Monika Murmann - Neuland
Здесь есть возможность читать онлайн «Monika Murmann - Neuland» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.
- Название:Neuland
- Автор:
- Жанр:
- Год:неизвестен
- ISBN:нет данных
- Рейтинг книги:5 / 5. Голосов: 1
-
Избранное:Добавить в избранное
- Отзывы:
-
Ваша оценка:
- 100
- 1
- 2
- 3
- 4
- 5
Neuland: краткое содержание, описание и аннотация
Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Neuland»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.
Soll sie alles hinter sich lassen? Traut sie sich das zu? Wartet da eine Zukunft? Sie kann dann nicht mehr zurück.
Neuland — читать онлайн ознакомительный отрывок
Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Neuland», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.
Интервал:
Закладка:
Kalte Rache
„Was willst Du hier? Du hast doch die Post bekommen! Laß den Schlüssel hier und geh wieder zu deiner Vera!“ schnauzte Marilotta ihn an. Jürgen schäumt: “So kannst Du nicht mit mir umgehen! Das haben wir gemeinsam aufgebaut! Ich laß mich doch von Dir nicht so behandeln! Wie kannst Du es nur wagen! Ich geh hier nicht weg! Was willst Du, blöde Kuh, schon dagegen unternehmen!“ usw. usw.
Ihr Rechtsanwalt hatte sie schon vorgewarnt, daß es nicht ohne Gegenwehr laufen würde und sie tat, wie ihr geraten wurde und rief die Polizei. Nach einer wirklich endlosen halben Stunde kam der Beamte endlich. Sie gab ihm die Kopie seiner Kündigung und die Telefonnummer ihres Rechtsanwaltes. Unendlich froh war sie über die Anwesenheit des Polizisten, eine halbe Stunde Gebrüll (von beiden Seiten) kann so anstrengend sein.
„Ja, Herr Schäfer, so wie es aussieht ist Ihre Frau da im Recht und sie geben Ihr jetzt den Ladenschlüssel zurück. Sie haben ab sofort hier Hausverbot und fahren besser heim. Da können Sie dann mit Ihrem Rechtsanwalt telefonieren.“ Sprach der Polizist und wartete, bis Jürgen Marilotta den Ladenschlüssel aushändigte, bevor er kochend vor Wut davon rauschte. Im Gehen brüllte er natürlich noch:“ Du hörst von meinem Anwalt, ich habe ein Recht auf einen Anteil vom Verkauf. Das ist mein Laden!“
Gut, dann öffnete sie an diesem Tag eben eine halbe Stunde später und das mit zittrigen Händen und einem Blutdruck, von dem ihr bald schlecht wurde, aber diese Schlacht hatte sie gewonnen.
Nachdem jetzt Semesterferien waren, konnte die Aushilfe öfter kommen und so brachte Marilotta die Zeit bis zum Ablauf des Mietvertrages gut herum. Ein Nachmieter wollte Teile der Regale und Schränke sowie den Kassenbereich übernehmen und per ebay ging der Rest der Waren ohne Probleme weg. Nach einigen Briefen über den Rechtsanwalt, hatte sie sich mit Jürgen über die Verteilung der Hauseinrichtung geeinigt und er holte die gesamte Wohnzimmereinrichtung mit Fernseher, DVD Spieler, Stereoanlage usw. ab. Sie sicherte sich vorher noch ihre Lieblingsfilme auf DVD. Irgendwann würde sie auch wieder eine Möglichkeit haben, um sie anzusehen. Aber das war ihr jetzt nicht wichtig. Auch die Kinder kamen vorbei, sehr einsilbig, und holten einiges aus ihren Zimmern und vom Dachboden. Die „liebe“ Vera hatte sofort Platz gemacht in ihrem Keller, damit die Dinge dort erst mal liegenbleiben konnten. Wie schön! Sie hatte sich eigentlich ein klärendes Gespräch erhofft, aber die Kinder hatten es auffällig eilig. Es brach ihr fast das Herz, ihre Kinder zu sehen und doch meilenweit von ihnen entfernt zu sein. Warum hassten sie nicht ihren Vater und hielten zu ihr? Bevor sie gingen, stellte sie sich ihnen in den Weg und sagte: “Habt Ihr Zwei eigentlich kapiert, daß euer Vater mich betrogen hat und er derjenige ist, der alles kaputtgemacht hat?