Wo sind die Menschen, die sagen:“Das interessiert mich nicht. Ich werde Banken nur noch bedienen, wenn diese wirklich eine Dienstleistung darstellen, Freude daran haben, mir zu dienen? Gibt es denn keine finanziell Reichen, die ein Herz haben und mit Weniger auskommen können? Zieht den Banken, die nicht im Sinne des Ganzen agieren, doch Euer Geld ab und schon stehen sie ohne Hose da? Das ist zwar noch keine Lösung, aber doch ein Anfang!
Weil wir mitmachen haben diese Institutionen Macht. Heisst, wir haben auch den Schlüssel zur Veränderung. Wie lange warten wir eigentlich noch auf einen Schritt der Banken? Die meisten werden uns nicht helfen. Sie wissen genau, dass wir sie in der Form, wie sie sich aufführen und arbeiten, gar nicht brauchen. Wie lange lassen wir uns noch durch „Anlage-Verführungen“, soll heissen, irgendwann mehr Geld, blenden? Geld muss fliessen! Geld ist Energie! Energie, die nicht fliessen kann, gerät unter Druck und explodiert irgendwann, heisst, tötet sich selbst!“
Manchmal möchte Nevio die Erde nehmen und in eine Waschmaschine mit Schleudergang stecken, damit sich die Gehirnwindungen der Menschen mal wieder neutralisieren.
„Was machen wir, wenn ein Mensch zu starke Schmerzen hat? Gehen wir dann davon aus, dass er sein Problem lösen wird? Nein, wir wissen, dass auch die Naturheilkunde dann nicht ausreichend Wirkung hat, wenn der Mensch zu sehr unbewusst über seine Grenzen gegangen ist. Im grössten Schmerzzustand nützt es auch nichts, wenn Elternteile ihre Kinder rügen und ihnen sagen: „Das war doch klar, warum machst Du solche Fehler?!“
Hier heisst es, den Schmerzdruck mit einigermassen milden (Naturheilmittel wirken ganzheitlich, brauchen länger, Schulmedizin wirkt auf den Punkt) Mitteln zu reduzieren, damit der Mensch wieder einen klaren Blick bekommt und sich nicht vom Schmerz beherrschen lässt. Meistens brauchen diese Menschen auch Hilfe von Aussen. Alleine hätten sie den Gang zum Arzt gar nicht mehr gemeistert. Sie haben einfach den Bogen überspannt. Wenn es gemäss Erfahrung auf der Körperebene in dieser Weise funktioniert, dann doch auch auf der gesellschaftlichen Ebene?! Also Herrschaften, liebe Menschen, stehen wir doch auf, die, welche es noch können, und fordern wir die Banken auf, dieses Geldsystem-Problem zu entlasten. Es steht in vielen Büchern geschrieben, wie es gehen könnte. Arbeiten wir doch bitte mit den Banken, welche mit neuem Bewusstsein arbeiten, gemeinsam an etwas Neuem.“
Nevio hatte diese vielen guten Bücher mit brillanten Lösungsansätzen gar nicht vorher gelesen. Er war in seinem Leben selbst dauernd mit dem Thema „Geld“ konfrontiert worden und sein Lebensweg hatte ihn dahin geführt, dieses Thema genauestens zu hinterfragen und zu studieren. Er selbst hatte immer wieder Lösungsansätze erarbeitet und war dann erst auf diese Literatur gestossen, die ihn im Nachhinein in seiner Wahrheit bestätigte. In ihm war ein Schrei an die Menschen. „Hey, wir haben die Macht, etwas zu verändern. Bewegt Euch endlich und nutzt Eure Stimme, nicht wertend, sondern kritisch mit eventuellen Lösungsansätzen. Unterstützen wir die Jugend endlich und sind mit unserem Wissen und unseren Erfahrungen da und verstecken wir uns doch bitte nicht dahinter und meinen, wir wären zu klein, um etwas zu verändern“.
Dalai Lhama: „Wenn ihr meint, ihr seid zu klein, um etwas in der Welt zu verändern, versucht mal mit einem kleinen Moskito im selben Raum zu schlafen.“
„Genug geschlafen! Ermöglichen wir doch bitte gemeinsam, solange wir hier noch auf dieser schönen Erde sein können, dass unser Leben mit Geld so schnell wie möglich für Alle leichter wird. Es würde die Menschen entspannen und das Leben wieder etwas magisch werden lassen. Warum? Weil wir endlich vom Überlebensmodus auf den Lebensmodus schalten könnten und unsere Existenzangst ad acta legen könnten. Wenn hier etwas wirklich krank ist, dann unser Verhalten. Alles ist zu ändern, denn wir Menschen haben es entschieden. Alles, was nicht Natur ist, ist von Menschen gemacht. Gesetze, Regeln, Geldscheine, jegliche zwischenmenschliche Systematik sind von uns Menschen gemacht. Hört endlich auf mit dem Satz „Da kann man nichts machen“! Wenn Menschen, die ewig hinter Mauern gelebt haben (DDR) es schaffen, alle zusammen ihre Freiheit zu erlangen, werden wir Erdenbewohner es doch wohl schaffen, übergangsweise ein Geldsystem zu erschaffen, dass uns gut tut, unserer Entwicklung förderlich ist und das uns von diesen Menschen befreit, denen wir uns fahrlässig, unbewusst, das heisst mit pseudofreiem Willen untergeordnet haben!!!“ In Nevio fing es mehr und mehr an zu toben. Tara, seine Partnerin und seine Kinder Barbara und Savio hörten es in seinem Arbeitszimmer rumoren und mussten schmunzeln. Papa lässt wieder Dampf ab. Gut, dass er es zulässt und nicht alles anstaut, wie es viele Menschen tun. Entweder er geht Holz hacken, oder er geht auf sein Laufband, oder er stürmt aus dem Haus und joggt eine ganze Weile. Wenn er wieder zu Hause ist, wird es für Alle spannend, denn dann hat er den Kopf voller Ideen und diese werden interessiert diskutiert, verworfen oder für genial erklärt und schriftlich festgehalten .
