsschlitze sind viel zu klein - läuft er unterbrochen, kühlt die Ge­tränke kaum und heizt nur unnötig das Zimmer auf. Auf diese Weise bekommt dann auch die Klima­anlage mehr zu tun, was noch mehr Energie verbraucht. Anderer­seits gibt es im Bad den Hin­weis, dass man der Umwelt zuliebe die Handtücher nur wa­schen wolle, wenn sie wirklich schmutzig sind. Deshalb: Bitte auf den Boden werfen, wenn Waschen gewünscht. Eine beson­ders effiziente Energie-Sparmaßnahme hat man sich für den Fahr­stuhl einfallen lassen. Von den vier Deckenlampen brennen nur zwei (was auch völlig reicht). Die beiden anderen sind nun aber nicht einfach heraus­gedreht, was unschön ausse­hen würde und auch rechtliche Probleme nach sich ziehen könnte. Greift nämlich jemand in die leere Fassung und be­kommt einen elek­trischen Schlag, muss das Hotel vielleicht die Beerdigung be­zahlen. Nein, man hat sie durch defekte Birnen ersetzt. Eine geniale Lösung, denn defekte Bir­nen sparen hun­dert Prozent Energie, während es die Energiesparlam­pen, die zur Zeit den Markt überschwemmen, allen­falls auf 70 Pro­zent bringen. Soll­ten sie also noch ausgediente Bir­nen besitzen: Auf keinen Fall wegwerfen! Die Dinger können noch lange Zeit als Su­per-Sparlampen ihren Dienst verrichten.

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