“ Fabian schrie zurück: „Wegen Dir ist Papa jetzt arbeitslos!“ „Ja und, das war ich auch und arbeite jetzt halbtags in der Pralinenfabrik am Fließband! Euer Vater ist daran selbst schuld und muß sich halt eine Arbeit suchen!“, giftete sie zurück. Da sagten die Kinder dann nichts mehr dazu und verließen das Haus. Traurig und einsam blieb sie zurück. Den November verbrachte sie mit der Auflösung des Geschäftes, mit Besprechungen beim Steuerberater und Erklärungen fürs Finanzamt. Um sich zu beschäftigen und vor allem um eine Krankenversicherung zu haben, schien ihr die Stelle in der Pralinenfabrik eine gute Idee gewesen zu sein, als sie die Anzeige las. Mal sehen, wie lange ich das durchhalten werde, dachte sie. Jeden Tag hatte sie das Gefühl, das ihr der Rücken in der Mitte durchbrechen würde. Aber zum Glück war ein Käufer für das Haus gefunden worden. Bis Ende März musste sie ausziehen. Allerdings hatte sie noch keine Ahnung wie es in ihrem Leben weitergehen sollte.
Kühles Weihnachten
Wie wollte sie ihr neues Leben gestalten? In welchem Bereich würde sie arbeiten wollen? Sie war damals kurz nach Beendigung der Ausbildung im Büro überraschend schwanger geworden. Direkt nach der Heirat hatte Jürgen den Laden gefunden. Mehr Zeugnisse konnte sie nicht vorlegen. Würde sie in Köln bleiben oder ging sie woanders hin, um neu anzufangen? Auch Katja konnte ihr bei diesen Entscheidungen nicht helfen. Rainer fing an, Marilotta mürrisch anzusehen, wenn sie kam. Offensichtlich blockierte sie ihre Freundin zu oft. Wirklich schlimm war Weihnachten. Sie versuchte mit den Kindern Kontakt aufzunehmen und sie wenigstens mal zu treffen. Aber die Kinder blockten sie ab und meinten, dass sie sich erst mit der Situation zurechtfinden müssten und Abstand bräuchten. Heile Welt und Christkind würde jetzt nicht gehen. Teilweise konnte sie die Kinder verstehen, war aber trotzdem sehr enttäuscht. So verbrachte sie das schlimmste Weihnachten ihres Lebens ganz allein, ohne Christbaum mit sehr viel Glühwein. Das halbleere Haus wirkte kalt und wie tot. Fast schon unheimlich. In den teilweise geplünderten Räumen waren nur noch Bruchstücke der Einrichtung vorhanden. Die dunklen Abende waren so deprimierend und leer. Das Alleinsein machte ihr am meisten zu schaffen. Sie ging sogar zur Kirche, um unter Menschen zu sein. Als sie, nach der Kirche, das gemeinsame Auto der Kinder und das der Schwiegereltern vor Veras Haus stehen sah, war das einfach zu viel für sie. Das hatte sie nicht verdient. Mit letzter Kraft schaffte sie es ins Haus und endlich konnte sie Rotz und Wasser heulen. All die Monate war keine Träne geflossen, aber jetzt konnte sie gar nicht mehr aufhören. Am nächsten Morgen ging es ihr besser und sie wusste, dass sie sich nie wieder so einspannen lassen würde, wie es ihr Ex-Mann hinbekommen hatte. Er war schuld, dass sie sich nicht so um die Kinder hatte kümmern können, wie sie es eigentlich wollte. Warum hatte sie nicht eher den Mund aufgemacht und sich gewehrt? Warum nur - sie konnte es sich nicht erklären. Auch nach Weihnachten hatten die Kinder niemals Zeit für ein Treffen, angeblich Prüfungen und Praktika. Sie beschloss für sich, ihnen einfach nicht mehr nachzulaufen. Wenn sie nicht in der Pralinenfabrik arbeitete, versuchte sie zu joggen und las die Stellenanzeigen von verschiedenen Zeitungen nach etwas für sie passendem durch.