Nevio merkte, dass er sich immer tiefer in das Dunkel des kollektiven Bewusstseins hineinsteigerte. Nach einiger Zeit schaffte er es, den Ausknopf zu drücken. Wie es in einem guten Channeling hiess, wenn der Verstand mal wieder überhandnimmt, einfach ganz laut „Shut up!!!“ rufen. Das half bei Nevio nicht immer. Er brauchte auch eine körperliche Anstrengung, um dem Dampf Ausdruck zu verleihen. Schimpfen half da gar nichts. Auch er war einmal sehr unbewusst gewesen und heute gibt es noch hier und da unbewusste Momente.
Er erinnerte sich an seine Kindheit. Seine Eltern waren mit ihm und auch miteinander sehr liebevoll. Dennoch schien es, als ob das gesellschaftliche System jedes Kind in eine bestimmte Richtung trieb. In diesem System waren seine Eltern nun schon lange Zuhause und für sie war es normal, es zu bedienen. Er hatte alle Möglichkeiten, rutschte jedoch automatisch in diese alte Denkweise des „Ich muss immer besser sein, mich messen mit anderen“ hinein. Er war aber auch überall sehr gut. Vieles flog ihm einfach zu. Nevio bezeichnete sich als Glückskind. Er war immer interessiert, wollte alles, was er begann, ganz genau erkunden und sein grosses Potential war sein Humor. Er sah Worte sofort auch in Bildern und machte sich gerne auf eine intelligente Art und Weise über den Ernst, den Menschen in jede Handlung im Leben legten, lustig. Das Leben war herausfordernd und Humor half ihm, es zu meistern. So befasste er sich damit, das Leben in Comics darzustellen und später dann in Filmen, Komödien, Actionfilmen. Bevor er seinen Weg wirklich fand, probierte er sich noch in einigen anderen Bereichen aus, begann Recht und Psychologie zu studieren. Am meisten faszinierte ihn sein kleiner Ausflug in die Kunstgeschichte und Design. Schlussendlich wählte er den Weg zum Film, wollte über Drehbuchautor, Kameramann, Bühnenbildner und vielem anderen die Rolle des Regisseurs erlernen. Er war in seinem Element. Das sagte ihm sein Gefühl. Seine Eltern hatten immer ausreichend Geld. Es reichte immer für Essen, ein warmes Zuhause und Kleidung und für das Wichtigste, ein liebevolles Miteinander. Beide hätten auf Grund ihres Studiums finanziell mehr aus ihrem Leben machen können, jedoch für sie stand Menschlichkeit immer an erster Stelle. Beide engagierten sich lieber ehrenamtlich in der Gesellschaft. Seine Mutter kümmerte sich um alleinerziehende junge Mütter und sein Vater baute ein Krankenhaus für krebskranke Kinder auf, in denen alle Nationalitäten freiwillig und ohne Rechnung (unentgeltlich) behandelt wurden. Das Krankenhaus lebte von Spenden. Auch hier half seine Mutter und organisierte das Team, welches sich immer wieder für diese Spenden einsetzte. Es gab also einen Zeitpunkt, an welchem nicht mehr so viel Zeit für Nevio übrig war. Jedoch hatte er in dieser Zeit nie das Gefühl, zu wenig zu haben, oder dass ihm im Leben etwas fehlte. Er liebte seine Eltern sehr und bewunderte seinen Vater für seine Arbeit. Später, in der Rolle des erfolgreichen Regisseurs, galt Nevio in den Augen anderer natürlich als reich. Mit seinem Erfolg wuchs sein finanzieller Reichtum. Jedoch nach einem Unfall hatte er eine für sich tiefe Erkenntnis, da er lange Zeit von Schmerz begleitet das „Allein Sein“ wählte. Seine Auseinandersetzung mit dem Tod rief ihm wieder ins Bewusstsein, dass er mit all dem Reichtum, auch in Form einer Villa, die er bewohnte, gar nicht glücklicher war als vorher. Sein innerer Reichtum wuchs damit nicht. Er hatte sich schon vorher glücklich und zufrieden gefühlt. Auch wurde ihm bewusst, dass dieser ganze Konkurrenzkampf, dieses „sei immer der Beste von Allen“ von ihm dringend hinterfragt werden müsse. Danach veränderte er sein Leben schlagartig. Er gab seine Villa auf und zog in einen luxuriösen Trailer-Home. Daneben leistete er sich noch einen separaten Trailer für Freunde, die zu Besuch kamen. Neben seinen Filmen, die er drehte, arbeitete er noch mit jungen Menschen, mit denen er wertvolle Diskussionen zum Sinn des Lebens führte, um wachzurütteln, das Leben immer wieder zu hinterfragen. Das Wichtigste war ihm jetzt, andere an seiner Erkenntnis teilhaben zu lassen, seinen Teil dazu beizutragen, die Welt, oder klarer ausgedrückt, den menschlichen Teil der Welt, zu verbessern. Der Mensch musste wieder im Einklang mit der so schönen Welt leben, im Einklang mit der Natur.
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