In dieser Situation kam der Brief aus England wie ein Zeichen vom Himmel. Das war jetzt genau das, was sie brauchte. Ein neuer Ort, Tewkesbury hieß er und lag in der Grafschaft Cloucestershire, sogar ein neues Land, ein neuer Anfang! Vermutlich war das „Haus“ des Onkels, eine baufällige Bude aber das war Marilotta egal. Dort würden sich bestimmt ein Job und eine Zukunft für sie finden, da war sie sich ganz sicher.
Frische Brise
Etwas veränderte sich in ihr, plötzlich belebt, wie durch eine frische Bluttransfusion, kroch die Kraft in Marilotta zurück. Sie atmete tief durch und blickte wieder nach vorne. Die nächsten Tage vergingen u.a. mit Telefonaten auch mit dem Notar. So schlecht war ihr Englisch nun auch nicht und sie konnte sich schon mit ihm unterhalten. Der Stimme nach schien er jünger zu sein. Rupert Winters lautet sein Name und sie erkannte dankbar, wie langsam und deutlich er sprach. Allerdings bei dem Namen Rupert, konnte sie sich doch ein Grinsen nicht verkneifen. Wie er wohl aussah, bei dem für sie sehr ungewohnten Namen? Bald würde sie es wissen! Rupert, in Gedanken war sie schon beim Du angekommen, versuchte ihr das als Schnapsidee auszureden.
Trotzdem, sie hatte sich entschieden und das Erbe angenommen. Voller Power fuhr sie in einen Elektronikmarkt und hatte sich sofort ein tragbares Navigationsgerät fürs Auto gekauft. Der Verkäufer wird wohl froh gewesen sein, sie endlich losgeworden zu sein. Ja, die lieben Kunden haben heute Ansprüche auf gute Beratung! Sie löcherte ihn mit Fragen und kaufte ihm das Teil schließlich auch ab. Da sie zurzeit weder Mann noch begabte Kinder zur Verfügung hatte, musste sie allein mit dem Ding klarkommen. Da sind zwei Stunden schnell vorbei! Recht zufrieden marschierte sie mit dem Navi nach Hause und probierte es sofort mit Adressen in der näheren Umgebung aus. Es war wichtig, dass sie damit gut zu Recht kam. Wenn Marilotta erstmal unterwegs ins neue Zuhause war, musste die Kommunikation mit dem tollen Spielzeug klappen. Über Katjas Bruder konnte sie sich eine Garage anmieten, wo sie vorläufig alle restlichen Möbel, Stühle, Staubsauger, Bügelbrett, Kommoden und die Waschmaschine nebst Trockner einlagern konnte. Der Onkel hatte ja einen bestehenden Haushalt. Da brauchte sie solche Dinge sicher nicht mitnehmen. Sie bestellte einen Container, mietete sich zwei jugendliche Nachbarn und entrümpelte sehr, sehr großzügig das Haus. Der Ex-Jürgen und die lieben Kinder ließen sich nicht blicken. Über ihren Anwalt ließ sie ihm die Rechnung für den Container zukommen. Sie hatte geräumt, dann konnte er wenigstens zahlen. So etwas tat ihr richtig gut. Einmal noch ging sie in gewohnter Umgebung joggen und lieh sich dazu, wie so oft in den letzten Jahren, den Nachbarhund Jacky aus. Ein halbhoher Mix irgendwo aus Griechenland oder war es Spanien? Er liebte die Runden mit ihr, da er eigentlich nie müde wurde. Sie nahm grundsätzlich das Handy mit und nutzte es diesmal für ein paar letzte Bilder mit und ohne Hund. Die Nachbarin würde ihr nicht abgehen, der Hund schon. Das Auto hatte sie vor ein paar Tagen noch schnell für eine letzte Inspektion in die Werkstatt gegeben. Denn sie konnte auf eine unliebsame Überraschung in Form einer Autopanne gut verzichten.
Читать дальшеИнтервал:
Закладка:
Похожие книги на «Neuland»
Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Neuland» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.
Обсуждение, отзывы о книге «Neuland» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.